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Krankengymnastik !!!

Dieses Thema im Forum "Physiotherapie, Ergotherapie, Sport usw." wurde erstellt von Redissimo, 13. Januar 2006.

  1. Redissimo

    Redissimo Guest

    Hallo an alle !
    Im Oktober erhielt ich ein neues Kniegelenk - es ist alles super gut verlaufen. Bisher hatte ich 24 Rezepte für KG. Auf Nachfrage beim Hausarzt hieß es die Beweglichkeit sei voll hergestellt - kein Grund mehr auf KG. Mein Rheumadoc war ebenfalls der Meinung hat mir dann aber ein Rezept für KG zur Schmerzlinderung und Beweglichkeit verschrieben. Nachdem ich ganz gut wieder laufen kann - allerdings noch die Oberschenkelmuskeln trainiert werden müssen (zum Treppenlaufen brauch ich noch die Stützen) dachte ich es wäre sinnvoll weiterhin 2-3 mal zur KG zu gehen - natürlich üb ich fleißig am Heimtrainer Fahrrad und mache auch sonst viele in der KG gelernte Übungen.

    Meine Frage an Euch: Hat ein Rheumatologe nicht ein größeres Budget für KG ? - habe von anderen Rheumatikern gehört, dass die durchgehend übers Jahr wöchentlich 2 mal KG bekommen. (So viel will ich gar nicht - aber es würde mich einfach mal interessieren, wie es bei Euch so ist)

    Danke im voraus !

    Jürgen
     
  2. Steffi80

    Steffi80 Ich bin Ich

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    Hallo Jürgen,

    also ich habe cp und bekomme ca. 2 - 3 mal KG in der Woche und das schon seit über einem Jahr.

    Die KG bekomme ich aber nicht vom R-Doc verschrieben, sondern nur von meinem Hausarzt.

    Mir hat der R-Doc, gesagt, er könnte die KG nicht verschreiben, warum auch immer. Naja, ob das so stimmt?

    Ich bekomme sie halt und habe mir darüber auch keine weiteren Gedanken gemacht.

    Lg Steffi
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

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    mein rheuma doc - ortho - verschreibt mir 6 x kg im quartal. den rest soll ich gefälligst selbst zahlen. begr.: sein budget sei erschöpft, er hab keine lust, mit der kk schreibkram zu erledigen.
    ich brauche 3 x kg in der woche, weil die gelenke instabil sind, ich nix mehr machen kann, bin ein pflegefall - daher auch nicht mehr kurfähig wg. der betreuung -, niemand der docs hat zeit und lust, finger, schulter, ellbogen, hand, knie, sprunggelenk, fussknochen immer wieder richtig zu plazieren. ich kann dann überhaupt nicht mehr laufen und das haus verlassen. die kk sagte mir, der fachdoc habe ins haus zu kommen. und der doc, glaubt ich sei ob dieses ansinnen ".....". das ist reality, leider.
    ich sammle kg rezepte, wo und wie ich sie kriegen kann, mache allein deswegen ne betteltour durch die praxen, manchmal gelingts, manchmal nicht. was das die kk (immer wieder erstuntersuchung udgl....) kostet, danach wird nicht gefragt. man hat es ja .......
    gruss
    bise,
    die das endlich mal los sein will.
     
  4. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hi!
    Ich bekomme seit 2 1/2 Jahren Kg. Zur Zeit einmal die Woche, anfangs zweimal. Mein Rheumatologe hat da auch noch nie diskutieren wollen. Krieg immer wieder neue Rezepte. Ich habe aber auch das Gefühl, dass es mir ohne viel schlechter gehen würde.

    Lg, KatzeS
     
  5. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hi Jürgen :) ,

    leider ist es Realität, dass Ärzte gerne das nicht vorhandene Budget vorschieben um sich nicht mit KK auseinandersetzen zu müssen. Grundsätzlich gibt es kein Budget sondern eine Richtgrößenvereinbarung, die je nach Fachrichtung unterschiedlich ist, aber grundsätzlich kann Dich jeder Arzt, als chronisch Kranken, als Praxisbesonderheit rausrechnen. Ich kann verstehen, dass Ärzte keine Lust dazu haben sich den halben Tag mit schwachsinnigen Formularen zu befassen und seitenlange Texte zu verfassen. Glücklicherweise bekomme ich seit fast 20 Jahren KG und Massage gegen MB und bin fast gerade eingesteift.

