saurier redet mal mit
hallo an alle kniegeplagten.
grundsätzlich gibt es ja unterschiede bei den knie Teps. egal o. Schlitten-,Kappen-,normale oder axgeführte Prothese.
meine erste knie TEP war 09/2010 als s.g. kappenprothese, nach einem arbeitsunfall mit einem stark ausgeprägten knorpelschaden grad IV, 5 verschiedenen vor- op's, die allesamt immer der schmerzlinderung sowie verbesserung der beweglichkeit dienten. soll heissen: das knie nach 31 jahren schwer geschädigt.
vor-op's-
-entfernung bd.menisken in 2 op's 80/81
-kapselstraffung 82
-kreuzband 2006
-bioprothese 01/2009 -von da an wurden meine unterarmstützen meine fester begleiter. jeder schritt eine höllenqual.
dann folgten
-2 knie teps 09/2009 und 12/2010
-eine mobilisation in narkose zwischendrin 03/2010
eine schmerzlinderung erhofft, durch die langjährige chronifizierung nie eingetreten.
die beweglichkeit war nach der ersten TEP schlechter als vorher. beugung und streckung weder in die eine noch andere richtung möglich mein ziel nach 3 monaten wieder arbeiten zu können, in weite ferne gerückt.
eine reha im januar 2010 brachte schmerzlinderung , da sich erstmals ein doc der chron.schmerzen annahm.
nach vier monaten, das böse erwachen, dass ich wohl nicht mehr arbeiten kann. es sollte eine neue reha nach 6 monaten zur medizinischen arbeitsplatzerprobung erfolgen um die weiteren möglichkeiten zur arbeit und dem rest leistungsvermögen einzuschätzen.q
die folgende mobilisation in narkose ein höllenritt und diente der lösung von festverwachsenen gewebe im knie einer s.g. arthrofibrose. 8 tage über 24 stunden lang erfolgte mobilisation in der bewegungsschiene. nach 12 tagen entlassung mit einem bewegungspotential von knappen 80 grad. geschrieben wurden 100, weil manmich sonst nicht hätte entlassen können. fazit- nach 6 wochen war alles wie vorher.
letzte hoffnung eine erneute op mit tep wechsel von kappen-auf axgeführte prothese. längst nicht mehr der schmerzlinderung dienend, sondern der veränderung des gangbildes, da das bein immer noch in beuge-stellung verharrte.
die 8.op brachte den tep wechsel auf axgeführte TEP.
endlich fehlten bis zur streckung des beines nur noch ca 20 grad und die beugung bei ca 30 grad. endlich konnte ich beide beine zum laufen benutzen.
was blieb-die unterarmstützen ( ich mag das wort "krücken" so gar nicht. das klingt nach alt u.abwertend) als treuen begleiter bis heute, chronische schmerzen, die durch einen super therapeuten gut behandelt werden. anfangs noch 1/2 jahr ambulante reha, dann physio und lymphdrainage, die ich mir jederzeit verschreiben lassen kann. sport eine fehlanzeige. fahrradfahren gelingt nur mit dem linken bein und ist so nicht unbedingt strassen-tauglich. damit ich mich wenigstens im garten bewegen und auch einkaufen kann, haben wir uns zusammen mit meinem grossen sohn und enkel ein lastenfahrrad gekauft. ein kleiner umbau, anbau einer trittfläche in der mitte zum abstellen des re.beines da ich dies nicht beugen kann, errmöglicht mir freiheiten, die ich sonst nicht hätte. meine kinder können dieses rad ebenso nutzen, da der umbau nicht stört.
fazit-der verlauf und das ergebnis einer solchen op, ist von vielen verschiedenen faktoren abhängig und ist letztendlich untereinander nicht bzw.nur bedingt vergleichbar.
saurier
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