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Kreuzbandop mit Rheuma?

Dieses Thema im Forum "Operationen / Chirurgie, Radiosynoviorthese (RSO)," wurde erstellt von Hermes1245, 22. Juli 2015.

  1. Hermes1245

    Hermes1245 Neues Mitglied

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    Hallo hab mir vor 7 Wochen das kreuzband gerissen und mir wurd mitgeteilt, dass ich nicht operiert werde sondern konservativ behandelt werde weil ich Rheuma hab ( pso Arthritis) jedoch möchte ich lieber operiert werden, da der Verschleiß bei einer konservativen Behandlung größer ist und so sich vllt eines Tages Arthrose bildet... Hatte jmd Erfahrung damit? Danke im Voraus ! Bin 15 und Spiele Fußball in einer Leistungsmannschaft
    P.S. Dies wurde mir im Krankenhaus mitgeteilt
     
  2. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Hermes,
    erst mal herzlich willkommen hier!
    Die nötigen Antworten werden sicher noch kommen.
     
  3. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Hermes!
    Ich bin 2x am Kreuzband operiert worden, damals war allerdings die Rheumadiagnose noch nicht gestellt.
    das dürfte ohne Kreuzband schwierig werden, gerade die Ballsportarten, sind nicht sehr günstig.

    Ich würde dir raten, zu einem Kniespezialisten/Sportmedizinerzu gehen, z.B. in die Ambulanz einer Sportklinik um dir dort eine Zweitmeinung einzuholen.

    Nimmst Du Basismedikamente für die PsA? Bei einer evt Op müßtest Du vorab mit dem Rheumatologen abklären, ob und welche Du vorher absetzen mußt.
     
  4. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    ja, unbedingt zu einem KNiespezialisten gehen,

    da lohnt sich auch ein weiterer Anfahrtweg!!!
     
  5. sternschnuppe84

    sternschnuppe84 Mitglied

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    Mein Mann war damals für seine Kreuzband Op in der Sportklinik Hellersen und mehr als zu frieden, auch ein Freund von ihm. Bei ihm liegt zwar kein Rheuma vor, aber vielleicht lohnt es sich dort mal nachzufragen.
    Du bist doch noch so jung, da würde ich auch ohne Leistungssport auf jeden Fall schauen das es gemacht werden kann.
     
  6. Hermes1245

    Hermes1245 Neues Mitglied

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    Danke

    Danke an die ganzen Antworten!! Meine rheumatologe hat mir geraten in eine andere Klinik zu gehen, deshalb versuche ich morgen einen Termin zu machen! Mein alter Orthopäde hat was von einem Infekt geredet falls was schiefgehen würde bei der OP aber naja ich lass mich dann nochmal beraten bei dem neuen der mehr Erfahrungen mit Rheumatikern hat
     
  7. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Hermes,

    ich bin in der Zeit als das Rheuma noch nicht bekannt war (habe auch PSA) an einer alten Kreuzbandverletzung operiert worden - ich war wohl 20 Jahre ohne Kreuzband sportlich sehr aktiv gewesen (nach dem damaligen Unfall hatte man nur Blut aus meinem Knie geholt, da es aber noch kein MRT gab und mein Knie muskulär sehr stark gehalten wurde, war die Frage, ob das Kreuzband evtl. nur angerissen war - das war wohl aber nicht der Fall wie sich 2 Jahrzehnte später herausstellte).
    Man hatte sich vor der OP über hohe Entzündungswerte gewundert, die OP sogar verschoben, weil man einen Infekt vermutet - aber leider ist niemand auf die Idee gekommen, dass das Rheuma sein könnte - auch nicht, als sich bei der OP starke Entzündungen in vielen Gelenkbereichen zeigten.
    Bei mir ist die OP gründlich schief gegangen, weil man mir beim Anfräsen der Kniescheibe (um ein Stück Patellarsehne zu entnehmen) leider die Kniescheibe längs gebrochen hat.
    Ich kann deutlich weniger als vor der OP, allein durch den schlecht verheilten Kniescheibenbruch, aber auch durch die Probleme an der sehr vernarbten Patellarsehne.
    Heute glaube ich, dass man mir damals vor der OP mit einer Rheumatherapie (wenn man das erkannt hätte) und mit gezielter Physiotherapie zur nochmaligen Stärkung der Muskulatur besser hätte helfen können als mit der OP.
    Meine persönliche Meinung aus meiner eigenen Erfahrung heraus: ich würde mich niemals mehr wegen eines Kreuzbandes operieren lassen, wenn meine Muskulatur das ausgleichen könnte - jedenfalls nicht, wenn ich auf leistungsmäßigen Sport verzichten könnte (und das hätte ich damals getan). Fußball ist natürlich ein Sport, der mit oder ohne Kreuzband extrem belastend für die Knie ist.
    Zumal du dabei auch mit operiertem Kreuzband sicher etwas vorsichtiger sein solltest - sooo oft kann man das ja nicht ersetzen und wenn du nach den Unfällen beim Fußball fragst, ist der Kreuzbandriß eine der häufigsten Ursachen (weil eben oft plötzliche Drehbewegungen auf haftendem Untergrund zu solchen Rissen führen).
    Gerade bei PSA sind die Sehnen oft mitbetroffen und daher ist es nicht ganz unheikel, dort Reize zu setzen und das tut man durch eine Teilentnahme auf jeden Fall.
    Insofern würde ich auf jeden Fall vorher klären, dass man z.B. nicht die Patellarsehne nimmt - sondern allenfalls die Semindentinosussehne.
    Auf die kann die Beinstatik sicher eher verzichten (wenn die Sehne stabil genug ist, was leider bei mir nicht der Fall war) und man vermeidet die vorderen Knieprobleme, die viele Leute mit Patellarersatz haben...

