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Keine Antibiotika einnehmen in den ersten Lebensjahren

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von gisipb, 31. Mai 2006.

  1. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Hallo liebe Eltern,
    hier habe ich einen Link gefunden, was meint ihr dazu?

    http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,lang,1/oid,18412/ticket,g_u_e_s_t

    LG Gisi

    www.lupus-rheuma.de Forum
     
  2. claudiiah

    claudiiah :-)

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    was macht man dann bei lungenentzündung usw? :confused:
     
  3. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo Gisi,

    meine Tochter hat sich mit 26 Monaten im Urlaub eine eine schwere bakterielle Kehlkopfentzündung geholt und mußte mit Antibiotika und Cortison behandelt werden, sonst wäre sie sicher mit einem Luftröhrenschnitt im KH gelandet. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, ich denke nur an Kinder die an Scharlach o.ä. erkranken und an die Todesrate, wenn dann nicht mit Antibiotika behandelt wird. Die Folgen sind zu schwerwiegend.

    Lieben Gruß
    Katharina
     
  4. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Guten Morgen,

    schon gestern stieß mir dieser Thread ins Auge und ich danke Gisipb für den Hinweis, der - so meine ich - vor allem bewusst machen sollte, dass Antibiotika nunmal ein ziemlich heftiges Medikament ist, dass ganz und gar nicht leichtfertig eingesetzt werden sollte. Also, erstmal nicht aufregen - klar, bei einer Lungenentzündung und ähnlich lebensbedrohlichem bleibt einem ja gar nix übrig. Aber nicht selten wird Antibiotika unterschätzt - vor allem von Laien wie uns - und ich habe schon erlebt, dass es sich in der Hausapotheke findet und bei kleinen Erkältungen vorbeugend "eingeworfen" wird, "weil vom GöGa noch ein paar Tablettchen übrig waren, der er bei seinem letzten schlimmen Husten" verordnet bekam ...

    Was mir zu Antibiotika einfällt:

    Ich habe vor Jahren ein Katertierchen verloren, dass ab seinem vierten Lebensjahr unklärlichen schlimmen Durchfall hatte und drei Jahre Kampf um sein Leben haben nichts genützt, ich musste ihn erlösen ... In diesen drei Jahren habe ich recherchiert, und ich viele Bücher und medizinische Berichte studiert, um die dilettantische Arbeit der Tierärzte zu durchblicken und mein Katerchen wenigstens vor den ärgsten Fehlmedikationen zu schützen und sein bisschen Leben für ihn erträglich zu halten.

    Als es schließlich längst zu spät für ihn war, habe ich herausgefunden, dass er in den ersten 10 Lebenswochen - der allerwichtigsten Phase im Leben dieser kleinen Raubtiere - mit Antibiotika vollgepumpt wurde, wegen einer Lungenentzündung. Sicher wäre er ohne gestorben. Das ist klar.

    Der entscheidende Fehler war, meiner Ansicht nach, die verheerende Wirkung des Antibiotikas auf seinen Körper zu unterschätzen (zu ignorieren?) und ihr nichts entgegenzusetzen.

    Wieso? Vereinfacht ausgedrückt: Weil Antibiotika ins mikrobielle Gleichgewicht eingreift - und dabei (neben anderen) auch die "guten" = lebensnotwendigen Darmbakterien tötet, die maßgeblich beteiligt sind, an der Nahrungsverwertung - eben am gesamten Verdauungssystem des Körpers. Und diese natürliche Darmflora baut sich nur langsam selbst wieder auf - und das kann sehr lange dauern, wenn sie überhaupt jemals wieder ins Gleichtgewicht kommt, ohne entsprechene Unterstützung ...

    Wie wenig in der Medizin die genaue Arbeit des Magen-/Darmsystems erforscht ist, beweisen die vielen vielen Fällen unheilbar kranker Menschen, die ständig Durchfall haben und zwar in dem Maße, dass es wirklich lebensbedrohlich und letztendlich schwer belastend ist für den Patienten.

    Ich bin Laie, kein Arzt, die genauen Zusammenhänge sind mir natürlich nicht klar. Aber ich habe aber durch die Recherche im Internet viele Fälle gefunden, bei denen es zu schlimmen gesundheitlichen Problemen - neben Hautproblemen vor allem Durchfall - im Erwachsenenalter kam, wenn in der frühen Kindheit Antibiotika gegeben wurde. Und nicht nur bei Katzen, sondern auch bei Menschen ... Und es scheint mir nur logisch, dass wenn das eigentlich wichtigste System - die Verdauung = Nahrungsverarbeitung - nicht zuverlässig funktioniert, mit allem was die Natur dafür vorgesehen hat, es über kurz oder lang zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen kommen MUSS.

    Wird eine wirksame Darmsanierung unmittelbar nach einer Antibiotika-Therapie nicht durchgeführt, ist das meiner Ansicht nach eine medizinische Fehlleistung, die schwerwiegende Folgen haben kann.

    Dabei ist es relativ einfach, die Darmflora wieder aufzubauen (mit probiotischen natürlichen Produkten zum Beispiel). Und es ist sicher möglich durch Kotproben zu kontrollieren, wie Stand der Dinge ist und entsprechend einzugreifen.

    Ich kann nur jedem empfehlen - ob jung oder alt - nach einer Antibiotika-Therapie eine Darmsanierung durchzuführen. Es kann schon genügen, in den Wochen danach täglich ein zwei probiotische Jogurts zu essen ...

    Schööönen Tag!
    Rosarot
     
  5. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo Rosarot,

    nun ich denke die Kinderärzte hier in der Umgebung verschreiben hier auf keinen Fall leichtfertig Antibiotika. Es hat sich in den letzten Jahren eine Menge diesbezüglich getan. Ich bekam vor knapp 30 Jahren sofort Antibiotika, meine Tochter heutzutage erst nach einer Woche Kranksein auf mein Bitten und Betteln. :rolleyes:

    Ist mir noch nie gesagt worden. Ich habe erst 9 Monate lang ein Tbc-Antibiotikum und dann im Anschluss 6 Monate Doxicyclin genommen und keinerlei Probleme mit dem Darm, wenn man von Arava-Durchfall ausgeht. Hab ich jetzt Glück gehabt? :confused:

    LG Katharina
     
  6. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Ja, hast du wohl ...

    Ich verstehe nicht, warum du meine Hinweise schmälern willst ... :confused:

    Und ob Ärzte immer alles richtig machen, naja ... dazu finden sich ja hier mehr als genügend Hinweise.
    Außerdem ging es mir nicht um die Einnahme von AB als solche, sondern um die "Nachsorge".

    Gruß
    Rosarot
     
  7. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo Rosarot,

    ich möchte Deine Hinweise nicht schmälern. Ich wollte eben nur anmerken, daß die Kinderärzte die Problematik mitlerweile auch aufgegriffen haben.

    Lieben Gruß
    Katharina
     
  8. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Habe gerade eben einen interessanten Link entdeckt - der nicht nur die Einnahme von Antibiotika, sondern auch Cortison und andere als Verursacher von Darm(flora)problemen und daraus resultierenden Krankheiten erklärt > http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/108500.html

    Ich zitiere einen kleinen Ausschnitt:

    Im Inneren des Darms leben viele Milliarden kleiner Lebewesen, die Darmflora. Diese Mikroorganismen überziehen netzartig den gesamten Darm-Innenbereich Die Artenvielfalt der Darmflora mit über 400 verschiedenen Mikroorganismen ist sehr groß. Ihr Aufgabenspektrum reicht von der Aufbereitung der eingenommenen Nahrung über die Erzeugung wichtiger Nährstoffe bis hin zur Unterstützung des menschlichen Immunsystems.

    Starke Medikamente wie Antibiotika und Cortison, Hormone, Schadstoffe in der Nahrung aber auch Umweltgifte können die Darmflora schädigen. Sie töten nicht nur die krankmachenden, sondern auch die für die Abwehrfunktion notwendigen Bakterien.
    Die Folgen einer Veränderung der Darmflora auf die Gesundheit sind bis heute nur teilweise erforscht. Liegt ein Ungleichgewicht zwischen den guten und schlechten Darmbakterien (Dysbakterie) vor, können sich Pilze und Parasiten ungehindert im Darm ausbreiten. Als regelrechte Nährstoffräuber entziehen sie dem Körper lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe und schwächen damit das Immunsystem. Außerdem geben Pilze und Parasiten Giftstoffe ab, die durch die Darmwand in den Körper gelangen. Das gesamte Immunsystem wird weiter geschwächt und so wird wahrscheinlich zahlreichen Krankheiten wie Erkältung, Allergien, Hautkrankheiten und rheumatischen Leiden Tür und Tor geöffnet.


    Sehr interessant ...
     
  9. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Wenig hilfreicher Artikel

    Sicher gibt es immer noch Ärzte, die kleinen Kindern Antibiotika zu schnell und leichtfertig verschreiben.

    Leider steht in dem Artikel nicht, wie viele Säuglinge und Kleinkinder sterben
    müssten, wenn es keine Antibiotika gäbe!!!

    Die getroffene Aussage:
    "Kinder, die gegen Mumps, Masern und Röteln geimpft worden waren, hatten ein erhöhtes Risiko, später an einer Rhinokonjunktivitis zu erkranken "
    mag richtig sein.

    Dann sollte man aber auch dazuschreiben, was ungeimpften Kindern passieren
    kann, wenn sie sich mit den o.g. Krankheiten anstecken und weitere Nebenwirkungen auftreten. Z.B. zum Thema Masern:
    Die Folgen einer Masernerkrankung können schwerwiegend sein. Jedes siebte Kind leidet unter Komplikationen wie Lungen- oder Mittelohrentzündungen. In schweren Fällen kommt es zu einer Masern-Enzephalitis (Hirnhautentzündung).

    Bei jedem siebten Kind führt diese Krankheit zu Komplikationen. Durch das Masernvirus werden die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers geschwächt, was das Kind für Infektionen aller Art anfällig macht. Es kann beispielsweise zu Lungen- oder Mittelohrentzündungen kommen. In besonders schweren Fällen kann es auch zu einer Masern-Enzephalitis (Hirnhautentzündung) kommen, gegen die es noch kein wirksames Medikament gibt. Experten des Robert-Koch-Instituts rechnen auf 500 bis 2000 Masernerkrankungen einmal mit einer Masern-Enzephalitis. Die Sterblichkeit bei dieser schweren Komplikation ist mit 10 bis 20 Prozent relativ hoch.

    Eine weitere Komplikation, die in jedem Fall tödlich verläuft, jedoch äußerst selten auftritt, ist die so genannte subakute sklerorierende Panenzephalitis (SSPE). Diese Krankheit setzt schleichend, oft erst Jahre nach der Masernerkrankung ein und führt zur Zerstörung des Gehirns. Von den 14 SSPE-Fällen, die in dem Zeitraum von Januar 2003 bis Februar 2006 registriert wurden, erkrankten 8 Kinder im ersten Lebensjahr an Masern, also zu einem Zeitpunkt, als sie noch gar nicht gegen Masern geimpft sein konnten.

    Die WHO hat es sich 1984 zum Ziel gesetzt, neben Kinderlähmung und Diphtherie auch die Masern bis zum Jahr 2010 vollständig auszurotten. Demnach müssten 95 Prozent aller Kinder und Jugendlichen eines Landes gegen Masern geimpft sein. Die Einführung der Masernimpfung hierzulande (1973 in den alten Bundesländern, 1967 in der ehemaligen DDR) hat zwar zu einem Rückgang der Masernerkrankungen geführt, jedoch nicht zu einer Ausrottung der Masernviren.

    Bundesweit erhalten zurzeit etwa 93,5 Prozent aller Kleinkinder die empfohlene Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Schon bei der zweiten MMR-Impfung, die 4 Wochen nach der ersten erfolgen sollte, sinkt die Impfrate auf 65,7 Prozent ab. Ausgelöst durch den großen Masernausbruch in Nordrhein-Westfalen fordert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte erneut eine gesetzliche Impfpflicht.

    So lange nicht alle Kinder gegen Masern geimpft sind, wird es immer wieder Erkrankungen geben, moniert auch die Stiftung Kindergesundheit. Menschen, die nach ihrem 10. Geburtstag oder erst als Erwachsene Masern bekommen, erkrankten zwei- bis dreimal häufiger an einer Enzephalitis als Kinder unter fünf Jahren.

    Ich habe im Fernsehen mal einen Bericht über ein Kind gesehen, das an SSPE
    erkrankt ist, weil es sich in der Kinderarztpraxis bei einem ungeimpften Kind
    angesteckt hat und war erschüttert.

    Ich persönlich finde solche Artikel wenig hilfreich, weil sie die Eltern eher
    verunsichern denn aufklären.



    Liebe Grüße von Nixe
     
  10. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    @Nixe

    ich stimme Dir voll und ganz zu.

    Lieben Gruß
    Katharina
     
  11. Paris

    Paris Fan vom kleinen Prinzen..

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    @ nixe und die anderen

    auch ich kann dir (Nixe) nur recht geben, möchte gar nicht so genau wissen, wieviele Leute ich ohne Antibiotika schon hätte sterben sehn. Klar sollte man sie sorgfältig dosieren.....und wenn wir nicht impfen würden...ich möchte es mir gar nicht ausmalen...wo gerade wieder eine Masernepidemie in NRW mit ersten schwerst geschädigten ist.....
    http://www.wdr.de/themen/gesundheit/krankheit/masern/060510.jhtml
    Hier ist eine Diskussion über Impfen oder nicht für mich nicht mehr machbar.......es sei denn, man möchte die auch von Nixe erwähnten Folgen für seine Kinder riskieren!

    ....und die Studie, die zeigt, dass man durch vermehrten Antibiotikaeinsatz eher Rheuma bekommt, die möchte ich sehen!

    Die Studie, auf die Gisip sich bezieht basiert zudem "nur" auf Fragebögen. Da sind Families befragt worden, wie sie ihre Kinder ernähren, medizinisch versorgen und was für Erkrankungen sie haben......da können ausser den Antibiotika noch viele viele Dinge mehr eine Rolle spielen, die in dieser Studie eben nicht auftachen. man muss deswegen mit der Interpretation von so etwas seeeeehr vorsichtig sein! Solche Stuiden enthalten immer auch Fehler durch Faktoren, die auch in der besten Studie durch die Lappen gehen können....da müssen nur durch Zufall die Familien, die ihren Kindern weniger Antibiotika gegeben haben auch noch z.B. alle die Kinder mehr im Karten spielen lassen als die anderen. Wenn danach aber nicht gefragt wird, sondern nur nach den Antibiotika....dann sieht es so aus, als wären die Medis der Grund, dabei ist es eigentlich der Garten....
    Also, ich werde auch weiterhin, wenn nötig, Antibiotika schlucken und es jedem enmpfehlen, wenn ich es für nötig halte. Lieber eine vorübergehen durcheinandergebrachte Darmflora als kaputte herzklappen, weil ich meine Angina nicht behandelt habe.........nur mal so als Beispiel!
    Gruss, Paris
     
  12. Ulla

    Ulla "hessische Hexe"

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    Hallo Zusammen,
    kann mich Nixe & Co nur anschliessen, meine Tochter wäre nicht mehr am Leben ohne Antibiotika und Cortison.
    Ihre erste Antibiose hatte sie bereits mit 6 Wochen, hätte es auch lieber ohne durchgestanden, welche Mami gibt ihren Kindern schon freiwillig Medis.

    Allerdings stimmt es auch das viel zu leichtfertig mit antibiotika umgegangen wird, viele nehmen es bis Besserung einsetzt und setzen es dann ab und der Rest wird tatsächlich später eingesetzt und dann wundert man sich das es nicht hilft.

    Liebe Grüße

    Ulla