jeder der zum Thema Rheuma Fragen hat stößt unvermeidlich bei der Internetsuche auf Eure Seite. Wirklich super Beiträge und klasse gemacht, ein ganz dickes Kompliment an Euch. 
Als bislang stille Leserin wage ich mich heute aus der Deckung und habe Fragen, die mir auf der Seele brennen. Wenn man Eure Leidensgeschichten liest und was ihr schon alles mitgemacht habt, wage ich mich kaum vorzustellen. Zumindest diese Woche habe ich keine wirklich massiven Probleme oder Vorerkrankungen, trotzdem mache ich mir Gedanken wie es weitergeht, was noch kommen könnte und vor allem, was könnte meine Beschwerden verursacht haben, was ist das bloß?
Ich bin 56 Jahre alt und habe seit ca. 8 Jahren ziemlich Arthrose an Daumen- und Zehengrundgelenken, die mal mehr oder weniger Probleme machen. Früher schmerzten auch Ellenbogen, Knie und Nacken. Ich bin selbstständig und arbeite zu Hause. Auf der Tastatur schreiben oder in Unterlagen blättern fällt mir zusehens schwerer und tut halt weh. Seit ca. 1½ Jahren Morgensteifigkeit und ziemliche Fersenschmerzen. Ich dachte anfangs an einen Fersensporn weil ich täglich 24 Stunden damit Probleme hatte, inzwischen spüre ich das nur noch morgens und dann vergeht das wieder. Die Hände sind morgens auch bisschen geschwollen, Zahnbürste oder Kugelschreiber halten fällt dann schwer. Aber auch dass, legt sich im Laufe des Vormittags wieder. Wenn ich lange sitze (z.B. im Restaurant) und dann aufstehe, habe ich Anlaufschwierigkeiten, die ersten Schritte gehe ich wie eine 90jährige. Fußsohlen und Fersen haben sich verändert.
Eigentlich bin ich ein absoluter Zappelphilipp, kann nie lange stillsitzen, hab bislang jeden Aufzug verachtet und bin jahrzehntelang auf die höchsten Berge geklettert und schon nachweislich Tausende von Kilometern in meinen Leben gelaufen. Ende 2007 bekam ich dann so massive Muskel- und Gliederschmerzen (wie bei einer Grippe oder Muskelkater) dazu, dass ich nur noch den Aufzug benutzen konnte. Mir tat alles weh, ich hatte das Gefühl ich schleppe mich nur noch vorwärts und habe Bleigewichte in den Knochen, dass ich kaum vorankomme. Ich lief irgendwie gegen Widerstände. Mir war auch oft leicht übel. Als ich dann morgens in einem Park, an einer erdigen Stelle, den Haufen unseres Hundes in der Hocke aufgenommen hatte und wieder hoch wollte, ging das nicht. Ich bin richtig erschrocken, weil ich nicht mehr hochkam und saß da fest. Unter Zuhilfenahme der Hände, auf die schmutzige Erde, ging es dann schon. Nachdem der Zustand der Gliederschmerzen nach vier Wochen immer noch anhielt, bin ich zum Arzt gegangen, der mich aufgrund der Beschwerden und meiner krummen Finger an die Rheumaambulanz im Klinikum überwiesen hat.
Die ersten zwei Untersuchungstermine hbe ich schon hinter mir, bin aber jetzt so klug wie zuvor. Blut und Zsinti waren bis auf die Arthrose in Ordnung. Die Rheumaärztin nahm sich viel Zeit und untersuchte gründlich, wir gingen dann gemeinsam zum Oberarzt, der fragte nochmals nach und schaute sich detailliert meine Hände an und meinte, das könnten zwei Krankheiten sein. Das eine ist die Arthrose, ist deutlich an den Händen zu sehen. Woher die Muskelschmerzen kommen ist unklar, er fragte ob ich im Ausland gewesen bin. Früher war ich viel unterwegs die letzten Jahre aber nur noch in Deutschland. Die sog. Tenderpunkte wg. einer ev. Fibromyalgie waren alle negativ. Auf den Röntgenbildern konnte man deutlich die Arthrosewucherungen sehen, ebenso auf dem Zsinti. Blut war in Ordnung und jetzt soll im Juni noch ein Muskel-MRT gemacht werden.
Vorerkrankungen:
- Versch. Bänderrisse und Zerrungen
- Gehirnerschütterung- und Hirnquetschung
- Steißbeinresektion (war osteoporosisch)
- Heftige Blasenentzündungen 30 Jahre lang, 12 Jahre davon 1x monatlich
- Herzrythmusstörungen
- viele gutartige Knoten in der Brust
- seit 3-4 Jahre Darmprobleme (breiig-Durchfall)
- häufig verschwommenes Sehen
- sog.Hausfrauenekzem an den Fingern (benutze aber immer
Gummihandschuhe, auch beim Zähneputzen) durch Wasser oder
Flüssigkeiten ausgelöst, mit Eincremen aber gut im Griff.
- 2006 große Zahnbehandlung mit 130 Spritzen, leider so fehlerhaft, dass
jetzt eine komplette Neuversorgung im Ober- und Unterkiefer notwendig
ist. Seit zwei Jahren Eiterherd im Mund (leichtes Sekret) weil durch eine
Wurzelüberfüllung Teile in den Oberkiefer gewandert sind. Behandlung wird
wegen Gutachterabklärung jetzt erst begonnen.
