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tigge1979
Guest
Lieber Jörg,
ich kann mich nicht gut ausdrücken, wenn es um Gefühle geht, aber ich möchte es dennoch gern versuchen:
In mir drinnen spüre ich Deine Liebe und die Wärme, die Du Deinem Vater gegenüber empfindest. Und mit Sicherheit warst Du auch einem Gefühl der Hilflosigkeit ausgeliefert, dass Du nicht helfen konntest, ihn wieder so wie früher werden zu lassen.
Aber, weisst Du, lieber Jörg, Du, Deine Frau, Deine Mutter, der Hausarzt....ihr habt alle richtig gehandelt. Sicherlich möchte man dem Vater erklären, dass es zu seinem Besten war, vielleicht hätte er es aber nicht verstanden....wer weiß, wie die Krankheit schon in ihm gesteckt und ihn verändert hat.
Es tut mir wirklich von ganzem Herzen leid, dass Dein gemeinsamer Lebensweg mit Deinem Vater - zumindest auf Erden - zu Ende ist. Er wird immer bei Dir sein, in Deinen Gedanken, in Deinem Herzen.....im Laufe der Jahre wirst Du ihn hoffentlich so in Erinnerung behalten, wie er war, bevor er erkrankte. Wir Menschen neigen ja glücklicherweise dazu, die schlimmen Dinge zu verdrängen.
Dein Vater war mit Sicherheit ein lieber Mann, der sicher seinen eigenen Kopf hatte, aber genau das hat ihn ja ausgemacht. Du liebst Deinen Vater sehr, und Du wirst immer liebevoll an ihn denken.
Im Moment bist Du ausgepowert, und das kann ich sehr, sehr gut verstehen. Der Tod und auch die ganze Krankheit vorher, die zermürbenden Umstände, die Aufregungen,....all das hat euch viel Kraft gekostet. Ihr seid ja bisher noch gar nicht richtig zur Ruhe gekommen und konntet eure Seele pflegen.
Das, was nun kommt, ist Trauerarbeit. Trauer um die Wandlung Deines Vaters, Trauer wegen der Erkrankung, die ihn getroffen hat, Trauer um die Veränderung euch allen gegenüber. Und ihr müsst alle versuchen, Kraft aufzutanken und dann die Wunden, die geschlagen wurden, zudecken. Versucht, nur das Schöne in Erinnerung zu behalten, nicht die anstrengende und traurige Zeit.
Du hast Deine Frau, einen wunderbaren Halt und eine wertvolle Stütze in Deinem Leben, und Du hast noch Deine Mutter, die wiederrum Dich und Deine Frau zur Verstärkung hat. Ihr Drei seid mit Sicherheit ein gutes Trio, dass sich gegenseitig trösten und Kraft geben kann....
Der Schmerz wird noch andauern, aber irgendwann wird er einer liebevollen Erinnerung Platz machen....Dein Vater wird im Himmel genauso sein, wie er es in seinem Leben war, und er wird auf euch von dort aufpassen. So, wie er zuletzt war, dass war nicht er, das war nur die Krankheit. Tief in ihm drin war er der gleiche Mensch wie vorher und er hat mit Sicherheit bei eurem letzten Zusammentreffen versucht, das auszudrücken.
Ihr verdient meinen Respekt und mein vollstes Mitgefühl möchte ich euch auch ausdrücken. Ihr seid eine wundervolle Familie, die den Stürmen des Lebens standhält. Lasst euch Zeit......ihr werdet gestärkt weiterleben.
Ich wünsche euch von ganzem Herzen alles Liebe und Gute. Bitte richte die besten Wünschen auch Deiner Mutter und Deiner Frau aus - beide haben sich wirklich ganz toll gehalten unter der Belastung. Nun könnt ihr euch ausruhen, es ruhen lassen und dann hoffentlich schön weiterleben.
Manuela
ich kann mich nicht gut ausdrücken, wenn es um Gefühle geht, aber ich möchte es dennoch gern versuchen:
In mir drinnen spüre ich Deine Liebe und die Wärme, die Du Deinem Vater gegenüber empfindest. Und mit Sicherheit warst Du auch einem Gefühl der Hilflosigkeit ausgeliefert, dass Du nicht helfen konntest, ihn wieder so wie früher werden zu lassen.
Aber, weisst Du, lieber Jörg, Du, Deine Frau, Deine Mutter, der Hausarzt....ihr habt alle richtig gehandelt. Sicherlich möchte man dem Vater erklären, dass es zu seinem Besten war, vielleicht hätte er es aber nicht verstanden....wer weiß, wie die Krankheit schon in ihm gesteckt und ihn verändert hat.
Es tut mir wirklich von ganzem Herzen leid, dass Dein gemeinsamer Lebensweg mit Deinem Vater - zumindest auf Erden - zu Ende ist. Er wird immer bei Dir sein, in Deinen Gedanken, in Deinem Herzen.....im Laufe der Jahre wirst Du ihn hoffentlich so in Erinnerung behalten, wie er war, bevor er erkrankte. Wir Menschen neigen ja glücklicherweise dazu, die schlimmen Dinge zu verdrängen.
Dein Vater war mit Sicherheit ein lieber Mann, der sicher seinen eigenen Kopf hatte, aber genau das hat ihn ja ausgemacht. Du liebst Deinen Vater sehr, und Du wirst immer liebevoll an ihn denken.
Im Moment bist Du ausgepowert, und das kann ich sehr, sehr gut verstehen. Der Tod und auch die ganze Krankheit vorher, die zermürbenden Umstände, die Aufregungen,....all das hat euch viel Kraft gekostet. Ihr seid ja bisher noch gar nicht richtig zur Ruhe gekommen und konntet eure Seele pflegen.
Das, was nun kommt, ist Trauerarbeit. Trauer um die Wandlung Deines Vaters, Trauer wegen der Erkrankung, die ihn getroffen hat, Trauer um die Veränderung euch allen gegenüber. Und ihr müsst alle versuchen, Kraft aufzutanken und dann die Wunden, die geschlagen wurden, zudecken. Versucht, nur das Schöne in Erinnerung zu behalten, nicht die anstrengende und traurige Zeit.
Du hast Deine Frau, einen wunderbaren Halt und eine wertvolle Stütze in Deinem Leben, und Du hast noch Deine Mutter, die wiederrum Dich und Deine Frau zur Verstärkung hat. Ihr Drei seid mit Sicherheit ein gutes Trio, dass sich gegenseitig trösten und Kraft geben kann....
Der Schmerz wird noch andauern, aber irgendwann wird er einer liebevollen Erinnerung Platz machen....Dein Vater wird im Himmel genauso sein, wie er es in seinem Leben war, und er wird auf euch von dort aufpassen. So, wie er zuletzt war, dass war nicht er, das war nur die Krankheit. Tief in ihm drin war er der gleiche Mensch wie vorher und er hat mit Sicherheit bei eurem letzten Zusammentreffen versucht, das auszudrücken.
Ihr verdient meinen Respekt und mein vollstes Mitgefühl möchte ich euch auch ausdrücken. Ihr seid eine wundervolle Familie, die den Stürmen des Lebens standhält. Lasst euch Zeit......ihr werdet gestärkt weiterleben.
Ich wünsche euch von ganzem Herzen alles Liebe und Gute. Bitte richte die besten Wünschen auch Deiner Mutter und Deiner Frau aus - beide haben sich wirklich ganz toll gehalten unter der Belastung. Nun könnt ihr euch ausruhen, es ruhen lassen und dann hoffentlich schön weiterleben.
Manuela