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Knieprothese mit 42 Jahren ??

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Kattichen, 18. August 2013.

  1. Kattichen

    Kattichen Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich bin Kattichen und neu im Forum. Bin 42 Jahre alt, weiblich. Habe seit über 30 Jahren Arthrose im rechten Knie (Gonathrose).
    14 Knieoperationen (ASK, Synovektomie, Minifrakturierung, Patellaversetzung, etc.).

    Knorpelschaden 3-4

    Meine Ärzte empfehlen künstliches Kniegelenk (Vollprothese), Schlittenprothese würde ich zunächst lieber versuchen als den Radiakleingriff, aber meine Kniescheibe ist wohl auch schon zu stark geschädigt.
    Würde gerne noch warten mit der großen OP, aber die Schmerzen schränken mein Leben schon stark ein.
    Bin seit über 1 Jahr krank geschrieben und das nervt auch, immer daheim zu sein.
    Nehme Morphium gegen die Schmerzen, bin dauernd müde - eine Dauerlösung ist das natürlich auch nicht, aber für eine Vollprothese bin ich bei einer Lebensdauer des künstl. Gelenks von 10-15 Jahren, halt irgendwie auch noch relativ "jung".

    Könnt ihr mir eure Meinung und Erfahrung mitteilen. Vielleicht Kliniken oder Ärzte sowie Medikamente empfhelen.

    Bin für jeden Tipp dankbar.

    LG Kattichen
     
  2. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hallo Kattichen,

    zunächst sei herzlich willkommen hier :)

    Ich kann deine Bedenken schon verstehen; es ist wahrlich keine "normale" Vorstellung, mit 42 Jahren ein künstliches Kniegelenk zu bekommen.

    Vielleicht kann ich dir aber helfen, ein paar "Pro"-Argumente dagegen zu setzen:
    1. Je länger die Immobilisierung anhält, umso mehr verkürzt sich die Muskulatur. Der spätere OP-Erfolg hängt aber maßgeblich davon ab, ob die Muskulatur das zu implantierende Gelenk auch bewegen kann. So manche TEP verbessert nichts (mehr), weil sie für die Erhaltung der Muskelbeweglichkeit zu spät kommt!
    2. Vorausgesetzt, der Schaden in deinem Gelenk ist wirklich so ausgeprägt: wie lange willst du denn mit starken Schmerzmitteln "überbrücken"? (denn nur dazu sind die ja im Moment im Einsatz, zu verbessern ist ja offenbar kaum noch etwas....)
    3. Vielleicht ist ein neues Gelenk ja doch eine Chance für deutlich mehr Lebensqualität - die willst du doch bestimmt zurück haben ;)
    4. Last but not least: was hilft es dir, länger zu warten, und was ist, wenn eine Operation dann deutlich schwieriger wird?

    Bitte, um Kritik vorzubeugen und keine Unklarheiten aufkommen zu lassen: das sage ich alles mit Vorbehalt und will nur Gedankenanregungen bieten.
    Entscheiden musst IMMER du (denn du musst die Folgen so oder so tragen) und das am besten in maximaler Einigkeit mit den Operateuren. Wo würdest du denn zu einer eventuellen OP hingehen wollen? (gerne auch per PN)

    Liebe Grüße und viel Kraft für die schwere Entscheidung wünscht dir die Frau Meier :)
     
  3. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    Huhu.

    ich habe vor zehn Jahren meine
    knie vollprothese bekommen. da war
    ich 32.

    meine bettnachbarin bekam ein knie mit
    Anfang 20. im Zimmer nebenan war das
    Mädel 17.

    mit 21 bekam ich zwei künstliche hüften.
    ich war monatelang vorher nur am heulen
    und wollte nicht, weil ich mich auch zu jung
    fand. da sagte der alte op arzt zu mir: wir
    betrachten das jetzt mal ganz nüchtern.
    entweder setzen sie sich jetzt in Rollstuhl
    oder in 15 Jahren. was ist ihnen lieber?

    ein knie hält durchschnittlich 15 bis 20
    Jahre. danach ist ja auch noch ein
    Wechsel möglich. oder sogar noch ein
    zweiter. wenn die Knochen gut sind. und
    keine heftige Osteoporose dazu kommt.
    ich hab eine und die ärzte schlagen schon
    vor dem ersten Wechsel die Hände unterm
    kopf zusammen.

    ich befürchte, es bleibt dir nix anderes
    übrig. so schlimm es auch ist.

