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kinderwunsch welches basismedi???

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von chatcat, 8. August 2006.

  1. chatcat

    chatcat Neues Mitglied

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    noch eine frage, habe momentan warscheinlich eine infektreaktive atritis?? kann aber auch mit meiner alten autoimmungeschichte zusammenhängen, mein internist schlug vor eventuell eine basistherapie einzuleiten. wollte ich aber noch nicht...
    habe mir ja erst im märz die spirale entfernen lassen... mein mann und ich wünschen uns nämlich unbedingt noch ein kind, und nuns das....

    gibt es basismedis mit denen man schwanger werden darf?
    wer hat erfahrungen? möchte nicht auf ein kind verzichten, mag aber auch die schmerzen nicht mehr haben...
    wer weiss rat?


    grus chatcat
     
  2. Locin32

    Locin32 Immer neugierig

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    Hallo Chatcat,
    erstmal Herzlich Willkommen :D .
    So weit ich weiß gibt es da nur die Möglichkeit Cortison zu nehmen.
    Von Sulfasalazin in der Schwangerschaft habe ich auch schon gehört,weiß aber nicht ob das wirklich gut ist.
    Nur bitte,überlege Dir ob Du mit den Schmerzen die Du hast,noch ein weiteres Kind versorgen kannst.
    Leider muß man damit rechnen das sich das eher noch verschlimmert.Warte doch erstmal ab was da noch bei Dir rauskommt und wie es Dir dann geht.
    Ich bin froh das meine Beschwerden erst losgingen,als meine Kinder schon alt genug waren,das sie sich auch mal selbst versorgen konnten wenn bei mir nichts mehr ging.
    Das ist bei einem Säugling/Kleinkind nun mal nicht möglich :D und immer auf fremde Hilfe angewiesen sein ist auch nicht prickelnd.
    Vielleicht gibt es ja noch andere hier die da mehr zu sagen können?

    Liebe Grüße
    Locin32
     
  3. Snoopiefrau

    Snoopiefrau Bodos Fraule

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    Hallo Chatcat,

    das Thema ist immer wieder hier heiß gefragt.

    Nutze die Suchfunktion und gebe "Kinderwunsch" ein, da gibt es viel zu stöbern!




    Vielleicht hilft Dir das weiter.

    Gruß
    Snoopiefrau
     
    #3 8. August 2006
    Zuletzt bearbeitet: 8. August 2006
  4. natama

    natama Neues Mitglied

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    Hallihallo,

    bin in derselben Situation wie Du . Ich habe im September MTX abgesetzt und versuche nun seit Februar schwanger zu werden. Im Moment nehme ich nur Cortison (10 mg) und Diclofenac (100 mg) , was nicht sonderlich toll ist , aber meine Rheumatologin sagte , es ginge nicht anders.... Ich habe allerdings auch davon gehört, dass man Sulfasalazin in der Schwangerschaft nehmen kann bzw. bis zum Eintritt einer Schwangerschaft. Da ich aber nicht weiss, wie wirksam das ist kann ich soviel dazu auch nicht sagen. Solltest Du mal mit deinem Rheumatologen besprechen.

