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Keine Erfahrung mit Cortison

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von aaaaaandi, 12. Juli 2014.

  1. aaaaaandi

    aaaaaandi Neues Mitglied

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    12. Juli 2014
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    Hallihallo meine Lieben,

    Ich bin neu hier und möchte mich jetzt schon entschuldigen falls meine Fragen schon 1000 mal beantwortet wurden aber ich hab erst vor 3 monaten die Diagnose rheumatoide arthritis bekommen. Bin 18 jahre alt und quäle mich schon jahrelang mit etlichen Schmerzen.. War auch ziemlich froh als wir endlich den Grund dafür entdeckt haben aber jetzt fühle ich mich doch ein wenig unsicher mit meiner Medikation.. Habe gleich nach meiner Diagnose für ein paar tage 25mg aprendislon bekommen welches dann langsam auf 0mg abgesenkt wurde um die Diagnose "abzusichern". Alle schmerzen sind ziemlich rasch wieder erschienen -> definitiv Rheuma. Habe nun MTX bekommen und nehme zur Überbrückung bis ca mitte september wieder aprendislon. 1 woche lang 10mg, dann eine woche lang 7,5mg und dann bis september 5mg. Ich habe immer so viele schlechte Dinge über cortison gehört und spüre mittlerweile auch schon manche Nebenwirkungen (krämpfe, rundlicheres Gesicht,...)
    Hab im internet aber immer gelesen dass eigentlich nichts gegen eine "kurze" Behandlung spricht.. Meine frage ist jetzt was man als "kurz" versteht.. Sind da ein paar wochen gemeint oder brauch ich mir bei meinen 3-4 monaten auch keine gedanken machen?

    Für mich ist das alles noch so neu und ich musste noch nie ein Medikament über einen so langen Zeitpunkt nehmen, bin deswegen leider ein wenig verunsichert.. Ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen was von euren Erfahrungen mitteilen, würde mich total freuen!

    Eure andi
     
  2. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Hallo Andi!

    Erstmal herzlich Willkommen bei R-O.

    Ich denke, bei 3-4 Monaten und der vergleichsweise geringen Dosis musst du dir keine großen Sorgen machen. Es gibt User hier, die nehmen Kortison schon seit Jahren und auch deutlich höher dosiert. Bei manchen geht es trotz Basis gar nicht ohne.

    Was mich wundert, ist, dass du dir Gedanken machst um das Kortison, aber anscheinend nicht um das Mtx. Da fand ich den Beipackzettel damals ziemlich abschreckend.

    Ich wünsche dir, dass du beides gut verträgst und eine gute Wirkung hast.

    Lg Clödi.
     
  3. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Hallo, herzlich Willkommen!

    Keine Sorge: ein paar Monate in dieser Dosierung sind kein großes Problem, außer Du entscheidest 5 mal so viel zu essen, wie nötig…
    Lass den Süsskram möglichst weg, und trinke WASSER (Alkohol nicht an den Tagen des MTX) in guter Menge.

    Gegen die Krämpfe, lass Dir vom Apotheker oder Hausarzt ein gutes Magnesium oder Magnesium/Kalium Produkt aufschreiben. Denn Cortison futtert Dir das Magnesium (mir auch das Kalium) auf.

    Ich hoffe im September hat das MTX angeschlagen, und Du brauchst kein Cortison mehr. Aber Sorgen brauchst Du Dir deswegen nicht zu machen (ah, ja, es lohnt sich Cortison seeeehr früh am morgen zu nehmen),

    Kati
     
  4. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Cortison hat so einen schlechten Ruf, dass sich alle verrückt machen!

    Sicherlich hast du bei 10 mg noch kein "rundliches Gesicht" bekommen ... das bildest du dir ein oder du hast aus anderen Gründen etwas zugenommen!?

    Jedes Medikament hat 1000 Nebenwirkungen - aber nicht jeder muss sie bekommen. Es nutzt also nichts, sich vorher verrückt zu machen. Ich habe z.B. vom Cortison etwas abgenommen - oh Wunder!!! - daran hatte ich nicht zu hoffen gewagt!!!

    Deine Dosis ist so gering, da musst du dir wirklich keine Sorgen machen!
     
  5. Doegi

    Doegi Der Alex
    Mitarbeiter

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    Hallo andi,

    bei was für einem Arzt bist Du denn in Behandlung? Ich finde die Methode, die Diagnose zu "sichern", indem man etwas Cortison gibt (aprendislon) und dann langsam wieder runterfährt, recht ungewöhnlich - die Rheumatologen haben ganz andere, validierte (gesicherte) Kriterien, anhand derer sie die Diagnose sichern können. Vielleicht solltest Du mal zu einem richtigen Rheumatologen, der sich mit solchen Erkrankungen auch auskennst.

    Dass Du MTX bekommst, ist schon einmal sehr gut - das ist das 1. Mittel der Wahl bei Rheuma
    (das hast Du vielen vielen anderen Rheumapatienten, die nicht ausreichend behandelt werden, schon einmal voraus). Damit ist ein sehr wichtiger Schritt in der Behandlung schon getan . Wie die anderen schon schrieben ist die Wirkung des MTX in einigen Wochen zu erwarten.
     
  6. aaaaaandi

    aaaaaandi Neues Mitglied

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    hallo,

    Erst mal vielen Dank für die vielen Antworten und Tipps!

    @clödi: ja du hast schon recht, dass die packungsbeilage von MTX ziemlich schlimm ist, aber ich lass es einfach mal auf mich zukommen.. Hab bis jetzt 1 tablette genommen und nichts gemerkt, also werd ich schauen wies mir die nächsten wochen damit geht! :)

    @gertrud: naja im spital hab ich für eine woche 25mg iv bekommen und da hab ich mir doch eingebildet, dass mein gesicht rundlicher geworden ist. allerdings muss ich zugeben, dass in meinem verwandten- und Bekanntenkreis schon immer ein großes drama um cortison und die vielen Nebenwirkungen gemacht wurde. Das hat mich natürlich etwas verunsichert - deshalb dieser Eintrag ins Forum. Die antworten hier haben mich aber doch wieder sehr beruhigt :)

    @doegi: hätte vielleicht meine ganze krankheitsgeschichte ausführlicher schreiben sollen.. Mein Rheumatologe hat sicher genug Erfahrung! Er ist primar der internen eines privatspitals welches sich auf rheumatische Krankheiten spezialisiert hat.
    Ich bin zu Ostern völlig ratlos zu ihm gekommen, weil ich seit 6 jahren nicht mehr fähig bin länger als 10 minuten spazieren zu gehen, ohne dass meine Sprunggelenke zu Ballons anschwellen. Noch dazu sind mir meine Hände im letzten jahr dauernd eingeschlafen (wurde auch mit karpaltunnelsyndrom diagnostiziert aber niemand operiert eine 18-jährige, da das Syndrom in diesem alter mit Sicherheit von etwas anderem ausgelöst wurde) und ich konnte meine Finger teilweise nicht mehr ganz ausstrecken. Wurde vorher schon auf rheumatische Krankheiten untersucht indem man verschiedenste rheumafaktoren im blut testete aber bis auf einen etwas erhöhten entzündungsfaktor war nichts zu finden. Nur in einem mrt waren knochenmarksödeme und weitere flüssigkeitsansammlungen in meinen Sprunggelenken zu erkennen. Sind dann zu meinem jetzigen Rheumatologen gegangen, welcher weitere Blutuntersuchungen anordnete auf denen wieder nichts zu finden war. Hab mich dann für eine woche zu ihm ins spital gelegt und wurde wirklich von oben bis unten durchgecheckt aber es war alles in Ordnung. Den ausschlag hat dann ein mrt mit Kontrastmittel gegeben, wo man dann gesehen hat, dass in fast all meinen Gelenken kleine Entzündungen vorhanden sind, welche aber gott sei dank noch nicht den Knochen betroffen haben. aber die ärzte waren sich nicht sicher welche Diagnose sie geben da meine Symptome nicht für RA sprechen. Zb. verschlimmern sich meine beschwerden bei Belastung usw.
    Ich hab dann meine erste kortisontherapie bekommen und es hätte die Chance bestanden, dass das ganze nur so etwas wie ein "Infekt" ist welcher nach einer Therapie verschwunden ist. Aber ich hatte pech und die schmerzen in den Sprunggelenken sind wieder gekommen (Hände sind ok!).
    Nun wird RA vermutet.

    Ich kenne die allgemeine Vorgehensweise bei rheumatischen Krankheiten nicht, fühle mich aber eigentlich in ziemlich sicheren Händen..

    andi