    liebe Grüße von puffel
     
  4. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Kattichen,
    auch von mir ein herzliches Willkommen.
    Ich bin 51 und brauche auch eine Knie-TEP (totale Endoprothese), hab mir auch gedacht: Wie bitte, in meinem Alter? Aber ich hab von Geburt an asymmetrische Kniescheiben, dadurch hab ich seit 50 Jahren eine Fehlbelastung. Das andere Kniegelenk ist noch einigermaßen gut, abgesehen von den rheumatischen Beschwerden, aber man hat ein stärkeres Bein, das man mehr belastet, und das geht halt schneller kaputt.
    Ich kann mich nur mit Knieführungsbandage fortbewegen, nicht mal mehr Spaziergänge sind möglich. Im Haus und in der Arbeit geht es grad noch. Momentan hinke ich wieder sehr. Es ist nicht sehr schön, die Lebensqualität ist sehr eingeschränkt. Bis vor 9 Monaten hatte ich gar keine Schmerzen, wahrscheinlich, weil sie durch die Rheumamedikamente gedämpft waren (meine eigene Spekulation).
    Ich plane die OP für nächstes Jahr irgendwann, denn ewig kann das nicht so weitergehen. Und der Schaden wird ja immer größer, wie Frau Meier schon bemerkte, nicht nur am Gelenk und die Muskeln drumherum, man kommt auch in die Schonhaltung, davon ist dann der gesamte Bewegungsapparat betroffen. Ich merke selber manchmal, wie schief ich daherkomme, das ist dann gar nicht so lustig.
    Ich höre immer wieder von Leuten, die jahrelang die OP hinausgezögert haben, sie alle sagen, es wäre besser gewesen, sich viel früher operieren zu lassen.
    Wenn man gute Knochen hat, so hab ich gehört, kann man nach 15 Jahren nochmal ein neues Gelenk einbauen lassen, wenn das alte hinüber ist. Das ist auch ein Gesichtspunkt. Und oft halten die künstlichen Gelenke auch länger als 15 Jahre.
    Also ich entscheide mich für Lebensqualität, also für eine TEP.
    Hast du auch eine Bandage? Mir hilft die ungemein, diese Zeit bis zur OP zu überbrücken.

    Du siehst an Puffels Beitrag, dass manche Leute auch viel, viel früher neue Gelenke brauchen. Es geht halt dann nicht anders.
     
  5. peter-hart

    peter-hart Neues Mitglied

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    Knieprothese

    Ich habe mehrere Verwandte, die schon eine Knieprothese haben, meine Tante seit sie 31 ist, und ich habe eigentlich nur gutes gehört. Natürlich spielt die Angst vor dem unbekannten eine große Rolle, aber sie hat mir versichert, dass sie es absolut nicht bereut hat sich dieser Operation zu unterziehen. Inzwischen sind die OP-Methoden auch immer besser geworden, schau z.B. mal hier unter Knieprothese, mir hat es die Sprache verschlagen wie unkompliziert es inzwischen heute im Vergleich zu früher scheint.

    Aber schreiben kann man viel, letztendlich ist es eine persönliche Entscheidung, die man mit ganzer Kraft und allem Mut fällen muss. Ich wünsche dir auf alle Fälle alles Gute!
     
  6. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    an einem fluss
    prothese mit 42 Jahren ??

    @hallo kattichen

    herzlich willkommen hier und du wirst gleichgesinnte finden!

    ob 42, 45, 50...es ist eine unumkehrbare sache. das ist das eine.
    aber deine schmerzen, deine lebensqualität, der tägliche umgang,
    das laufen.... das andere.

    meine op-karriere ähnelt deiner. alles was möglich war, wurde
    gemacht. nach 8 op's ging nichts mehr und
    ich war fast 50 als
    ich meine 1.TEP bekommen habe.
    fiese schmerzen, bewegungseinschränkungen und arg gebutelt
    habe ich der tep mit 49 zugestimmt. es gab keine andere wahl.


    leider erfolgte nach nur 14.monaten eine wechsel op, da bei mir
    die beweglichkeit hochgradig eingeschrenkt war. durch eine
    prothese, die nicht vorwärts un d rückwärts ging, einer sehr
    starken arthrofibrose, sowie einer festsitzenden kniescheibe.
    denke aber, sowas sind einzelfälle, die vorkommen können.

    generell sollte man das positiv sehen, denn der gewinn kann für dich
    erheblich sein. z.bsp. besser laufen, weniger oder keine schmerzen.

    wenn man bedenkt was heute alles möglich ist, allein die therapie
    von schmerzen und unzähligen op verfahren, so haben wir wesentlich
    bessere bedingungen um nicht im rollstuhl landen zu müssen, was
    früher oft der fall war. d.h. unsere prognose wieder ein halbwegs
    normales leben zu führen und unseren liebgewohnten dingen nach zu
    gehen ist wesentlich besser!

    heute lebe ich mit vielen problemen. vor allem starken schmerzen,
    und einer grossen bewegungseinschränkung. gehe dauerhaft an
    unterarmstützen.
    das ist dem gesamten negativen verlauf der krankheitsgeschichte
    geschuldet. die ärzte verantwortlich zu machen, wäre vermessen
    und vor allem ungerecht.

    die frage nach einer schlittenprothese steht, wenn ein teil des
    oberschenkel/unterschenkelknochen (Kondyle) nur von arthrose
    betroffen wäre. dies scheint bei dir nicht der fall.
    weitere therapieversuche mit spritzen mit hyaloronsäure würden
    in deinem fall der schädigung bei arthrose III./IV. grades
    vermutlich kaum erfolg haben. ausser dass sie viel geld kosten,

    die kniescheibe selbst kann m.e.n. bei einer knie tep operativ mit
    einem (teil)ersatz versorgt werden.

