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Keine Medizin mehr dafür Diät

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von Marua, 16. August 2005.

  1. Marua

    Marua Neues Mitglied

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    Hallo Ihr da draußen,
    ich bin damals elend lange herumgelaufen, bis jemand feststellte, dass ich Rheuma habe und vieles ist im Laufe der Jahre immer schlimmer geworden. Ich hatte üble Schmerzen in den Gelenken, die waren böse angeschwollen war immerzu müde und abgeschlagen, meine Lunge arbeitet nur noch auf Sparflamme.... das ganze Programm halt.
    Mit den Medikamenten wurde es auch nicht zufriedenstellend besser, also nur unwesentlich; nur die Schmerzen ließen nach, wegen der Schmerzmittel. Dafür hatte ich so ziemlich alle Nebenwirkungen auf einmal, ganz gleich ob Tablette oder Spritze, von Haarausfall über Geschwüre bis gesteigerte Müdigkeit, jede Nebenwirkung war meine....
    Nun hat mich meine Rheumatologin auf Diät gesetzt, weil mich ja die Medikamente langfristig nicht schlimmer in die Knie zwingen dürfen, als das Rheuma selbst.
    Also darf ich kein weißes Mehl, nur Vollkornprodukte; kein Zucker, gleich welcher Art, außer dem, der im Obst selbst steckt; viel Obst und Gemüse; keine Milch, nur Joghurt und Käse und so.Keine tierischen Produkte; aber Omega 3 Fettsäuren; keine Konserven und möglichst keine Konservierungsstoffe oder andere Zusatzstoffe. Und natürlich werde ich regelmäßig überwacht, die ist da ganz vorsichtig und sorgfältig.
    Und ich war schon seit laaaaangem nicht mehr so schmerzarm, so fit, so wach und meine Blutwerte werden langsam besser.
    Ist hier irgendwo jemand, der es auf die gleiche Art versucht hat und hat es da vielleicht langfristig Besserung gegeben?
    Weiß irgendwer, was ich noch essen darf und was nicht; da ist eine ganze Menge in der Grauzone und wenn ich mal danebengreife, spüre ich es ganz schnell, aber vielleicht kann ich ja von den Erfahrungen eines anderen profitieren.
    Ist hier irgendjemand, der es mal so versucht hat und Erfolg hatte?????
     
  2. crystal

    crystal Neues Mitglied

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    Hallo Marua,

    im Zusammenhang mit meiner Akupunktur habe ich auch eine komplette Ernährungsumstellung vorgenommen.
    Bei mir sieht es so aus, dass ich vor allem warme Speisen essen soll, also bereits morgens einen Hirse- oder Reisbrei, mittags und abends Suppen und vollständige Mahlzeiten, aber keine "Stullen"mahlzeiten. Ich lasse alle Kuhmilchprodukte weg außer Butter und Sahne, dafür Schaf- und Ziegenmilchprodukte, vor allem Käse. Da ich sowieso keine Milchtrinkerin bzw. Joghurtesserin bin ist das kein Problem. Viel Hülsenfrüchte, viel Gemüse aber keine Rohkost sondern warm gemacht, Obst, Fisch, wünschenswert wäre von Seiten meiner Ärzte, dass ich ein bisschen Fleisch esse, das habe ich aber schon lange abgestellt und fange auch nicht wieder an, deshalb nehme ich etwas mehr Fisch zu mir. Keine Süssigkeiten (na ja...), keine Konservierungsstoffe u.ä.
    Das Ergebnis ist, dass ich nur noch bei Bedarf so alle paar Tage eine Schmerztablette nehme, meine Akupunktursitzungen deutlich reduzieren konnte, wieder täglich jogge, sehr fit und wach bin und ein deutlich besseren Allgemeinzustand habe.
    Mein über ein Jahr geschwollenes Knie ist wieder dünn und nicht entzündet, meine Hände, die am schlimmsten betroffen waren sehen fast wieder normal aus und die Schäden an den Gelenken sind seit einem Jahr nicht fortgeschritten und das ohne Medikamente.
    Also mir geht es rundherum gut und ich bin guter Dinge.
    Das war etwas ausführlich, hoffe, ich konnte dir etwas helfen.
    Schönen Tag, Christel
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi,

    ich bin ganz sicher, dass man mit einer gesunden ernährung sehr viel
    für seinen körper tun kann, und ich glaube auch, dass dies positive
    auswirkungen auf die jeweilige krankheit haben kann.
    ich habe in letzten monaten hier im abspeck-club 5 kilo abgenommen, und ich habe dies ganz deutlich an meiner bewegungsfähigkeit
    gemerkt. viele dinge fielen mir leichter, logischerweise. aber ich habe
    mich auch insgesamt besser gefühlt. kann auch sein, dass dies ein
    rein psychisches phänomen ist. ich hab abgenommen, also geht es mir besser.

    die beiden diätvorschläge, die ich gelesen habe von marua und crystal
    klingen in meinen augen gut. allerdings glaube ich nicht, dass das
    alleinige essen von vollkornbrot wirklich so viele vorteile bringt.
    manchen menschen bekommt dies gar nicht, und so schlimm wie es
    häufig dargestellt wird, ist weissbrot nicht. und gar kein zucker?
    na, ich weiss nicht. das wär nix für mich.
    aber sonst, damit könnte ich auch leben.
    übrigens, wegen einer roggen-unverträglichkeit esse ich seit jahren
    nur weissbrot! (bis auf ganz wenige ausnahmen im jahr, die mir dann
    mein bauch auch heimzahlt :D ) ich kann nur jedem mit unklaren,
    anhaltenden magenbeschwerden raten, sich auf eine roggen-unverträglich-
    keit prüfen zu lassen, besonders wenn er sowieso schon heuschnupfen
    hat. oder mal auszuprobieren, ob die magenbeschwerden besser werden,
    wenn roggenprodukte mal 2 wochen nicht gegessen werden.
    sorry, jetzt bin ich wohl vom thema irgendwie abgekommen.

    fazit, ja, eine gesunde diät kann sehr gut wirken,
    eine rheuma-diät gibt es so nicht.

    lieben gruss
    [​IMG] marie
     
  4. SonjaW

    SonjaW Neues Mitglied

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    Hallo
    Ich bin auch gerade dabei, meine Ernährung zu verbessern. Ich habe Broschüren von einem Dr. med M.O. Bruker erhalten. Er sagt, Rheuma und viele andere Krankheiten sind alleine von der Ernährung abhängig. Grundsätzlich sollte man nur Vollwert-Produkte (und nur frisch!) zu sich nehmen, kein Weissmehl, keinen Zucker, kein tierisches Eiweiss. Ich bin nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, denn die Umsetzung ist sehr schwierig. Ich mache jetzt einfach das, was für mich möglich ist. Ich backe ab und zu selber Brot aus Vollkornmehl, esse kein Fleisch mehr, wenig Milch und Käse, und probiere, den Zuckerkonsum zu reduzieren. Und genau das fällt mir momentan am schwersten. Ich brauche (oder glaube zu brauchen..) eine gewisse Menge an Schokolade, so mindestens 20-40 gr am Tag.
    Bis jetzt merke ich keine wesentliche Veränderung, es ging mir vorher schon relativ gut dank MTX, das endlich wirkt. Aber gesunde Ernährung ist ja sowieso gut.
    Halt mich doch auf dem Laufenden, wie es bei Dir wirkt, es würde mich sehr interessieren.
    Falls Du die Broschüre bestellen möchtest: Gesellschaft für Gesundheitsberatung, Dr.-Max-Otto-Bruker-Str. 3, 56112 Lahnstein, www.ggb-lanhstein.de.

    Viele Grüsse,

    Sonja
     
  5. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo sonja,

    ....also, bei solchen aussagen gehe ich auf distanz. klar gibt es
    krankheiten, die man sich anfressen kann. aber rheuma??
    pesönlich käme dann für mich auch keine weitere einlassung mit dem
    initiator in frage. meine meinung.
    wie oben schon gesagt, eine gute ernährung oder gute diät
    sind immer gut.

    was meinst du mit: Vollwert-Produkte (und nur frisch!) ?
    viele gemüsesorten sind gedünstet viel gesünder als roh.
    auch tomaten zum beispiel.

    alles gute
    [​IMG] marie
     
  6. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Hallo Marie
    Natürlich wird nach Dr.Brucker auch gekocht, gedünstet, gebraten und gebacken. Aber die Produkte sollen frisch und wenn möglich, auch roh gegessen werden. Ja er nennt Gicht Rheuma, Zucher, hohen Blutdruck und noch einige andere Krankheiten Zivilisationskrankheiten. Er findet wir haben unser Imunsysthem, durch falsche Ernährung geschwächt.Aber man kann das nicht mit einpaar Sätzen sagen. Um es etwas zu verstehen muss man wenigstens das Buch gelesen haben. Um es kurz zu sagen, es ist kochen ohne tierisches Eiweis. Erlaubt ist Butter und Sahne, da sie als natürliches Fett gelten.
    Da bin ich mich jetzt aber wieder rein am steigern. Müßte mal wieder danach leben.
    Poldi
     
  7. candy

    candy Neues Mitglied

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    hallo marua!

    ich habe deinen beitrag durch zufall gelesen, da ich ja nur noch sehr selten hier im ro bin.
    ich habe seit 18 jahren cp und vor gut 5 jahren habe ich meine ernährung auf eiweislos bzw. eiweisarm (tierisches eiweis) umgestellt. heißt aber nicht dass ich nicht auch mal "sündige" , weil ich finde wenn ich lust auf einen eisbecher hab ist es allemal gesünder als sich immer zu kasteien *gg*. und auch mir geht es seither viel besser. ich backe mir selber oft mein brot ,- mit dinkelmehl oder mache mir mit den dinkelkörnern mal einen frischkornbrei. der schmeckt lecker und gibt ne menge energie und kraft ;).

    und ansonsten einfach nur schaun, dass ich die lebensmittel so "lebendig" (also so frisch)wie möglich bekomme, was bei mir am land ja nicht sooo schwer ist.
    freut ich übrigens dass es noch mehr gibt die gute erfahrungen mit dieser ernährungsweise gemacht haben,- vor 5 jahren als ich anfing, wurde ich ja im chat noch milde belächelt ....

    also weiterhin viel erfolg und alles liebe von Candy :)
     
  8. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi poldi,

    ja, klar gibt es zivilisationskrankheiten, und man kann sich mit
    grottenschlechter ernährung auch wirklich krank"fressen".
    ich hab da als bestes jüngstes beispiel den amerikanischen studenten,
    der sich lediglich 1 monat lang von fast food ernährt hat.
    seine werte und fotos vorher und hinterher sprachen bände.
    ich hab aber grössere probleme damit, wenn jemand sagt,
    rheuma wird durch ernährungsfehler ausgelöst.
    nach meinem kenntnisstand ist es noch nicht gelungen,
    unzweifelhaft den auslöser zu bennenen.
    wenn jemand sagt, du verschlechterst deine rheumatische krankheit
    mit deiner schlechten ernährung, das ist was anderes, ist ok.
    und ich glaube auch, und das war ja auch die eingangsfrage,
    dass man mit einer guten ernährung oder diät, bei einer rheumatischen
    erkrankung seinen körper so weit unterstützen kann, dass man
    vielleicht mit weniger medis auskommt. in diesem sinne wünsche ich
    dir ein wohlschmeckendes abendbrot, und ich gönn mir jetzt
    ein stückchen schokolade :D

    grüsschen
    [​IMG] marie
     
  9. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Rheuma ist keine Zivilisationskrankheit, es gab Rheuma schon zu Urzeiten. Ich wünschte, gewisse Leute würden endlich damit aufhören, mit solchen Schwachsinnsaussagen Geld verdienen zu wollen. Sich gesund zu ernähren ist eine gute Sache, aber davon gesund zu werden, ist ein Märchen, nichts weiter. :mad:
     
  10. Mareen

    Mareen Guest

    Ich denke, Du kannst Deine Ernährung auf einen Nenner bringen: Vollwert! Ich habe im letzten Jahr auf eigenes Drängen eine Umstellung gemacht. Allerdings habe ich nicht sehr viel gemerkt. Ausser dass sich mein Gewicht und somit auch meine Figur positiv verändert haben. Ich fühle mich aber wohl dabei, deshalb mache ich so weiter. Allerdings komme ich nicht recht von der Schokolade los...
    Wenns da zuviel wird, meckern meine Gelenke ganz erheblich. Zucker tausche ich aus und benutze Agavendicksaft. Der ist zwar sehr teuer, aber auch sehr ergiebig.
    Ich wünsche Dir alles Gute
     
  11. Mareen

    Mareen Guest

    Poldie und Marie:

    Ich glaube auch nicht recht daran, dass man sich das Rheuma und diverse andere Krankheiten "anfrisst". Sicher ist aber, dass Mensch sich heute wirklich sehr ungesund ernährt. Viel zu Säurenreich. Damit ist nicht z. B. die Säure in der Zitrone gemeint. Das meiste was wir essen übersäuert den Körper. Dabei sollten wir soviel wie möglich basenbildend essen, denn die Säuren bildet der Körper selber. Basen kann er nicht bilden, die müssen zugeführt werden. Es gab da schon einige Diskussionen im Forum.
     
  12. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Hallo Amulan
    Hier hat keiner etwas gesagt.dass du so agressiev reagieren mußt. Dr. Bruker war ein Arzt der in Lahnstein ein großes Krankenhaus geleitet hat, welches Verträge mit den Krankenkassen hatte. In dieses Krankenhaus wurden auch viele Rheumakranke eingewiesen.Dr. Bruker in Richtung Scharlatane zu schieben , finde ich nicht gerecht.
    Poldi
     
  13. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Poldi,

    ich habe mich jahrzehntelang vollwertig ernährt. 1x in der Woche gab es gedünstetes Fleisch oder Fisch, Pflanzenöle aus erster Pressung kamen nach dem Garen in die Speisen, und ich hatte mein Brot selbst gebacken. Auf Süßigkeiten stand ich eh nie. Ich war immer schlank und sportlich, hatte nie erhöhten Blutdruck (außer bei meinen beiden Nierenentzündungen) und auch nie Überzucker.

    Trotzdem meldete sich eines Tages die cP an - und zwar im Rahmen einer extrem schwierigen psychischen Phase und als I-Tüpfelchen auch noch Pfeiffersches Drüsenfieber.

    Bis heute ist es so, dass bei mir die Schübe nahezu ausschließlich durch seelischen und/oder körperlichen Stress ausgelöst werden.

    Ich denke, es ist zu simpel, die Entstehung von Autoimmunerkrankungen auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Da mag Dr. Bruker ein angesehener Doc gewesen sein, aber der liebe Gott war er deshalb noch lange nicht. Wer behauptet, dass z.B. die cP eine ernährungsbedingte Erkrankung sei, den kann ich unmöglich ernst nehmen. Nichts gegen den grundsätzlichen Ansatz von Bruker, weil er sozusagen als "Wächter" vernünftiger Ernährung aktiv war, aber allwissend war er auch nicht.

    Meiner Ansicht nach entstehen Autoimmunerkrankungen vor dem Hintergrund zahlloser Negativeinflüsse, von denen eine falsche Ernährung nur eine Möglichkeit darstellt. Beim einen spielt dieser Faktor vielleicht eine sehr große Rolle, beim anderen gar keine, da ist es dann vielleicht eher der Stress, das Wetter oder möglicherweise auch die Umweltverschmutzung. Und schließlich: Dank der zunehmend effizienten Medizin ist viel von der früher noch funktionierenden natürlichen Auslese verloren gegangen, d.h. Dispositionen für bestimmte Erkrankungen werden heute problemlos von der einen Generation auf die nächste weitergegeben.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  14. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    ich denke, das entzündliches rheuma nicht durch falsche ernährung ausgelösst wird. die *gesunde ernährung* wird sicher desshalb empfohlen, weil übergewicht unsere gelenke noch zusätzlich belasten. bei einer anderen rheumaart, der gicht, handelt es sich um eine stoffwechselerrankung, die schon durch eine übersäuerung des körpers ausgelösst werden kann. ich denke, man sollte zwischen entzündlichen rheuma und gicht unterscheiden, die beide leider unter dem selben krankheitsbegriff *rheuma* laufen.
     
    #14 16. August 2005
    Zuletzt bearbeitet: 16. August 2005
  15. SonjaW

    SonjaW Neues Mitglied

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    Stimmt, es macht mich auch sehr skeptisch. Ich glaube auch nicht, dass man alles der Ernährung in die Schuhe schieben kann. Es braucht meiner Meinung nach mehrere Faktoren, dass so was ausbricht. Ich versuche einfach, für mich das Beste aus seinen Tips zu nehmen. Mit Vollwert-Lebensmitteln meinte ich, keine Fertigprodukte zu verwenden. Es gibt ja heute fast alles schon vorgekocht und abgepackt, da hat's dann wahrscheinlich nicht mehr so viel vom Ursprünglichen drin. Ob's hilft oder nicht, ich habe einige neue Rezepte entdeckt und koche viel mehr selber und gesünder. Und ich habe entdeckt, dass mir das Spass macht, dann hat's ja sowieso was Gutes...

    Viele Grüsse,

    Sonja
     
  16. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi,

    für mich sieht es zusammengefasst so aus,
    dass man unterscheiden muss zwischen der aussage:
    "rheuma" wird durch falsche ernährung ausgelöst -
    und der aussage
    ungesunde ernährung kann unter umständen mit ein auslöser
    für "rheuma" bei bestimmten personen sein.
    (wurde oben ja auch schon so formuliert)
    soweit ich weiss, konnte in wenigen studien gezeigt werden,
    dass eine mediterane ernährung mit bestimmten ölen sich
    günstig auswirkt, weniger personen erkrankten.
    es gibt aber nicht genügend daten, um dazu mehr zu sagen.

    grüsschen
    [​IMG] marie
     
  17. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    gesunde Ernährung

    Hallöchen Sonja, hallo an alle,


    ich denke über eins muß man nicht diskutieren:
    "Gesunde Ernährung ist die beste Ernährung" ;)

    Darunter verstehe ich vollwertige Lebensmittel, kein Zucker, kein Weißmehl, viel Obst und Gemüse, was aber nicht bedeutet, daß ich mich ständig so ernähre *g*

    Es gibt Zivilisationskrankheiten, dazu gehören bei vielen (aber nicht allen!) Menschen der Typ2 Diabetes. Wobei auch in dem Fall die genetische Veranlagung vorhanden sein muß. Nicht jeder Mensch, der sich ungesund ernährt, bekommt auch Typ2 Diabetes.

    Dr. Bruker hat in manchen Dingen sicher recht, aber es ist zu einfach zu behaupten, daß "Rheuma" (allein dieser Begriff...) ausschließlich von der Ernährung abhängt.

    Was ist mit Klein- und Kleinstkindern? Dann hat wohl jede Mutter in der Schwangerschaft gemacht....

    Dr. Langer hat zu einem Beitrag folgendes geschrieben:

    Leider ist diese Information noch nicht zur gesamten Bevölkerung vorgedrungen.