    Viele Grüße und fähige Ärzte
    Jürgen
     
  6. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Die Richtgrößen sind das gleiche wie die Budgets, es hat nur der Name gewechselt.
    In der Konsequenz ist es das Gleiche, eine Begrenzung eben.

    Für 2006 ganz neu die Werte für Nordwürttemberg:

    Orthopäden
    41,27 Euro für Mitglieder und Familienversicherte und 43,12 Euro für Rentner ( mit dem Status Rentner bei der Krankenkasse) im Quartal

    Hausärzte:
    8,56 Euro für M/F und 19,75 Euro für Rentner im Quartal

    Chronisch Kranke kann man NICHT herausrechnen ! Das Budget gilt für alle Patienten.

    Nachzulesen auf der Webseite der KV Nordwürttemberg ( über die Seite der KV-Baden-Württ.)


    Daneben gibt es aber noch die Begrenzung durch die HMR (Heilmittelrichtlinien). Dort ist festgelegt, wieviele KGs zB nach Operationen verordnet werden können. Das hat mit den Richtgrößen nichts zu tun.

    Die HMR begrenzen die KGs nach Knieoperationen auf eine bestimmte Anzahl, dann sind 3 Monate Pause vorgeschrieben.
     
  7. Nina

    Nina early bird

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    Hallo,
    ich gehe seit Jahren 3x in der Woche zur KG.
    Verordnet von meinem Rheumatologen, der mich auch immer anhält, regelmäßig diese Therapie zu machen.
    Bisher gab es keine Probleme mit der Krankenkasse und ich hoffe, dass es auch so bleibt. Ich habe PsA und Spondarthritis und meine Gelenke mucken ohne Krankengymnastik schnell wieder.

    Liebe Grüße
    Nina
     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    bedeutet das, dass der ortho doc pro quartal nur 41 € an physiotherapie einem chronisch schwerstkranken rheumi verschreiben darf? das sind gerade mal 2 behandlungen!!!
    gruss
    bise
     
  9. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Hallo Bise

    das bedeutet, dass der orthodoc PRO PATIENT, den er hat, die 41 Euro zur Verfügung hat.
    Jetzt bekommt ja nicht jeder Patient ein KG Rezept. Er kann den errechneten Betrag (Patientenanzahl x 41 Euro) verordnen pro Quartal.

    Das heisst eben der eine Patient bekommt 10 Verordnungen und dafür benötigt er 5 Patienten, die keine Verordnung benötigen.

    Beim Hausarzt ist es nur ein Fünftel des Betrages.

    Allerdings sind in diesem Betrag auch die Kosten für Ergotherapie und die Logopädie enthalten.

    Daneben gibt es noch die HMR=Heilmittelrichtlinien. Diese schreiben vor, wieviele Behandlungen auf ein Rezept verordnet werden dürfen und auch wieviele Verordnungen bei manchen Diagnosen verordnet werden können.

    Und diese HMR sehen nach Operationen nur eine beschränkte Anzahl an Behandlungen vor.
     
  10. bise

    bise Neues Mitglied

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    danke Frank,
    doch wie soll das angehen?. rheuma ortho doc hat 10 chronische rheumis, die unbedingt ständig kg bedürfen. er muss also die verordnungsmenge von dann 100 patienten zusammensammeln, um überhaupt ein rezept für diese chroniker ausstellen zu können. doch andere bedürfen auch der kg. muss man sich in zukunft die praxis nach deren clientel aussuchen? es ist alles ein witz!!! patienten müssen "betteln" um hilfe, müssen kämpfen, docs sind sauer usw. mir wird ein 6 kg rezept zähneknirschend für ein quartal ausgehändigt, ansonsten nur die "grünen Rezepte". auch andere fachdocs üben sparsamkeit. nötige tabletten muss patient sich für einige tage von der praxis mitnehmen, salben, tinkturen, cremes (beim hautdoc) werden in töpfchen für einige tage abgegeben; schwergehbehinderter patient muss dann aus kostengründen immer wieder dort auftauchen. dass er mit dem taxi fahren muss, ist dann seine privatangelegenheit. der haus doc hat auch keine mittel übrig, jeder fachdoc greift sich eine überweisung, damit er wieder was auf dem konto hat.
    gruss
    bise, die pleite ist und die kosten einfach nicht mehr "stemmen" kann.
     