    komplikationen können vorkommen und sollen nicht verschwiegen
    werden. die komplikationsrate liegt bei ca.30% unterschiedlichster
    genese. u.a. infektionsgefahr, die bis hin zur lockerung und ausbau
    der knie tep führen kann, mit antibiose, abwarten und neueinbau
    einer anderen, meist achsgeführten tep.
    weitere komplikationen, sind die arthrofibrose (also überschüssige
    narbenbildung) die die tep u.a. in ihrer beweglichkeit eingrenzen
    oder sogar ganz versteifen kann, sowie unfälle die u.a. zum bruch
    der tep oder lockerung führen.

    das sollte dich nicht davon abhalten, wenn für dich der zeitpunkt
    gekommen ist, diese op machen zu lassen.

    letztenendes musst du hier die entscheidung treffen. dennoch solltest
    du dich ggf. umschaun in welcher klinik du das machen lassen kannst.
    hier gehört normal schon viel, viel erfahrung dazu und das ist keine op
    die mal schnell im vorbeigehn gemacht wird. schau dir die qualitäs-
    berichte geeigneter kliniken an (googeln, oder auf empfehlung in deiner
    nähe) schaue nicht nur nach "operierten neu TEP"(Ersteinsatz) sondern
    auch nach "Wechsel OP's" die allgemeinen richtlinie empfehlen mind.
    50 TEP's im Jahr ud bedeuten eine gute erfahrung.

    die standfestigkeit ist heute wesentlich länger, als noch vor einigen
    jahren, da sich material und op methoden wesentliche verbessert haben.
    hier solltest du eher die längere "standzeit" anvisieren, die bei einigen
    u.a. schon mehr als 20 und 25 jahre liegen. vorallem habe keine angst!

    ich könnte dir z.bsp. frankfurt am main empfehlen. einfach mal gucken.

    liebe grüße und vor allem kopf hoch! du wirst das richtige für dich dann
    entscheiden.

    saurier



     
  7. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    Huhu und herzlich willkommen.

    ich habe meine knieprothese mit
    30 bekommen. im Nebenzimmer
    bekam ein junges Mädel mit
    17 Jahren ein neues knie. einen
    Gang weiter ein kleines Mädchen
    mit 5 Jahren.

    es ist schlimm und doof und bescheuert.
    aber das du nun relativ jung bist,
    kann man nun so auch nicht
    sagen.

    als ich mit 20 Jahren bitterlich weinte,
    weil ich gleich zwei künstliche hüften
    bekommen sollte, sagte der alte
    Chefarzt: Frau puffel. es ist schlimm.
    aber entweder setzen sie sich jetzt in
    den Rollstuhl,weil die hüftgelenke
    kaputt sind und schmerzen. oder sie
    setzen sich erst in 15 Jahren in Rollstuhl,
    weil dann vielleicht ein Wechsel schwierig
    oder nicht möglich ist. sie können
    sich das ja noch 3 Tage überlegen...

    das saß. es ist alles scheiße. aber im
    endEffekt bleibt einem ja eh nix
    anderes übrig.

    und grade bei knie. je mehr kaputt ist,
    desto schwieriger ist die op. und
    desto mehr Schwierigkeiten hat man
    hinterher und schmerzen.

    es tut mir leid.

    liebe Grüße von puffelhexe
     
  8. anurju

    anurju anurju

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    Hallo und Herzlich Willkommen,

    ich kann dich sehr gut verstehen - werde selber irgendwann (vermutlich zeitnah) ein Knie-Tep bekommen.
    Habe größtenteils 4.gradige Schäden - aber eine so kaputte Patellarsehne und Kniescheibe, dass ich kein Arzt an die OP rantraut, weil das Risiko einer Instabilität besteht und ich außerdem mal eine Arthrofibrose (da verkleben Strukturen nach OPs) hatte, die das Risiko noch weiter erhöht...
    Insofern ist der Rat bei mir: so lange rauszögern wie ich kann - daher nehme ich auch recht hochdosiert Tilidin.

    Meine Idee zu deinem Problem: es wäre wichtig zu wissen, welcher Schmerzanteil von den knöchernen Schäden kommt und welcher von den Weichteilstrukturen (Narben, Sehnen, Muskulatur, Faszien).
    Wenn du schreibst, dass die Schäden 3.-4. gradig sind, ist das ja noch nicht unbedingt ein Indiz für ein Knie-Tep - wichtiger ist da, ob die Reizzustände durch den Knorpelmangel entstehen - denn nur dann würde ein Knie-Tep ja etwas bringen.
    Bei mir wird ein Großteil der Schmerzen wohl bestehen bleiben, weil viele Weichteilstrukturen irreparabel geschädigt sind - insofern verspreche ich mir vom Knie-Tep nicht die optimale Lösung meiner Gehprobleme. Da bin ich aufgrund diverser Artzkonsultationen (auf der Suche nach Hilfe) realistischer geworden. Zudem scheint bei mir auch das Rheuma eine deutliche Rolle mitzuspielen, denn wenn durch die Immunsuppression Ruhe in den Gelenken ist, dann arbeitet das Knie auch wieder etwas besser (allerdings habe ich einen sehr geringen Aktionsradius von ca. 100m - kein Sport mehr möglich...).

