Hey Kirsten!
Ich war zwar nur 1x eine Nacht stationär in Sendenhorst aber ich habe mir gedacht, ich antworte dir trotzdem mal :vb_cool:
Also, damals.. naja, vor knapp 2 Jahren... war ich 14 Jahre alt, nahm seit 2 Jahren meine Basistherapie und mir gings soweit gut, also war ich nur 1 Nacht da um mal zu gucken, ob mit den Organen noch alles in Ordnung ist, vom normalen Stationsablauf hab ich aber ja trotzdem was mitbekommen..
Ich war auch nicht auf der Polarstation, sondern auf der C1, mit anderen Jugendlichen zwischen 15 und 18, aber der Ablauf ist, soweit ich gehört habe ähnlich, auf der Polarstation sind halt noch viele kleinere...
Als ich bei meinem kurzen Aufenthalt ca. um 9.30 Uhr auf der Station ankam, waren zwar die Schwestern dort und brachten mich auf mein Zimmer, andere Patienten traf ich aber nicht an, denn ab ungefähr 9.00 Uhr hat man, solange man die SEk1 besucht Unterricht in der Krankenhausschule, ich glaube je nach sonstigen Terminen ungefähr 2 Stunden in den Kernfächern. Dafür solltest du evtl. ein paar Schulsachen mitbringen, die musste meine Zimmernachbarin nämlich noch nachgebracht bekommen
Dann wurde eine Aufnahmeuntersuchung gemacht, in der ich sowohl durchbewegt wurde als auch Ultraschall gemacht wurde und halt ansonsten über Nebenwirkungen der Therapie und ähnliches gesprochen wurde.
Abends wurde der "Stationssprecher", bei uns der erfahrenste Patient, - ich weiß nciht obs den auf der Polarstation auch gibt, da sind sie ja noch kleiner- mit einer Liste durch die Zimmer gegangen, und man konnte sich einen "Termin" beim Stationsarzt Dr.Hardt machen.
Weiter musste ich dann nach einer Pause zum Lugenfunktionstest, zur Blutentnahme und zum EKG, ich denke das gehört auch zur Basis-Aufnahmeuntersuchung. Desweiteren muss JEDER Patient am Tag nach der Aufnahme 24h seinen Urin sammeln, um nach den Nieren zu gucken.
Falls notwendig gibt es dort auch eine Röntgenabteilung, mit der ich aber bis jetzt noch keine Erfahrung gemacht habe.
Im Verlaufe des Tages hatten alle bis ca. 16.00 - 17.00 Uhr Therapie-Termine wie Ergotherapie, Physiotherapie, "Schwimmen", Kältekammer Elektrotherapie. Ausserdem hatten die anderen soweit ich mitbekommen habe auch mal einen Termin bei "Arnold", dem Psychologen, den sie scheinbar alle mochten.
Morgends wurde man so zwischen 7.00 und 8.00 Uhr geweckt von den Schwestern, es wurde Fieber gemessen und wenn nötig halfen sie auch beim fertig machen.
Anschließend wurde das Frühstück gemeinsam im Aufenthaltsraum eingenommen, das man sich am Tag der Aufnahme mit der Schwester zusammen gestellt hatte.
Auch Mittags traf man sich gegen 12.00Uhr in diesem Aufenthaltsraum um gemeinsam zu Mittag zu essen. Jetzt weiß ich allerdings nicht, inwiefern das auf der Polarstation genauso ist, denn auf der C1 waren wir nur 12 Jugendliche.
Gleiches lief am Abend ab.
In dem Aufenthaltsraum gab es ausserdem noch einen Billiard Tisch und es stand immer Trinken bereit, das man mit aufs Zimmer nehmen konnte.
Nach den Therapien, also ab 17.00 Uhr hatte man freie Zeit und konnte sich auch mal die Füße im "Städtchen" vertreten, das allerdings nur aus 1 Eisdiele, Schlecker und Family besteht

:vb_mad:
Ausserdem fand am Abend, ich weiß nicht ob jeden Montag, oder jeden Abend, ein "Willkommenstreffen" für alle neu aufgenommenen statt, bei dem ein Film gezeigt wurde, ich glaub über das Krankenhaus, man einen Eimer für Eiswürfel bekam, der 3x am Tag aufgefüllt wurde und seinen Therapiekalender, in dem die Termine für die Woche standen. Aber auch da weiß ich nciht, ob es auf der Polarstation genauso abläuft...
Im weitern Verlauf des Abends hatte ich eine Menge Spaß mit den noch etwas fremden Mitpatienten, erfuhr, das sie, die ja schon 16-18 waren, jeden 2. Abend Pizza bestellten und immer viel Spaß zusammen hatten am Abend, gemeinsam in 1 Zimmer fernsahen und so...
Sooo, eigentlich wollte ihc garnicht so einen langen Roman schreiben

aber ich hoffe du kämpfst dich trotzdem durch
Ich denke sie werden dir weiterhelfen in Sendenhorst und wünsche dir einen schönen Aufenthalt
Liebe Grüße,
Torte
