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Keine Ahnung - kein Weg - bin verunsichert

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Luise72, 31. März 2011.

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  1. Luise72

    Luise72 Neues Mitglied

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    Erst einmal ein freundliches Hallo,

    ich bin ganz neu hier und weiß noch nicht einmal, ob ich hierher gehöre.

    Ich brauche euren Rat. Vielleicht ist ja jemand hier, der mich beraten kann.

    Ich stelle mich erst einmal vor: Ich heisse Patricia, bin 38 Jahre alt und komme aus der Nähe von Berlin und habe ein paar Pfund zu viel auf den Rippen.

    Zu meiner Geschichte:
    Vor 3 Jahren hatte ich im rechten Handgelenk eine Entzündung, die auf eine Sehnenscheidenentzündung hinwies. Ich behandelte ersteinmal eine Weile mit einer Sportsalbe. Als es nicht besser wurde, suchte ich einen Orthopäden auf.

    Dieser behandelte ebenfalls erst einmal so weiter, ordnete dann aber ein MRT, ein Röntgenbild und eine Blutuntersuchung an. Ehe alle Termine als Kassenpatient abgearbeitet waren vergingen 12 Wochen.

    Nachdem nun alle Ergebnisse vorlagen, sagte mir der Orthopäde, es sei alles klar, der Rheumafaktor sei deutlich erhöht. Da kann man nichts machen. Ich solle die Schiene, die er mir Verordnet hatte, noch einmal 12 Wochen tragen. Er verschieb mir diclofenac als Salbe und als Tabletten gegen die Schmerzen. Dann meinte er, wir sollten eine Reha beantragen. Er war sehr locker. Ich überfordert. Er warnte mich vor, dass dies erst der Anfang sei. Rheuma würde meist parallel auftreten. Also demnächst würde meine linke Hand ebenfalls Probleme bereiten.

    Nun ja, er hatte Recht.

    Mittlerweile habe ich zeitweilig Schmerzen auch in den Ellenbögen und den Schultern. Außerdem im rechten Fußgelenk. Allerdings läuft es fast ohne Schwellungen ab. Also morgens sind Schwellungen da, aber nach dem ich gesalbt hab und in Schwung gekommen bin, schwillt es ab und tut nur noch weh.

    Ich arbeite im Büro an einem Computer (wie sicher viele von euch) und hab daher oft mit dem Tippen Probleme. Da kommt dann eine Steifigkeit in die Finger, die sehr behindernd ist. Ablagearbeiten sind eine Katastrophe. Dieses Greifen nach Papier!

    Manche Tage sind allerdings besser als andere. An manchen Tagen bin ich sogar schmerzfrei (fast).

    Beim Arzt war ich danach bisher nicht mehr. Mein letzter Besuch ist jetzt 2 Jahre her.

    Mein Problem ist nun: Ich hatte nicht den Eindruck, dass mir DIESER Arzt wirklich helfen konnte. Also er ist sicher ein sehr guter Orthopäde. Aber ich wüsste nicht, was ich ihm sagen soll, wenn ich da noch mal hingehe.

    Mit den Schmerzmitteln, diclofenac, komme ich ganz gut klar. Und die bekomme ich auch ohne Arzt.

    Ich gehe einmal in der Woche Schwimmen. Manchmal sind die Schmerzen so schlimm, dass ich mich im Wasser oben halte wie ein Hund. Einfach weil ich mich gar nicht strecken kann.

    Aber ich habe keine Ahnung, wie ich mich nun verhalten soll. Ob und wenn ja welchen Arzt ich aufsuchen sollte. Wie mein Weg sein könnte, denn ich hab Angst, dass es schlimmer wird.

    Ich komme so ja ganz gut klar, aber beschwerdefrei ist anders.

    Ich kenne mich mit der Krankheit nicht aus und ich weiß nicht, was es bedeutet, wenn der Rheumafaktor erhöht ist ????

    Als ich den Vorschlag der Reha abgelehnt habe, sagte mir der Arzt schmunzelnd:" Das überlegen Sie sich noch, wenn die Schmerzen schlimmer werden!". Großartig.

    Wie ihr am langen Text erkennen könnt, ist heute ein guter Tag :) Aber ich habe heute auch frei.

    Tja, vielleicht kann ja jemand Licht in mein Dunkel bringen. Mir sagen, wie ich mich verhalten sollte oder hat einfach einen Tipp für mich.

    Ich danke euch
    Eure Patricia
     
    #1 31. März 2011
    Zuletzt bearbeitet: 31. März 2011
  2. Sirsha

    Sirsha Beardiemama

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    Hallo Luise72/Patricia,

    erst mal herzlich Willkommen

    Hast Du Dir schon mal überlegt, zu einem Rheumatologen zu gehen?
    Orthopäde in allen Ehren, aber wenn er denn schon einen Verdacht auf eine der vielen Rheumaarten hat, dann sollte doch wohl ein Fachmann mal einen Blick drauf werfen.