    Liebe Grüße,
    Natama
     
  5. Thesunshine

    Thesunshine Neues Mitglied

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    hallo chatcat,

    ich habe meine krankheit zwar schon ein paar jahre....aber erst seit januar diesen jahres eine diagnose und die dazugehörigen medikamente erhalten.
    Habe also all die jahre davor mit ungewissen schmerzen und keinerlei medikamenten zugebracht.
    Kinder habe ich auch...5 sind es.
    bei der letzten schwangerschaft in 2002 ging es mir hundsmiserabel und es endete mit einem notkaiserschnitt....die zeit danach war dann die hölle...im nachhinein gesehen hatte ich einen heftigen schub(das wußte ich damals aber noch nicht).
    Ohne fremde hilfe hätte ich nicht gewußt wie es weitergehen sollte...es gab tage da hab ich die kleinen nicht mal mehr aus ihren bettchen heben können...ohne meine älteste,die öfters unter meiner anweisung den kompletten haushalt samt den babys versorgt hat wäre es nicht gegangen.
    nun seit ich meine medikamente nehme geht es so langsam bergauf...zwar kommt immer noch mal ein schub aber das ist dann im vergleich zu früher eher ein schübchen.
    trotzdem brauch ich fürs grobe zuhause eine putzhilfe.aber es ist wieder lebenswert geworden.
    was ich damit sagen will ist daß es mir ohne medikamente nicht möglich wäre meine familie zu versorgen und was ich auch am eigenen leib schmerzlich erfahren habe daß eine schwangerschaft und geburt einen argen schub nach sich ziehen kann der über monate gehen kann.
    überlege dir gut ob du bereit bist während der schwangerschaft und stillzeit auf medikamente zu verzichten auch wenn du tierische schmerzen hast...die erschöpfung die geburt und stillen nach sich ziehen ist auch nicht zu unterschätzen!
    versteh mich bitte nicht falsch...ich kann deinen wunsch nach einem kind sehr gut verstehen und gönne dir dieses glück auch von herzen aber wäge vorher alle für und wider gut ab und kümmere dich auch um hilfe von aussen damit du im notfall nicht alleine dastehst.
    letztendlich weisst nur du allein wie du dich momentan fühlst und wie belastbar du bist.
    Ganz lieber Gruß Sun
     
  6. chatcat

    chatcat Neues Mitglied

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    hallo sun,

    ja eine schwangerschaft ist ansrengend, dasweiss ich aus erfahrung, habe schon eine tochter, allerdings sind die schmerzen neu!
    nun neu nicht ganz hatte auch früher schon beschwerden, aber anders.

    mein neuer lebensgefährte und ichwünschen uns aber so sehr noch ein gemeinsames kind!:o

    daher halt meine frage mit den basismedis, habe irgendwo gelesen das man zb sulfasalazin sogar wärend der schwangerschaft nehmen kann...

    leider ist mein rheumatologe nicht so toll, wie ich es erhofft hatte...sehr oberflächlich...:mad:

    zum stillen muss ich sagen das ich meine tochter damals auch nicht stillen konnte, und es wohl leider auch beim nächsten dabei bleiben wird...:confused:

    sie ist aber trotz kaiserschnitt und flasche gesund...

    gruß chatcat
     
  7. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hi,

    Sulfasalazin darf in der Schwangerschaft nur ujnter strenger beaufsichtigung bzw. berücksichtigung genommen werden. Es er folgt eine strenge Kontrolle.

    Zur info: Cortison ist kein Basismedikament!!! ;)

    Am besten wäre es ja garkeine Medis zu nehmen. Bespreche das mit deinem Doc denn er kann dir das beste dazu sagen;)

    Liebe Grüße und toi toi toi:D


    Kristina
     
  8. Cecelia

    Cecelia realistische träumerin;-)

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    Hallo,

    also mein Doc meinte das man unter Imurek (falls es für dich in Frage käme)
    Schwanger werden kann und man es auch während der SS *bedenkenlos* nehmen darf. Die neueren Studien belegten das das Risiko einer Komplikation bzw. Behinderung nicht höher sei als bei gesunden Schwangeren.

    Ich hoffe dir damit etwas helfen zu können.
     
  9. countrycat

    countrycat Neues Mitglied

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    Hallo chatcat,

    das Thema interessiert mich auch. Ich habe erst seit kurzem die Diagnose Arthritis und wünsche mir auch ein Kind.
    Mein Rheumathologe hat gemeint das wäre möglich. Welche Medikamente er dafür empfiehlt weis ich aber noch nicht. Ich erhalte Anfang Oktober die Ergebnisse der Untersuchungen und hoffe das er wirklich eine Möglichkeit einer Therapie sieht die eine Schwangerschaft nicht ausschließt.

