Knie TEP mit 34, ja oder nein?

Dieses Thema im Forum "OP/Chirurgie, Synoviorthese, Gelenkpunktion usw." wurde erstellt von mimimai, 11. August 2014.

  1. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    1. März 2012
    Beiträge:
    3.994
    Zustimmungen:
    73
    Ort:
    Bayern
    Beim Knie kommt es darauf an, ob zementiert oder zementfrei operiert wurde. Bei der zementierten TEP kann man sofort wieder voll belasten, bei zementfrei darf man in der ersten Zeit nur teilweise belasten. In den ersten Tagen, solange man den Schmerzkatheter noch dran hat, bekommt man einen hohen Gehwagen (siehe hier: http://www.ebay.de/itm/Rollator-Gehhilfe-hydraulisch-verstellbar-/251613059451?pt=Hilfsmittel_f%C3%BCr_Gehbehinderte&hash=item3a954e997b). Erst wenn man vom Katheter weg ist, lernt man, mit Stützen zu laufen. Ist einfacher als man so denkt. Auch teilbelasten bei 20 kg oder so ist auch einfacher, als man denkt.
     
  2. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    25. März 2006
    Beiträge:
    5.647
    Zustimmungen:
    3.268
    Ort:
    Stuttgart
    Ich habe seit drei Jahren Arthritis-Gehstützen und kann sie nur empfehlen. Das Gewicht lastet hier auf den Unterarmen, die Gelenke werden nicht belastet.:top:
     
  3. kristie77

    kristie77 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    5. November 2013
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Vielen Dank für die guten Wünsche!
    Ich werde berichten, wie es war!
    Ich lasse mich im Elisabeth Kh in Bochum operieren, dort gibt es eine kleine, feine Rheumaorthopädie! War letztes Jahr zur Arthroskopie des anderen Knies schon dort u war begeistert. Habe mir zur Sicherheit aber noch Meinungen der renommierten Kliniken i Sendenhorst u Meerbusch eingeholt. Habe da im letzten Jahr auch schon die Arthritis Gehstützen bekommen, damit hat das Laufen super geklappt.
    So, ich poste jetzt zum letzten Mal vor der Op, ich mache mich sonst zu verrückt!!!
    Alles Gute, bis "danach"!
     
  4. kristie77

    kristie77 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    5. November 2013
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Vielen Dank für die guten Wünsche!
    Ich werde berichten, wie es war!
    Ich lasse mich im Elisabeth Kh in Bochum operieren, dort gibt es eine kleine, feine Rheumaorthopädie! War letztes Jahr zur Arthroskopie des anderen Knies schon dort u war begeistert. Habe mir zur Sicherheit aber noch Meinungen der renommierten Kliniken i Sendenhorst u Meerbusch eingeholt. Habe da im letzten Jahr auch schon die Arthritis Gehstützen bekommen, damit hat das Laufen super geklappt.
    So, ich poste jetzt zum letzten Mal vor der Op, ich mache mich sonst zu verrückt!!!
    Alles Gute, bis "danach"!
     
  5. saurier

    saurier Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    1. Juli 2009
    Beiträge:
    3.900
    Zustimmungen:
    848
    Ort:
    an einem fluss
    @hallo, mich mal auch zu wort melden

    also ob man einen gehwagen bekommt oder nicht, hängt von mehreren entscheidungen ab.
    über das legen eines oder mehrer schmerzkatheter entscheidet die änasthesie, entsprechend der
    jeweilige problematik im vorfeld zur op. der schmerzkatheter kann sowohl 24, als auch 48 stunden
    oder auch länger in anwendung sein, unabhängig von der weiteren mobilisation.

    gerade chronische schmerzpatienten werden die hilfe des schmerzkatheters zur op zu schätzen
    wissen. in gemeinsamer täglicher absprache mit dem schmerzakutsdienst der klinik wird über
    dessen verbleib entschieden. hier gibt es viele individuelle verläufe, die nicht generell genormt
    sind und auch nicht nach schema "F" entschieden werden, ob der katheter/die katheter zur weiteren
    therapie und mobilisation noch genutzt werden sollten oder entfernt werden können. hierbei
    entscheidet in einem hohen masse das schmerzverhalten der betreffenden person.

    nach vorliegen weiterer symptomatik, z.bsp. in den schultern, wird der arzt mit dem patienten
    gemeinsam entscheiden, welche möglichkeiten der mobilisation nach der op erfolgen können.
    hier kann ich nur raten, bereits vor der op alle fakten zu bennen. was ist möglich, was ist nötig.
    gerade bei vorschädigung an der schultern, egal ob rheuma oder eine andere erkrankung,
    sollte man auch vor der op das nötige mittel der fortbewegung nach der op, besprechen und
    ausprobieren.
    nicht jeder kommt mit ugst, arthristisstützen oder einen gehwagen klar. eventuell bleibt dann
    in den ersten tagen eventuell nur ein rollstuhl als mittel der wahl. das bleibt ohnehin auch vom
    ergebnis der op abhängig.

    nach möglichkeit, wird nach relativ kurzer zeit der op mit der mobilisation "am bett" begonnen
    um anschliessend auf dem flur und an der treppe weiterzumachen. ziel ist es, dass man unter
    der belastungvon x ° und bewegung auf 90° am operierten bein, dann entlassen werden kann.
    was nicht immer funktioniert. dennoch steht die ahb, um erklärtes ziel zu erreichen. je mehr am
    v.g. beugungsausmass erreicht wird, umso besser ist es.