    Nochmals: Mit gesunder Ernährung geht es dem Körper besser. Ich kann dies bei mir selbst bemerken. Trotzdem esse ich manchmal "ungesunde" Lebensmittel, weil die einfach sooo gut schmecken ;)

    Das kann auch jeder für sich selbst entscheiden.

    Ein weiterer Punkt: Jeder weiß, daß Übergewicht nicht gesund ist. Trotzdem ist nicht jeder übergewichtige Mensch allein durch das Essen übergewichtig. Es gibt zig andere Gründe, um ungewollt zuzunehmen.
    Wenn Übergewicht der Grund für starke Gelenkbeschwerden ist, dürften alle schlanken Menschen (dazu gehöre auch ich) keine Gelenkbeschwerden haben.

    Viele Menschen, insbesondere auch Ärzte, machen es sich mit ihrer Beurteilung ziemlich einfach.

    Viele Grüße
    Sabinerin
     
  18. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Sabi,



    Da hast Du wohl Recht! *lächel* Es ist wie in vielen anderen Dingen unseres Mensch-seins: Es ist so herrlich einfach, einen bestimmten Schuldigen für irgendwelche Probleme zu benennen, statt sich mit der Komplexität eines Themas auseinanderzusetzen. Ob das nun die Ernährung als Ursache für "Rheuma" ist, ob "die Ausländer" daran schuld sind, dass "Inländer" keine Arbeit finden, ob "die Asylanten" dran schuld sind, dass der Rauschgifthandel blüht, ob die Schwulen dran schuld sind, dass es AIDS gibt, oder - ganz banal - ob das Wetter dran schuld ist, dass man grad schlechte Laune hat ... Ein Schuldiger muss her!

    Grüßle von
    Monsti
     
  19. SonjaW

    SonjaW Neues Mitglied

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    Es ist super, Eure Meinungen dazu zu hören. Ich bin noch nicht so lange krank und ertappe mich immer wieder dabei, alles zu befolgen, was mir jmd von Aussen "ans Herz legt", weil ich es einfach nicht so ganz akzeptieren kann, cP zu haben. Ich wollte auch mit diesem Dr. Bruker niemandem zu nahe treten...Jedem das Seine!

    Ich wünsche Euch allen viel Gesundheit und Zufriedenheit, mit Medis oder ohne, mit Fleisch und Fisch und Milch oder ohne, ganz wie es für Euch stimmt.

    Gruss an Alle

    Sonja W
     
  20. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    @Sonja

    Hallöchen Sonja,

    mir bist Du keinesfalls zu nahe getreten *lächel*

    Als ich die Diagnose "rheumatoide Arthritis" bekam, habe ich so ziemlich alles versucht und jeden Rat befolgt, immer in der Hoffnung, daß alles nur ein böser Traum ist. Und wenn ich versuchen würde "ein ganz guter Mensch zu sein" (*gg*) dann wird sich das bestimmt alles in Luft auflösen ;)

    Es dauert seine Zeit, um mit der/den Erkrankung/en klarzukommen. Es gibt Hochs und Tiefs.
    Wenn die Ernährungsumstellung für Dich ein Weg sein kann, dann versuche es. Wann kann großartig passieren? Nichts negatives, ausser daß Du Dich gesund ernährst *lächel*

    Denke daran: Das Leben ist keine Einbahnstraße, sondern viele verschlungene Pfade, Kreisverkehre, Landstraßen, Autobahnen und auch Sackgassen :) und glaube mir, ich bin nicht nur einmal im Kreisverkehr gefahren *zwinker*

    Ferner gibt es im Leben einfach kein absolutes "Ja", genauso wenig wie es kein absolutes "Nein" gibt. Du veränderst Dich, Dein Leben verändert sich, Deine Meinung und Einstellung verändert sich und das ist auch gut so.

    Finde heraus, was für DICH gut ist und womit Du Dich gut fühlst.

    Viele Grüße
    Sabinerin