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Künstlisches Sprunggelenk oder Versteifung? Hat jemand Erfahrung?

Dieses Thema im Forum "Operationen / Chirurgie, Radiosynoviorthese (RSO)," wurde erstellt von Tia, 22. Januar 2009.

  1. Tia

    Tia Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    da ich vor ein paar Tage ja in einem ziemlichen Loch war und es mir Dank eurer vielen Beiträge jetzt wieder besser geht, setzte ich mich jetzt mal mit meinen bevorstehende Operatione auseinander. Es macht mir zwar immer noch alles Angst, aber hilft ja nix.
    Das dringlichste ist erst mal das rechte untere Sprunggelenk.
    Hat denn jeamd von euch Erfahrung mit einem künstlichen Gelenk oder einer Versteifung? Wie lange es dauert bis man wieder richtig gehen kann, ob es schmerzhaft ist und was ihr so berichten könnt und wollt.
    Ich danke euch sehr.

    Liebe Grüße
    Tia
     
  2. Mupfeline

    Mupfeline Neues Mitglied

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    Hallo Tia, ich habe ein künstliches Kniegelenk links und das rechte untere Sprunggelenk hat sich selbst zum Teil eingesteift. Das Knie war unproblematisch. Am 1.Tag OP, am 2. Tag Beine aus dem Bett, am 3. Tag aufstehen mit Unterarmstützen und nach 7 - 8 Tagen zur Reha. Bei mir dauerte es länger weil ich die Beugung von 90 Grad nicht erreicht hatte.

    Die OP wurde in Spinalanästhesie gemacht - keine Vollnarkose. Die erste Nacht tat es sehr weh, aber man bekommt ja Medikamente.

    Das ganze ist jetzt 4 Jahre her und ich bereue es nicht. Es hat mir ein bisschen Lebensqualität zurückgebracht. ich habe eine vollzementierte
    Prothese-

    Heute ist es einigermaßen okay und besser als die anderen. Leider hat sich hinter dem künstlichen Knie eine gefüllte Baker-Zyste gebildet die mir langsam aber sicher die Nerven und die Freude am Leben nimmt. Sie tut schweineweh und ich weiss nicht so Recht was ich mit ihr machen soll.

    Das Sprungelenk zu erneuern soll wohl schwieriger, sehr viel schwieriger sein. Es wird schon gemacht ist aber keine Alltäglichkeit. Noch nicht.

    Ich kenne/kannte nur eine Patientin- ich traf sie in der Reha - ihr wurde das Sprunggelenk erneuert. Sie kam Recht gut zurecht und konnte mit beiden Unterarmstützen laufen- Langsam aber es ging.
     
  3. Tia

    Tia Neues Mitglied

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    Hallo Mupfeline,
    danke dir für deine Antwort. Habe ja nicht so viele bekommen und das zeigt mir auch, wie du ja auch schon schriebst, es ist nicht so alltäglich mit dem Sprunggelenk.
    Ich muss einfach mal schauen was ich mache. Da die Wohnsituation bei mir nicht die beste ist (Treppen und andere Barrieren) kann ich mich jetzt gar nicht dazu aufraffen.
    Aber wenn, dann hoffe ich auch auf eine anschließende Reha.
    Freue mich, dass es bei dir gut geklappt hat mit deinem Knie. Na ja, bis auf die momentate Situation. Ich wünsche dir, dass das bald wieder besser wird und es dafür eine Lösung gibt.
    LG
    Ute
     
  4. Chrischan

    Chrischan Neues Mitglied

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    Hallo Tia,

    für das untere Sprunggelenk gibt es bisher keine prothetische Versorgung, sondern hierbei bliebe schlussendlich nur die Versteifung.

    Für das obere Sprunggelenk hingegen gibt es bereits Prothesen einiger Hersteller!

    Chrischan
     
  5. Tia

    Tia Neues Mitglied

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    Hallo Chrischan,

    ich habe es jetzt auch im Internet ein wenig darüber gelesen und auch gelesen, dass es eine Prothese nur für das untere Sprunggelenk gibt.
    Ich finde so wenig darüber im Netz. Es scheint keine Sache zu sein die häufig gemacht wird.
    Die sprechen bei mir immer vom unteren Sprunggelenk. Nach meinem Gefühl ist es eh das obere. Jedenfalls sind da die Schmerzen am schlimmsten. Die Ärzte sagen aber, der Schmerz strahlt aus. Habe am oberen SG zwei Radiosynoviorthesen im Laufe der letzten 4 Jahre gemacht und dachte, das geht jetzt noch mal. Mir sagen sie jetzt, dass das nicht mehr helfen wird, man kann das nur machen wenn der Knochen noch eingigermaßen in Ordnung ist. Es würde jetzt nur noch eine OP helfen.
    Solltest du noch irgend was wissen, dann melde dich doch bitte noch mal.

