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Krankenkassenlogik: jetzt staune ich nur noch...-

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von bise, 7. Oktober 2004.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

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    mal was neues von der kk.
    heute habe ich nen schreiben erhalten. die kostenübernahme meiner einlagen wurde abgelehnt. medizinisch nicht notwendig. man könne nur einlagen für nen senk-/spreizfuss bewilligen, keinesfalls für die aufwendig herzustellende weichbettung. klar habe ich dort angerufen und selbstverständlich werde ich widerspruch einlegen.

    hier nun der hintergrund:
    seit vielen jahren muss ich spezielle einlagen tragen, habe etliche ops bereits hinter mir. vor einigen jahren trug ich herrenschuhe der grösse 46, in denen waren einlagen und viel watte und verpackungsmaterial, um überhaupt mit ihnen gehen zu können. ich konnte nicht mehr laufen, der rollstuhl war bereits beantragt. dann kam ich in eine reha massnahme; der chefarzt sah mich und hörte von meinen bemühungen des fortbewegens. er sah mich an und sagte nur: sie müssen vernünftiges schuhwerk tragen. klar, wollte ich ja auch, doch wie das bekommen?
    mit den klobigen massangefertigten schuhen konnte ich nicht laufen und erzählte meine unendliche langjährige schuhversorgungsgeschichte. er grinste, stellte mich nem schuhmacher vor und nach 2 wochen hatte ich schuhe grösse 41 mit tollen einlagen, leicht, schön aussehend und danach lernte ich in einer gangschulung wieder ordentlich die füsse zu bewegen. endlich hatte ich jemanden gefunden, der sich auskannte. nach 1 jahr liess dieser schuhmacher mich dann wissen, dass er mich nur noch als selbstzahler versorgen könnte, den ärger mit der kk wegen der kostenübernahme sei er leid. ich bezahlte die versorgung dann selbst - war nicht billig. der kk habe ich immer die rechnungen mit der bitte um anteilige kostenübernahme vorgelegt, die regelmässig abgelehnt wurde. vor einigen wochen hatte ich dann kontakt mit einem schuhmacher in einer anderen stadt, der nahm das kk rezept an und hat ordentliche arbeit geleistet. was war ich froh. endlich ne finanzielle belastung weniger.

    was sagte nun die kk-sachbearbeiterin zur begründung der ablehnung: sie haben ja jahrelang keine besonderen einlagen gebraucht. dann brauchen sie sie auch jetzt nicht. der gutachter - rheumatologen doc! - hätte die kk ausdrücklich wissen lassen, dass auch harte einlagen durchaus ausreichend wären, was anderes bräuchten rheumis nicht.- das hätte er auf einer fobi erfahren!! - mein einwand: ich habe schwerste polyneuropatien und kein gefühl mehr in den operierten füssen - entgegnung: das haben rheumis nicht, das ist hier nicht bekannt.
    als letztes argument kam von der kk: schuhmacher haben mischkalkulation, dann soll er eben etwas mehr leisten bei ihnen, das kann er ja bei anderen kunden wieder einsparen. die wollen alle nur viel geld verdienen.

    so einfach kann man es sich auch machen.
    gruss
    bise
     
  2. berlinchen

    berlinchen Aktives Mitglied

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    Hallo Bise,

    wenn ich sowas lese, kann ich nur sagen ist echt zum Brechen!
    Jeder dieser Mitarbeiter sollte einmal ein Jahr mit unseren Beschwerden und Sorgen leben müssen....Als ob wir nicht schon genügend mehr Ausgaben haben, wenn wir uns irgend etwas neues zulegen, ganz zu Schweigen von den Kosten in der Apotheke usw .....

    ich hoffe Du kommst trotzdem an Deine Einlagen, ohne alles selber bezahlen zu müssen.

    liebe Grüße
    Sabine