    Es gibt viele Sportmediziner, die gegen Kreuzband-OPs sind und erst einmal ausprobieren, wie weit man mit konservativer Therapie kommt.
    Wenn nämlich kein optimales OP-Ergebnis erziehlt wird, können mehr Probleme entstehen als man vorher hatte... Solche Fälle habe ich in der Rehe mehrfach gesehen und dann hat man keinen Gewinn durch die OP sondern schadet eher der langfrisitigen Gesundheit des Knies. Zumal jeder operative Eingriff auch das Arthroserisiko deutlich erhöht.
    Falls du immunsuppressive Medikamente bekommst, ist das Infektionsrisiko auch etwas erhöht. Das soll dir keine Angst machen - man sollte nur eben genau überlegen, ob diese Risiken im Verhältnis zu dem Effekt stehen.
    Wenn dein Knie konservativ stabil werden sollte, dann wäre das natürlich toll. Wenn nicht, muss wohl eine OP sein...
    Ich habe eine Freundin, die seit 20 Jahren intensiv Basketball spielt - ohne Kreuzband - und sie ist nachhaltig froh, dass sie sich damals gegen die OP entschieden hat.
    Bedingung ist dabei sicher, dass man das Knie "im Auge behält", gezielt die stabilisierenden Muskeln trainiert, alle paar Jahre mal ein MRT machen lässt, um zu sehen, ob sich Schäden entwickeln - dann wäre immer noch Zeit zu operieren.
    Aber in dem Fall möchte ich dir auch dringend raten, zu einem sehr versierten Operateur zu gehen (z.B. Atos Klinik in Heidelberg).
    Da dein Rheumatologe informiert ist und dir anscheinend auch zur OP rät, wird ja die Medikamentation so angepasst werden, wie es angeraten ist.

    Das ist meine Meinung, die natürlich dadurch geprägt ist, dass es bei mir tüchtig schief ging. Ich hatte die OP gemacht, um wieder besser Skifahren zu können - nun kann ich das garnicht mehr, sehr schlecht Treppen gehen, nur noch kurze Strecken gehen, keine der Sportarten machen, die ich liebe...
    Also: all das muss dir und soll dir nicht passieren - aber es kann halt bei jeder OP etwas schief gehen und daher würde ich keine unnötigen Risiken eingehen bzw. diese sehr genau abwägen.

    Liebe Grüße von anurju
     
    #7 24. Juli 2015
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juli 2015
  8. Hermes1245

    Hermes1245 Neues Mitglied

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    Hallo, ich nehme derzeit 25 mg mtx jede 2. Woche hab gar keine Probleme mit den Gelenken keine Schmerzen , bei der ersten Einnahme sind die Schmerzen verschwunden damals.. Hab eher Probleme mit der schuppeflechte :) naja ich schau mal .. Bin in 4 Wochen bei einem Spezialisten und dann schau ich mal was er sagt...