    Was ich damit sagen will: vielleicht findest du einen Arzt (der nicht selber operiert und auch nicht durch Knie-Teps verdient) oder vielleicht als ersten Schritt einen Osteopathen, der versucht, genau rauszufinden, ob dein Hauptproblem wirklich die Gelenkflächen sind.
    Seit ich regelmäßig zum Osteopathen gehe und er die Weichteilstrukturen behandelt (viel besser als normale Physiotherapeuten - da hab ich mit dem Mann aber wohl auch einfach Glück) sind meine Schmerzen erträglicher geworden.

    Aber in dem Moment, wo das Knie - anscheinend wie bei dir - meinen Alltag so einschränkt, dass ich nicht mehr arbeiten kann bzw. keine Nacht mehr richtig schlafe oder dauerhaft nur noch an Gehstützen gehe (muss ich aktuell nur zeitweise), werde ich wohl auch dem Knie-Tep zustimmen (mit jetzt 46).
    Das hätte ich nach Meinung einiger Ärzte wohl schon lange - verdanke es wohl nur meinem ungünstigen Gelenkstatus, dass noch mein "altes" drin ist.

    Ich hoffe, du hast einen guten Schmerztherapeuten oder Orthopäden, der dich richtig gut berät und dir zur Seite steht.

    Herzliche Grüße von anurju :)
     
  9. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Hallo Kattichen,
    willkommen hier im Forum und bei den Kniegeschädigten.;)
    Ich habe selbst Knorpelschäden Grad IV im linken und Grad II im rechten Knie, dazu Bakerzysten beidseitig.
    Lange Zeit habe ich kaum Probleme gehabt. Bin immer sehr aktiv gewesen, viel gewandert und Rad gefahren.
    Im letzten Jahr wurde es plötzlich ganz schlimm und ich musste die Treppe auf allen Vieren gehen. Da erst ist der Schaden festgestellt worden.
    Im Winter habe ich dann eine Spritzenserie mit Hyaluronsäure bekommen, dazu hab ich mir ein Tensgerät gekauft und täglich benutzt.
    Ich habe das Knie etwa 3 Monate sehr geschont, bin aber täglich moderat (mit Schmerzmitteln) gelaufen, um es beweglich zu halten.
    Und meine Geduld hat sich ausgezahlt. Ich bin nicht schmerzfrei, aber es ist deutlich besser geworden.
    Bergwanderungen sind natürlich nicht mehr drin und ich nehme jetzt immer Rolltreppe oder Fahrstuhl, soweit vorhanden.
    Bestimmte Haltungen vermeide ich, soweit es geht. Hinknien und Hocken ist ohnehin sehr unangenehm und belastend für's Knie.
    Natürlich gibt es gute und schlechte Tage. Aber damit kann ich im Moment noch leben.
    Mein Orthopäde wird mir Ende des Jahres eine neue Spritzenserie verpassen.
    Meine Rheumatologin im Krankenhaus meint, ich solle versuchen, die OP damit lange rauszuzögern, denn für eine Knie-Tep bin ich eigentlich auch noch zu jung.
    Ein Rheumaknie sei schwerer zu therapieren, eine OP müsse nicht das Ende der Probleme bedeuten.
    Mein internistischer Hausarzt (auch Rheumatologe) ist anderer Meinung, der befürwortet eine OP.
    So muss ich eben selbst entscheiden und ich möchte lieber warten.
    Jeder Patient und jedes Knie sind anders. Mein Orthopäde hat es so formuliert: Der Leidensdruck des Patienten entscheidet.
    Wenn deine Lebensqualität stark und dauerhaft beeinträchtigt ist und du sehr leidest, dann ist eine OP wohl sinnvoll.

    Ich wünsche dir alles Gute!!
     
  10. Barbara2003

    Barbara2003 Neues Mitglied

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    Auch gehöre in den Club der lieben Menschen mit einem wundervollen neuem Knie.
    Es ist jetzt 20 Monate her das ich ein neues Knie bekam.
    8 Monate bin ich an Krücken gegangen und habe Schmerzen ertragen.....irgendwann
    merkt man/frau das einfach nicht mehr geht und so war es bei mit auch.
    Auch Du wirst spüren wann Du nicht mehr kannst.....einfach mit weniger Schmerzen
    sein das war mein Ziel.Ich bin zwar heute nicht schmerzfrei durch das Rheuma aber
    ich kann damit Leben.
    Ich drücke alle Fingerchen die ich habe das es Dir bald besser gehen darf.
    L.G.Barbara!
     
  11. Gerard_2709

    Gerard_2709 Neues Mitglied

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    Hi,
    ich glaube, ich kann hier ebenfalls einen wertvollen Beitrag für Neulinge erstellen. Hatte Problem nach der OP und fand nirgends Rat, nur allgemeines Geschwätz.
    Ich spiele seit meinem 14. Lebensjahr Tennis, auch Leistungstennis sowie Fußball, fuhr Ski und Wasserski. Habe im Lauf meines Lebens über 30 Sportverletzungen an meinem linken Knie gehabt, die mehr oder weniger schlecht auskuriert wurden. Im Alter von 28 Jahren wurde dann von einem Spezialisten Arthrose festgestellt. Diese hielt ich durch Fahrradfahren, Spritzen wie Dona 200 und später Suplasyn etwas unter Kontrolle. Ab dem 53. Lebensjahr musste ich immer am Abend vor einem Match eine Voltaren-Tablette mit 50 mg schlucken, um einigermaßen spielen zu können.
    Die letzte Verletzung in der Serie war ein Sturz auf das linke Knie, innen unterhalb der Kniescheibe. Man stellte kurz darauf fest, dass beide Menisken zerstört waren und der Knorpel generell einen Verschleiß 4. Grades mit starken Kavitationen aufwies. Es gab manchmal keine Position, um den Schmerz zu lindern. Ich suchte nach Lösungen und fand: ArthroPro, den Testsieger von -ich glaube- 10 Arthrosemitteln. Ich glaube nicht, dass da viel neuer Knorpel nachwächst, aber nach ca. 2 Wochen war ich wenigstens schmerzfrei. Man sollte laut Anleitung immer 4 Kapseln pro Tag nehmen, ich nahm nach dem 2. Monat nur noch eine pro Tag. Das stoppte auch eine Arthritis an meinen beiden linken Mittelfingern, die ich mir am Keyboard meines Computers zugezogen hatte und ich kann heute, nach 2 Jahren, mit der linken Hand wieder Fliegen aus der Luft fangen. Das Mittel möchte ich sehr empfehlen, es ist wirklich super und hat auch mehreren Freunden geholfen. Einfach im Internet suchen, bestellen und testen. Für 30 € hat man bei einer pro Tag 4 Monate lang Kapseln.

    Dennoch war es nicht mehr sinnvoll, länger auf eine OP zu warten. Ich bin kurz vor dem 65. und es war zu erwarten, dass die Heilungschancen in einem fitten Alter besser wären, als mit vielleicht -in meinem Fall- 80 Jahren.
    Am 10.01.2017 hatte ich meine OP am linken Knie mit Totalprothese. Ich bat um eine Vollnarkose, weil ich die Arbeiten einfach nicht hören wollte.
    Die Reha verlief gut, nach ca. 1 Monat brauchte ich keine Krücken mehr, auch keinen Stock. Nach 3 Monaten spielte ich wieder Tennis, aber nur so lala, weil ich keine Geschwindigkeit mehr hatte. Ich stieg bereits wieder Treppen (2 Stiegen auf einmal) hoch. Runter fuhr ich lieber mit dem Fahrstuhl, denn ich hatte einen Defekt am Knie:

    Aussen verläuft eine Sehne nach oben, die stets geschwollen war und bis vor kurzem meine Beweglichkeit stark einschränkte. Es konnte mir niemand erklären, was da schief lief. Kein Arzt wusste was und kein Kommentar war im Internet zu finden. Natürlich war ich durch die Unbeweglichkeit nach der Verletzung und besonders nach der OP auch dicker geworden: ca: 15 kg, was sicherlich zum Negativen beitrug. Aber ich spürte auch, dass ich doch nicht mehr so viel Kraft in beiden Knien hatte wie vorher. Ebenfalls ist zu bedenken, um sein Knie besser zu verstehen, dass die Muskeln am oberen Bein dermaßen stark abgebunden werden, sodass während der OP (ca. 2 h) kaum mehr Blut durchfließen kann. Das hat natürlich Auswirkungen auf die spätere Genesung.

    Die Lösung des Problems der geschwollenen Sehne war dann später durch Zufall klar. Ich kaufte mir vor Kurzem ein Sportrrad (Hybrid) und nach ca. 10 Tagen täglichen Fahrens von ca. 15 km, nahm dieser Schmerz ab, das Knie war weniger geschwollen. Ich kann sogar wieder schneller laufen und damit auch Tennis spielen. Also heißt es, Muskeln potenzieren und durch belastungsfreie Bewegungen schmieren. Jeden Tag trainieren, gerade soviel, wie man kann. Besonders im Alter gilt: Wer rastet, der rostet! Das Leben beginnt wieder von Neuem!

    Ich hoffe, der (die) eine oder andere kann sich hier ein bisschen was Nützliches rauslesen.
    Übrigens, eine Regel für das "Wann" gibt es auch: wenn die Lebensqualität dermaßen abnimmt, dass man praktisch nur noch seine Zeit liegend verbringt, dann sollte man das Prozedere für die OP starten. Dann macht das Leben keinen Spaß mehr. Diese aber auf später aufzuschieben hält meine Lebensphilosophie nicht für förderlich, denn, wie lange werde ich noch leben? Das weiß keiner und eine OP nach dem Tod bringt es wohl wirklich nicht. :). Also nicht allzusehr für eine ferne Zukunft planen, wenn man nicht mal weiß, ob man dorthin gelangen wird. Lieber im Heute und Jetzt leben! Leben ohne Schmerz!
     
