Knie TEP - wie verlief es bei euch mit den Schmerzen, der Schwellung, der Heilung...

Dieses Thema im Forum "OP/Chirurgie, Synoviorthese, Gelenkpunktion usw." wurde erstellt von klee46, 24. November 2016.

  1. Rubicon

    Rubicon Neues Mitglied

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    Hallo Inge,
    Bei mir steht demnächsts eine Knie TEP an.

    Möchte gerne vorab die Muskulatur bzw den bandaparat des Knie durch spezielles Training vorbereiten. Das andere Knie natürlich auch

    Vielleicht könntes du mir sagen was an gerätetraining du machen solltest?
    LG
    Wolfgang
     
  2. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Hallo Wolfgang!

    Ich habe nur an der Beinpresse die Muskulatur aufgebaut. Mein Physiotherapeut meinte, das sei am effektivsten.

    Alles Gute für die TEP!
     
  3. Kapaun

    Kapaun Neues Mitglied

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    Ich bin vor fünf Wochen operiert worden. Beugung ist 120 Grad, die Krücken habe ich schon nach etwa zwei Drittel der Reha-Zeit in die Ecke gestellt. Fahrradfahren geht auch. Aber es gibt drei "Zwickstellen", häufig während des Gehens, manchmal auch in Ruhestellung. Das ist schon recht unangenehm und hängt wohl mit dem hier auch schon erwähnten Umgebungsgewebe zusammen, das sich erst an die neue Lage gewöhnen muss. Nach längerem Sitzen und vor allem morgens nach dem Aufstehen muss ich das Knie buchstäblich erstmal "einlaufen". Das dauert morgens dann auch schon mal länger und ist durchaus schmerzhaft. Knien geht noch nicht, zumindest nicht mit dem operierten Knie. Eine kleine taube Stelle habe ich auch, direkt neben der Narbe. Gegen Abend neigt das Knie (und der Fuß) zum Anschwellen, das ist aber morgens wieder weg.

    Ich bin jetzt seit vier Tagen aus der Reha draußen, habe aber das deutliche Gefühl, dass ich weiter Physio benötige, mindestens zweimal die Woche - wenn man das Knie ordentlich bewegt, fühlt es sich besser an. Übermorgen habe ich Termin bei meinem Orthopäden, der mich operiert hat. Dann sehen wir weiter. Wenn es gut läuft, würde ich das zweite Knie gern noch dieses Jahr machen lassen ...
     
  4. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Diese Stelle hatte ich auch - bei beiden Knien. Da wird bei der OP ein Nerv durchtrennt. Rechts kam das Gefühl wieder (haben sich neue Nervenverbindungen gebildet), links ist die Stelle auch nach 2,5 Jahren noch taub.

    Ich hatte gleich im Anschluss an die Reha zweimal in der Woche Krankengymnastik, außerdem Lymphdrainage. Beides sollte dir dein Orthopäde ebenfalls verschreiben.

    Weiterhin eine Gute Besserung!
     
  5. Kapaun

    Kapaun Neues Mitglied

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    So, war heute beim Orthopäden, der mich operiert hat: Alles tiptop, für die 5 Wochen, die seit der OP vergangen sind, bin ich ganz vorne mit dabei. Habe Rezept für Physio bekommen. :)
     
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  6. Kapaun

    Kapaun Neues Mitglied

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    Jetzt habe ich auch die zweite OP hinter mir. Ist ca. 4 Wochen her. Läuft anscheinend auch wieder gut, mit ähnlichen Beschwerden wie beim ersten Mal - aber da hilft wohl nur Geduld. Aus meinen Erfahrungen kann ich Leuten mit fortgeschrittener Arthrose wirklich nur die OP empfehlen. Klar, die Operation ist für den Körper schon eine gewaltige Anstrengung, und die Tage direkt danach sind nicht angenehm. Aber der Gewinn an Lebensqualität auf lange Sicht wiegt das meines Erachtens allemal auf.
     
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  7. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Es freut mich zu hören, dass deine Operationen gut über die Bühne gegangen sind und du wieder an Lebensqualität gewonnen hast.
     
