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Krankenkassen und Regresse

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Vampi, 19. August 2008.

  1. Vampi

    Vampi Kieler Sprotte

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    Hallo zusammen...
    ich hab mal eine Frage...
    Erst hatte ich vor Monaten das Problem mit meinen Augentropfen. Ich bekam monate lang meine Augentropfen auf Kassenrezept und plötzlich sagte man mir in der Apotheke sie würden die Rezepte nicht mehr einlösen, weil sie nicht mehr verschreibungspflichtig sind und sie eh schon auf den ganzen Kosten der letzten Monate sitzen bleiben.
    Dann hatte ich vor ein paar Wochen das Problem, dass ich Massagen bekommen sollte und die KK auch zugesagt hatte die Kosten zu übernehmen. Die Arztpraxis wollte aber trotzdem kein Rezept ausstellen, weil sie meinten sie würden das nachher doch nicht zahlen und die Praxen würden darauf sitzen bleiben.
    Heute bei meiner Frauenärztin dann ein ähnliches Problem. Ich bekomme schon seit Jahren die Pille auf Kassenrezept und nun sagte mir die Ärztin, dass sie aus Kulanz mir noch 1 Rezept ausstellen würde, aber sie das dann nicht mehr machen könnte, weil sie auf den Kosten sitzen bleibt. Auch wenn die Kasse es genehmigt zahlen sie nur einen Pauschalbetrag, der die Kosten nicht abdeckt.
    Da wir besprochen hatten, dass ich auf den Verhütungsring umsteigen soll, muss ich nun einen Antrag stellen bei der KK und falls sie das bewilligen, müsste ich das schriftlich in der Praxis abgeben. Die würden mir dann ein Privatrezept ausstellen und ich müsste mir dann das Geld bei der KK wiederholen.
    Ich muss gestehen, dass mich das alles sehr verwirrt und ich ganz schön genervt bin von dem vielen hin und her.
    Der eine weiß nicht was der andere tut und als Patient steht man total zwischen den Fronten :(:confused:

    Bin total verunsichert. Man kann sich ja nicht mal darauf verlassen ob es bezahlt wird, auch wenn man eine Genehmigung in der Tasche hat... :o

    Habt Ihr auch schon diese Erfahrung gemacht??

    Liebe Grüße von Julia
     
  2. Mücke

    Mücke Guest

    hallo vampi,

    ich habe auch so einen hausarzt, der alles schriftlich von der kasse bestätigt haben möchte, wo er bei der übernahme unsicher ist.
    hat er es schriftlich gab es bisher nie probleme mit dem verschreiben

    bei medis, wo er sich nicht sicher ist, ob er nicht in regress genommen wird, möchte er vorher etwas schriftliches haben..wobei ihm bisher auch ein auszug, aus einem auszug, der kk gelangt hat, was die kk übernimmt...

    eben z.b. mittel gegen verstopfung, bei opioid therapie...
    er war de meinung, dass man diese erst bei opiat therapie verschreiben dürfte, in den richtlinien der kk steht allerdings auch opioid.
    seitdem ist es kein problem mehr und er hat sich noch für andere pat gefreut, dass er dies dann ja auch denen verschreiben kann

    ebenso, dass man eisen, nicht bei eisenmangel, aber bei eisenmangel inkl anämie, verschreiben darf

    von daher, hast du eigentlich sehr kulante ärzte gehabt, die aber viell jetzt um regresse fürchten-warum auch immer

    wenn es um medis geht, die nicht voll übernommen werden, würde ich mir von der kk aufschreiben lassen, wieviel übernommen wird und den rest evtl selber übernehmen, ist bestimmt noch billiger als ganz zu zahlen--wenn es die apotheken bzw ärzte mitmachen


    hm, mehr fällt mir dazu nu auch nicht ein
     
  3. Schlumpfine

    Schlumpfine Aktives Mitglied

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    Hallo Julia,
    da ich nun zu müde bin, werde ich morgen mal zu diesem Thema etwas schreiben!!!
    Ich wünsche allen eine angenehme Nacht

    Schlumpfine
     
  4. Schlumpfine

    Schlumpfine Aktives Mitglied

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    Hallo Julia,
    nun ist es doch fast Mittag geworden.
    Ich habe zu Deinem thema folgende Erfahrung gemacht: 7 jahre lang habe ich die Augentropfen auf normalem Rezept bekommen- aber die Apo sagt: das zahlt die KK nicht- und ich habe brav gezahlt. Dann habe ich mit Gutachten im letzten Jahr Celluvisc und Genteal bezahlt bekommen. Anfang dieses Jahres das gleiche Theater: Apotheke sagt..... Sie sind angeblich auf den Kosten sitzen geblieben. Wieder gings über einen Gutachter. Die Bestätigung der Übernahme habe ich vorsorglich der Apotheke, dem Augenarzt und der augenklinik gegeben. Bei jedem neuen Medi für die Augen frage ich erst die KK ob die Kosten übernommen werden. Die Punctum Plaques sollten mir im Juni gesetzt werden. Im Mai wurde der Antrag gestellt- keine Antwort. Im Juni wiederholt- keine Antwort. Erst Anfang August hat eine Ärztin das telefonisch abgeklärt und ne Zusage erhalten. Nun habe ich die "Stöpsel" und hoffe, daß die Klinik die Zusage schriftlich nachgereicht bekommt. Sonst darf ich nächsten Monat mal gerade über 400 Euros "auslegen". (Und mich mit der KK rum ärgern).
    Krankengymnastik habe ich tatsächlich 2x6 verschrieben bekommen- soll aber am liebsten 2x in der Woche das runde Jahr hin. Nur bezahlt das keiner! Akupunktur wird angeblich bei meiner Erkrankung gezahlt- aber dieser Ärztin fehlte irgendeine Zugehörigkeit- Kostenübernahme erst zugesagt, dann abgelehnt.
    Auch ich sage oft, daß ich nicht weiß, was ich glauben soll. Manchmal bin ich es auch leid zu kämpfen- aber dann geht es nur übers Geld. Und wenn ich dran denke, daß die ganzen Vorgaben im neuen Jahr geändert werden, wird mir nun schon gaaaanz komisch!
    Im Moment habe ich mich mit dem Versorgungsamt angelegt. Die sind der Meinung daß ständige Entzündungen der Augen nicht behindern!!???
    Wie Du siehst: nicht nur Dir reicht das ganze Hickhack, das zu Lasten der Gesundheit geht!
    Sei lieb gegrüßt und laß den Kopf nicht hängen!!!
    Schlumpfine
     
  5. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo,

    was die Regressforderungen an die Ärzte angeht, so kann das manch einen Arzt in die Pleite treiben, so geschehen bei meiner Orthopädin und einem Chirurgen der knapp davor steht.

    Auf meinen KG-Rezepten steht als Diagnose unter anderem drauf "komplexe Schädigung/Funktionsstörungen Arthritis und Osteitis Psoriatica"
    unter Spezifizierung der Therapieziele: "Funktionsverbesserung/Schmerzreduktion und Wiederherstellung der Muskelfunktionen"
    und unter Medizinische Begründung: "Kontinuierliche Therapie notwendig zur Vermeidung von Gelenkdestruktion und Fehlstellungen."

    Seit der AHB gehe ich regelmäßig 1 - 2 mal pro Woche für 40 Min. zu KGG/manuellen Therapie und seit das so ist, habe ich deutlich weniger Fehlzeiten und weil sofort an den notwendigen Stellen gearbeitet werden kann, wird es oft auch nicht mehr so schlimm. Wenn es mir besser geht, versuche ich auch schon mal eine längere Pause zu machen, aber nach drei Wochen ist alles wieder so verkleistert und verhärtet, dass es einfach nicht länger geht. Meine Ärztin meint, dass sie sich notfalls auch vor Gericht dagegen wehrt, wenn sie in Regress genommen wird, weil wir das Ziel mich arbeitsfähig zu erhalten, was ja auch mir einer akzeptablen Lebensqualität zusammenhängt, anders nicht mehr erreichen können.

    Mein Rheum-Doc meinte "Irgendwann kriegen sie mich mal dran, wegen meiner Verordnungen." Da meinte er aber nicht meine Medikamente, denn ich habe von MTX, über Arava und Sulfasalazin zu Humira gewechselt, den vorgeschriebenen Weg über mindestens zwei Fehlversuche also eingehalten. Die anderen Medis lasse ich mir nach ABsprache mit dem Rheuma-doc von meiner Hausärztin verschreiben (Decortin, Celebrex, Omeprazol, Blutdruckmittel und Asthmaspray). Tramal kommt dann wieder vom Rheuma-doc.

    LG Gabi (ro-lerin seit 2003)
     
  6. lupinchen

    lupinchen Neues Mitglied

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    Hallo Leute,

    ein kleiner Tipp zur Krankengymnastik. Ich gehe zweimal pro Wocher zu einer Doppelbehandlung. Also 2 mal 50 min..
    Das Rezept erhalte ich von meinem Rheumatologen.
    Er kreuzt auf dem Rezept immer Verordnung außerhalb des Regelfalles an.
    Ich reiche dann das Rezept bei der KK ein, die geben das an den MDK und der genehmigt mir die Gymnastik seit über 2 Jahren.
    Auf diese Art und Weise, kann dem Arzt dieses Rezept nicht in Regress gestellt werden.

    Gruß.
    Lupinchen