    Grüße

    countrycat
     
  10. icila

    icila Neues Mitglied

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    Mir ging es ähnlich, leide schon länger an den rehamtischen Schmerzen, allerdings konnte nie festgestellt werden, was ich wirklich habe. Auch in der Schwangerschaft mit meinem Sohn hatte ich einige Schübe, aber kaum auszuhalten war es, 3 Monate nach seiner Geburt (Hormonumstellung). Zu dem Zeitpunkt wurde dann auch CP bei mir diagnostiziert und ich habe mit Quensyl agefangen. Mir ging es besser und meine Blutwerte haben sich auch stark verbessert.
    Weil wir uns ein 2. Kind wünschen, habe ich die Medis vor 6 Monaten abgesetzt und es geht mir (teu, teu, teu) noch immer sehr gut. Ich bin jetzt im 3. Schwangerschaftsmonat und hoffe dass ich im Mai mein 2. Baby im Arm halten werde.
    Klar hab ich Angst vor neuen Schüben, aber Kortison darf ich auch in der Schwangerschaft nehmen. Ich rechne auch, besonders nach der Geburt mit erneuten, starken Schüben. Allerdings denke ich, wenn es zu schlimm wird, werd ich auch wieder Medikamente nehmen und das Stillen einstellen.
    Angst dass ich mein Baby krankheitsbedingst nicht richtig versorgen kann, hab ich, da ich bisher auch gut mit der Krankheit leben kann, bisher nicht... vielleicht bleibt es nicht immer so, aber es kann mir ja auch niemand eine sichere Zunkunftsdiagnose geben...
     
  11. Antje Müller

    Antje Müller Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich kann eigentlich nicht wirklich mitreden, da ich noch keine Schwangerschaft mitgemacht habe. Möcht aber trotzdem mal meine meinig schreiben.

    Ich kann mich meiner vorschreiberin nur anschließen, wer sich bisher gut selbst versorgen kann muss doch nicht immer mit dem Schlimmsten rechnen. Und wieviele vermeintlich "gesunde" junge Mütter kommen auch nicht mit der neuen Situation klar? Der Schlafmangel, das schreiende Baby, die Isulation weil man viel zu Hause ist und nicht weg kann weil das Baby eben seinen eigenen Rhythmus hat .... Ich sehe das jetzt bei meiner Schwester. Auch sie hat ihre ganz speziellen Probleme mit sich und dem Mutter sein.

    Ich kenne diese ganzen Äußerungen "Schaffst du das denn überhaupt mit einem Baby" aus meinem Bekanntenkreis zur genüge. Warum bitte sollte eine rheumakranke Mutter es nicht schaffen? Wieviele Kinder wurden nicht gestillt und sind auch gesund? Und man hat im allgemeinen einen vater zu seinem Kind, der auch eine große Unterstützung ist.

    Ich habe vor über 2 Jahren die Medis abgesetzt um schwanger zu werden, bis heute geht es mit bis auf ein paar kleinere Tiefs sehr gut. Schwanger bin ich bis jetzt nicht.

    Das erste Jahr hatte ich immer Angst es könnte mir bald wieder schlechter gehen und wir versorge ich dann mein Kind und solche Gedanken kamen immer wieder. Seit dem ich das nicht mehr habe fühle ich mich freier und habe keine Angst vor der Zukunft mehr.

    Zu den Medikamenten kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass man Kortison auch in der Schwangerschaft nehmen kann und ich zusätzlich zur Akupunktur gehe. damit fahre ich ganz gut.

    Viel Glück
    Antje
     
  12. tyler

    tyler Neues Mitglied

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    Hi,
    ich nehme derzeit MTX, steige jetzt aber auf Enbrel um.
    (Schübe zu oft, große Schmerzen, keine Besserung)

    Mein Bruder hat die selbe Krankheit und hat ca 2 Monate Enbrel abgesetzt (da eben Kinderwunsch) - leider ging es ihm so schlecht, dass er keine 6 Monate ausgehalten hätte. Jetzt ist er traurig und verzweifelt.

    Ich selbst, möchte auch Kinder haben, aber erst in 1-2 Jahren - vielleicht gibt es dann schon mehr Studien über Enbrel Kinder.
    Ohne Basistherapie könnte ich nicht Leben ..

    Echt ein Wahnsinn.. hoffe es gibt bald mehr Studien und Fortschritte in dieser Richtung. Ich bin 28 .. also ein paar Jahre habe ich noch.
     