  11. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo Bise!

    das ist wirklich schlimm mit den vielen Kosten. Ich habe mich beim lesen der Beiträge auch gewundert, dass einige problemlos über Jahre KG bekommen und andere nicht.

    Hast du die Übernahme der Taxifahrten schon einmal beantragt? Für chronisch Kranke ist das evtl. möglich. http://www.daserste.de/moma/servicebeitrag_dyn~uid,9668msgeiaqik042~cm.asp

    LG
    Sonja
     
  12. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Frank,

    es ist so, dass Praxisbesonderheiten rausgerechnet werden können. Siehe http://www.kvno.de/mitglieder/kvnoaktu/05_12/arin0512/heilmittel.html Wäre das nicht der Fall (bei Medikamenten ist es genauso), würde kein Arzt in der Lage sein TNF- alpha Blocker zu verordnen. Es ist halt viel Schreibkram... Zum Glück gibt es ja auch noch die VO außerhalb des Regelfalls und vernünftige Ärzte, die sich die Zeit zur Begründung nehmen.

    Viele Grüße
    Jürgen
     
  13. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Hallo Jürgen
    wie Du dem Link in Deinem Posting entnehmen kannst, können Praxisbesonderheiten erstmal NICHT herausgerechnet werden ( also nicht im laufenden Quartal.)

    Das gleiche gilt für chronisch Kranke.

    Erst im Falle eines Regresses,also wenn die Prüfung angesagt ist, kann der Arzt Praxisbesonderheiten geltend machen.

    Was ist das "Praxisbesonderheit":

    Das ist ein ÜBERDURCHSCHNITTLICHER Anteil an bestimmten Erkrankungen.

    Beispiel: Ein Orthopäde hat 10-20 Rheumis. Auch wenn es eine chronische Erkrankung ist, dann ist das KEINE Praxisbesonderheit. Warum nicht ? Weil jeder Orthopäde einige Rheumis als Patient hat.
    Es muss also stark überdurchschnittlich sein.

    Verordnungen ausserhalb des Regelfalles zählen auch in die Richtgrößen, können also nicht ausgenommen werden.

    Das bedeutet im Praktischen:
    Regresse werden über 1-2 Jahre durchgeführt, was heisst der Arzt muss ALLE Fälle dieser 2 Jahre aufbereiten. Es reicht nicht, wenn er nur die chronisch Kranken aufführt. Und selbst dann ist noch nicht sicher, ob er damit durchkommt. Er müsste also über 1000 Patienten aufführen und begründen und das Jahr für Jahr.

    TNF Alpha Blocker bei den Medikamenten gelten vom 1. Patienten an als Praxisbesonderheit seit einiger Zeit. Aber auch hier wird erst das Prüfverfahren eingeleitet und dann kann der Arzt erst begründen. Wobei bei TNF Blocker eine Regelung jetzt besteht und damit nur die Diagnose stimmen muss. Das ist eine ganz andere Sache.

    @Bise
    Ja Du hast Recht, es überfordert viele. Die Richtgrößen sind im Sozialgesetzbuch 5 § 84 festgeschrieben.
    Es ist tatsächlich so, dass ein Arzt mit einem hohen Anteil an Rentner-Patienten auch mehr Heilmittel verschreiben kann. Durch die Praxisgebühr fallen oft die Patienten weg, die keine Heimittel brauchen, das verschärft die Lage.
    Im übrigen sind diese ganzen Budgets/Richtgrößen auch ein Thema des Ärztestreiks.
    Und Ulla, die sich die Hände in Unschuld wäscht, sie habe nichts damit zu tun, hat letztlich das Sozialgesetzbuch bestimmt und dort sind die Richtgrößen und die Krankentransportkosten verankert.
     