    #11 1. Juli 2017
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2017
  12. Birte

    Birte Aktives Mitglied

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    So, so - 80 Jahre alt.... von der Wortwahl und Ausdrucksweise zwar möglich, aber unwahrscheinlich, perfekte Rechtschreibung nach neuer R-Reform, alle medizinischen Fachausdrücke korrekt geschrieben, keine Fragen nach Hilfe oder Informationen, stattdessen ein Mittel gegen Arthrose, was nuuuur 30 Euro kostet und sogar gegen Arthritis geholfen hat... und das Ganze als Erstbeitrag, noch dazu an einen vier Jahre alten Thread gehängt.... Nachtigall, ick hör dir trapsen....

    Ich würde mal eher auf einen Medizinstudenten oder eine Maschine tippen (oder beides)...

    - und nur für die stillen Mitleser, die jetzt aus Verzweiflung vielleicht denken: "Vielleicht hilft es ja doch....":

    KEIN ARTHROSEMITTEL KURIERT EINE ARTHRITIS !!!!!
     
  13. Gerard_2709

    Gerard_2709 Neues Mitglied

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    Tut mir Leid, liebe Birte, hast mich vollkommen falsch be- bzw. verurteilt. Hier gibt es keine Nachtigall und was du da hörst, wird ausschließlich von deinem Misstrauen erzeugt. Ich habe keinerlei Interesse, hier was zu verkaufen, bekomme keine Kommissionen von ArthroPro, also handelt es sich auch hier um keine Schleichwerbung.

    Bin in Kürze 65, Wirtschaftler und arbeite seit 15 Jahren als staatlich anerkannter Immobilienmakler (nicht in Deutschland) zugelassen. Mit 80 Jahren habe ich das Alter gemeint, in dem ich persönlich vielleicht nicht mehr für eine OP fit sein werde. Also ist es besser, sich lieber jünger operieren zu lassen. Die Wiederherstellung einer guten Beweglichkeit eines (TEP) operierten Knies ist eben immer ein Problem, bedarf großer Disziplin, Anstrengungen und Durchhaltevermögens. Ich habe hier nur meine Erfahrungen zum Besten gegeben. Ich war bereits selbst am Punkt angelangt, an dem ich dachte, es wird nicht besser, ich gebe auf. Nur intensive Beobachtung meines Körpers und mein Durchhaltevermögen haben mich zur Besserung des OP-Ergebnisses kommen lassen. Ich habe in keinem Forum Erfahrungen diesbezüglich erlesen können. Alles was man in Foren lesen kann, sind leider nur die negativsten Fälle überhaupt. Menschen, die sehr viel gelitten haben und auch kaum mehr Hoffnung haben, dass es doch noch mal besser würde. Nur deshalb hab ich hier geschrieben. Das Alter des Threads spielt keine Rolle, weil mein selbstloser Beitrag für Menschen sein soll, die nach möglichen Lösungen suchen. Mithilfe der Suchmaschinen finden sie dann diesen Beitrag. Man nimmt ihn an oder man läßt es. Aber eine Anregung dürfte er allemal sein, ausser für Menschen, die vielleicht sogar ihrem eigenen Schatten misstrauen.

    Nach meinem Sturz auf das linke, vorgeschädigte Knie, halfen mir die Kapseln absolut. Der Schmerz ging weg. Ich konnte sogar wieder 2 Stufen auf einmal steigen. Nur im Stand knackten die Menisken immer wieder weg, denn unter meinem Gewicht veränderten sie ihre Position. Als ich am OP-Tag in den 3. Stock zur Bettenabteilung hoch stieg, mit einem kleinen Koffer in der Hand, fragte ich mich oben tatsächlich, was ich hier eigentlich mache und ob ich die OP wirklich brauche. Ich hab es dennoch durchgezogen und freue mich heute sehr darüber. Hab gestern eine Radtour von 50 km gemacht und heute morgen 1 h Tennis gespielt. Hätte ich vor der OP nicht mehr geschafft.
    .
    Die Ergebisse an meiner linken Hand waren eigentlich nur ein sehr erfreuliches Nebenprodukt. Meine beiden Mittelfinger waren schon 1 Jahr lang ca. 30° nach unten gebeugt, die Hand konnte ich kaum mehr zur Faust ballen, schon kleine Berührungen taten weh und festere waren kaum auszuhalten. Ich habe fast volle Beweglichkeit zurück erhalten, ganz nach oben strecken lassen sich die Finger zwar immer noch nicht, aber das ist unerheblich. Ich bin glücklich über das, was ich erreicht habe. Dafür gäbe ich übrigens jederzeit gerne 30 € aus, aber mit einer Kapsel pro Tag sind es halt nur 7,50 €. Wie viele Kapseln jemand wirklich braucht, ist wohl individuell verschieden. Habe hierfür keine Ratschläge, weil mir eine umfassende Erfahrung fehlt. Bin ja kein Mediziner, weder Student noch ausgebildeter Arzt. Ich bin eher ein neugieriger User, der schon hoffnungsvoll viele Mittel probiert hat. Natürlich waren davon auch einige, die mehr versprachen als sie dann hielten. Das wusste ich aber vorher. Das ist halt das Risiko. Aber ArthroPro nahm ich schon eher mit Gewissheit, es wurde in Deutschland begutachtet und auf Grund seiner Inhaltsstoffe für gut befunden.

