Kann man am Kiefer noch was machen?

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Yasbel, 12. Februar 2017.

  1. Yasbel

    Yasbel Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    12. Februar 2017
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Hallo. Ich bin neu hier. Ich weiss mir keinen Rat. Wir haben noch keine Diagnose. Ich habe letzte Woche Befunde von meiner 8 jährigen Tochter bekommen. Sie wurden aufgrund von Schmerzen im kiefer links gemacht. ANA 2560 und Mrt vom Kiefer. Seit dem grübel ich die ganze Zeit und habe Angst das ihr Kiefer komplett kaputt ist und sie nun dauerhaft mit Schmerzen leben muss. Befund lautet : Kiefergelenk zeigt eine knöcherne Erhabenheit im Bereich der mittleren Artikulationsfläche, der Diskus articularis scheint nur rudimentär angelegt bzw. Degenerativ verändert. Bei dem geöffneten Mund ist kein eigentlicher Gelenkspalt zwischen dem abgeflachten Kieferköpfchen und der Facies articularis mehr nachweisbar, hier deutliche Aufbrauchsitiation im Sinne arthrotischer/ diskreter postarthritischer Veränderungen. Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen und kann mir sagen was wir tun können damit es nicht schlimmer wird? Unser KiA ist im Urlaub und Beim Kinderrheumatologen haben wir erst in 3 Wochen einen Termin. Die Kieferchirurgie hat sich dazu nicht geäußert außer wir sollen zum Rheumatologen gehen.Vielen Dank
     
  2. Deuti

    Deuti Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    3. November 2010
    Beiträge:
    40
    Zustimmungen:
    4
    Ort:
    Niedersachsen
    Hallo Yasbel,
    vielleicht solltest du mit deiner Frage ins Unterforum Kinder- und Jugendrheuma wechseln, da bekommst du sicher mehr Antworten.
    Meine Tochter ist auch 8 Jahre alt und hat seit über 6 Jahren eine Polyarthritis. Seit einem Jahr ist auch das Kiefergelenk betroffen. Es wurde frühzeitig bemerkt und sie ist gut mit Medikamenten eingestellt. Die Entzündung ist zur Ruhe gekommen. Aber ich kann deine Angst gut verstehen, denn nichts ist schlimmer als die Ungewissheit…
    Du schreibst Ihr habt noch keine Diagnose, da wirst du wohl leider bis zum Termin beim Kinderrheumatologen warten müssen, denn der ist auch für uns die Hauptansprechperson.
    Der Kinderrheumatologe sammelt alle Befunde und entscheidet letztendlich über die Behandlung, Medikamente etc., so läuft es zumindest bei uns. Einen Kiefernorthopäden zu finden, der Erfahrungen mit rheumatischen Entzündungen bei Kindern hat, ist relativ aussichtlos…
    Ist das MRT mit spezieller Kiefergelenkspule gemacht worden, da wurde bei uns sehr viel Wert drauf gelegt und wir sind extra weit gefahren.
    Ich möchte dir dennoch Mut machen! Wenn ihr eine Diagnose habt, kann deine Tochter gut behandelt werden und wird hoffentlich keine Schmerzen haben müssen. Es gibt auch speziell ausgebildete Physiotherapeuten (Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)-Therapeuten), die können gut helfen.
    Ich wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit.
    Liebe Grüße Deuti
     
  3. Yasbel

    Yasbel Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    12. Februar 2017
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Deuti. Vielen dank für deine Antwort. Waren gestern bei einer Rheumatologin für Erwachsene und sie hat sich unsere Tochter einmal angeschaut. Die Ungewissheit macht mich nämlich wahnsinnig ... Sie sagte es sieht nach einer JIA aus. Derzeit ist nur das Kiefergelenk betroffen und ich hoffe es bleibt so. Nehmen jetzt bis zum 28.2 Nurofen. Und am Donnerstag haben wir Termin beim Zahnarzt da sie uns empfohlen hat eine Aufbissschiene anfertigen zu lassen. Habt ihr Erfahrungen damit? Sie sagte auch das sie wohl auf MTX eingestellt wird und eine Cortison Injektion ins Kiefergelenk bekommt damit es sich beruhigt. Misst Deine Maus da auch durch?Lg
     