  13. countrycat

    countrycat Neues Mitglied

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    Hallo

    ich habe jetzt mit Sulfasalazin angefangen und mein Rheumathologe meinte damit dürfte ich auch schwanger werden. Dazu nehme ich noch Cortison. Ich hoffe mal das ich mit dem Sulfasalazin auskomme. Eigentlich sollte ich ja MTX bekommen aber dann hätte ich nocht schwanger werden dürfen und da ich bereits 36 bin habe ich da nicht mehr so viel Zeit.

    Grüße

    countrycat
     
  14. KleinKathi

    KleinKathi Neues Mitglied

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    Spannend, spannend......

    Habe gerade mal ein bisschen gelesen, was ihr hier so schreibt....
    bin zwar erst 20, aber bin mittlerweile soweit, dass ich wegen des Rheumas keine eigenen Kinder haben möchte, aber das ist was anderes....

    War gerade nur etwas erstaunt, weil einer von euch (sorry hab vergessen wer :o ) geschrieben hat, dass man Imurek während der Schwangerschaft nehmen darf! Mir haben inzwischen 3 (!!) Ärzte unabhängig voneinander gesagt, dass ich um Gottes Willen nicht schwanger werden darf, solange ich das Imurek noch nehme.... Vllt. solltet ihr euch nochmal eine 2te Meinung holen!!

    Ansonsten wünsche ich euch alles alles Gute und das alles ohne Schmerzen so klappt wir ihr euch das vorstellt....

    Lieben Grüße Kathi
     
  15. berlinchen

    berlinchen Aktives Mitglied

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    hallo,

    ich weiß das es ärzte gibt die sich auf kindwunsch und medikamente spezialisiert haben...am besten nutzt du die suchfunktion im forum.da wirst du die klinik und den ansprechpartner finden.

    meine meinung zu chronisch rheumakrank und kindern:

    ich kann den/einen kinderwunsch sehr gut verstehen...ich selber werde im märz 29 J. und wollte eigentl. immer kinder haben...stand der krankheit und gefühle ist das thema für mich abgeschlossen, ich bin dazu einfach zu krank.....
    es wird seit 5 jahren jedes jahr schlimmer...bzgl. einer basismedikation bin ich austherapiert....also wenig aussicht auf besserung.....

    wie es mir ohne basismedis geht, merke ich seit einigen wochen...wenn ich dann noch für ein kleines lebewesen verantwortlich wäre...ähm nee danke,armes kind...

    ich habe die möglichkeit verschieden alte kinder mehrmals im jahr als ersatzmami zuversorgen....bin egal wie es mir geht sehr geduldig zu den kindern...obwohl ich im gleichen atem zu meinen freund(den vater der kinder) mit einer ganz anderen reaktion als dem kind gegenüber begegne.....

    ich stelle in diesen wochen immer wieder fest, auf wieviele dinge die kinder wegen unseren erkrankungen verzichten und zurück stecken müssen:(:( sie kommen trotzdem sehr gerne zu uns..nur tut es mir sehr weh, das ich nicht so kann wie eine gesunde in meinem alter......
    sie stecken zurück: in der einen woche, waren sie 3 mal stundenlang mit beim arzt, da ich ohne meine partner nicht mal den weg in die praxis geschaft habe ...waren sie 3 Std in der krankengymnastik praxis und 1,5 std bei der ergotherapie alleine....da sie zu klein zum alleine zuhause bleiben sind.....
    sie bekommen mit,wie sehr wir schon mal leiden...eingeschränkt sind.....sie machen sich sorgen,wenn ich mit tränen in den augen mitspiele...egal wie sehr ich versuche mein "alles ist ok gesicht" aufzusetzten....
    wie sehr sie sich sorgen machen,wenn einer von uns ins krankehaus muß...auch wenn sie in der zeit schon wieder bei ihrer mutter sind...kinder bekommen mehr mit,als uns erwachsenen oft lieb sein kann.....