  14. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Frank,

    sie können nicht im laufenden Quartal herausgerechnet werden, aber wenn es zu Regress Forderungen kommt. Oft werden Regresse gefordert, die dann aber nach weiteren Begründungen der Ärzte ohne Folgen bleiben. Keine Frage, es ist total viel Arbeit für die Ärzte und es kann nur alle Beteiligten nerven.

    Ich habe dem Typ von der KV mal eine Mail geschickt und ihn um eine klare Stellungnahme gebeten. Werde wohl eh keine Antwort erhalten...

    http://www.kvno.de/mitglieder/arznmitl/hm_rigr06/index.html
    Meiner Meinung nach sollte es nach §5 Absatz 3,4 funktionieren. Lasse mich gerne eines besseren belehren.

    Viele Grüße
    Jürgen
     
  15. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Hallo Jürgen
    so ein Regress ist nicht nur nervig, er ist existenzgefährdend.

    Es ist schon richtig, was Du herausgesucht hast und dort steht auch, dass der Arzt jeden Fall einzeln heraussuchen muss, die Kosten schätzen muss etc

    Regresse werden meist erst nach 24 Monaten gestellt.

    Dann werden 1-2 Jahre geprüft.

    Eine Überschreitung zB um 5000 Euro im Quartal, was leicht passiert, bedeutet also einen Regress von 40.000 Euro (auf einmal von Arzt zu zahlen)


    So ein Regress ist ein Riesending und bedeutet ein monatelanges Verfahren.

    Und ob die Begründungen und Praxisbesonderheiten durchgehen und anerkannt werden ist sehr ungewiss.

    Im Arzneimittelbereich gibt es festgelegte Praxisbesonderheiten, die sind vorher bekannt. Das gibt es im Heilmittelbereich nicht.


    Alle früheren Regressanträge der Kassen sind gescheitert, weil keine Zahlenvorher bekannt waren. Das ist ab Dez 05 nicht mehr so. Es sind jetzt alle Zahlen bekannt und die Kassen haben bei Überschreitung der Richtgrößen direkt Regresse angekündigt. Bedenke auch die Höhe, zigtausend Euro sind keine Kleinigkeit. Würdest Du 40.000 Euro zahlen wollen, weil Du veranlasst hast, dass Patienten KGs bekommen ?

    Das alles wird aber wohl noch schlimmer,wenn die Malus-Regelung kommt, die Ulla durchboxen will im Sommer. Dann gibt es sowas wie einen automatischen Regress (bisher muss jeder Einzelfall von den Kassen beantragt werden.)

    Die Malusregelung, die geplant ist, wird die Situation extrem verschärfen.
     
  16. bise

    bise Neues Mitglied

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    aus alle dem folgt:
    Ulla und Lauterbach hatten mitleid mit den jungen, unerfahrenen docs. jeder soll ein recht auf arbeit und selbstverwirklichung haben. damit bin ich auch einverstanden.
    doch bitte niemals zu lasten von kranken, chronisch kranken.
    denn wenn wir heute einsparungen zu lasten derer vornehmen, die diese therapien dringendst benötigen, um eine weitere verschlechterung des gesundheitszustandes zu vermeiden, werden zwangsläufig automatisch neue "arbeitsmöglichkeiten" für die nachwachsenden docs geschaffen. rheumis sterben nicht an rheuma. sie können durchaus lange leben (qualvoll) und je weiter die gelenkzerstörung udgl. fortschreitet desto mehr werden sie docs beschäftigen (müssen). die spirale dreht sich immer weiter und schneller. am anfang ordentlich behandelt, kann vieles an teuren therapien aufhalten, wenn nicht gar verhindern. ist diese art der arbeitsplatzbeschaffungs(erhaltungs)massnahme beabsichtigt? noch wird kein doc einem schwerkranken patienten die überweisung an einen anderen fachdoc verweigern. und der wird dann auch beschäftigt und muss honoriert werden. der ärztetourismus nimmt bereits jetzt groteske züge an; diese entwicklung sollte m.e. unbedingt gestoppt werden.
    oder sind bereits weitergehende pläne zur ver/entsorgung chronisch kranker in arbeit?
    KG zb kann durchaus die kosten von aufwendigen ops und langen und teuren khaufenthalten einsparen helfen. solche beispiele gibt es viele.
    andererseits haben chronisch kranke meistens keinen nervenpanzer mehr, um ihre medizinisch notwendige rechtzeitige versorgung zu erstreiten. hofft/vertraut man darauf, dass diese kranken bald aufgeben/nachgeben, so dass sich das problem von selbst erledigen wird? dieser idee wird hoffentlich niemals nachgehangen, denn das wäre für unser gesellschaftssystem fatal.
     