    die entlassung steht meist am 8.behandlungstag (das händelt jede klinik etwas anders)an und
    wenn man glück hat, gleich in die ahb, (anschlussheilbehandlung) ggf. einige tage später, je
    nach beantragter einrichtung und frei werden eines platzes.

    selber habe ich die 2.tep. beide zementfrei eingesetzt bekommen, und bin von anfang an an
    den ugst gegangen. in der physiotherapie, sprich ahb (reha) ;-), lernt man schnell, das bein
    entsprechend zu belasten und nicht zu überlasten.

    schonung ist ohnehin nicht erwünscht, sondern von vornherein "bewegung". diese ist sowohl für
    den körper als auch für die TEP gut. das bein gewöhnt sich schnell an das neue "gehgefühl".
    ein s.g."fremdkörpergefühl" ist bei mir nicht aufgetreten.

    bei weiteren fragen gern auch per pn.

    danke sauri

     
    #25 21. August 2014
    Zuletzt bearbeitet: 21. August 2014
  6. mimimai

    mimimai Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    11. August 2014
    Beiträge:
    81
    Zustimmungen:
    22
    Ort:
    Deutschland
    Entschieden :)

    Hallo an alle,

    wollte nur mal einen kleinen Zwischenbericht abgeben.
    Ich war mittlerweile bei noch zwei weiteren Rheuma-Orthopäden, die beide zu einer
    zeitnahen TEP geraten haben. Gründe hierfür sind:

    Andere Maßnahmen, die mir Linderung verschaffen könnten gibt es bei diesem Stadium leider nicht mehr.

    Die Bewegungseinschränkungen. Die Streckhemmung derz. 20-30°, die postoperativ immer problematischer wird, je länger sie besteht.
    Auch die Beugung ist mit max. 90-100° schon stark ausgeprägt.

    Die Fehl- und Überbelastung der anderen Gelenke, die ja leider bei mir ALLE durch das Rheuma mehr oder weniger morsch sind. Ich habe dadurch in der letzten Zeit allerhand bisher unbekannter Schmerzen gehabt. Wahnsinns Wadenschmerzen und dickes Sprunggelenk z.B.

    Die Knochensubstanz, die immer schlechter wird, je länger man wartet. Knochenödeme.

    Und vorallem eben die Tatsache, dass es eh völlig utopisch ist, dass sich die OP noch einige Jahre herausziehen ließe. Am langen Ende macht das keinen großen Unterschied, ob ich mit 35, oder 36, 37 eine Knie TEP bekomme.

    Ich habe mich also dafür entschieden, Angepeillt ist es gleich im neuen Jahr.

    Ich habe Bammel, aber auch Hoffnung, dass ich mich hoffentlich schnell erhole und vieles in meinem Leben dann wieder halbwegs normal geht. Ein Stadtbummel, z.B., ohne dass ich ihn den Rest des Tages und die darauf folgende Nacht gleich mit, noch bereue.

    Mir hat dieses Forum bei meiner Entscheidung sehr geholfen. Vielen Dank an dieser Stelle an alle!!!

    Liebe Grüße und einen schönen abend!
    MIMI
     
  7. Reisemaus

    Reisemaus Reisemaus

    Registriert seit:
    29. August 2007
    Beiträge:
    649
    Zustimmungen:
    57
    Gute Entscheidung, du brauchst wieder Lebensqualität. :)
     
  8. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    1. März 2012
    Beiträge:
    3.994
    Zustimmungen:
    73
    Ort:
    Bayern
    Meine Rede!
    Ich bin froh, dass du dich dafür entscheiden konntest. Du wirst froh darüber sein, wenn alles vorüber ist und du wieder besser laufen kannst. :top:
     
  9. kristie77

    kristie77 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    5. November 2013
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Mimi,

    hatte Dir ja vor meiner Knie TEP geschrieben u versprochen zu berichten, wie es gelaufen ist!
    Ich bin seit Di aus der Reha zurück und kann jetzt schon sagen, dass ich besser laufe, als vor der Op! Obwohl das andere Knie ja auch "kaputt" ist.
    Ich nehme zwar noch ordentlich Schmerzmittel u die Physiotherapie u die Übungen zu hause haben es in sich, aber die Mühe zahlt sich aus!!!
    Ich würde nie wieder so lange warten, deshalb will ich allen, die so etwas vor sich haben, hier Mut zusprechen. Ich war u bin aus ärztlicher u therapeutischer Sicht aber auch in wirklich sehr guten Händen!

    Alles Gute!
    K.
     
  10. mimimai

    mimimai Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    11. August 2014
    Beiträge:
    81
    Zustimmungen:
    22
    Ort:
    Deutschland
    Hallo Kristie,

    vielen lieben Dank für deine liebe Rückmeldung!!!:top:
    Das ließt sich sehr gut und ich freu mich mit dir, dass es sich jetzt schon für gelohnt hat.

    Ich wünsche dir weiterhin gute besserung und viel duchhaltevermögen für die physio ( meine therapeutin hat mich schon gewarnt, dass die zeit danach anstrengend würde).

    liebe grüße,
    Mimi
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden