Kerngesund oder: Ich bilde mir das alles nur ein!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Yogibaer, 19. Juni 2012.

  1. Yogibaer

    Yogibaer Registrierter Benutzer

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    Hallo, nachdem sich ja nun die Emotionen auf allen Seiten wieder beruhigt haben:rolleyes:"zur Sache". Ich bin als positiver Mensch immer negativ: Rhesusfaktor negativ, Hashimoto sero-negativ, Rheuma (oder was auch immer) negativ:confused:

    Ich bin gkv, war jetzt, nachdem meine HÄ festgestellt hat, dass ich Trägerin der HLA B27-Gens bin, beim internistischen Rheumatologen
    Der hatte Probleme mit seinem Diktiergerät, bei dem irgendwas hakte und das interessierte ihn eindeutig mehr, als meine Krankengeschichte. Ich hatte im Internet in seinen Bewertungen schon gelesen, dass sein Diagnose nach 2 Sätzen feststeht und er danach überhaupt nicht mehr zuhört! So war es denn auch! Ich habe gesagt: Ich habe seit Jahren wechselnde Gelenkschmerzen, vor allen in der unteren Körperhälfte, im Ilio-Sacrale mal rechts, mal links, in den Knien und momentan heftige Schmerzen in den Archillessehen. Ich habe ihm dann MRT und Befunde hingelegt, in denen hat er geblättert und bemängelt, dass er die MRT - Bilder ohne Befunde nicht interpretieren könne, ich solle die mal besorgen. Eine Klinik hat er selbst angerufen und den Befund erhalten. Ausser Mmmh, hat er dazu aber nicht gesagt. Er diktierte bereits an seinem Befund an die HÄ, da sollte ich mich auf die Liege legen. Da bekam ich ich einen meiner gefürchteten Krämpfe in der Bauchmuskulatur, die so weh tun, dass man nur noch heulen kann. Sie sind deutlich sichtbar und tastbar! Ich habe ihm das mitgeteilt, er hat nicht reagiert. Nach etwa 5 Minuten stand er auf, während ich schmerzgekrümmt auf der Liege saß und sagte: Woher wissen Sie denn, dass das ein Krampf ist? Lassen sie mal sehen! Tastete auf meinen Bauch, sagte: Abwehrspannung, schaute auf meine Knie, diktierte: Gelenkschädigungen und Archillodynien mit deutlichem Druckschmerz, aber ohne Flüssigkeits irgendwas!
    Mittlerweile war der Krampf abgeklungen, ich sagte ihm das, er tastete noch mal, sagte: Keine Abwehrspannung und so steht es denn auch in seinem Bericht:(
    Das war`s! Ich bin vor Schmerzen wirklich nicht mehr dazu gekommen, irgendwas zu sagen, er hätte auch nicht zugehört!
    Dann wurde ein großes Blutbild angefertigt, das war ja wunderbar in Ordnung, bis auf Gamma-GT, das war leicht erhöht und gerade eben habe ich erfahren, dass das Ergebnis des Yersinien-Westernblot "grenzwertig" sei:confused::confused::confused:

    Die Yersinienwerte waren schon vor 3 Jahren mal sehr erhöht, das wurde aber nie weiterverfolgt und jetzt ist der Westernblot "grenzwertig". Keine Ahnung, was das nun heißen soll.
    Ich muss nicht mehr kommen, der Befund stand ja schon vor diesem Ergebnis fest, eine Diagnose hat er nicht gestellt, ich soll mit "nicht steroidalen Medikamenten therapiert werden. Punkt! Nun schlucke ich seit ca 3 Monaten Ibo, das hilft auch, aber sobald ich eine auslasse, sind die Schmerzen unverändert wieder da!
    So, jetzt seid Ihr dran:D Was kann ich tun, was soll ich machen? Meine HÄ hält es für unnötig, mich in eine Rheumaklinik zu schicken und nach diesem wischiwaschi-Befund wird sie ihre Meinung sicherlich nicht ändern.
    LG
    Bellaivstas
     
  2. bise

    bise Registrierter Benutzer

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    hallo Bellavista, mich wundert deine "geschichte" nicht.
    ich habe ähnl. erfahrungen gemacht (nicht wg rheuma sondern wg. eines gutartigen tumors, der erst nach jahren diagnostiziert wurde).

    denk mal von der anderen seite her, hey, du hast psychologie studiert. die psychologen haben doch sonst so "feine" tricks drauf, mit denen ein normalo nicht rechnet.

    du bist gkv patientin. du weisst wie wenig ein intern. doc für dich von der kasse erhält? der doc hat das wartezimmer voll, evt. noch privat patienten, die warten. was willst du erwarten?
    du kommst und knallst ihm zahlreiche untersuchungen hin, klasse- er, der keine mrt-bilder oder auch rö-bilder nicht richtig bewerten kann, wird jetzt konfrontiert mit diesem ....
    . ein blick auf die bilder zeigt ihm, dass das alles wohl nicht im letzten vierteljahr war. das "begeistert" ihn noch mehr. du sagst ihm, dass du schon seit jahren probleme hast. er schlussfolgert sofort richtig, die dame sucht heute nicht zum erstenmal nen arzt auf, da haben schon etliche sich drüber den kopf zerbrochen. sie haben nix gefunden (sonst wäre sie ja nicht hier gelandet) und nun soll ich ran? diese blitzschnelle erkenntnis lässt ihn kurz nachdenken, warum eigentlich er, er reiht sich ein in die reihe der vorgänger; da ist er auf der "sicheren" seite; er schliesst sich diesen an.
    ein blick auf den beruf: psychologin? also studiert habend, wie klassifizierte man in den vergangenen jahren an der uni? wer psychologie studiert....., das hat auch er als medizin student mitgekriegt.
    er fragt sich, wer sind meine vorgänger? kenne ich die eventuell? sie kommt aus....? die bilder sind aus...? die rheumatologen sind so spärlich gesät, die kennen sich alle untereinander........ das schiesst ihm durch den kopf.
    sollte ich was finden, wer weiss, was die dame dann macht?
    ärger hat der doc eh schon genug, allein sein budget...

    er handelt lege artis: gr. blutbild, ergebnis nix auffälliges,
    also alles in butter. das hat er aus seiner sicht erfolgreich gemanagt.
    folge: der doc schreibt den brief, der dir nicht weiterhilft, deine hausdoc verzweifeln lässt und du dich zu recht fragen lässt , warum bin ich nur dorthin gefahren?
    du bist völlig zurecht sauer, stinkwütend und fühlst dich im stich gelassen.

    so geht es vielen.
    du willst was ändern? dann kappe diesen teufelskreis!!!!!
    und rede nicht drüber!!!!

    ich kann mir denken, dass jetzt mal wieder viele user wegen diese beitrags auf die barrikaden gehen werden. ist klar. wer so ein procedere noch nie erlebt hat, sollte zunächst erstmal froh und dankbar sein, dass ihm dieses erspart geblieben ist!!! bei manchen wird sofort die richtige diagnose gefällt, manch warten jahrelang schmerzgeplagt drauf.
    nur rein vorsorglich, ich habe hier nix geschrieben, wie das verfahren umgekrempelt werden könnte. nööööö, ich bin immer nur für ehrlichkeit und korrektes verhalten!!!
    also interpretiert das bloss nicht anders!!!!!

    und die sprüche von unser oma gebe ich hier nicht preis!

    lg
     
  3. Yogibaer

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    Hey Bise, das war das highlight meines Tages:top::top:Echt große Klasse, vielen Dank dafür!

    Vielleicht ist es tatsächlich so gelaufen, vielleicht auch nicht, ich weiß es nicht, ich war viel zu sehr mit mir und meinen Schmerzen beschäftigt, um darauf zu achten, was der Herr Dr. gerade erlebt.

    Als ich vor einigen Wochen bei einer neuen Ärztin in meiner alten Praxis war und auch ziemlich gefrustet gesagt habe: Ich bin es einfach leid, immer nur Schmerzen, keiner tut was, nichts als Tabletten, die nicht helfen....guckte sie mich an und sagte: Upps, und ich soll das jetzt sofort alles in Ordnung bringen?!:eek: Ja, habe ich gesagt, und dass bitte in den nächsten 5 Minuten. Wir mussten dann beide lachen und hatten ein sehr entspanntes Gespräch und haben beschlossen, jetzt gemeinsam Schritt für Schritt dem Übel auf den Grund zu gehen. Aber, sie ist ja keine Fachärztin, sie ist darauf angewiesen, von den Kollegen Antworten zu bekommen....aber so, wie sich dieser Kollege "bemüht" hat, wird sie die nicht bekommen.
    Ich dachte, ich werde ihr einfach meine "Vermutung" mitteilen, nämlich dass es eine Yersinen-Arthritis ist, weil alle Symptome dazu passen und dann schauen wir mal weiter....
    LG
    Bellavistas
     