    klar kann jeder auch nach der geburt krank werden oder einen unfall haben....für mich ist es ein unterschied,ob ich wissentlich krank ein kind in die welt setzten muß.....
    die angst vererbe ich auch nur einen hauch der krankheit??? ist mein kind von meinen jahrelangen medikamente geschädigt??? alleine die nebenwirkungen die ich, von den medis habe......:eek:

    wie sehr machen sich die kinder sorgen,weil mir die tränen in den augen stehen, obowohl ich versuche mit freude mitzuspielen und zulachen....sie bekommen um ein vielfaches mehr mit als mir lieb ist...und da obwohl ich nur die ersatzmama oder noch einfacher ausgedrückt bin...ihre weibliche bezugsperson....

    ich finde es tolle,wenn kinder ihren kranken eltern helfen........es gab vor einigen monaten einen bericht in einer zeitschrift, wie toll es doch wäre, das sich einen mutter trotz cp 2 kinder "zugelegt" hat...die würden ihr so toll jeden handgriff abnehmen....klar ist es für die entwicklung eines kindes nicht verkehrt, wenn es folgende dinge lernt: rücksicht zu nehmen, im haushalt helfen....usw...nur würde diese mutter laut bericht ohne die hilfe der kinder alleine nicht zurecht kommmen ...und dann finde ich das ziemlich egoistisch von ihr.......ein kind hat ein recht auf seine kindheit......(aufgrund dieser und ähnlicher artikel, habe ich auch die mitgliedschaft in der rheuma-liga gekündigt......)

    im jahr 2003 war ich nur 2 wochen im kh...2004 waren es inkl. reha 12 wochen....2005 nur 6 wochen ....2006 bis jetzt auch nur 6 wochen....ich möchte mein kind nicht andauernd irgendwo abgeben müssen...zuwissen wie sehr es sich doch um mich sorgt und wiedermal rücksicht aufmich nehmen muß....
    von der angst es alleine nicht versorgen zukönnen,wenn ich mir manche tage nichtmal alleine den socken anziehen kann....immer auf andere angewiesen zu sein...nein,danke......

    klar kann jede mutter oder vater im laufe des lebens eines kindes krank werden...ich empfinde es für mich unverantwortlich ein kind in die welt setzten zu müssen, obwohl ich wissentl. krank bin...sollte ich 2jahre einen vollzeitshop ausüben können, keine medikamente mehr brauchen und das alle ohne weiter beschwerden, schmerzen usw...dann ist eine überlegung bezüglich eines kindes überhaupt realistisch....

    wer kann mir sagen, die medikamente die ich im laufe der jahre eingenommen habe, auch wirkl. meinem kind keine schädigung einbringen.......
    finde es bei mir schon erschreckend,was die medikamente angerichtet haben und im laufe meines lebens noch tun werden....nur nehme ich diese wissentlich ein und es ist meine entscheidung...mein kind hat dazu keine eigene entscheidungsmöglichkeit.....

    auch die vorstellung meinem kind auch nur einen hauch der krankheit zu vererben .....das mein kind auch mit den ärzten, behörden und streichungen im gesundheitswesen kämpfen müßte.......ich könnte nicht mehr in den spiegel schauen.....
    in meiner famile hat mein bruder morbus chron, meine mutter wohl eine sehr ruhige cp,die ohne medis erträglich ist, mein vater hat eindeutig seit einigen monaten einen rheumaschub nach dem nächsten, mein kleinster bruder:massive probleme mit dem imunsystem, ich habe die ersten nicht erkannten beschwerden seit ich 5 jahre alt bin ....also ist für mich, in meinem fall kann man wohl eindeutig von einer veerbung reden....

    ich gönne jedem seinen kinderwunsch und seine kinder...freue mich über jede kranke frau die gesunde kinder zur welt bringt und damit zurecht kommt,trotz krankheit.....hut ab.....solange ich im forum/chat dannach nicht das "gejammer" über die situation hören muß,wenn ihre krankheit schon vorher ausgebrochen war....

    ob ein kind ja oder nein,hängt auch sehr viel davon ab,wie stark der krankheitsausbruch ist und wie schwer die einschränkungen sind.....die änderen sich leider sehr selten zum positiven....

    so jetzt könnt ihr mich gerne virituell hauen...ich kann damit leben...:D und es ist nur meine persönliche meinung.

    wünsche allen zukünftigen mama eine schmerzfreie schwangerschaft und gesundhekinder.