  8. saurier

    saurier Registrierter Benutzer

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    saurier redet mal mit
    hallo an alle kniegeplagten.
    grundsätzlich gibt es ja unterschiede bei den knie Teps. egal o. Schlitten-,Kappen-,normale oder axgeführte Prothese.
    meine erste knie TEP war 09/2010 als s.g. kappenprothese, nach einem arbeitsunfall mit einem stark ausgeprägten knorpelschaden grad IV, 5 verschiedenen vor- op's, die allesamt immer der schmerzlinderung sowie verbesserung der beweglichkeit dienten. soll heissen: das knie nach 31 jahren schwer geschädigt.
    vor-op's-
    -entfernung bd.menisken in 2 op's 80/81
    -kapselstraffung 82
    -kreuzband 2006
    -bioprothese 01/2009 -von da an wurden meine unterarmstützen meine fester begleiter. jeder schritt eine höllenqual.
    dann folgten
    -2 knie teps 09/2009 und 12/2010
    -eine mobilisation in narkose zwischendrin 03/2010
    eine schmerzlinderung erhofft, durch die langjährige chronifizierung nie eingetreten.
    die beweglichkeit war nach der ersten TEP schlechter als vorher. beugung und streckung weder in die eine noch andere richtung möglich mein ziel nach 3 monaten wieder arbeiten zu können, in weite ferne gerückt.
    eine reha im januar 2010 brachte schmerzlinderung , da sich erstmals ein doc der chron.schmerzen annahm.
    nach vier monaten, das böse erwachen, dass ich wohl nicht mehr arbeiten kann. es sollte eine neue reha nach 6 monaten zur medizinischen arbeitsplatzerprobung erfolgen um die weiteren möglichkeiten zur arbeit und dem rest leistungsvermögen einzuschätzen.q
    die folgende mobilisation in narkose ein höllenritt und diente der lösung von festverwachsenen gewebe im knie einer s.g. arthrofibrose. 8 tage über 24 stunden lang erfolgte mobilisation in der bewegungsschiene. nach 12 tagen entlassung mit einem bewegungspotential von knappen 80 grad. geschrieben wurden 100, weil manmich sonst nicht hätte entlassen können. fazit- nach 6 wochen war alles wie vorher.
    letzte hoffnung eine erneute op mit tep wechsel von kappen-auf axgeführte prothese. längst nicht mehr der schmerzlinderung dienend, sondern der veränderung des gangbildes, da das bein immer noch in beuge-stellung verharrte.
    die 8.op brachte den tep wechsel auf axgeführte TEP.
    endlich fehlten bis zur streckung des beines nur noch ca 20 grad und die beugung bei ca 30 grad. endlich konnte ich beide beine zum laufen benutzen.
    was blieb-die unterarmstützen ( ich mag das wort "krücken" so gar nicht. das klingt nach alt u.abwertend) als treuen begleiter bis heute, chronische schmerzen, die durch einen super therapeuten gut behandelt werden. anfangs noch 1/2 jahr ambulante reha, dann physio und lymphdrainage, die ich mir jederzeit verschreiben lassen kann. sport eine fehlanzeige. fahrradfahren gelingt nur mit dem linken bein und ist so nicht unbedingt strassen-tauglich. damit ich mich wenigstens im garten bewegen und auch einkaufen kann, haben wir uns zusammen mit meinem grossen sohn und enkel ein lastenfahrrad gekauft. ein kleiner umbau, anbau einer trittfläche in der mitte zum abstellen des re.beines da ich dies nicht beugen kann, errmöglicht mir freiheiten, die ich sonst nicht hätte. meine kinder können dieses rad ebenso nutzen, da der umbau nicht stört.
    fazit-der verlauf und das ergebnis einer solchen op, ist von vielen verschiedenen faktoren abhängig und ist letztendlich untereinander nicht bzw.nur bedingt vergleichbar.
    saurier



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    #28 26. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 26. November 2018
  9. Kapaun

    Kapaun Neues Mitglied

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    @saurier: Au, das ist natürlich eine böse Geschichte. Vermutlich haben da auch die vielen Operationen vorher zu dem schlechten Verlauf beigetragen. Irgendwann ist so ein Knie dann wohl einfach "versaut". Und es ist tatsächlich möglich, dass der Körper dauerhafte Schmerzen "erinnert" und sie auch dann auftreten, wenn die eigentliche Ursache beseitigt ist. Das ist dann ganz blöd.

