@hallo lieber delphin und die anderen geplagten user
grundsätzlich, auch aus eigener erfahrung der vielen knie op's, durch massiv-schaden eines unfalls und
gonarthrose III-IV Grades im kompletten Knie, kann ich mich dem geschriebenen nur anschliessen.
das ich letztendlich, auch nach der 1.TEP und dem erneuten gekoppelten protheseneinsatz keine besserung
erfahren habe, liegt u.a. an der komplexität der zerstörten strukturen durch den unfall, einer arthrofibrose
und dem rheuma. alles was konservativ nur möglich war haben wir genutzt. dennoch war nach 28 jahren
keine andere möglichkeit mehr, als die der TEP.
bei mir haben hyaloronspritzen zu noch mehr problemen geführt und eine akkkupunktur brachte derartige
schmerzen, dass diese behandlung abgebrochen wurde.
...so unterschiedlich wirken therapien und methoden.
dies sollte aber niemanden davon abhalten, wenn alle konservativen möglichkeiten ausgeschöpft sind, eine
TEP als positive möglichkeit der besserung der beschwerden und schmerzlinderung zu sehen und dadurch
wieder ein stückweit lebenswerteres leben führen zu können, egal ob jung oder älter.
wobei
-ein knorpelschaden lässt sich mittels mrt sehr gut darstellen. ggf. ev. noch einmal ein mrt mit kontrastmittel
machen lassen? dann kann man dazu sicher mehr sagen, wie gross der bereits vorhandene schaden ist.
frage an @delphin
der innenmeniskusabriss, ist dieser komplett abgerissen ist? oder nur ein ausriss?oder ein ausriss am hinterhorn?
du siehst da gibt es eine breite palette, danach wird dann auch entschieden was operativ gemacht
werden müsste, wenn du z.bsp. ständige schmerzen bekommst, einklemmungserscheinungen hast oder nicht
mehr richtig laufen kannst.
das meniskusgewebe, sofern es nicht am knieansatz liegt, wird nicht durchblutet und dadurch kann es nicht
selbst heilen. die s.g. syniovalflüssigkeit dient dazu, das gelenk zu schmieren und das gewebe zu erhalten.
sollte der abgerissene teil des meniskus probleme machen und ggf. einklemmungserscheinungen da sein,
die zu problemen führen können, müsste dann doch operiert werden.
aber immer darauf achtend, dass nach möglichkeit der meniskus genäht und somit erhalten bleibt!
durch das fehlen des meniskus und anderer faktoren folgt die ausbildung der arthrose (gonarthrose)
bis hin zum IV.grad. die s.g. "knorpelglatze". aber bei jedem unterschiedlich schnell und stark.
dann wäre abzuklären, ob ggf. mittels der s.g.
bioprothese sich ein
kunstgelenkersatz (TEP) lange
herauszögern lässt. hierbei wird die knochenoberfläche angeraut, loses gewebe entfernt und mittels
microbohrungen in den knochen versucht, dass sich ein s.g. knorpelersatzgewebe bildet. dieses überzieht
die knorpelglatze wieder und übernimmt die funktion wie die des eigentl.meniskus.
das funktioniert auch, wenn der meniskus teilweise fehlt.
je nach dem, wie gross der schaden am meniskus ist, gibt es die möglichkeit des einsatzes eines
"meniskusersatzes" oder knorpelteile, die im labor mit körpereigenen zellen auf einer memran benetzt werden.
haben diese sich entsprechend daran angesiedelt, kann knorpelteil oder der meniskus eingesetzt werden.
noch keine kassenleistung der gesetzl.kassen
http://orthopaedie.klinik-am-ring.d...ntation-chondrocyten-transplantation-act.html
-hyaloronspritzen können gut lindern und ersetzen die syniovalflüssigkeit, damit die knochenenden von ober-
und unterschenkel wieder ungehindert gleiten können. leider hält diese therapie nicht dauerhaft an und
keine reguläre kassenleistung. dennoch ein versuch wert, eine op oder den einsatz einer tep weiter hinauszuzögern.
kostenpunkt ab ca 50 € pro injektion.
-akkupunktur, als anerkannte methode der behandlung am knie und wird von den kk übernommen.
vor allem der schmerzreduktion wegen. akkupunktur kann dabei sehr gut helfen. leider nicht zur heilung
von meniskus schäden oder der bestehenden arthrose.
-eine knieprothese lässt sich auch bei kaputter kniescheibe einsetzen, da diese ersetzt werden kann. besteht
an der rückseite der kniescheibe arthrose, kann dort eine ersatz aufgebracht werden. meist eine kleine runde
scheibe aus dem selben material, wie ein "kunstmeniskus" in der prothese.
grundsätzlich ist die orientierung der ärzte so, dass sie den einsatz einer prothese so lange wie möglich
herauszögern wollen. verständlich!
von daher sollte auf alle fälle das knie nicht geschont werden, sondern (vernünftig) belastet werden.
wie sport z.bsp. schwimmen, radfahren, wandern ...also knie-entlastende sportarten oder aber physio, kg
oder auch rehasport wären eine alternative.
wenn schmerzen und andere probleme am knie so massiv werden, dass diese nicht mehr in den griff zu
bekommen sind, sollte man die überlegung einer TEP nicht unnötig hinauszögern, damit es nicht noch
zu grösseren schäden am knie kommt.
es gibt den vollständigen gelenkersatz (Vollprothese /TEP) und den teilgelenkersatz (Schlittenprothese),
bei einseitiger arthroseschädigung im knie.
grüsse vom sauri