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Kampfansage den Ärzten

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Uschi, 6. Februar 2004.

  1. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    An alle ROler

    Ich hatte gestern ein nettes Gesrpäch mit einem Krankenkassen-Vertreter, der mir aufgrund meiner eigenen Probleme folgendes für uns alles riet:

    Jeden Arzt, der sich uns gegenüber komisch, eigenartig, ignoranot usw. verhält, mit allen Daten erfassen: Name, Position, Anschrift, Tag, Uhrzeit, Anlass und Inhalt des Besuches, also ein

    Protokoll

    erstellen. Von diesem Protokoll eine Kopie KRANKENKASSE, eine Kopie ÄRZTEKAMMER und eine Kopie GESUNDHEITSMINISTERIUM, eine Kopie entweder für den CHEF des Arztes oder ihn SELBST und für uns auch eine.

    Wir sollten uns zusammentun und diese Vorfälle sammeln, einem/einer von uns diese Unterlagen dann überlassen und diese/dieser übernimmt die Aufgabe, die Unterlagen an die jeweiligen Stellen zu schicken.

    Mein "Freund" ist der Meinung, daß nur eine konzentrierte Form von Nachweisen, Belegen und massiven Beschwerden der schriftlichen Form eine Änderung erzwingen können - und im letzten Stadium sollte man die PRESSE einschalten - es öffentlich machen.

    Was haltet ihr davon ? ? ? Ach ja, übigens - ich denke, es sollte auch eine Kopie für den RENTENTRÄGER geben :):)

    Also, Leute - eure Meinungen her und Freiwillige vor :)

    Pumpkin
     
  2. Oese

    Oese Guest

    Ärztejagd ?

    Hallo,

    habt ihr auch so viele Probleme mit Ärzten ??? Ich dachte das wäre den Schilddrüsenpatienten vorbehalten :p

    die Idee an sich finde ich gut, nur muß sich jeder VORHER GUT ÜBERLEGEN , ob das Verhalten des Arztes wirklich ignorant war ,z.b. bei Falschbehandlung / Fehldiagnose, oder ob er nur mal einen schlechten Tag gehabt hat, bevor er eine Beschwerde an alle Einrichtungen schickt.

    ...nicht das das hier eine Ärzte-Jagd wird. Es gibt nämlich auch ganz tolle Ärzte, mit denen man reden kann . ;)
     
  3. merre

    merre Aktives Mitglied

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    einiges schon in Arbeit

    ..ja Uschi, gefallen lassen sollte man sich nichts. Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, daß unser gesamtes Gesundheitssystem auf einem oft sehr fragwürdigen Leistungsprinzip aufgebaut ist. Hierbei haben viele Mediziner viele Möglichkeiten konkrete Verantwortung wegzuschieben.
    In allen Bereichen des Gesundheitswesens gibt es die verschiedensten Gremien, die auch Kontroll und Aufsichtspflichten haben. Vielfach jedoch geht es heute oft nur um die Verteidigung bestimmter Privilegien oder Vorteile ...kurz gesagt ums verteilbare Geld. Außenstehende finden sich oft mit der gesamten Problematik überfordert. In der Konsequenz werden Ärzte von Ärzten kontrolliert, da die Krankenkassen z.B. zu sehr in eine "Verwaltungstätigkeit" verstrickt sind und fachlich meist überfordert wirken.
    Im Gesundheitswesen wurde vielfach "fachliche Kompetenz" durch Unmengen von "Klinischen Nachweisen" durch teure Untersuchungsmethoden abgelöst.
    Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo die Aussage eines Arztes "mein Patient hat......." Gewicht hatte. Heute muß derselbe Arzt verschiedenste Nachweise erbringen, die letzendlich dann doch fragliche Einschätzungen liefern. Das Problem ist ein immer stärker werdendes Mißtrauen Jemand könnte sich Leistungen erschleichen, die ihm nicht zustehen.
    Auch ist die Tatsache in Vergessenheit geraten, daß medizinische Leistungen nicht defenitiv durch den Staat erbracht werden sondern in Vorsorge über Steuern und Beiträge finanziert wurden. Und jetzt hinkt das Verteilungssystem.
    Ich selber kenne viele Mediziner, die mit der Situation auch sehr unzufrieden sind.