    liebe grüße
    bine
     
    #15 11. Oktober 2006
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2006
  16. Antje Müller

    Antje Müller Neues Mitglied

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    Hallo Berlinchen,

    wrum sollte dich jemand "hauen"?
    Ich kann einiges von dem was du schreibst gut nachvollziehen. Jeder muss aus seiner Situation heraus entscheiden, ob ein Kind zubekommen und es zu versorgen mit möglichst wenig Hilfe von außen möglich ist und ob man es sich zutraut.
    ich finde silche Arikel wie du beschreibst, dass die Kinder ihrer Mutter helfen damit sie einigermaßen klar kommt auch eztwas verfehlt. Klar sollen Kinder in das Leben einbezogen werden, sollen im Haushald helfen ... aber doch bitte nicht, um ein Leben erst möglich zu machen.
    Und ich stimme dir auch zu, dass Kinder mehr mitbekommen als uns Erwachsenen lieb ist. Aber warum ist es so schlimm, dass sie es mitbekommen? ich glaube für Kinder ist es einfach damit umzugehen, wenn man sich sein Leid nicht verkneift und es versucht zu verheimlichen. Sie fühlen sich dann eher ausgegrenzt und wissen nicht ob sie vielleicht schuld sind an der Situation.
    Ich habe mich schon viel mit dem Thema bescheftigt und habe mir auf der Internetseite des Inselspitals Bern 2 Bücher zum Thema Rheuma und Schwangerschaft und Kinder bestellt. Dort stehen viele Dinge drin, die man meist schon weiß aber auch erfahrungsberichte von Eltern und Kindern und deren Ängste. Kann ich jedem empfehlen.

    Die Angst von vornherreich: Ich schaffe das nicht! kann ich auch gut verstehen; habe ich ja auch schon geschrieben; Die muss man aber irgendwie loswerden.

    Ich habe das Glüch gehabt duch Medis, Akupunktur andere Ernährung und auch eine Psychoterapie. Mein Rheuma in Remision zu bekommen, das hällt jetzt schon 2 Jahre mit einem kleineren Tief an.
    ich kann nur empfehlen, wenn man von den Medis nach und nach weg will, muss man etwas in dieser Art tun. Das muss nicht unbedingt klappen, aber kann!

    Ich muss dazu Sagen, bei mir war der Verlauf aum Anfang (vor ca. 10 Jahren) mittelmäßg schlimm. Hatte aber immer das Glück gut auf die Therapie anzusprechen und habe eigentlich keinerlei Einschränkungen, die mein leben so behindern, dass ich Hilfe brauche.

    Was die Medikamente während der Schwangerschaft angeht, hätte ich nicht bis auf max. 10mg Cortison alle medis absetzten können, würde ich auf ein leibliches Kind verzichten. Vielleicht eine Adoption in betracht ziehen.
    Die eigene Gesundheit und die Liebe zum Partner sind mir in diesem Fall wichtiger. Mann kann sich das Leben auch ohne eigene Kinder shcön gestalten und Kindervereine suchen immer Hilfe.

    Viel Glück
    Antje
     
  17. icila

    icila Neues Mitglied

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    Ich kann deine Einstellung auch nur zu gut verstehen und finde sie auch sehr gut berlinchen. Ich hoffe du und dein Partner können die Zeit mit den Kindern trotzdem genießen.
    Niemand sollte Kinder in die Welt setzten um Hilfe zu bekommen. Kinder sollen doch ihre Kindheit so gut es geht genießen können. Klar bekommen Kinder auch viel mehr mit als uns Erwachsenen bewusst ist, daher würde ich, wenn ich jetzt schwer krank wäre, mir auch keine Kinder mehr wünschen.

    Ich bin bisher die 1. Rheuma-Kranke in meiner Familie, hab es daher wohl nicht vererbt bekommen. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass ich die Krankheit an meine Kinder weitergebe (was ich natürlich nicht hoffe), aber für mich war und ist mein Leben bisher sehr lebenswert, auch mit Krankheit. Einschränkungen in meinem Leben hatte ich, zum Glück, durch die Krankheit bisher nur während der wenigen Schüben und dass ich nach 4 Monaten abstillen musste.