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Kieferknochenaufbau bei RA?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Holger22, 23. August 2007.

  1. Holger22

    Holger22 Registrierter Benutzer

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    Hallo liebe Mit-Rheumis,

    beim letzten Zahnarztbesuch wurde festgestellt dass sich mein Kieferknochen zurückgezogen hat und ein Zahn droht auf länger Sicht hin auszufallen. Da dies ein wichtiger Pfeilerzahn ist stellt sich nun die Frage ob man mit einem Kiefernknochenaufbau den Zahn wieder befestigen kann. Technisch ist das möglich aber es stellt sich die Frage ob das bei RA-Patienten sinnvoll ist. Durch die Krankheit und auch durch die Basistherapie mit MTX könnte das Anwachsen und Durchknöchern das Kieferknochenersatzmaterials be- oder sogar verhindert werden. Da dieser Eingriff sehr teuer ist möchte ich ihn nicht machen lassen wenn klar ist, dass er sehr höchstwahrscheinlich keinen Erfolg haben wird.

    Daher würde mich interessieren ob vielleicht jemand von Euch Erfahrungen mit einem solchen Eingriff gemacht oder jemanden kennt, bei dem ein solcher Eingriff vorgenommen wurde? Ich wäre sehr interessiert an Euren Erfahrungen zu diesem Thema.

    Herzlichen Dank für Eure Hilfe.

    Liebe Grüße
    Holger
     
  2. Chipsy

    Chipsy Neues Mitglied

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    Hallo Holger,
    ich kann dir zwar nicht sagen, wie die hoch Chancen für einen Kieferknochenaufbau bei dir sind aber ich weiß, wie tiefgreifend Mtx etc. negativ in den Heilungsprozess eingreift. Ich habe es unter Mtx erlebt und erlebe es derzeit unter Arava. Die durch diese Medis verursachten Wundheilungsstörungen können sehr massiv sein und wenn's bei dir schief geht, wird dir immer deine Krankheit und Mtx als Grund angegeben. Da bin ich mir sicher, so ist meine Erfahrung.
    Schade, dass ich dir nichts Positiveres berichten konnte.
    Gruß
    Chipsy:)
     
  3. lupinchen

    lupinchen Neues Mitglied

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    Knochenaufbau

    Hallo Holger,

    ich hatte 2001 eine schwere Kieferentzündung mit anschl. Knochenabbau und Lockerung von mehreren Zähnen (ich glaube 3).
    Meine damalige Medikation war 25 mg MTX, 200 mg Imurek, 20 mg Arava plus 30 mg Prednisolon. Also die volle Dröhnung.
    Trotzdem mußte ja etwas geschehen, denn mit knapp 30 wollte ich nicht mit einem Teilgebiß rum laufen.
    Mein Zahnarzt hat auch nicht lange gefackelt.
    Ich bekam eine sog. künstl. Knochenersatzmasse an die entsprechenden Stellen gespritzt. Das Material kam aus der Orthopädie und wird eigentlich als Kleber für Nagelungen benutzt ?!
    Ich erhielt 4 Wochen Antibiotika und mußte die ersten 6 Monate alle 4 Wochen zur Kontrolle und alle 2 Monate zur Rö-Kontrolle.
    Außerdem erhielt ich eine Aufbißschiene (trage sie noch heute), die nächtliche Fehlbelastungen (knirschen) vermeiden soll und gleichzetig durch eine gewisse Druckbelastung den Kiefer zum Wachstum anregt.
    Ich kann heute wieder kraftvoll zubeißen und gekostet hat mich das ganze damals auch nicht.

    Alles Gute.
    Lupinchen
     
  4. Holger22

    Holger22 Registrierter Benutzer

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    Hallo Chipsy und Lupinchen,

    vielen Dank für Eure Antworten. :)

    Chipsy, mir hilft auch ein Negativbericht. Ich möchte mir ein Bild machen und bin daher für jede Information dankbar.

    Lupinchen, wie schön dass es bei Dir so gut geklappt hat mit dem Kiefernknochenersatz. Das mit der künstlichen Knochenmasse klingt ja fast wie das, was man mir angeboten hat. Emdogain heisst das.

    Du hast Deine Behandlung über die Kasse abgerechnet bekommen? Ich hab mich kundig gemacht und - jedenfalls scheint das heute so zu sein - diese Behandlung ist eine reine Privatleistung. Es kommen schätzungsweise so um die 800 Euro auf mich, evtl. auch mehr. Das ist natürlich ein Batzen Geld. Daher informier ich mich auch so genau.

    Liebe Grüße
    Holger