    Wenn ich übers Wochenende Zeit finde werde ich mal genauer auf diese Problematik eingehen.
    Natürlich muß man sich "nichts gefallen lassen". Vielelicht kann man sich an die verschiedenen Verbände oder örtlichen Gruppen wenden. Auch gibt es Fachzeitschriften, wo man hinschreiben kann.

    Zum Schluß: Ich denke, daß bei vielen im Einzelfall zu sehenden Problemen auch mancher Arzt nicht abgeneigt ist, wenn mal jemand "auf den Tisch haut".

    Und wenn ich daran denke wieviel Zeit und Nerven solche Problembewältigung kostet......sicher auch weil sich zu wenig "wehren".

    Paßt auf Euch auf "merre"
     
  4. Mickey

    Mickey Guest

    ..........................................
     
    #4 6. Februar 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. August 2004
  5. Matthias

    Matthias Neues Mitglied

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    Das gilt natürlich auch in diesen Fällen:

    Jeden Krankenkassenvertreter, der sich uns gegenüber komisch, eigenartig, ignoranot usw. verhält, mit allen Daten erfassen: Name, Position, Anschrift, Tag, Uhrzeit, Anlass und Inhalt des Kontaktes, also ein

    Protokoll

    erstellen. Von diesem Protokoll eine Kopie KRANKENKASSE, eine Kopie ÄRZTEKAMMER und eine Kopie GESUNDHEITSMINISTERIUM, eine Kopie entweder für den CHEF des Krankenkassenvertreters oder ihn SELBST und für uns auch eine.
     
  6. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    ..Die Ärzte haben oft genug darauf hingewiesen, daß bei der Arbeitsbelastung mit den Diensten und einer Arbeitszeit von teils 36 Stunden Fehler vorprogrammiert sind.
    Diese Belastung ist in Europa einmalig und es musste bis vor den Europäischen Gerichtshof geklagt werden, um diesen Mißbrauch auch anzuerkennen. Dennoch weigert sich die Krankenhausgesellschaft, dies umzusetzen.

    In den Praxen behandeln die Ärzte pro Tag je nach Fachrichtung zwischen 50 und 100 Patienten. Das sind bei nur 20 Arbeitstagen gerechnet 1000 bis 2000 Patientenkontakte im Monat. Dabei werden zwangsläufig Begegnungen sein, die unbefriedigend verlaufen.

    Wenn fachliche Fehler festzustellen sind, gibt es Schiedsstellen oder auch den Weg der Klage.
    Allerdings ist hierbei streng einzuhalten, diese Klagen an die zuständigen Stellen zu schicken. Jede weitere Verbreitung eventuell mit Namen kann böse Folgen haben (deshalb wird bei Leserbriefen auch nie der Name veröffentlicht. )
    Diese Protokolle irgendwohin zu schicken.....da sollte man den § 185 und §186 des Strafgesetzbuches kennen und sich etwas Geld dafür zur Seite legen.

    Nur weil jemand ein anonymer Krankenkassenmitarbeiter ist, hat er noch nichts zu sagen. Zur Zeit, wo wöchentlich neue Richtlinien und Nachbesserungen des Gesetzes kommen, sind die Aussagen oftmals inkompetent, von allen Seiten, weil kaum noch jemand wirklich durchblickt.

    Und Zitat:
    "Jeden Arzt, der sich uns gegenüber komisch, eigenartig, ignoranot usw. verhält, mit allen Daten erfassen"
    Zitat Ende

    "Irgendwie komisch, eigenartig " , diese Begriffe sind mir nicht ganz klar und ich denke, wir sollten nicht in diese Schiene kommen...

    Das neue Gesetz bringt unweigerlich Einschränkungen. Die Gesetze sind von der jetzigen Regierung gemacht und nicht von den Therapeuten. Es wird massive Benachteiligungen geben, auch im Heilmittelbereich.

    Zuguterletzt denke ich, dass eine Behandlung eine gewisse Vertrauensbasis braucht. Von beiden Seiten. Wenn die von vorne herein nicht da ist, dann wird es nichts.
     
  7. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    .. ich kann mich da Frank_Stuttgart's Meinung nur voll und ganz anschließen ... was soll das werden? Der Patient als "Waffe" zwischen Ärzten und Krankenkassen und und und ...Nein danke!
    Und wirklich sollte dieser "Ratgebende Mitarbeiter der Krankenkasse" mal den Kopf einziehen, das er nicht eins auf die Mütze kriegt, Patienten zu solchen "Petzmethoden" anzustiften. Das kommt ja fast der Stasi gleich :mad: .. die genannten §§ von Frank sind sicher Verleumdungs§§ (hab jetzt nicht geschaut).....also Vorsicht, was ihr macht und denkt daran, Stress ist der größte Feind vom Rheuma!!! .... als ob uns dieser Feind nicht schon im normalen Alltag genug begleitet ...:confused:
     
  8. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo,

    mir fällt dazu nur ein: jeder Handwerker hat das Recht, nachzubessern, nachdem er auf seinen Fehler hingewiesen wurde.

    Das sollten wir einem Arzt auch zugestehen: erstmal dem Arzt sagen, was uns geärgert hat und ihm eine Chance geben!

    Wenn sich dann aber nix ändert und der Arzt auch keinen vernünftigen Grund dafür sagen kann, dann würde ich mich schon bei der Kasse und evtl. bei der KV beschweren!

    Liebe Grüße

    Ulmka
     
  9. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Ärztekampf ??

    Na ihr, da sieht man mal, wo die klugen Köpfe sind bei uns :)

    Ich persönlich halte ja mehr davon, dass ich bei Unzufriedenheit dem Arzt meine persönliche Meinung geige, wenn die Musik verklungen ist mir einen neuen Geiger suche :):)

    Ich denke, daß die KK scharf drauf werden, Kostenträge loszuwerden, oder ??

    Ach, wenn alles nicht mehr hilft: erschiessen :)

    Schönes WE wünscht

    Pumpkin
     
  10. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Probleme mit dem Arzt

    Ja sicher Uschi, wäre der erste Weg mit dem Arzt zu reden. Das klang in Deinem ersten Beitrag nicht so an und sicher haben viele die Überschrift zu wörtlich genommen. Wenn man sich bei seinem Arzt beschwert, sollte man auch sagen, daß man bei Nichtklärung sich weiterwenden wird.
    In diesem Zusammenhang müßte man einen Befundauszug oder eine Abschrift z.B. von einem Befund den man nicht akzeptiert verlangen, erzählen kann der Arzt ja später viel.
    Das Problem ist sicher auch die Frage der ärztlichen Schweigepflicht und eine Beweispflicht unsererseits, daß das was eingeschätzt wurde falsch ist. Formfehler oder rein menschliche Probleme , die Art und Weise wie man dort behandelt wird (nicht medizinisch gemeint) sind davon ausgeschlossen.
    Man sollte allerdings immer davon ausgehen, daß die Mediziner/ Ärzte sich grundsätzlich bei Streitfragen anwaltlich vertreten lassen. Als Gegenpart braucht man dann sicher auch entsprechenden Beistand.
    Alle Beziehungen und Leistungen von Medizinern sind in Bezug auf die Krankenkasse vertraglich geregelt. In Streitfällen bekommt die Krankenkasse es grundsätzlich mit der Ärztekammer oder anderen Vereinigungen der Mediziner zu tun, oder steht einem Verwaltungsgremium gegenüber, daß rechtlich auch entsprechend ausgestattet ist.
    Ich kenne auch keinen Fall, wo in einem Streit zu einem medizinische Problem zum Beispiel deren Medizinischer Dienst den Ausschlag gibt. Die fachlich zuständigen Gutachter z.B. sind immer auf Seiten der Ärzte zu finden.
    Und ich meine die Krankenkasse wird uns sicher unterstützen, aber wenn sie Krankengeldzahlungspflichtig sind sieht das ganz anders aus. Diese Erfahrung habe ich persönlich und auch andere gemacht. Da heißt es dann Patient und Arzt gegen die Krankenkasse.
    Ja eigentlich sind wir als Patient/Kranker immer die "Angeschissenen" sag ich mal.

    Deswegen gibt es:
    den Allgemeinen Patienten-Verband e.V.
    Pf. 1126, D-35001 Marburg

    den Patientenschutz e.V.
    Buschkrugallee 53a
    D-12359 Berlin

    und auch der DVMB und die Rheumaliga haben Beratungs und anwaltschafliche Betreuung bei solchen Problemen.
    Ja und leider gibt es genügend davon. Allein in unserem und anderen Foren wird ja deswegen auch oft und vielseitig darüber disskutiert.

    Ja Uschi und leider sind viele Betroffene nicht so kriegerisch wie wir veranlagt und geben klein bei.

    Grundsätzlich gebe ich Dir aber Recht....es gibt halt zwei Wege:

    - einfach mal laut werden und auf den Tisch hauen, vielleicht auch ein bissl frech.....denn von
    sich aus wird ein Mediziner da nichts unternehmen
    - oder man geht den Weg über rechtliche Schritte, wobei man da ausgebufft, manchmal
    auch skrupellos sein sollte, eine lange "Puste" braucht und sicher den nötigen Beistand... schon wegen dem finanziellen Risiko.

    Ja irgendwie hab ich Glück mit meinen Medizinern.
    Einen schönen Sonntag wünscht "merre"
     
    #10 7. Februar 2004
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2004
  11. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    Ich hatte vor Jahren mal so ein Problem mit einem Arzt in einer Klinik .... während einer dortigen stationären Behandlung sind wir uns "in die Haare geraten" ... ich habe versucht, mir verbal Gehör zu verschaffen, habe diskutiert, gefragt, gesagt ..... zum Schluß konnte ich mich gar nicht mehr äußern, weil ich mit meiner Kraft am Ende war, denn es ging mir ja auch gesundheitlich sehr schlecht ... ich hätte nur noch heulen können ... vor Wut, vor Frust, vor Schmerz ... vor der Erkenntnis, ja doch nichts ausrichten zu könnnen ...hilflos zu sein.

    Meine "Waffe" war dann, einen langen Brief an die Klinikleitung zu schreiben ... anders hätte ich mich nicht mehr ausdrücken können, da ich ja sowieso immer gegen eine "Wand gelaufen wurde". Ich schrieb, verließ die Klinik ....schwor mir, nie !!! wieder dorthin zu gehen.

    Nach einigen Wochen erhielt ich Antwort von der Klinikchefin ..... Mißverständnis ... wären Sie mal zu mir gekommen ....la la la ..sehr allgemein, aber immerhin eine Antwort.

    Und irgendwann holte mich das blöde Rheuma wieder ein, mann gings mir sch... ... wohin jetzt?? .... ich ging wider Erwarten in die gleiche Klinik zurück, jeder der Mitarbeiter erinnerte sich an meine Beschwerde, denn der Brief wurde dort damals ausgewertet .... mir war mulmig, ich hab den Kopf eingezogen ....aber ich brauchte Hilfe ....dringend sogar und auch "der" Arzt war noch da :( ... aber diesmal ging alles gut, er nahm mich ernst, wir kamen prima miteinander aus ... und ich habe ihm dann am Ende der Behandlung auch gesagt, wie es mir damals ging und das ich es gut finde, wie es jetzt ist ... so hatten wir beide ein Erfolgserlebnis und jeder wußte von nun an, was er vom anderen zu halten hatte :)