Hi,
ich glaube, ich kann hier ebenfalls einen wertvollen Beitrag für Neulinge erstellen. Hatte Problem nach der OP und fand nirgends Rat, nur allgemeines Geschwätz.
Ich spiele seit meinem 14. Lebensjahr Tennis, auch Leistungstennis sowie Fußball, fuhr Ski und Wasserski. Habe im Lauf meines Lebens über 30 Sportverletzungen an meinem linken Knie gehabt, die mehr oder weniger schlecht auskuriert wurden. Im Alter von 28 Jahren wurde dann von einem Spezialisten Arthrose festgestellt. Diese hielt ich durch Fahrradfahren, Spritzen wie Dona 200 und später Suplasyn etwas unter Kontrolle. Ab dem 53. Lebensjahr musste ich immer am Abend vor einem Match eine Voltaren-Tablette mit 50 mg schlucken, um einigermaßen spielen zu können.
Die letzte Verletzung in der Serie war ein Sturz auf das linke Knie, innen unterhalb der Kniescheibe. Man stellte kurz darauf fest, dass beide Menisken zerstört waren und der Knorpel generell einen Verschleiß 4. Grades mit starken Kavitationen aufwies. Es gab manchmal keine Position, um den Schmerz zu lindern. Ich suchte nach Lösungen und fand: ArthroPro, den Testsieger von -ich glaube- 10 Arthrosemitteln. Ich glaube nicht, dass da viel neuer Knorpel nachwächst, aber nach ca. 2 Wochen war ich wenigstens schmerzfrei. Man sollte laut Anleitung immer 4 Kapseln pro Tag nehmen, ich nahm nach dem 2. Monat nur noch eine pro Tag. Das stoppte auch eine Arthritis an meinen beiden linken Mittelfingern, die ich mir am Keyboard meines Computers zugezogen hatte und ich kann heute, nach 2 Jahren, mit der linken Hand wieder Fliegen aus der Luft fangen. Das Mittel möchte ich sehr empfehlen, es ist wirklich super und hat auch mehreren Freunden geholfen. Einfach im Internet suchen, bestellen und testen. Für 30 € hat man bei einer pro Tag 4 Monate lang Kapseln.
Dennoch war es nicht mehr sinnvoll, länger auf eine OP zu warten. Ich bin kurz vor dem 65. und es war zu erwarten, dass die Heilungschancen in einem fitten Alter besser wären, als mit vielleicht -in meinem Fall- 80 Jahren.
Am 10.01.2017 hatte ich meine OP am linken Knie mit Totalprothese. Ich bat um eine Vollnarkose, weil ich die Arbeiten einfach nicht hören wollte.
Die Reha verlief gut, nach ca. 1 Monat brauchte ich keine Krücken mehr, auch keinen Stock. Nach 3 Monaten spielte ich wieder Tennis, aber nur so lala, weil ich keine Geschwindigkeit mehr hatte. Ich stieg bereits wieder Treppen (2 Stiegen auf einmal) hoch. Runter fuhr ich lieber mit dem Fahrstuhl, denn ich hatte einen Defekt am Knie:
Aussen verläuft eine Sehne nach oben, die stets geschwollen war und bis vor kurzem meine Beweglichkeit stark einschränkte. Es konnte mir niemand erklären, was da schief lief. Kein Arzt wusste was und kein Kommentar war im Internet zu finden. Natürlich war ich durch die Unbeweglichkeit nach der Verletzung und besonders nach der OP auch dicker geworden: ca: 15 kg, was sicherlich zum Negativen beitrug. Aber ich spürte auch, dass ich doch nicht mehr so viel Kraft in beiden Knien hatte wie vorher. Ebenfalls ist zu bedenken, um sein Knie besser zu verstehen, dass die Muskeln am oberen Bein dermaßen stark abgebunden werden, sodass während der OP (ca. 2 h) kaum mehr Blut durchfließen kann. Das hat natürlich Auswirkungen auf die spätere Genesung.
Die Lösung des Problems der geschwollenen Sehne war dann später durch Zufall klar. Ich kaufte mir vor Kurzem ein Sportrrad (Hybrid) und nach ca. 10 Tagen täglichen Fahrens von ca. 15 km, nahm dieser Schmerz ab, das Knie war weniger geschwollen. Ich kann sogar wieder schneller laufen und damit auch Tennis spielen. Also heißt es, Muskeln potenzieren und durch belastungsfreie Bewegungen schmieren. Jeden Tag trainieren, gerade soviel, wie man kann. Besonders im Alter gilt: Wer rastet, der rostet! Das Leben beginnt wieder von Neuem!
Ich hoffe, der (die) eine oder andere kann sich hier ein bisschen was Nützliches rauslesen.
Übrigens, eine Regel für das "Wann" gibt es auch: wenn die Lebensqualität dermaßen abnimmt, dass man praktisch nur noch seine Zeit liegend verbringt, dann sollte man das Prozedere für die OP starten. Dann macht das Leben keinen Spaß mehr. Diese aber auf später aufzuschieben hält meine Lebensphilosophie nicht für förderlich, denn, wie lange werde ich noch leben? Das weiß keiner und eine OP nach dem Tod bringt es wohl wirklich nicht.

. Also nicht allzusehr für eine ferne Zukunft planen, wenn man nicht mal weiß, ob man dorthin gelangen wird. Lieber im Heute und Jetzt leben! Leben ohne Schmerz!