    Liebe Grüße

    Sirsha
     
  3. Luise72

    Luise72 Neues Mitglied

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    Hallo Sirsha,

    danke ersteinmal, dass du dich um mich kümmerst.

    Ja, daran hab ich schon gedacht. Aber ich komme mir bei dem Gedanken blöd vor. Erst warte ich 6 Monate auf einen Termin und dann? Was soll ich dem denn sagen? Mir tut es da und weh und ein anderer Arzt hat einen erhöhten Rheumafaktor festgestellt?

    Macht man das so? Also ich hab echt keine Ahnung. Nachher lacht der mich aus und sagt, dass er da ganz andere Fälle hat. Ich finde das immer so schwierig mit den Ärzten. Bin nicht so ein Arztgänger. War ich nie.

    Kann man denn einfach so zu einem Rheumatologen? Oder braucht man da erst eine Überweisung von einem sog Hausarzt?

    Ich bin echt verunsichert.
     
  4. Frolanne

    Frolanne Registrierter Benutzer

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    auf jeden Fall Arzt konsultieren...

    Hallo Patricia,

    ich denke auch, du solltest auf jeden Fall einen Rheumatologen konsultieren. Auf Dauer sich die Schmerzmedikamente selbst "zu verschreiben" kann nicht der Weg sein. Du bist noch ein Stück jünger als ich (bin 43), da muss dir daran gelegen sein, ordentlich behandelt zu werden und dadurch auch wieder mehr Lebensqualität zu erlangen. Bzw. erst mal eine ordentliche Diagnose zu bekommen. Die kann die entweder ein guter Internist oder aber eben vor allem ein Rheumatologe stellen. Es gibt so viele verschiedene Rheuma-Arten, und es ist sicherlich möglich, beschwerdefrei zu leben, auch wenn du die Rheuma-Tendenz immer behalten wirst. Das habe ich gestern erst von meiner Osteopathin "gelernt".

    Alles Gute.

    Frolanne
     
  5. Vonne

    Vonne Neues Mitglied

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    Hallo Luise 72

    erst mal möchte ich dich auch ganz herzlich begrüßen und hoffe,dass du einige Tipps für dich mitnehmen kannst.Viele werden sich in deinem Text wieder erkennen.Mir ging es genauso,wie dir.Bei mir fing alles vor 8Jahren an und ich bin heute noch auf der Suche nach einer passenden Diagnose für mich.Was ich dir nur dringend ans Herz legen kann,ist,dass du dir einen internistischen Rheumatologen in Berlin suchst.Als erstes musst du aber zu deinem Hausarzt und bittest ihn um eine Überweisung zum Rheumadok. Also eigentlich dürfte das kein Problem sein.Auch wenn du kein grosser Arztgänger bist,warte bitte nicht so lange.Es gibt rheumatische Erkrankungen,die behandelt werden müssen,da sie sonst deine Gelenke zerstören können.Also das heisst nicht,dass du soetwas hast,aber ein Facharzt sollte da mal schauen bei dir.Das einzige Problem in Berlin ist,dass es wenige kompetente,nette und freundliche Ärzte gibt.Weil die,die gut sind,geben leider keine Termine mehr raus.Ich weiß,von was ich spreche. Habe schon einige Ärzte in Berlin kennengelernt in meiner Rheuma-Karriere.Und verzweifel bitte nicht an den langen Wartezeiten.Ich wünsche dir viel Spass beim Erfahrungsaustausch hier im Forum. Lg Vonne:D
     
  6. Luise72

    Luise72 Neues Mitglied

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    herzlichen Dank für die lieben und wertvollen Antworten.

    Ich glaube, mich hier bei euch im Forum anzumelden war schon ein großer und richtiger Schritt in die richtige Richtung.

    Ich fühle mich schon gleich nicht mehr so allein.

    @vonne: Kennst du die Rheuma-Praxis Berlin in der Elsenstraße 111 am Treptower Park? Vielleicht versuche ich es da. Aber das Klingt da alles gleich so heftig.
    Du suchst auch immer noch? Nach 8 Jahren? Au weia!

    Mein Mann hatte einen Herzinfarkt vor 8 Jahren. Aber seine Behandlung ist einfach. Er kam ins Krankenhaus und ist nun jährlich beim kardiologen. Er kann den Blutdruck messen und regelmäßig Cholesterin untersuchen lassen. Und daran sieht er, ob er medikamentös gut eingestellt ist.

    Warum ist Rheuma denn so kompliziert?
     
  7. Vonne

    Vonne Neues Mitglied

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    also der Doktor in der Elsenstrasse 111 sagt mir was,aber ich kann dir nicht mal sagen,ob ich da schon war.Da muss ich doch glatt mal meine Akten durch schauen.Mein Langzeitgedächtnis klemmt manchmal nen bissl:vb_confused::vb_confused::vb_confused: Ja das dass so lange bei mir dauert,kann ich dir auch nicht sagen.Ich habe leider keine grossen Schwellungen und deshalb habe ich es sehr schwer.Leider.. Die Entzündungswerte im Blut reichen meist den Göttern in Weiß nicht aus,was ich aber nicht verstehen kann.Ich habe hier schon von einigen gelesen,dass sie trotz fehlender Schwellungen behandelt werden.Ich bin seit 2004 in einer rheum.Klinik in Behandlung.Dort war ich immer glücklich,das einzige Problem ist,dass ich immer gleich stationär rein musste,wenn ich Schmerzen hatte,also ich konnte mal nicht schnell vorbei kommen,wenn ich Sorgen hatte.Das fehlt mir aber ein bischen.Und die ambulanten Termine sind auch mittlerweile auf 9 Monate Wartezeit aufgestockt.Das ist mir echt zu lang.Deshalb bin ich wieder auf der Suche.Man muss echt hartnäckig bleiben und sich nicht alles gefallen lassen.Aber dann hast du es ja auch nicht so einfach,wenn dein Mann so krank ist.Man hat doch immer im Hinterkopf Sorge um ihn,oder??KLar gibt es Medikamente,dass dein Mann wieder Lebensqualität hatt,aber ich finde es beängstigend,wenn das Herz krank ist.Aber jede Krankheit hatt Schattenseiten.Hast du denn schon ein Termin gemacht?
     
  8. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo Luise72,

    auch von mir ein herzlich Wilkommen hier.

    Du hast hier doch die Adresse von einem Rheumatologen aufgeschrieben. Scheint in Deiner Nähe zu sein. Warum gehst Du nicht einfach hin und fragst nach einem Termin?? Vielleicht hast Du ja Glück und Du bekommst kurzfristig einen Termin. Oder wenn die keine Patienten mehr annehmen, können sie Dir vielleicht eine Praxis empfehlen.

    Ich wünsche Dir viel Glück.

    Herzliche Grüsse

    Louise
     
  9. Wilson

    Wilson Mitglied

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    Hallo Luise 72,
    ein herzliches Willkommen auch von mir.
    Ich kann dir nur raten, dir schnell einen Termin beim internistischen Rheumatologen zu holen. Wenn der zu lange Wartezeit hat, versuche die Angelegenheit bei der Anmeldung dringend zu machen. Oder du versuchst dein Glück über den Hausarzt, der mit Sicherheit eher einen Termin für dich bekommt. Du hast noch keine Diagnose... Ich wurde damals in eine Uniklinik überwiesen. Das war mein Glück. Den Termin hat der Hausarzt für mich ausgemacht - es ging recht schnell. Es wurden umfangreiche Untersuchungen gemacht und nach 8 Wochen hatte ich meine Diagnose und auch die Therapie dazu. Wenn du Rheuma hast, ich denke auch das wird so sein, dann brauchst zu eine schnelle Diagnose und einen schnellen Therapiebeginn. Umso besser sind deine Aussichten.
    Es mag sein, dass du zur Zeit relativ gut über die Runden kommst. Das wird sich vermutlich ändern. Ebenso wie deine in der vergangenheit seltenen Arztbesuche. Du wirst dich an die Halbgötter in Weiß gewöhnen müssen.
    Ich wünsche dir alles Gute und einen schnellen Termin beim Rheumadoc.
    M.
     
  10. tina71

    tina71 Neues Mitglied

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    Hallo Louise,

    du bekommst schneller einen Termin, wenn du erwähnst, dass du einen positiven RF hast bzw. hattest. Wer ist schon ein großer Arztgänger- ich kenne niemanden, der sagt, yippieh, mein Highlight der Woche , ich bin krank und muss zum Arzt...!! sorry, aber ich schimpfe jetzt ein wenig ;) es ist dein Körper, niemand ist verantwortlicher für ihn, als du !! Und momentan - bzw. schon seit Längerem - funktioniert der nicht. Mit dem Auto würdest du in die Werkstatt fahren, auch, um größeren Schaden zu verhindern und um dafür zu sorgen, dass es möglichst lange hält---du solltest dir selbst mindestens genauso wichtig sein. Und zu der Sorge, dass der Arzt lacht - findest du das denn zum Lachen ? Ist es eine Bagatelle ? Nein ? Also, hin dort, AUCH wenn es dauert, nicht schleifen lassen !! Wenn es Entzündungen sind, die dich beeinträchtigen, hinterlassen die Spuren, oft irreversibel !! Ich hoffe, ich habe dir ins Gewissen geredet - und ich hoffe, dir wird geholfen und dass du hier eine gute "Gemeinde" hast, die dir zuhört und dir hilft, wenn´s mal schlecht geht ! Ganz liebe Grüße für das Wochenende schickt dir
    Tina

    (P.S. du siehst es natürlich nicht, aber bei meiner "Standpauke" gucke ich ganz lieb ;), mit nem Lächeln...!!)