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fishwoman
Guest
hallo ihr lieben,
jetzt bin ich doch bei cortison gelandet, was ich ja nie nie wollte.
ich kam mit meiner basis (mtx und quensyl) und bei bedarf arthotec bis anfang januar ganz gut zurecht, wenig schmerzen und keine augenprobleme mehr und auch keine nebenwirkungen.
ich hatte ja sogar schon mal dran gedacht, das mtx einfach abzusetzen. das habe ich dann allerdings doch nicht getan, weil mir von allen seiten, auch hier, davon abgeraten wurde.
anfang januar ging es dann los mit recht heftigen schmerzen, auch in gelenken, die vorher noch nie beteiligt waren(knie und hüften).
ich humpelte aber trotzdem durch meine arbeitstage.
vor zehn tagen wurde es dann aber so schlimm (hand- und fingergelenke), dass ich nicht zur arbeit konnte.
meine hausärztin meinte, ich soll cortison dazunehmen und zwar mit 40mg starten und dann möglichst schnell wieder reduzieren.
mit todesverachtung habe ich dann mit dem cortison begonnen und war innerhalb von 48 stunden völlig schmerzfrei. da habe ich erst gemerkt, was schmerzfreiheit bedeutet. ich war in den letzten monaten eigentlich nie ohne schmerzen. offensichtlich hatte ich mich damit arrangiert und konnte ganz gut damit leben.
als ich dann aber auf 30mg reduziert habe, hatte ich in der zweiten nacht den super-schub. ich lag die ganze nacht vor schmerzen heulend auf dem sofa (um meinen mann im bett nicht zu stören) und am nächsten morgen war ich völlig hilflos und in allem auf meinen mann angewiesen, weil beide handgelenke auch nicht für die kleinste bewegung zu gebrauchen waren. mein mann hat mich gewaschen, angezogen, sogar gefüttert, weil ich noch nicht mal ein stück toast in der hand halten konnte.
diese situation der totalen hilflosigkeit hat mich ziemlich bestürzt und auch sehr nachdenklich gemacht.
mein mann ist ja wirklich sehr lieb und tut alles für mich.
aber trotzdem war das schwer für mich zu ertragen.
nun ja, meine ärztin hat mich dann auf 60mg cortison gesetzt und wieder war ich innerhalb von 48 stunden völlig schmerzfrei.
heute habe ich auf 50mg reduziert und ich hoffe doch, dass ich das cortison wieder völlig abbauen kann.
meine gefühle sind im moment ziemlich ambivalent.
einerseits freue ich mich über meine schmerzfreiheit und könnte geradezu bäume ausreissen.
andererseits schreckt mich dieser medikamentencocktail, den ich jeden tag zu mir nehme.
haltet mir bitte die daumen, dass ich das cortison wieder ganz abbauen kann.
danke für`s lesen und herzliche grüsse
fishwoman
jetzt bin ich doch bei cortison gelandet, was ich ja nie nie wollte.
ich kam mit meiner basis (mtx und quensyl) und bei bedarf arthotec bis anfang januar ganz gut zurecht, wenig schmerzen und keine augenprobleme mehr und auch keine nebenwirkungen.
ich hatte ja sogar schon mal dran gedacht, das mtx einfach abzusetzen. das habe ich dann allerdings doch nicht getan, weil mir von allen seiten, auch hier, davon abgeraten wurde.
anfang januar ging es dann los mit recht heftigen schmerzen, auch in gelenken, die vorher noch nie beteiligt waren(knie und hüften).
ich humpelte aber trotzdem durch meine arbeitstage.
vor zehn tagen wurde es dann aber so schlimm (hand- und fingergelenke), dass ich nicht zur arbeit konnte.
meine hausärztin meinte, ich soll cortison dazunehmen und zwar mit 40mg starten und dann möglichst schnell wieder reduzieren.
mit todesverachtung habe ich dann mit dem cortison begonnen und war innerhalb von 48 stunden völlig schmerzfrei. da habe ich erst gemerkt, was schmerzfreiheit bedeutet. ich war in den letzten monaten eigentlich nie ohne schmerzen. offensichtlich hatte ich mich damit arrangiert und konnte ganz gut damit leben.
als ich dann aber auf 30mg reduziert habe, hatte ich in der zweiten nacht den super-schub. ich lag die ganze nacht vor schmerzen heulend auf dem sofa (um meinen mann im bett nicht zu stören) und am nächsten morgen war ich völlig hilflos und in allem auf meinen mann angewiesen, weil beide handgelenke auch nicht für die kleinste bewegung zu gebrauchen waren. mein mann hat mich gewaschen, angezogen, sogar gefüttert, weil ich noch nicht mal ein stück toast in der hand halten konnte.
diese situation der totalen hilflosigkeit hat mich ziemlich bestürzt und auch sehr nachdenklich gemacht.
mein mann ist ja wirklich sehr lieb und tut alles für mich.
aber trotzdem war das schwer für mich zu ertragen.
nun ja, meine ärztin hat mich dann auf 60mg cortison gesetzt und wieder war ich innerhalb von 48 stunden völlig schmerzfrei.
heute habe ich auf 50mg reduziert und ich hoffe doch, dass ich das cortison wieder völlig abbauen kann.
meine gefühle sind im moment ziemlich ambivalent.
einerseits freue ich mich über meine schmerzfreiheit und könnte geradezu bäume ausreissen.
andererseits schreckt mich dieser medikamentencocktail, den ich jeden tag zu mir nehme.
haltet mir bitte die daumen, dass ich das cortison wieder ganz abbauen kann.
danke für`s lesen und herzliche grüsse
fishwoman