    Ich habe das Mittel meiner Frau gegeben und Kunden empfohlen und die sind alle auch sehr glücklich, wieder schmerzfreie Gelenke zu haben. Von Heilung habe ich nichts gesagt. Ich habe hier nur Symptome beschrieben und wie sie sich besserten. Mehr brauche ich hierzu nicht zu sagen.

    Jemandem Misstrauen auszusprechen, ohne jegliche Erfahrung mit den Mitteln zu haben, halte ich für gewagt. Anderen Menschen von vornherein zu unterstellen, dass sie Fehlinformationen von sich geben, ohne dafür irgendwelche Beweise zu haben, ist eigentlich eine Respektlosigkeit. Dein Detektivsinn hat auch versagt, die Schlussfolgerungen mit Alter, vernünftiger Verwendung von Orthographie und Grammatik haben auf ein totes Gleis geführt. Q.e.d. Lassen wir es gut sein!

    Einen schönen Tag noch!
     
  14. Birte

    Birte Aktives Mitglied

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    Hallo Gerard,

    tut mir Leid, falls ich dich falsch beurteilt haben sollte - hier laufen im Schnitt pro Woche zwei Leute auf, die versuchen, aus unseren nicht unerheblichen Problemen Kapital zu schlagen, darauf reagiere ich äußerst sensibel (wer schon mal von seiner Oma von der Kaffeefahrt ein Rheumadeckenset für 1000 Euro mitgebracht bekommen hat, weiß wovon ich rede). Meist melden diese Leute sich nicht wieder, wenn man genauer nachfragt.

    Du hast das getan und daher werde ich mal etwas ausführlicher, vor allem auch für unsere vielen vielen stillen Mitleser, die hilfesuchend in dieses Forum sehen, sich nicht anmelden und nachfragen, sondern sich vielleicht denken: Mensch, Arthritis kann man auch mit dem Nahrungsergänzungsmittel in den Griff bekommen, die Gelenkentzündungen gehen davon weg, neue Gelenke werden auch nicht betroffen - alles super. Und wenn sie es dann besser wissen, ist das Zeitfenster für einen optimalen Verlauf dicht und es sind vielleicht weitere Gelenke betroffen. Jeder, der eine vom Arzt verordnete Behandlung wegen "so etwas" herauszögert, geht ein Risiko ein, von dem er gar nichts weiß und von dem du auch nichts weißt.

    Wenn man sich informiert hat, und zumindest theoretisch weiß (praktisch geht leider nicht), was eine Verzögerung bei der Behandlung einer Arthritis bedeuten kann und sich dann dafür entscheidet, dieses Risiko einzugehen - ok. Aber ohne diese Warnung versuche ich hier keinen dieser Hinweise auf bestimmte Mittelchen stehen zu lassen.

    Es freut mich für dich, dass du deine Gelenkschmerzen auch, aber nicht nur mit Hilfe des angesprochenen Nahrungsergänzungsmittel in den Griff bekommen hast. Es freut mich, dass du wieder Tennis spielen und Fahrrad fahren kannst, fast wie früher. Arthrose ist sehr schmerzhaft, das wissen viele hier, da wir diese oft als Folge der dauerhaften Gelenkentzündungen bekommen. Aber diese Schmerzen sind kein Vergleich zu den Schmerzen während eines Rheumaschubs.

    Möglicherweise ist dir nicht klar, was eine Arthritis (von den anderen Autoimmunerkrankungen, von denen hier viele betroffen sind ganz zu schweigen) wirklich bedeutet, das kann ich nicht beurteilen.

    Solche Vorschläge diverser Mittelchen hat JEDER hier tonnenweise von seinem gesamten Umfeld bekommen. Ich sage dazu immer: Würdest du einen Dammbruch stoppen, indem du deinen Daumen drauf hältst? Und auch noch dafür bezahlen?

    Rheuma ist kein "gelegentliches Reißen in den Gelenken, wenn das Wetter umschlägt", wovon hauptsächlich ältere Leute betroffen sind, wo man dann halt nicht so aktiv sein kann wie sonst.
    Bei Arthritis handelt es sich um eine autoimmun (also internistisch) bedingte entzündliche Gelenkerkrankung, die auch von einem Internisten behandelt werden sollte. Was das für Schmerzen machen kann, wie unberechenbar das ist (ich weiß z. B. nie hundertprozentig sicher, dass ich mich in zwei Stunden bewegen kann) und welche Probleme dadurch entstehen können, kann sich ein nicht davon Betroffener nicht vorstellen - daher die vielen wohlgemeinten aber zu 99,9 Prozent unnützen Ratschläge. Man redet dann halt von zwei komplett verschiedenen Sachen.

    Das nur mal als Erläuterung. Ich wollte und will dich nicht persönlich angreifen - mir geht es dabei nur um die Sache.