  4. kleine Eule

    kleine Eule Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    16. Februar 2005
    Beiträge:
    1.478
    Zustimmungen:
    500
    Hallo Yasbel,

    die Aufbissschiene ist sicher eine gute Idee. Ich denke, dass funktioniert bei Kindern ähnlich wie bei Erwachsenen. Habe seit vielen Jahren eine solche Nachtschiene und empfinde es als Entlastung der Kiefergelenke, möchte sie nicht mehr missen. Bei einem Schub im Kiefergelenk trage ich sie oft auch tagsüber. Erkundigt Euch beim Zahnarzt, ob er Erfahrung damit hat und eine Schiene machen kann, die wirklich entlastet und nicht nur eine einfache Knirschschiene.
    Alles Gute für Euch!

    viele Grüße von der kleinen Eule
     
  5. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    30. April 2011
    Beiträge:
    3.403
    Zustimmungen:
    1.294
    Ort:
    Panama
    Ich habe während meiner Tätigkeit als logopädin ein 4 jähriges mädchen mit jia behandelt.
    Auch bei ihr waren die kiefer Gelenke betroffen.
    Der gesamte muskeltonus war zu schlaff ( offene mundhaltung), zu dem ein falsches schluckmuster und eine falsche zungenruheLage.

    Sie bekam unter anderem eine Spange mit einer kleinen perle am der Stelle wo die Zunge eigentlich mal in ruhe "liegen" sollte und die Allg. Mund/kiefermuskulatur wurde u.and. gekräftigt bzw wieder in Balance gebracht.

    Ich habe sie leider nicht Bis zum Ende behandelt, da ich aus der Praxis ausgeschieden bin.
     
  6. Yasbel

    Yasbel Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    12. Februar 2017
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Vielen Dank für eure Antworten. Ich denke auch das es zumindest ein Anfang ist. Viell kann die Rheumatologin uns auch noch etwas empfehlen. Ich werde das mit unserem Zahnarzt besprechen und viell bringt das dann schon eine Besserung. Lg
     
  7. Deuti

    Deuti Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    3. November 2010
    Beiträge:
    40
    Zustimmungen:
    4
    Ort:
    Niedersachsen
    Hallo Yasbel,
    meine Tochter bekommt jetzt auch wieder MTX, zu dem Zeitpunkt, als es mit dem Kiefergelenk losging, waren nur die Knie betroffen (sind punktiert worden und Cortison
    eingespritzt) und MTX eigentlich nicht erforderlich. Die Entzündung im Kiefer hat das jedoch geändert und wir haben sofort wieder mit dem MTX begonnen. Einspritzungen ins Kiefergelenk bei Kindern macht man (zumindest unsere Erfahrung) nicht, da die Person bei der Einspritzung ins Kiefergelenk wach sein muss und da das auch recht schmerzhaft sein soll, ist das bei Kindern einfach schwer möglich. Wird wohl erst ab ca. 16 Jahren gemacht.
    Die Kniegelenkeinspritzung dagegen hat unsere Maus tapfer ohne Narkose durchgezogen.
    Unsere Tochter hat keine Aufbiss-Schiene sondern einen sogenannten Aktivator. Das ist aber entsprechend der individuellen Ausprägung der Entzündung verschieden. Ich schicke dir per PN mal eine Info dazu. Im Rahmen der ganzen Diagnostik kam bei uns auch eine Schluckmusterstörung ans Tageslicht… Ich denke das hat jetzt nichts mit dem Rheuma zu tun. Wir machen jedoch jetzt auch eine logopädische Behandlung, was gut läuft. Allerdings ist bei meiner Tochter keine aktive Entzündung, da muss man wohl sehr vorsichtig sein. Bestimmte Behandlungen sind nur möglich, wenn die Entzündung zur Ruhe gekommen ist.
    Liebe Grüße Deuti
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden