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Kostenübernahme Osteoporose

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Lecram, 9. Dezember 2005.

  1. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Wisst ihr, ob man bei diagnostizierter cortisoninduzierter Osteopenie (deutliche Vorstufe zur Osteoporose) Kalzium Tabletten und Vitamin D. 3 von den gesetzlichen Krankenversicherungen erstattet bekommt, obwohl man regelmäßig weniger als 7,5 mg Cortison einnimmt ?

    Wisst ihr dann auch noch zufällig, ob die gesetzlichen Krankenversicherungen in diesem Fall jährliche Osteoporosemessungen übernehmen?

    Viele grüße
    Marcel
     
  2. Stine

    Stine Stehauffraule

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    Hallo Marcel,

    mein Prof. verschreibt mir grundsätzlich Vit. D (Vigantoletten) und Kalzium (Hexal) und das wurde bisher grundsätzlich von der KK übernommen. Die weiß doch nicht, wie hoch oder niedrig du z.Zt. Kortison einnimmst.

    Die Knochendichtemessung jedes Jahr wird erst von der KK übernommen, wenn bereits ein Bruch oder dgl. wegen Osteoporose vorgelegen hat. So ist das bei meiner KK aber vielleicht handeln andere anders?
     
  3. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Kostenübernahme

    Ja zum Thema,... bei chronischen Erkrankungen mit ständiger Einnahme von Medikamenten, die als mögliche Nebenwirkung Osteoporose bedingen könnten, ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen möglich. Das betrifft auch die Untersuchungen.
    Da insbesondere in bestimmten Altersgruppen Frauen betroffen sind, bieten einige Kassen auch hier Vorsorgeuntersuchungen an.
    Oft wird Osteoporose nebenbefundlich im Röntgen festgestellt, da das bei einem auf 50% oder bis zu 30% teilreduzierten Knochenmineralgehalt erst möglich ist, kann man hier von einer Erkrankung ausgehen. Da werden grundsätzlich die kosten übernommen. Allerdings muß das ärztlicherseits bestätigt werden.

    Grundsätzlich wird durch die Krankenkassen kooperiert, wenn ärztlicherseits eine "Bruchgefahr" insbesondere der Wirbelkörper nicht ausgeschlossen werden kann.

    Ich denke ein Schreiben, auch vom Versicherten selbst mit Hinweis auf "Risikofaktoren durch mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten im osteopenischen Bereich bzw. konkrete Anhaltspunkte für eine Bruchgefährdung durch Osteoporose" reichen , um eine Anfrage und Bitte um Kostenübernahme betreffs Abklärung zu erwirken.

    Oft werden auch von den Kassen bestimmte Programme angeboten, die das beinhalten.

    Gruß "merre"
     
  4. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi marcel,

    ich kopier dir mal rein, was frank_stuttgart dazu geschrieben hat:

    ...............schnipp................................................................

    Der Begriff der Osteoporose scheint etwas durcheinander zu gehen. Häufig wird von "nachgewiesener Osteoporose " gesprochen. Das hat aber für die Verordnung nur eine untergeordnete Bedeutung.

    Im Text des Bundesausschusses heißt es deutlich und mit Absicht:


    " manifeste Osteoporose ".​

    Die Stadieneinteilung der Osteoporose ist folgende:

    Stadieneinteilung

    Osteopenie (= niedrige Knochenmasse):
    Knochenmineralgehalt: T-Wert von -1.0 bis - 2.5 Standardabweichung (SD)

    Osteoporose (ohne Frakturen):
    Knochenmineralgehalt: T-Wert < -2.5 SD

    Manifeste Osteoporose (mit Frakturen):
    Knochenmineralgehalt: T-Wert < -2.5 SD und Knochenbrüche ohne auslösendes Ereignis wie z.B. Unfall oder Verletzung

    Wie man sieht, ist eine manifeste Osteoporose etwas anderes als die nachgewiesene Osteoporose, Und nur bei der manifesten Form ( also bereits mit Frakturen ) ist laut Bundesausschuss das Calcium verordnungsfähig.

    Allerdings hat der Ausschuss nach der Sitzung geäussert, dass die Ausnahmeliste nicht dem medizinischen Standard entspricht, aber aufgrund der politischen Vorgaben nicht anders gemacht werden konnte. Das gibt den einzelnen Ländern Spielraum für Interpretation. Wenn sich allerdings ein Verordner auf den Wortlaut der Liste bezieht, dann ist Calcium nur bei Osteoporose mit Frakturen möglich (=manifeste Osteoporose).

    Ob ein Rezept von den Kassen beanstandet wird, zeigt sich übrigens erst nach 2-3 Jahren, solange haben bisher die Prüfungen gedauert, das soll aber in Zukunft schneller gehen. Dazu gibts dann ja auch die neue Versichertenkarte.

    ...................................................................schnapp...............

    lieben gruss marie
     
  5. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Hi!

    vielen Dank für eure Antworten.

    Hmm,von dieser Information mit dem Bruch habe ich auch schon gehört.
    doch ich dachte das lag daran, weil man vorher gar keine Osteoporose diagnostizieren kann, weil die Kasse so etwas nicht übernimmt.

    deshalb habe ich mit dem weltweit anerkannten DEXAVerfahren Privat messen lassen. Heraus kam ein TScore von -1,8.
    somit ist es eigentlich eindeutig diagnostiziert.

    vielleicht wende ich mit dem Befund mal an die Krankenkasse.
    schließlich meinte der Arzt auch, ich sollte bei diesem Wert unbedingt einmal im Jahr diese Untersuchung ab sofort durchführen.

    doch im Moment habe ich für eine Auseinandersetzung mit der Krankenkasse absolut keinen Nerv.
    wenn ich ihn habe, berichte ich von dem Ergebnis.

    viele Grüße
    Marcel