@Mary1503
Ich hatte 2 Akut-Aufenthalte in einer Rheumaklinik. Einmal für gründliche Untersuchungen und Diagnosen und ein anderes mal als Notfall, weil ich mich überhaupt nicht mehr bewegen konnte.
In der Rückschau waren beide Aufenthalte sehr positiv, obwohl ich Krankenhäuser wirklich überhaupt nicht mag.
Mir wude dort jeweils sehr geholfen, es wurde ein bunter Strauss verschiedenster Untersuchungen gemacht und im Ärzteteam recht intensiv beraten und diagnostiziert. Ich wurde jeweils auf neue Mrdikamente eingestellt, was zu dem Zeitpunkt auch gut funktionierte.
Die Kliniktage waren neben den Untersuchungen mit reichlich Anwendungen voll gepackt, so das ich immer die ganzen Tage aktiv war. Es gab einen richtigen Reha-Plan der teils anstrengend war, es gab aber auch ausreichend Ruhephasen und die Anwendungen waren jeweils recht gut auf meine Bedürfnisse abgestimmt und ich konnte auch auf den Ablauf Einfluss nehmen und Wünsche äußern.
Es gab z. B. Wassergymnastik, Sitz- und Stehgymnastik, Massagen, Bestrahlungen, Muskeltraining, heisse Prafinbäder und Rapssamenbäder für die Hände, Entspannungsübungen usw.
Das tat alles sehr gut und ich habe die Klinik jeweils in deutlich besserem Zustand und mit weniger Schmerzen verlassen als Eingangs.
Wenn die Pandemie nicht wäre, hätte ich sehr wahrscheinlich auch schon wieder freiwillig einen Klinikaufenthalt gehabt.
Was für mich aber noch besser und auch nachhaltiger ist, dass ist eine richtige Reha über 3 oder 4 Wochen. Ich hatte bisher zwei Rehas, die mir sehr gut getan haben. Der Ablauf ist ähnlich wie in einer Rheumaklinik, also einige Untersuchungen und jede Menge unterschiedlicher Anwendungen. Immer Anstrengung und Entspannung im Wechsel mit einer individuell angepassten Intensität. Zwischendurch auch Schulungen oder nützliche Vorträge etc.
Der Vorteil bei einer Reha ist der fehlende Krankenhaus-Ablauf. Man hat ein, im Idealfall, nettes Einzelzimmer, etwa wie in einem einfachen Hotel. Man geht zum Essen oder zur Sprechstunde und es gibt auch unterschiedliche Freizeitangebote neben dem, was in Kurorten ohnehin angeboten wird.
Kurzum, eine Rheha dauert länger, ist aber nicht unbedingt für den dringenden Akutfall.
Schon allein, weil es meist einige Wochen oder Monate Terminvorlauf gibt, nachdem der Reha-Antrag genehmigt wurde.
Eine Rheumaklinik ist in medizinischer Hinsicht deutlich intensiver bzw. gründlicher und ist für akute Behandlungen und gründliche Untersuchungen und Diagnosen sicher die bessere Wahl. Meist bleibt man dort auch nicht so lange. Zudem ist es eben ein Krankenhausaufenthalt ohne Privatsphäre (es sei denn man bekommt ein Einzelzimmer) und mit den typischen Krankenhausabläufen.
Natürlich gibt es je nach Rheuma- oder Rehaklinik auch mitunter große Unterschiede in Sachen Philosipie, Ausstattung, Qualität, Behandlungen usw.
Ich hoffe ich konnte dir damit ein Bild verschaffen, was dich jeweils erwarten könnte.
Falls du noch mehr Details wissen möchtest, gebe ich gern weitere Auskunft.
Viele liebe Grüße und gute Besserung wünscht Manoul