  17. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Da habe ich vor ein paar Tagen erst rumgetönt, dass ich problemlos jede Woche KG bekomme seid fast 3 Jahren und jetzt sagt mir der Arzt, dass ich mir bald eine Selbsthilfegruppe suchen soll, damit die Gymnastik darüber läuft (wg. Krankenkasse). Erstmal hat er mich aber über meine bisherige KG ausgefragt und mir dann mitgeteilt, dass das ja alles schön und gut ist, aber bei meinem Krankheitsbild nix bringt. Jetzt soll ich erstmal woandershin.
    HAbt ihr denn irgendwelche Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen gemacht?
    Ist das denn wirklich hilfreich? Da kann doch bestimmt nicht soviel Rücksicht auf den einzelnen genommen werden, oder?

    Lg, KatzeS
     
  18. wanda

    wanda Neues Mitglied

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    Hi KatzeS!

    Ich hab mich vor ca. zwei Wochen nach einer Selbsthilfegruppe
    in meiner Nähe umgeschaut, weil ich dort auch ein bissel Bewegungstherapie
    machen wollte. Meistens sieht es in den Gruppen wohl so aus, dass
    man Gymnastik oder Wassergymnastik mit anderen Betroffenen machen
    kann... KG ist natürlich viel gezielter, was die einzelnen Gelenke betrifft.

    Aber zum "in Bewegung bleiben" kann man sich so einen Kurs ja mal
    anschauen...

    Gruß, Wanda
     
  19. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Frank,

    natürlich gibt es auch im Heilmittelbereich Praxisbesonderheiten. Die sind auch total sinnvoll und werden uns echt weiter helfen. Siehe http://www.kvno.de/mitglieder/arznmitl/hm_rigr06/hm_anla_e06.html

    Letztens las ich, das die KV in BW auch rheumatische Erkrankungen als Praxisbesonderheit anerkennt, was schon sinnvoll wäre. Keine Frage, dass das alles der größte Unsinn ist. Durch die Abschaffung der KV wäre genug Geld da :D ... Hauptsache ist, dass die Verwaltungskosten Jahr für Jahr steigen und es keinen interessiert. Hoffentlich sparen wir weiter bei dem Posten, der 2,5% der Gesamtausgaben beträgt. Wie dämlich sind die eigentlich??? Möchte nicht wissen, wie hoch der Schaden durch Missbrauch ist, aber vielleicht kommt ja mal bis 2010 die hochmoderne Gesundheitskarte... Ich habe noch 2 gültige Karten meiner BKK zu Hause... Die könnte ich ja schön verkaufen :D .

    Wieso muß ein Arzt mehr als die 5000€ der Überschreitung bezahlen? Mit Logik hat das schon wieder nix zu tun... Ich habe mit diesen Dingen eigentlich gar nichts zu tun, will aber schon mal vorbereitet sein, wenn mit jemand meine KG oder Massage kürzen will ;) .

    Viele Grüße
    Jürgen
     
  20. bise

    bise Neues Mitglied

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    hallo Jürgen,
    was willst du dann unternehmen?

    mein beispiel ist ganz typisch. nach einer gelenk op hätte ich gezielt für dieses gelenk kg erhalten müssen. wurde verweigert. nun ist das gelenk funktionsuntauglich eingesteift. schlimm. andere gelenke mussten daher zusätzliche mehrarbeit übernehmen. diese sind jetzt zusammengebrochen. nicht mehr operabel. heute bin ich pflegefall zu 100 %, kann nix mehr machen, falle allen zur last, niemand hilft..... und ich lebe immer noch.....

    bise