    Danke dir sehr und noch einen schönen Sonntag

    Tia
     
  6. Lucia2801

    Lucia2801 Lucia2801

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    Versteifung

    Hallo,

    hab schon zwei Versteifungen des Talonaviculargelenkes und des USG hinter mir.Beides mal hatte ich keine Schmerzen nach der OP.Es wird gekühlt,und man bekommt ausreichend Schmerzmedikamente.Leider habe ich CP und bin sehr schlapp in den handgelenken.Mußte 16 Wochen eine Schiene tragen und den Fuß nicht belasten.In der gesamten Zeit saß ich im Rollstuhl

    Ich hab leider nichts mit den OP`s erreicht.Hab eine Triple Arthrose ,die mir weiterhin zu schaffen macht.Ich würde immer zu einer Vollnarkose raten.Angst braucht man wirklich nicht zu haben.Laufe jetzt seit ein paar Tagen ohne Krücken und darf wieder voll belasten.Die letzte OP war Anfang November.Leider hab ich genauso Schmerzen wie vorher.

    Wenn es weiter schmerzt,wollen sie mir eine Prothese in Soprunggelenk setzen.Ich hab aber erst einmal die schnauze voll.Hab 2008 insgesamt 28 Wochen im Rollstuhl verbracht.

    Wer noch Fragen hat,kann sich auch gern per PN mit mir in Verbindung setzten.

    LG ud ein schönes Restwochenende
    Petra
     
  7. Tia

    Tia Neues Mitglied

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    Angst und Bange

    Hallo Petra,
    mir wird Angst und Bange, wenn ich lese was du schreibst. Dann haben dir die OPs ja nicht wirklich geholfen.
    Bei mir ist es auch so, ich habe CP an Füßen und Händen/Handgelenken und weiß nicht, wie das gehen soll, wenn ich zuerst an den Sprunggelenken operiert werde (die rechte Hand soll später folgen). Das gehen auf Gehstützen ist für mich die Hölle.
    Weiß überhaupt nicht, weil ich auch alleine lebe, wie ich das bewerkstelligen soll. Ich bekomme Angst.
    Und dann kann ich noch nicht mal sicher sein, ob es hilft....
    Ich schreibe dir gleich noch eine PN, muss dich unbedingt noch mal was fragen.
    Danke dir und LG
    Tia
     
  8. ferry

    ferry Neues Mitglied

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    hallo tia,

    hab grad eine versteifung des linken unteren sprungelenkes hinter mir, wurde am 07.01. operiert und mir geht es bisher sehr gut.
    die op wurde in oberammergau in der rheumaklinik durchgeführt. ich bekam keine vollnarkose, nur das bein ab kniegelenk wurde betäubt und ich bekam ein schlafmittel. völlig problemlos !!!! würde ich jederzeit wieder so machen. nach der op war mein bein vom kniegelenk abwärts in einer art schiene eingebettet. da ich einen schmerzkatheder über mehrere tage hatte, hatte ich zu keiner zeit wirkliche schmerzen. jeden tag kam ein anästhesist und erkundigte sich, ob ich schmerzen habe. der katheder wurde dann eben nach ein paar tagen gezogen und auch ab da hatte ich und habe ich keine schmerzen. bei mir wurde eine ziemlich lange schraube und einige klammern eingesetzt.
    mit der betreuung in der klinik war ich sehr zufrieden. zur fortbewegung bekam ich in der klinik einen rollstuhl. damit kam ich eigentlich sehr gut zu recht. insgesamt war ich 10 tage in der klinik. mir wurde 2 tage vor der entlassung ein vakupedschuh angepasst, den ich jetzt bis auf weiteres tragen muss. zu hause bin ich ebenfalls auf einen rollstuhl angewiesen, da ich aufgrund meiner nicht mehr ganz so gesunden handgelenke und schultergelenke nur schlecht auf krücken gehen kann. ich muss nun insgesamt 6 wochen voll entlasten, danach darf ich langsam unter anleitung eines krankengymnasten, die belastung steigern. bis zur 4. woche darf ich den fuß überhaupt nicht bewegen, ab dann vorsichtige bewegung des oberen sprunggelenks.
    ich hoffe, dass die op den erfolg bringt, den ich mir erhoffe. aber das kann ich erst in ein paar wochen sagen.
    du hast geschrieben, du bist alleine zu hause. du kannst auch eine anschlussheilbehandlung machen. hätte ich auch machen müssen, wenn ich niemanden zu hause hätte, der mich versorgen kann. in oberammergau ist das natürlich sehr praktisch, da das reha-zentrum direkt an das krankenhaus angegliedert ist.