    Gruß,

    Birte

    (PSA seit ca 1991, Knie-TEP links 2005 (da war ich 38, und das Knie macht seitdem auch ohne das Zeugs keine Probleme), unbefristet berentet seit 2010).
     
    anurju gefällt das.
  15. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Birte!
    Wenn ich das richtig lese, dann haben sowohl Kattichen, also auch Gerard keine Rheumaerkrankung, beide sprechen von Arthrose, deshalb kann man diese beiden Fälle zumindest im Ansatz, miteinander vergleichen, ob und in wie weit das Ar......Pro da hilft, sei mal dahin gestellt, bei Rheumapatienten, die ein zerstörtes Kniegelenk aufgrund des Rheumas haben, wird es ganz sicher nicht zu einem solchen Ergebnis führen, ganz abgesehen davon, daß sich Gerard auch eine TEP hat einsetzen lassen, obwohl er das Mittel eingenommen hat, eigentlich wäre das dann ja nicht mehr notwendig gewesen, ich bin da genau wir Birte sehr skeptisch, mein ehemaliger Chef (Chefarzt) hat dazu immer gesagt, den Vorteil von den ganzen Mitteln hat nicht der betroffene Patient, sondern der Hersteller und diejenigen, die es vertreiben.

    Nachtrag:
    Das mit der geheilten Arthritis an den Fingern habe ich glatt übersehen, da setze ich mal ein großes ? dahinter

    @Kattichen, was nun deine Frage betrifft will ich nur mal einen Denkanstoß für dich hier schreiben:
    Was nützt es dir, wenn Du jetzt in noch "relativ jungen Jahren" dich tag täglich mit deinen Beschwerden so quälst und deine Lebensqualität sehr leidet, wie es dir in 30 J geht, kann jetzt niemand sagen, aber daß es dir nach der OP erstmal für viele Jahre besser geht, das ist ziemlich sicher.

    Irgendwann kann dann sicher noch ein TEP-Wechsel statffinden, und dann zieht sich die Lebensdauer des 2. Gelenkes ja wieder auf 10-15J, man kann also sagen, Du hast jetzt, wenn Du die OP gut überstanden hast für lange Zeit wieder erheblich mehr Lebensqualtät
     
    #15 1. Juli 2017
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2017
  16. käferchen

    käferchen Guest

    Aber, es sind doch grade Ärzte, die derartige Präparate ihren Patienten empfehlen.

    Was in den Präparaten enthalten ist, die Gerard beschreibt (Dona und Arthro) ist in erster Linie fast immer Chondroitin und Glucosamin, die für den Knorpel wichtig sind. Es gibt sie aber in gut sortierten Drogeriemärkten wesentlich preisgünstiger.
    Ich persönlich kenne Menschen mit Arthrose die dadurch Linderung bekommen haben, eine Arthrose werden aber auch sie nicht "heilen" und gegen meine Arthritis würde ich sie nicht nehmen.

    Was eine TEP betrifft, eine Kollegin steht seit Jahren vor ähnlichem Problem, sie hat Angst, dass, wenn sie rein rechnerisch 75 Jahren alt würde, die TEP noch mindestens 2 mal nach heutigem Stand gewechselt werden würde. Daher zögert sie die OP hinaus und nimmt Schmerzen und Ausfallzeiten am Arbeitsplatz in Kauf.
    Schwierige Entscheidung.

    Viele Grüße vom
    Käferchen
     
  17. aischa

    aischa Bekanntes Mitglied

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    Also, mein operateur sprach von bis zu 25 jahren für die neuen teps, vorausgesetzt sie wurden genau eingesetzt!
    also meine gedanken was in 20/25 jahren sein wird ist ja hokos pokos.....vielleicht bin ich bis dahin mit dem flugzeug abgestürt oder auf einer bananenschale ausgerutscht!

    Meine tep ist 6 monate her und ich kann laufen ohne beschwerden...das zählt für mich und wenn meine tep auch nur 10jahre hält waren es gute 10 jahre.......wer schmerzen hat und nicht mehr laufen kann, lässt sich operieren, da bin ich mir fast sicher!
    wer pillen einer tep vorzieht und glaubt, damit wird alles gut, hat sich eine op erspart!!

    ich denke, das gilt für alle teps......ob hüfte oder knie!!
     
    #17 2. Juli 2017
    Zuletzt bearbeitet: 2. Juli 2017
  18. käferchen

    käferchen Guest

    Da magst Du sicher recht haben aischa, leider verläuft. nicht jede OP blande und man kann das neue Gelenk nicht sofort uneingeschränkt einsetzen, dass mag vielleicht für viele der Grund sein, lange zu zögern.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass in Zukunft TEP'as länger halten werden, ob 25 Jahre wird sich zeigen. Aber auch da entwickelt sich die Medizintechnik weiter.

    Schön, dass es bei Dir ziemlich reibungslos ablief, wäre jedem zu wünschen.

    @Gerard_2709 , Du hattest schon gesehen, dass der Thread fast 4 Jahre alt ist?

    Grüße vom
    Käferchen
     
  19. aischa

    aischa Bekanntes Mitglied

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    Käferchen, eine tep ist schon ein größerer eingriff und ich ging auch 2 monate mit gehstützen und es gab tage wo ich dachte, ohje.....
    Ausserdem kann ich nur jedem empfehlen in ein zentrum mit viel erfahrung zugehen!
    und die komplikationsrate ist vielleicht 2 prozent.......und da ich immer eher positiv denke, denke ich an die 98 prozent der op's die komplikationsfrei verlaufen!