1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Krankenversicherung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Bianca, 27. Januar 2003.

  1. Bianca

    Bianca Guest

    Moin,

    ich hab mal ne Frage zu der Krankenversicherung. Ich kann mich nämlich jetzt entscheiden ob ich mich privat oder gesetzlich versichern lassen möchte (Beamtenanwärterin). Wer kann mir seine Erfahrungen mit den privaten Kassen schildern? ich habe MB, würden die mich überhaupt nehmen? gibt es vielleicht eine private Kasse die sich bestimmten Krankeitsbildern besonders annimmt? Welche ist generell zu empfehlen? oder vielleicht doch eher gesetzlich? Ich hab mich bereits informiert, aber so das richtige habe ich leider noch nicht gefunden. Wäre für ein paar Ratschläge sehr dankbar.

    Tschö
    Bianca
     
  2. VerenaHH

    VerenaHH Guest

    Hallo Bianca;

    ich bin gerade aus der privaten Versicherung raus, weil mir das einfach viel zu teuer war, auch wenn ich mit meiner Fibro vermutlich nie mehr in eine private reinkomme. (481 Euro Monatsbeitrag, 350 Euro Eigenanteil für Arzt, nochmal 350 Eigenanteil für Zahnarzt und das Gleiche nochmal für meinen Sohn, also 1400 Euro im Jahr die ich selbst bezahlen muss, so hoch sind die Zuzahlungen in der gesetzlichen auf jeden Fall nicht.)
    Wenn man das finanzielle ausser acht lässt, hat beides was für sich. Bei der privaten Versicherung bekommst Du immer auch die Markenpräparate verschrieben, hast u. U. Anspruch auf Ober- Chefarztbehandlung, (was nicht immer nur ein Vorteil ist) Insgesamt wirst Du meist als Privat-Patient besser behandelt, bekommst schneller Termine, etc. Aber Du mußt den jährlichen Eigenanteil eben selbst bezahlen.
    Bei Kieferorthopädischen Behandlungen bist Du in der gesetzlichen besser aufgehoben, da bekommt man den Eigenanteil nach Abschluss der Behandlung zurück, bei der Privaten nicht.
    Die Privaten nehmen, wenn sie Dich mit MB aufnehmen, vermutlich entweder einen erheblich höheren Beitrag, oder die Kosten die im Zusammenhang mit der MB entstehen werden aus der Versicherung rausgenommen.
    Zu überlegen sind auch die Kosten für den Fall, dass man nicht mehr berufstätig ist. Du hast dann auch keine Möglichkeit mehr aus einer Privaten in eine Gesetzlich zu wechseln. Wenn Du "Rentner" bist, ist ein Wechsel im Prinzip nicht mehr möglich.
    Es gibt Versicherungsleute die nicht auf Provisionsbasis arbeiten, also an einem Versicherungsabschluss nichts verdienen. So einen würde ich mir mal an Deiner Stelle suchen und mich gut beraten lassen.

    Viel Glück und Gruss
     
  3. Dinkel

    Dinkel Guest

    Hallo Bianca ,

    ich könnte Dir ein Lied von einer privaten Krankenversicherung singen, was kein Ende nimt. Meine Erfahrung :

    1979 wechselte ich von der Barmer zur KKV. Zunächst hatte ich einen Preisvorteil monatlich von etwa DM 200, 00.

    Diese Differenz hielt sich mit kleinen Abweichungen etwa bis zum Jahre 1988. Hinzufügen möchte ich auch, daß ich fast nie krank war und somit keine Leistungen in Anspruch genommen habe.

    1988 hatte ich einen Leistenbruch, der stationär behandelt wurde und plötzlich erhöhte sich die Prämie um etwa 30 %.

    1989 mußte ich erneut ins Krankenhaus, wegen meiner Knie. Es wurde eine in das Gelenk hineingeschaut, eine Bakerzystel entfernt und der Professor berichtete mir mit wiegenden Kopf, daß ich eine Athrose dritten Grades habe und wenn nichts passiert, dann werde ich nach etwa 3 Jahren im Rollstuhl sitzen. Ich sitze heute noch nicht, habe aber erhebliche Probleme und wetterabhängige Schmerzen, die nur kurze Laufstrecken zulassen.

    Meine KKV erhöhte im Folgejahr erneut die Beitragsprämie um etwa 30 %.
    Dann trat eine Beruhigung an der Preisfront ein.

    1995 bekam ich eine neue Hüfte. Da sich noch eine Lungenentzündung im Krankenhaus einstellte, war mein Gesamtaufenthalt etwa 4 Wochen.

    Neue Preisgestaltung im Jahre 1996. Wieder etwa 30 % mehr.

    1998 hatte ich eine Darmoperation mit einem Klinikaufenthalt von ca. 14 Tagen.

    1999 erneute Preiserhöhung des Beitrages bis auf DM 1900, 00 monatlich. Ich bestellte mir den zuständigen Vertreter und sagte iihn ganz klar, dass ich das nicht mehr bezahlen kann. Er baute dann die Leistungen ab auf Selbstbeteiligung. Zunächst 20 %, später 25 %, es folgten 30 %, die ich zur Zeit noch habe. Mein Beitrag beläuft sich auf € 588, 62 inklusiv Pflegeversicherung.

    Ein Umschwenk in die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht mehr möglich, da ich bereits 62 Jahre bin. Mein Rat, bleib in der gesetzlichen Krankenversicherung, auch wenn Du auf gewisse annehmlichkeiten verzichten mußt. EZ im Krankenhaus, Chefarztbehandlung, teilweise besseres Essen usw. Verena aus Hamburg hat es ja verdeutlicht.

    Ich wünsche Dir bei Deiner Entscheidung eine glückliche Hand

    herzlichst aus Bayern

    [%sig%]