    ich wünsche dir alles gute.

    viele grüße
    ferry
     
  9. Tia

    Tia Neues Mitglied

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    Usg

    Hallo Ferry,

    danke noch für deinen Beitrag.
    Schön, dass alles so gut geklappt hat bei dir.
    Drücke dir die Daumen, dass auch weiterhin alles gut verläuft.
    Bist bestimmt die ersten Schritte dann noch unsicher, kann ich mir vorstellen.
    Und Geduld wünsche ich dir auch noch. Ist ja schon beschwerlich so am Fuß. Ich stelle mir das sehr mühsam vor.
    Ich habe am 4. März jetzt erst mal einen ambulanten Termin in der Klinik.
    Weiß auch nicht, habe irgendwie immer noch die Hoffnung die könnten sagen es gibt noch eine andere Möglichkeit. Rheumatologin meinte aber das wäre eher unwahrscheinlich.
    Werde dann berichten wie es war.

    Alles Gute und lieben Gruß

    Tia
     
  10. Geofisch

    Geofisch Neues Mitglied

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    Hallo Tia,

    da ich nun schon seit über 20 Jahren an Rheuma leide, waren bzw. sind meine Sprunggelenke schon ziemlich in mitleidenschat gezogen. Deshalb stand ich 2005 auch vor der Frage was ich mache. Der Arzt war der Meinung, dass nur die Versteifung des USG Erfolg verspreche. Da ich dann eigentlich gar icht mehr laufen konnte enschloss ich mich die OP machen zu lassen und habe es bis heute nicht bereut, denn ich habe so gut wie keine Schmerzen mehr und kann supertoll laufen und er hat den Fuß gleich noch in eine richtige Form gebracht da der doch schon ziemlich in alle Richtungen stand.
    Die OP war Ende Juli 2005 in Bad Wildbad bei Prof. Sell, einer der führenden Ärzte auf diesem Gebiet. War dann zwei Wochen im Krankenhaus und anschl. für 8 Wochen Vollgips ohne Belastung. Ursprünglich sollten es nur 6 Wochen sein, aber ich bin das schon gewohnt bei mir da dauert alles etwas länger.
    Dann bekam ich einen Gehgips für 3 Monate und im Anschluss daran einen Spezialschuh extra für mich angepasst. Damit konnte ich aber dann relativ schnell gut laufen.
    Ich habe es bis heute nicht bereut, dass ich die OP gemacht habe. Laufe mittlerweile wieder in normalen Schuhen, zwar mit Pufferabsatz und Rolle aber ist echt toll. Laufe sogar auch wieder längere Strecken.
    Hoffe konnte dir etwas weiterhelfen. Bei Fragen kannst dich gerne melden.
    Gruß
    G.
     
  11. Tia

    Tia Neues Mitglied

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    Bekomme Hoffnung

    Hallo Geo,

    was du schreibst macht mir wieder Hoffnung.
    Habe jetzt erst mal einen ambulanten Termin für Anfang März in Sendenhorst. Bin gespannt.
    Bei mir ist das auch so, der Fuß steht irgendwie schief. Wenn die das direkt mitmachen können, wäre auch schön.
    Aber dass das hinterher sooo lange dauert mit Gips und so. Weiß immer noch nicht so ganz genau wie ich ds bewerkstelligen soll.
    Hoffe, die schicken mich hinterher schön lange in eine Anschlussheilbehandlung.
    Hoffe, es klappt vorher noch mit der neuen Wohnung, die dann ganz Barriererfrei ist und einen Aufzug hat. Das wäre sooo schön und würde mir auch schon wieder ein Stück Angst nehmen.
    Aber nach euren vielen positiven Berichten habe ich vor der OP selber gar nicht mehr so viel Angst.
    Danke dir und den anderen dafür ganz lieb.

    LG und ein schönes Wochenende

    Tia