  4. bise

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    @ Bellavista,
    die doc hat humor, doch sei vorsichtig, manche docs tolerieren es überhaupt nicht, sobald die patienten mit verdacht auf ... anrücken. das können sie nicht vertragen und solch ein patientenverhalten als angriff auf ihre sachkompetenz empfinden. das beste wäre, sie würde selber drauf kommen. les dich ein und leg es ihr in den mund. dann bist du auf der sichereren seite.

    du willst sachhilfe, du kannst sie in dieser verfahrenen situation nur dann erhalten, wenn alle dir helfen wollen und bereit sind, sich mühe zu geben, sprich das (über)denkenwollen bei ihnen anspringt. das eigene gehirnschmalz ist das kostbarste gut, das immer nur sehr sparsam und zurückhaltend verteilt wird.

    man hofft immer, dass sich die docs und das andere mediz. personal nach einem richten würden, die annahme ist falsch.
    als patient muss man sich auf den doc einlassen/einstellen, sonst läuft gar nix. du hast das plus, dass du gelernt hast, wie man andere leute "eintüten" muss; also nutze diesen vorteil aus.

    leider geht der patient wider besseres wissen häufig mit dem kopf durch die betonwand oder wie unser oma sagt, da hat der verstand wohl mal wieder ausgesetzt.

    hoffentlich hast du mich verstanden, was ich dir vermitteln wollte. ich wollte und will dich nicht angreifen, will nur dir weiterhelfen. denn so wie jetzt bei dir, sollte es eigentlich nicht laufen.
    lg
     
  5. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Noch ein bisschen mehr Küchenpsychologie auf Lager?
    Entschuldigung, aber ich kann nur noch den Kopf schütteln, was hier abgelassen wird.
    Glaubt ihr wirklich, dass eure Ärzte ein bisschen doof sind und sich kein eigenes (manchmal abweichendes!) Urteil bilden können?


    Aber Bellavistas hat ja "richtige" Psychologie gelernt, da braucht sie sicher keine Nachhilfe....und ihre Diagnose steht ja auch quasi schon fest - sie hat ja mal angefangen, Medizin zu studieren :vb_cool:


    Ich steige aus dieser "Hilfs"aktion aus, das ist mir zu hoch.
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    bise, hör doch bitte mit deinen verallgemeinerungen auf!
    es mag ja sein, dass das bei dir und einigen anderen so ist, aber beileibe nicht bei allen!
    meine ärzte bevorzugen klare, offene, ehrliche ansichten und akzeptieren
    auch ein nein meinerseits.

    "eintüten"? von dem arzt den ich brauche? dem ich vertrauen soll und muss?
    wie redest du denn? aber interessant wie du vorgehst.........

    marie
     
  7. bise

    bise Registrierter Benutzer

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    @ Frau Meier,
    da hast du völlig recht, Bellavista braucht keine nachhilfe.

    doch nun mal ehrlich.
    was passiert, wenn patient zum doc kommt, sagt, dass er - = patient, glaubt, an xy zu leiden und ihm evt. noch was schriftl. vorlegt, aus dem sich das ergeben könnte.
    kennen sich doc und patient lange genug, geht das sicherlich gut. doch beim ersten oder zweiten mal? wenn es sich um kollegen oder mediz. personal handelt, ist natürlich alles okay.
    doch bei einem mediz. laien?
    je nach befindlichkeit fallen die erwiderungen aus, es macht sich niemals gut.
    sagt man, man habe unerklärliche schmerzen schon viele jahre, lautet fast immer die antwort, das wird nicht so schlimm sein, sie leben ja noch. das liegt doch nahe.

    selbt bei der anmeldung zu einem fachdoc wird i.d.r. gefragt, wie lange man die beschwerden schon habe,
    hat man sie bereits lange, kann man damit rechnen, noch einige wochen länger zu warten, ist dann kein fall i.s. des notfalles.

    geht man als privat patient ist natürlich vieles anders.

    die docs haben die wartezimmer rappelvoll, sie stehen von früh morgens bis teilweise spätabends in der praxis, das schlaucht. viele berufstätige haben einen anstrengenden 8 st job und sind danach platt, die docs arbeiten teilweise viel, viel länger 10, 12 stunden und mehr. die müssen doch total
    gestresst sein.
    das muss einem doch klar sein und muss man bedenken.
    was erwarten wir denn bei 25€/ 35 € im quartal?
    ein doc, der 800, 900 oder 1000 patienten betreut, der ist beschäftigt. da gibt es krankenakten, die füllen ordner; das alles muss durchgelesen werden, da ist querlesen angesagt.
    der patient kommt in die sprechstunde und sofort muss doc alles auf dem schirm haben - bei jedem.
    ich frage mich, wie ist das zu schaffen?
    also, was wollt ihr?

    die docs hinterfragen in den wenigsten fällen die meinung/das urteil des kollegen. warum sollten sie? der andere ist schliesslich auch fach doc, hat einen bericht verfasst. warum den in zweifel ziehen?
    darin liegt doch das problem!

    das ist keine küchenpsychologie oder wie ihr das nennt! das ist fakt! ich habe das letzte jahr über mich geschrieben: unfall gehabt, schmerzen, vom notarzt ins kh eingewiesen, verdacht auf.... dem verdacht wurde dort sofort nachgegangen, lag gott sei dank nicht vor.
    ich hatte schmerzen, konnte kaum laufen, stehen, sitzen. ich konnte den schmerzpunkt genau lokalisieren.
    nach 6 wochen wurde ich geröntgt. das rö- bild war o.b.
    viele fachdocs haben mich dann untersucht und das rö-bild begutachtet. niemand konnte mir auskunft geben. war doch alles bestens. ich habe mir viel "schönes" anhören müssen.
    dann hörte jem ganz genau zu, wiederum zeigte ich auf den schmerzpunkt, er verglich das rö-bild. sofort wurde auf voller ebene nochmals geröngt. das ergebnis: der schmerzpunkt war auf den 1. röntgenaufnahmen überhaupt nicht drauf gewesen. nun war es für die an sich notwendig gewesene op zu spät. "da kann man nix mehr machen", den "spass" werde ich bis zum lebensende haben.
    klar, habe ich die frage gestellt, warum ist ausgerechnet das schmerzareal nicht geröngt worden? schulterzucken, "so etwas passiert", und das war es für mich.
    jede/r hat sich auf den anderen kollegen verlassen. keine/r sah sich veranlasst, mal das ergebnis zu hinterfragen....

    ich bin sicher, es gibt viele user und leser, die haben ähnliches erlebt. das sollte man bedenken. ich bin weit davon entfernt, einen doc zu kritisieren. ihr habt alle recht, die docs arbeiten verantwortungsbewusst. niemand will einem patienten bewusst schaden oder schädigen. doch leider geschehen ab und zu mal fehler (wie überall im berufsleben) und das sollte man ins kalkül ziehen.

    nix für ungut,
    lg
     
  8. Yogibaer

    Yogibaer Registrierter Benutzer

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    bise - lass es einfach, es lohnt die Arbeit des langen Schreibens nicht. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf und wenn die "Halbgötter in Weiß" immer noch auf einem ziemlich hohen Podest stehen, so verdanken sie das letztendlich ihren ach so geduldigen Patienten!
    LG
    Bellavistas
     
  9. hexy1975

    hexy1975 Registrierter Benutzer

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    Hallo anurju

    Ich habe da mal eine Frage zu dem Rheumascan.

    Zeigt der das gleiche wie beim Radiologen?
    Dort kam bei meiner Untersuchung nähmlich nichts raus.

    Lieben Gruß Marina
     
  10. Heidekr

    Heidekr Registrierter Benutzer

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    Hallo Bellavistas,

    die "saubere" Blasenentzündung von der Du schreibst, hatte ich auch einige Male. Schleimhaut blasig aufgeworfen, aber keine Keime. Im Urin schwimmen dann kleine Hautfetzen. Der Urologe, der die Blasenspiegelung vornahm, empfahl rheumatische Abklärung.

    Ansonsten entdecke ich noch andere Parallelen. "Herr Doktor, ich fühl mich so schlecht, kann kaum noch laufen". Ach nehmen Sie mal ein paar Vitamine". 5 Tage später Notaufnahme wegen Herzentzündung und Wasser in der Lunge. "Herr Doktor ich hab wahnsinnige Schmerzen in der Hüfte". Schön warmhalten." 6 Wochen später ließ sich das Bein nicht mehr drehen.

    Manchmal denke ich auch es liegt an mir. Schaffe es einfach nicht rüberzubringen wie schlecht es mir wirklich geht. Geniere mich dann und hab fast ein schlechtes Gewissen. Momentan grübele ich, ob ich mit meinen neuesten Beschwerden mir die Mühe mache überhaupt hinzugehen. Habe direkt neben der linken Schläfe bis Haaransatz starke Schmerzen beim Augen zumachen und so.
    Außerdem in der Sehne, die an der Innenseite vom Knie ansetzt. Sicher würde es heißen, "Sie haben immer so sonderbare Krankheiten."

    Dir Bellavistas wünsche ich Erfolg bei Deiner Diagnostik.

    Liebe Grüße

    Petra
     
  11. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Hexy,

    du meinst vermutlich ein Szintigramm oder ein MRT?
    Soviel ich weiß (bin kein Arzt) sind die Ergebnisse oft ähnlich, der Rheumascan erfasst aber schon Entzündungsgrade, die wohl nicht unbedingt im MRt oder im Szintigramm zu sehen sind - allerdings wohl schon in einem MRT mit Kontrastmittel.
    Ich denke, massive Entzündungen sieht man in allen diagnostischen Erfahrungen - aber Mikroentzündungen wohl eben besonders gut im Rheumascan.
    Und bei manchen Rheumaformen liegen die Entzündungen ja nicht typischerweise in Gelenken vor (es gibt also auch keine Ergüsse), sondern z.B. in Knochenhäuten - so hat mir das mein Rheumatologe erklärt.
    Auf der Homepage der Firma kann man sich dazu auch Beispiele ansehen...

    Allerdings ist der Rheumascan wohl keine Kassenleistung und vermutlich mit ca. 250 Euro zu bezahlen.
    Sollte man sich also schon überlegen, wenn andere diagnostische Verfahren schon erfolglos gemacht werden.
    Ich drücke dir und Bellavistas die Daumen für eine baldige Diagnose.

    Sorry Leute, wenn ich mich an dem Arztthema (s.o.) nicht ausführlich beteilige - ich finde, das führt zu nichts und dazu bin ich aktuell zu strapaziert... Ändern können wir es nicht, nur einfach gute Ärzte hier empfehlen bzw. so lange nach Hilfe suchen bis wir sie bekommen (so schwer das auch fällt).
    Als Privatpatientin habe ich auch monatelang auf den Termin beim Rheumatologen gewartet - trotz Dringlichkeitsanfrage meines Hausarztes. Dauert bei Kassenpatienten schlimmerweise wohl noch länger - aber soooo rosig ist das für Privatpatienten auch nicht.
    Eine gute Mischung aus Vertrauen und "nachfragender" Haltung ist wohl für jedes Verhältnis zu einem Arzt wichtig.
    Ich habe sowohl supergute als auch schlechte Erfahrungen gemacht - umso mehr freue ich mich über jeden Arzt, der sich trotz seiner eigenen Bedrängnisse (Termindichte...) Zeit für eine gute Diagnostik und für Erklärungen nimmt.

    Also: toi toi toi für baldige Hilfe und liebe Grüße von
    anurju
     
    #31 22. Juni 2012
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2012
  12. hexy1975

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    Hallo anurju

    Ich danke Dir für die sehr schnelle Antwort.

    Da ich Kontrastmittel gespritzt bekommen habe und Metal im Rücken habe muß es dann wohl ein Szintigramm gewesen sein.:rolleyes:
    Habe mir die Seite schon angeschaut, aber das ist wirklich eine Menge Geld:eek:
    Dafür das Du keine Ärztin bist, weiß Du aber sehr gut Bescheid und kannst alles sehr gut erklären.
    Lieben Dank noch mal.

    Ich Stimme Dir auch zu, zum Thema Ärzte!!!

    Allen ein schönes Wochenende
     
  13. bise

    bise Registrierter Benutzer

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    " wie redest du denn? aber interessant wie du vorgehst.........

    marie[/QUOTE]"

    oh Marie, nur zu deiner info,
    ich werde künftig noch mehr ins grübeln kommen (müssen):

    gestern ging es über TV und heute durch die print medien:
    thema: entscheidung des grossen senats für strafsachen des BGH (Az GSSt 2/11)
    über "Verordnungsmanagement" - Prämiensystem.
    ein "korruptives Verhalten", das nach geltendem recht nicht strafbar sei.

    glaubst du wirklich, dass das vertrauen davon unberührt bleibt, wo jedermann erfahren konnte, dass es ganz legal finanz. nachhilfe von pharmafirmen gibt?

    ein schelm, der böses sich jetzt denkt.

    lg
     
  14. Marie2

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    oh bise, glaubst du ernsthaft, dass du mir irgendwas neues erzählst ;)

    ich geniesse derweil kaffee und kuchen und freu mich des lebens, solltest du auch tun.

    einen wunderschönen samstag, marie
     
  15. bise

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    @ Marie,
    dieses verhalten war dir bekannt?
    gestern habe ich davon zum ersten mal gehört.

    in der sonne war ich schon, gut eingecremt:
    geniesse den kuchen - für mich leider tabu, zu viel klebereiweiss. doch kaffee habe ich intus, leckeren eiskaffee,
    hoffentlich kann ich heute nacht noch schlafen.

    schönen sonntag,
    lg
     
  16. Yogibaer

    Yogibaer Registrierter Benutzer

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    So, mein wirklich hoffnungsvoll erwarteter Termin bei meiner HÄ war gestern! Leider waren die Werte vom Rheumatologen nicht zu finden...der hatte leider vergessen, sie zu faxen. Ich meine, macht ja nichts, er hat ja schon vergessen, mich zu untersuchen, und eine Diagnose hat er letztendlich auch vergessen:(
    Da saß ich nun und weder sie noch ich wussten, was wir machen sollten. Ich habe ihr zwar gesagt, dass ich die Werte gesehen hätte und alles im Normbereich läge, aber das reichte natürlich nicht, sie wollte das selber sehen. Sie hat mir dann erst mal gegen die unverändert heftigen Schmerzen Arcoxia 60 verschrieben. Kennt das zufällig jemand?? Die Nebenwirkungen allein könnten einen ja schon umbringen, allein vom Lesen:eek:
    Nun habe ich gerade noch mal angerufen, Werte sind da und sie ruft mich nach Ende der Sprechstunde an...danach ist sie für 4 Wochen in Urlaub!! Ich werde echt noch verrückt, das darf doch alles nicht wahr sein!
    Auf meinen Hashi angesprochen und die Frage, ob man da vielleicht mal mit T3 was machen könnte, sagt sie: Keine Ahnung, damit kenne ich mich überhaupt nicht aus, muss ich mal meinen Mann fragen, der ist NUK!
    Fand ich gut, eine Allgemeinärztin kann und muss nicht alles wissen, aber sie darf dann auch nicht so tun, als ob.
    Was ich möchte ist, in einer Rheumaambulanz endlich mal vernünftig und gründlich untersucht werden, aber dazu brauche ich eine Einweisung und die kriege ich nicht, aus welchen Gründen auch immer! Wie fängt man das denn nur an???
    LG
    Bellavistas
     
  17. ks03

    ks03 Registrierter Benutzer

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    hallo bellavistas,

    ich kann dir nur was zu arcoxia sagen.

    ich habe letztes jahr öfter arcoxia 90 genommen. nebenwirkungen waren nur müdigkeit und einige zeit nach der einnahme hat alles etwas bitter geschmeckt, daß war aber schnell vorbei. gegen die gelenkschmerzen hat es gut geholfen. allerdings habe ich arcoxia nie länger als 4 tage am stück genommen.

    ansonsten hat jedes medikament nebenwirkungen, wenn es danach geht, darf man gar nichts nehmen.

    alles gute

    ks
     
  18. Katy

    Katy Registrierter Benutzer

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    Hallo Bellavistas,
    ich habe Arcoxia 90 fast 2 Jahre ununterbrochen genommen und bin dann wegen der
    vermeintlich davon kommenden Müdigkeit auf Meloxicam umgestiegen. Hatte nie irgendwelche
    Probleme sonst gehabt und gegen die Schmerzen hat es einigermaßen geholfen. Müde bin ich jetzt
    nach wie vor. Warum kann dir eigentlich die HÄ keine Überweisung schreiben? Versuch es doch
    noch einmal mit der Begründung, daß der RA jetzt in Urlaub sei und du jetzt! Hilfe brauchst und nicht
    erst wieder in 4 Wochen.
    Ich wünsche dir alles Gute und daß du bald Hilfe bekommst.

