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Kann Massage den Muskelaufbau verhindern?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von mwoebke, 9. November 2007.

  1. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

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    Moin Ihr Lieben.

    Da habe ich doch eine merkwürdige Frage.:confused:

    Ich nehme seit kurzer Zeit wieder KG in Anspruch, da die eigenen Übungen nicht mehr ausreichen. Nun habe ich durch die stärkeren Belastungen Muskuläre Beschwerden und Verspannungen.
    Ich wollte mir nun zusätzlich auch Massagen verschreiben lassen aber dann die Antwort: Wir wollen Muskelaufbau und keine Muskellockerung.
    Habe ich da was falsch verstanden? oder ist es wirklich hinderlich die Muskeln zu stärken wenn man zwischendurch Massiert wird?

    Ein etwas fragloser Michael
     
  2. emina

    emina emina

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    Muskelaufbau!

    :rolleyes: Quatsch...das eine hat mit dem Anderen nichts zu tun!.Beides im ausgewogenem Verhältniss ist Ok..ein entspannter Körper...kann dann auch das Funktionstraining besser umsetzen!...LG Emina
     
  3. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    das kommt darauf an, wann beides gemacht wird.

    Ein Muskel soll einen Wachstumsreiz bekommen. Dazu muss er leicht über seinen Fähigkeiten beansprucht werden. Dann arbeitet er in einer sogenannten "Sauerstoffschuld". Es häufen sich dann Stoffwechselprodukte im Muskel an, wie zum Beispiel Milchsäure. Diese Milchsäure ist auch für den Muskelkater verantwortlich.
    Dies bewirkt einen Wachstumsreiz für den Muskel. Das ist die Grundlage eines Muskeltrainings.

    Werden diese Produkte mechanisch durch Massage abtransportiert, dann fehlt der Wachstumsreiz. Deshalb geht Training zum Muskelaufbau immer über die bisherige Leistungsfähigkeit des Muskels hinaus.

    Soweit die Theorie. Wenn jedoch am Montag das Training stattfindet und Dienstags die Massage, dann hat der Muskel genügend lange den Reiz bekommen und beides stört sich nicht.

    Es gibt aber noch rein formale Probleme:

    KG ist nach den Heilmittelrichtlinien je nach Krankheitsbild in einer größeren Zahl zu verschreiben. Massage aber nicht, da ist die Zahl auch bei einer längeren Behandlung begrenzt.
    Beides zusammen und gleichzeitig wird im allgemeinen nicht verschrieben. weil die Kassen hierbei Regresse angemeldet haben ( 2 sogenannte vorrangige Heilmittel bei einer Erkrankung)
     
  4. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

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    Hallo Frank.

    Aber das widerspricht sich im allgemeinen.
    Denn in einer Reha bekommst alle Anwendungen gleichzeitig um ja wieder Arbeitsfähig zu werden, aber kaum bist du zu Hause und schon wird das Krankheitsbild wieder verschlechtert weil eben nicht alles verschrieben werden kann.

    Michael
     
  5. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Erstens ist das was ich geschrieben habe eine Theorie aus dem Sporttraining.

    Zweitens ist das Ziel einer Reha nicht immer Muskelaufbau.

    In der täglichen Praxis, im täglichen Leben wird sich das nicht stören (ist ja kein Intensivtraining)

    Die Beschränkungen durch die Richtlinien ist da viel bedeutender.
     
  6. Kornelia

    Kornelia Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich bin Physiotherapeutin. In meiner Ausbildung hatte ich gelernt, daß ein Muskel nur dann richtig aufgebaut werden kann, wenn er vorher voll dehnfähig ist. Eine volle Dehnfähigkeit eines Muskels kann ich nur erreichen, wenn er nicht verspannt ist. Das heißt, ich kann keinen Muskel aufbauen, wenn er verspannt ist. Normalerweise besteht eine KG-Behandlung nicht nur aus Übungen, sondern auch aus der dazugehörenden Weichteilmobilisation (= Massage). Eigentlich sollte ein Physiotherapeut zu Beginn einer Behandlung einen Befund erstellen, nach dem er dann seinen Patient behandelt.
    Ich hoffe, ich konnte ein bißchen weiterhelfen.
    Liebe Grüße
    Kornelia
     
  7. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

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    @ Frank
    @Cornelia

    Frank: In der Reha geht es wirklich nur um MAT( Muskel Aufbau Training) so meine Erfahrungen.
    Cornelia: Genauso sehe ich das.

