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Erato
Guest
Hallo,
bin gerade über einen interessanten Artikel gestolpert, der zwar die Borreliose zum Thema hat, aber durchaus zum Nachdenken anregt über "krank" oder "nicht krank".
http://www.tellmed.ch/tellmed/Kolumne/Nicht_krank_ist_nicht_gesund.php
Vielleicht interessierts ja den Einen oder die Andere.
In letzter Zeit setze ich mich mehr und mehr mit den Begriffen "krank" und "gesund" auseinander.
Vorgestern bin ich darüber gestolpert: http://www.shiatsu-austria.at/magazin/magazin_47.htm
Da bin ich mir schon wieder nicht ganz sicher, wie weit da die Grundaussage geht. Aber dennoch finde ich auch hier den philosophischen Ansatz interessant, auch wenn das ein sehr theoretischer ist.
Beschäftigt Ihr Euch auch damit? Warum existiert/ warum gibt es Krankheit?
Ist Krankheit "neutral" oder "bedeutet" sie etwas (zeigt sie ein Ungleichgewicht an, gleich ob materiell - z.B. durch Umwelteinflüsse oder genetisch oder A. - oder geistig)?
Vom Kollagenosetag brachte ich den Flyer der Sklerodermie Selbsthilfe e.V. mit, dort fand ich auch einen überdenkenswerten Satz: "Nehmen Sie Ihre Krankheit an, ohne das sie lebendbestimmend wird. Bleiben Sie, wie Sie sind, wie Sie waren. Die Sklerodermie ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, aber sie ist kein Lebensinhalt."
Ich persönlich versuche gerade, etwas zu ändern. Über 2 Jahre dominiert mich die Erkrankung nun schon seit dem letzten Schub und derzeit bemühe ich mich, ihr diese Dominanz zu nehmen. Das fällt mir aber schwer angesichts der teilweise so bestimmenden Symptomatik.
Auch bin ich ja noch im Diagnoseprozess, auch dass macht es so schwer, sich wieder auf das zu besinnen, was und wer ICH bin, ich außerhalb von Krankheit. Denn Vieles, was mich früher ausgemacht hat, geht nicht mehr.
Also definiere ich mich neu. Natürlich ist das kein Prozess, der von heute auch morgen stattfindet, sondern mit der Zeit. Nur, dass ich für mich nun klar formuliert habe, dass ich nicht "die Kollagenose" oder "Spondyloarthritis" sein möchte.
Dabei soll mir helfen, dass ich versuche zu arbeiten. Leider weiß ich, dass das scheitern kann, weil ich einfach nicht belastbar genug bin. Aber es würde mir helfen, mich selber wieder als "der Herr im Hause" zu fühlen (seit 2005 fühlte ich mich sehr fremdbestimmt durch die Erkrankung, was mich doppelt runterzieht).
Vielleicht habt Ihr Lust, was von Euch zu erzählen, wie Ihr diesen Weg gegangen seid? Und wie Ihr heute darüber denkt...
Gruß und schönen Abend
Erato
bin gerade über einen interessanten Artikel gestolpert, der zwar die Borreliose zum Thema hat, aber durchaus zum Nachdenken anregt über "krank" oder "nicht krank".
http://www.tellmed.ch/tellmed/Kolumne/Nicht_krank_ist_nicht_gesund.php
Vielleicht interessierts ja den Einen oder die Andere.
In letzter Zeit setze ich mich mehr und mehr mit den Begriffen "krank" und "gesund" auseinander.
Vorgestern bin ich darüber gestolpert: http://www.shiatsu-austria.at/magazin/magazin_47.htm
Da bin ich mir schon wieder nicht ganz sicher, wie weit da die Grundaussage geht. Aber dennoch finde ich auch hier den philosophischen Ansatz interessant, auch wenn das ein sehr theoretischer ist.
Beschäftigt Ihr Euch auch damit? Warum existiert/ warum gibt es Krankheit?
Ist Krankheit "neutral" oder "bedeutet" sie etwas (zeigt sie ein Ungleichgewicht an, gleich ob materiell - z.B. durch Umwelteinflüsse oder genetisch oder A. - oder geistig)?
Vom Kollagenosetag brachte ich den Flyer der Sklerodermie Selbsthilfe e.V. mit, dort fand ich auch einen überdenkenswerten Satz: "Nehmen Sie Ihre Krankheit an, ohne das sie lebendbestimmend wird. Bleiben Sie, wie Sie sind, wie Sie waren. Die Sklerodermie ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, aber sie ist kein Lebensinhalt."
Ich persönlich versuche gerade, etwas zu ändern. Über 2 Jahre dominiert mich die Erkrankung nun schon seit dem letzten Schub und derzeit bemühe ich mich, ihr diese Dominanz zu nehmen. Das fällt mir aber schwer angesichts der teilweise so bestimmenden Symptomatik.
Auch bin ich ja noch im Diagnoseprozess, auch dass macht es so schwer, sich wieder auf das zu besinnen, was und wer ICH bin, ich außerhalb von Krankheit. Denn Vieles, was mich früher ausgemacht hat, geht nicht mehr.
Also definiere ich mich neu. Natürlich ist das kein Prozess, der von heute auch morgen stattfindet, sondern mit der Zeit. Nur, dass ich für mich nun klar formuliert habe, dass ich nicht "die Kollagenose" oder "Spondyloarthritis" sein möchte.
Dabei soll mir helfen, dass ich versuche zu arbeiten. Leider weiß ich, dass das scheitern kann, weil ich einfach nicht belastbar genug bin. Aber es würde mir helfen, mich selber wieder als "der Herr im Hause" zu fühlen (seit 2005 fühlte ich mich sehr fremdbestimmt durch die Erkrankung, was mich doppelt runterzieht).
Vielleicht habt Ihr Lust, was von Euch zu erzählen, wie Ihr diesen Weg gegangen seid? Und wie Ihr heute darüber denkt...
Gruß und schönen Abend
Erato
, dass mit mir nichts "nicht stimmt" (das geht dann ja auch so in Richtung TCM, wo auch immer so ein unterschwelliger Vorwurf mitklingt, man müsse "nur" sich und sein Leben ändern, um zur Heilung zu kommen) , dass ich so, wie ich bin, ok und normal bin, nur, dass eben diese Erkankung in mein Leben getreten ist. Eher also sehe ich die Krankheit als "Aufgabe". So gesehen, könnte man das dann also auch spirituell/religiös sehen. Ich persönlich kann es aber so besser "annehmen".