    Katy
     
  19. Yogibaer

    Yogibaer Registrierter Benutzer

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    Hallo, leider ist die HÄ im Urlaub und nicht der RA und obendrein sagt sie selber, dass sie leider da nicht so die Ahnung hat, ich soll zu ihrer Vertretung gehen:mad:
    Ich finde es einfach völlig unverständlich, das der Rheumadoc. kommentarlos Befunde weiterschickt, ohne eine Interpretation oder gar Diagnose. Das ist doch nicht Sinn und Zweck einer Überweisung zu einem Spezialisten, oder?
    LG
    Bellavistas
     
  20. bise

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    Bellavistas,
    habe nochmals deine beiden beiträge durchgelesen.
    ich kann sehr gut nachfühlen, wie du dich jetzt fühlen musst. natürlich ist das kein zustand, kaum noch zu ertragen. irgendwann spitzt sich alles zu, ausserdem wird man auch von der lieben umwelt "sanft" unter druck gesetzt.

    nach meinen vielen erfahrungen würde ich dir vorschlagen:
    mach mal bei dir kassensturz, hast du etwas geld übrig - urlaub, klamotten könnten evt. mal zurückstehen.
    melde dich in wiesbaden in der diagnose klinik an, alle befunde mitnehmen und lasse dort mal einen erfahrenen internisten darüber nachdenken.
    immer mehr internisten haben ein schwerpunktgebiet, darin sind sie fit, das will ich nicht bestreiten; hat patient zufällig ein leiden aus diesem fachgebiet, kann ihm sofort geholfen werden; doch sobald es nicht den eigenen schwerpunkt betrifft, kann durchaus gr. ratlosigkeit herrschen.
    die älteren internisten decken meistens ein grösseres gebiet ab, sie können je nach verdacht dann an kollegen X oder Y verweisen.
    vielleicht hast du überlappende symptome von mehreren spezialgebieten?
    wenn du in eine uniklinik - inneres - vorstellig wirst, musst du die verschiedenen abteilungen durchlaufen, das könntest du dir eventuell in wiesbaden ersparen.

    die rheuma docs haben wie die anderen internisten mit schwerpunkt gebiet ihre eigenen erfahrungen, wann was vorliegen könnte; sie führen ihre eigene statistik. die erfahrung gibt ihnen sicherlich in 95 % aller fälle auch recht, doch wehe ein patient fällt raus aus ihrem raster.
    hat er dann noch eine eigene meinung, hat er wahrscheinlich keinen besseren ausgangspunkt.
    vielleicht hast du glück und findest einen internisten, der in vielen bereichen viel erfahrung gesammelt, der endlich mal licht ins dunkel bringt.
    ich bin mal in gedanken die rheumatologen durchgegangen, mit denen ich im laufe der vielen jahre zu tun hatte. alle sind hilfsbereit und fähig, doch alle fühlen sich nicht zuständig, sobald über beschwerden, die auf den ersten blick nicht zum rheuma passen, geklagt wird. dann wird sofort abgeblockt und an einen kollegen verwiesen. dann wird dieses hamsterrad in gang gesetzt, das im laufe der zeit zu einem riesenrad mutiert, aus dem man nicht mehr aussteigen kann. diesen kreislauf musst du unterbrechen!

    im anfang meiner erkrankung gab es in den rheumakliniken noch ältere ärzte, die kümmerten sich um alles. ihnen war fast nichts fremd. sie hatten einen riesengrossen erfahrungsschatz bei allem rätselhaften. sie sind mittlerweile alle im wohlverdienten ruhestand. die nachfolger sind mehr im spezialistentum daheim.
    zudem haben die neuen sehr erfolgreichen hammermedikamente ein umdenken eingeleitet. einiges, was alte patienten mit sich an beschwerden früher herumschleppten, ist heute beinahe schon unbekannt geworden.
    ausserdem bestehen viele dieser rheumakliniken nicht mehr.
    die behandlung des rheumatischen formenkreises befindet sich im umbruch, doch du hast deine beschwerden schon jahrzehntelang. das wird das problem sein.
    lieben gruss
     
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