    LG

    Michael
     
  8. Chrischan

    Chrischan Neues Mitglied

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    hi,

    habe selbst lange leistungssport betrieben und kann den arzt schon verstehen, wenn er keine massage verordnet. meiner meinung ist massage eben die für den sportler einfachste (da passive) art der möglichen entspannung - es gibt allerdings ja auch andere wege, zu einer entspannung zu kommen.

    z.b. (auch nachlesbar bei hottenrott in einem seiner trainingsbücher):

    - abwärmen nach dem training, z.b. locker auf dem ergometer ausfahren, lockerungsbewegungen
    - regenerationstraining am nächsten tag, z.b leicht ausschwimmen (oder "ausplanschen")
    - flüssigkeits- und energieausgleich
    - entmüdungsbäder (danach wie auch bei einer sauna so ca. 30 min ruhen)
    - sauna
    - progressive muskelrelaxation oder auch tiefentraining
    - schlaf

    ich würde daher aus meiner erfahrung heraus die wirkung einer massage nicht zu stark bewerten; es gibt ausreichend andere möglichkeiten der entspannung nach/zwischen den trainingseinheiten.

    @ kornelia: schon gelesen?

    http://nostretch.de/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=32

    danach erhält man durch stretching/lockerung vor dem muskeltraining genau den gegenteiligen von dir gewünschten effekt!

    viel spaß beim sporteln!
     
  9. Kornelia

    Kornelia Neues Mitglied

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    Hallo,
    warum sehe bei meiner täglichen Arbeit als Physiotherapeutin, besonders bei Sportler, total verkürzte Muskulatur? Verkürzte Muskeln ziehen vorallem an den knöchernen Ansatzstellen, können so z.B. Schmerzen und Fehlhaltungen auslösen. Richtiges Dehnen vor und nach dem Sport sind deshalb sehr wichtig. Physiotherapeuten können eine Muskelverspannung sehr gut von einer Muskelverkürzung unterscheiden!!
    Liebe Grüße
    Kornelia
     
  10. Chrischan

    Chrischan Neues Mitglied

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    na eben, du siehst ja auch keine verkürzte muskulatur, sondern eine "verspannte" (meinst vielleicht hohen tonus?)!

    ich hoffe nur, dass du deinen sportlern vor dem training kein stretching empfiehlst - und vor allem nicht vor einem wettkampf .... durch solche aktionen sinkt die spannung, d.h. für den sportler, dass er mit einer leistungsminderung rechnen muss ....

    wenn ein sportler agonisten und antagonisten entsprechend trainiert (und eben nicht nur "seine" muskulatur für die hauptsportart) sollten sich gar keine fehlhaltungen entwickeln ....

    wäre doch besser, die ursachen abzuarbeiten als die symptome per massage immer nur temporär abzuarbeiten?

    aber hier im thread ging es ja darum, dass es auch sehr viele andere entspannungs-/regenerationstechniken gibt - die sache ist doch die, dass man auch selbst(bewusst) zu handeln lernen muss ... das ist meiner meinung ein wesentlicher teil der patientensouveränität. man kann doch nicht immer von anderen abhängig sein ....

    ganz davon abgesehen, gibt's ja sicherlich sehr viele leute, die aufgrund verspannungen gerne mal massagen über die gkv hätten - dies ist einerseits aufgrund der heilmittelrichtlinien nicht möglich, andererseits wird sich so mancher arzt auch denken, dass er lieber einen anderen patienten z.b. mit manueller therapie unterstützt als die verspannungen des anderen per massage abzuarbeiten. eine andere sache ist, dass michael's arzt einen "dummen spruch" auf der lippe hatte - eine kurze erläuterung zu alternativen regenerationstechniken wäre ja sicherlich sinnvoller gewesen, wobei man wie ich finde ja doch immer etwas enttäuscht ist, wenn man das, was man möchte, nicht bekommt ;)