Kniegelenkserguss MRT unauffällig

Anke F.

Neues Mitglied
Guten Morgen, ich bin neu hier. Mein Sohn 17 Jahre, Leistungssportler (Schwimmen) bekam vor ca 5 Monaten Kniebeschwerden rechts) Er hatte aufgrund einer anderen Verletzung Pause im Training. Keinerlei Trauma an dem betroffenen Knie. Ein Ortopäde stellte Ende Juli einen Gelenkerguss fest, veranlasste ein MRT, dieses war völli unauffällif bis auf den Erguss und eine Bakerzyste, welche eint Teilruptur zeigte.
Er sollte das Bein schonen und nur locker schwimmen, Nach 5 Wochen Wiedervorstellung, der Erguss hatt deutl. zugenommen, Vorstellung bei einem anderem Orthopäden zwecks Arthroskopie.
Rheumafaktoren alle neg. HLAB 27 steht noch aus.
Nun ist das CRP plötzl. erhöht, der erste Wert vor 5 Wochen war i.O., der Erguss war trübe, enthielt aber keine Bakterien, Leukos über 1000. Nachdem Ablassen des Ergusses waren die Knieschmerzen deutl. stärker, der jetzige Orthopäde hatte auch Röntgenbilder mit und ohne Belastung gemacht, hier auch alles o.B, aber im linken Knie ist ebenfalls ein kleiner Erguss und eine Zyste zu sehen.
Hat von Ihnen jemand eine Idee was dahinter stecken könnte, sieht man im MRT eine Arthritis nicht, wenn sie noch im Anfang steckt. Der Orthopäde äußerte zusätzlich den Verdacht auf eine PVNS. Wir sind ziemlich ratlos, ob es überhaupt Sinn macht zu arthroskopieren oder sollten erst zusätzlich andere Untersuchungen in Erwägung gezogen werden? Der Orthopäde macht einen sehr guten Eindruck.
Vielen Dank
Anke F.
 
hallo anke,

und herzlich willkommen im forum :) .

hatte dein sohn kürzlich eine fieberhafte erkrankung (z.b. durchfall oder bakterielle blasenentzündung) oder entzündung (z.b. augen)? gibt es in der familie personen mit psoriasis? hat er öfter rückenschmerzen in der unteren wirbelsäule?

Hat von Ihnen jemand eine Idee was dahinter stecken könnte, sieht man im MRT eine Arthritis nicht, wenn sie noch im Anfang steckt

nein, nur die entzündung kann dargestellt werden. gelenkschäden durch arthritis sieht man erst im späterem stadium der zerstörung.

weche blutwerte wurden noch, ausser rheumafaktor, crp, hlab 27 getestet?- z.b borelliose oder chlamydien, ebstein barr usw.?

Wir sind ziemlich ratlos, ob es überhaupt Sinn macht zu arthroskopieren oder sollten erst zusätzlich andere Untersuchungen in Erwägung gezogen werden?

ja, kompl. blutuntersuchung mit antikörperdiagnostik, am besten von einem internistischen rheumaologen.
 
Hallo Lilly,
Borrelien sind neg. Shigellen und Yersinien stehen nocj aus.
Er hatte im Januar eine eitrige Mandelentz. welche aber sehr füh mit Antibiose abgefangen wurde. Die Beschwerden traten 4,5 Monate späte auf.
Es gibt keine Psoriasis in der Familie. Rückenschmerzen im Ileosacralbereich hat er immer mal wieder, brauchten bisher nicht behandelt werden, erhält regelmässig Massagen bei Training. Fersenprobleme hat er nur wenn er lange Strecken läuft.
Der Ebstein Barr dürfte noch erhöht sein, hatte vor 5 Jahren ein ausgeprägtes Pfeiffersches Drüsenfieber.
Vielen Dank für Deien Antwort
Anke
 
hallo anke,

war der aslo- titer auch erhöht?

Eine heute zunehmende Form des Streptokokkenrheumatismus ist die infektreaktive Arthritis nach einer Streptokokkeninfektion (sogenannte Poststreptokokken-reaktive Arthritis, abgekürzt PSRA). Diese Erkrankung kann auch ältere Menschen betreffen. In ihrem Erscheinungsbild entspricht sie den anderen infektreaktiven Arthritiden (siehe "infektreaktive Arthritis"). Eine Poststreptokokken-reaktive Arthritis befällt vor allem die großen Gelenke der unteren Körperpartie. Meistens ist nur ein Gelenk betroffen ("Monarthritis"), am häufigsten das Kniegelenk. Allerdings können auch mehrere Gelenke beteiligt sein. Typisch ist ein charakteristisches zeitliches Intervall zwischen der Mandelentzündung und dem Auftreten der Arthritis. Zunächst kommt es zur Mandelentzündung, die dann abklingt. Eine Woche bis drei Wochen nach Verschwinden der Mandelentzündung kommt es dann zur Arthritis.

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Rückenschmerzen im Ileosacralbereich hat er immer mal wieder, brauchten bisher nicht behandelt werden, erhält regelmässig Massagen bei Training. Fersenprobleme hat er nur wenn er lange Strecken läuft.

die probleme die du beschreibst, passen in die krankheitsgruppe der seroneg. spondarthriden. als auslöser einer erkrankung aus dieser gruppe kommen oft bakterielle infektionen in frage- die infektreakive arthritis kann sich verselbsständigen und chron. werden.

hier kannst du drüber nachlesen:

seroneg. spondarthriden

aber auch der ebv- virus kann eine arthritis auslösen.

Zur Behandlung einer solchen EBV-ausgelösten Arthritis gibt es keine einheitlichen Empfehlungen, nicht zuletzt, da das Krankheitsbild als solches nicht genau definiert ist. Bei einer Patientin mit einer nahezu sicher EBV-induzierten, chronisch verlaufenden Oligoarthritis (= Arthritis weniger Gelenke, bei ihr waren es große Gelenke der unteren Körperpartie, vor allem Sprunggelenke, z.T. auch Kniegelenke) wurde in Anlehnung an die Therapie einer chronischen Polyarthritis eine remissionsinduzierende Therapie mit Chloroquin (z.B. Resochin) eingeleitet und so eine komplette Remission erreicht.

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Vielen Dank Lilly,
nach der Mandelentzündung, sind etwa 4 Monate vergangen bis das Knie Probleme gemacht hat. Der ASL Titer ist nicht bestimmt worden.

Die EBV Infektion liegt schon Jahre zurück.

Den einzigen Zusammenhang den ich im Moment sehe ist, der mit den Rückenschmerzen und den Schmerzen im Fersenbereich.
Diese habe ich immer aufs Training geschoben, das Delfinschwimmen oder das Lauftraining.
Ich bin nun sehr gespannt, was dr Orthopäde morgen sagt. Im Moment bleibt zur genauen Abklärung wohl doch nur noch die Artroskopie.

LG Anke
 
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