    Bei meiner zweiten Operation lag der Drainage-Schlauch offenbar nicht optimal und hat sehr starke Schmerzen verursacht. Gerade die Überlegung mit den "Erinnerungsschmerzen" hat mich dann dazu gebracht, dass ich ein paar Tage lang Opiate genommen habe. Das hat gut geholfen, und ich hatte auch keine Probleme mit dem Absetzen. Der Schlauch kam dann ja auch bald raus, und danach wurde es schlagartig besser, aber ich hatte schon die Eindruck, dass die Schmerzsituation insgesamt etwas angespannter war als beim ersten Knie.

    Inzwischen - also, beim ersten Knie (rechts) hatte ich etwa zehn Wochen nach der OP einen deutlichen und recht plötzlichen "Verbesserungsschub", so dass ich schon wieder anfing, ohne großes Nachdenken und ohne Konzentration zu gehen. Dasselbe habe ich seit ein paar Tagen mit dem linken Knie, sogar etwas früher als beim rechten. Neun Wochen vielleicht. Das tägliche Leben ist da inzwischen wirklich vergleichsweise angenehm geworden. Treppen sind schwierig, liegt aber wahrscheinlich jetzt eher an der zweiten OP. Rauf geht einigermaßen, mit Geländer. Runter ist unangenehm, da gehe ich nach wie vor nur eine Stufe zur Zeit, und mit dem linken Bein angefangen. Knien ist immer noch kaum möglich, auch mit dem "älteren" Knie - gut möglich, dass das so bleibt, aber damit kann ich leben.
     
  10. O-häsin

    O-häsin Bekanntes Mitglied

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  11. ManuSkript

    ManuSkript Registrierter Benutzer

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    Hallo Kapaun,
    fein, dass die Knie-TEP bei Dir soweit gut verlaufen ist.

    Selbst werde ich - bei fortgeschrittener Arthrose (bestehendem Abnutzungsgrad IV) darauf verzichten müssen,
    weil dies angeblich nicht erfolgsversprechend für mich ist,
    denn während der Arthroskopie damals, bei welcher der Abnutzungsgrad und Sonstiges erkundet wurde,
    kam es zu mehrmaligen Beatmungsproblemen, laut meinem chirurg. Orthopäden.
    (Bei einer Spinalanästhesie hatte ich vor Jahren heftige Nebenwirkungen, daher ist diese keine Option für mich).

    So, nun wird's interessant, wie alles noch seinen Lauf nimmt ... tja.

    MfG
     
    #31 31. Dezember 2018
    Zuletzt bearbeitet: 16. Januar 2019
  12. Kapaun

    Kapaun Neues Mitglied

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    Hallo Manu - ja, Narkoseprobleme sind natürlich eine dumme Sache. Das wollen die Ärzte natürlich nicht riskieren (und will man auch selber nicht). Allergiesachen würde man vielleicht begegnen können (ich selbst hab auch Titan-Gelenke, wegen Nickel-Allergie). Vielleicht kann ich dir raten, es mit einem Gehstock zu versuchen. Das entlastet beim Gehen schon eine ganze Menge, auch wenn es auf lange Sicht auch wieder orthopädische Probleme schaffen kann. Aber man muss halt nehmen, was geht.
     
  13. ManuSkript

    ManuSkript Registrierter Benutzer

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    Ja gut, dass es Auswahlmöglichkeiten betreffend TEP-Material gibt.

    Einen Gehstock sowie "Geh-Hilfen", habe ich für den Bedarf griffbereit.
    Die werden vorläufig nur fallweise benutzt.

    Nun mal sehen wie's kommt ...
    Dir weiterhin noch eine gute Zeit, gell.
     
    #33 31. Dezember 2018
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2019
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