- Meine Mutter hat Schuppenflechte bisher nur an der Stirn, jetzt auch auf
den Wangen. Seit einem Jahr habe ich eine winzige, rauhe Stelle auf der
Stirn, die kommt und geht, für mich ohne Belang, für die Ärzte war das
interessant, ob das ev. auch Schuppenflechte sein könnte.
Momentan geht es mir gut. Ich hab zwar immer noch die Morgensteifigkeit, Fersenschmerzen und die Daumenprobleme, aber seit einer Woche hält sich alles in Grenzen und ich bin zufrieden.
- Passen die Beschwerden zu einem Rheumabild?
- Waren die letzten drei Monate ein sog. „Schub?“ Könnte das dann so
heftig wiederkommen? Ganz weg ist es momentan zwar nicht, so könnte
ich aber gut damit leben.
- Wenn in der Rheumaambulanz nichts gefunden wird, wie geht das Eurer
Erfahrung nach weiter? Wie ich hier gelesen habe, gibts das ja offenbar
häufig, dass keine Diagnose gestellt werden kann. Abwarten bis heftige
Schmerzen kommen, weil dann geht man automatisch zum Arzt?
Ich hatte zwar nie so wirklich ernsthafte Krankheiten, da ich aber durch die vielen (wirklich schlimmen) Blasenentzündungen früher in Arztpraxen ein- und ausging, drücke ich mich, wenn es irgend geht, vor jedem weiteren Arztbesuch, zumal ich die große Zahnneuversorgung auch noch durchstehen muß.
Ist länger geworden als ich wollte, danke für Eure Geduld.
Ich würde mich sehr über Eure Meinung freuen.
Habt Dank im Voraus und herzliche Grüße
Moni
Als bislang stille Leserin wage ich mich heute aus der Deckung und habe Fragen, die mir auf der Seele brennen. Wenn man Eure Leidensgeschichten liest und was ihr schon alles mitgemacht habt, wage ich mich kaum vorzustellen. Zumindest diese Woche habe ich keine wirklich massiven Probleme oder Vorerkrankungen, trotzdem mache ich mir Gedanken wie es weitergeht, was noch kommen könnte und vor allem, was könnte meine Beschwerden verursacht haben, was ist das bloß?
Ich bin 56 Jahre alt und habe seit ca. 8 Jahren ziemlich Arthrose an Daumen- und Zehengrundgelenken, die mal mehr oder weniger Probleme machen. Früher schmerzten auch Ellenbogen, Knie und Nacken. Ich bin selbstständig und arbeite zu Hause. Auf der Tastatur schreiben oder in Unterlagen blättern fällt mir zusehens schwerer und tut halt weh. Seit ca. 1½ Jahren Morgensteifigkeit und ziemliche Fersenschmerzen. Ich dachte anfangs an einen Fersensporn weil ich täglich 24 Stunden damit Probleme hatte, inzwischen spüre ich das nur noch morgens und dann vergeht das wieder. Die Hände sind morgens auch bisschen geschwollen, Zahnbürste oder Kugelschreiber halten fällt dann schwer. Aber auch dass, legt sich im Laufe des Vormittags wieder. Wenn ich lange sitze (z.B. im Restaurant) und dann aufstehe, habe ich Anlaufschwierigkeiten, die ersten Schritte gehe ich wie eine 90jährige. Fußsohlen und Fersen haben sich verändert.
Eigentlich bin ich ein absoluter Zappelphilipp, kann nie lange stillsitzen, hab bislang jeden Aufzug verachtet und bin jahrzehntelang auf die höchsten Berge geklettert und schon nachweislich Tausende von Kilometern in meinen Leben gelaufen. Ende 2007 bekam ich dann so massive Muskel- und Gliederschmerzen (wie bei einer Grippe oder Muskelkater) dazu, dass ich nur noch den Aufzug benutzen konnte. Mir tat alles weh, ich hatte das Gefühl ich schleppe mich nur noch vorwärts und habe Bleigewichte in den Knochen, dass ich kaum vorankomme. Ich lief irgendwie gegen Widerstände. Mir war auch oft leicht übel. Als ich dann morgens in einem Park, an einer erdigen Stelle, den Haufen unseres Hundes in der Hocke aufgenommen hatte und wieder hoch wollte, ging das nicht. Ich bin richtig erschrocken, weil ich nicht mehr hochkam und saß da fest. Unter Zuhilfenahme der Hände, auf die schmutzige Erde, ging es dann schon. Nachdem der Zustand der Gliederschmerzen nach vier Wochen immer noch anhielt, bin ich zum Arzt gegangen, der mich aufgrund der Beschwerden und meiner krummen Finger an die Rheumaambulanz im Klinikum überwiesen hat.
Die ersten zwei Untersuchungstermine hbe ich schon hinter mir, bin aber jetzt so klug wie zuvor. Blut und Zsinti waren bis auf die Arthrose in Ordnung. Die Rheumaärztin nahm sich viel Zeit und untersuchte gründlich, wir gingen dann gemeinsam zum Oberarzt, der fragte nochmals nach und schaute sich detailliert meine Hände an und meinte, das könnten zwei Krankheiten sein. Das eine ist die Arthrose, ist deutlich an den Händen zu sehen. Woher die Muskelschmerzen kommen ist unklar, er fragte ob ich im Ausland gewesen bin. Früher war ich viel unterwegs die letzten Jahre aber nur noch in Deutschland. Die sog. Tenderpunkte wg. einer ev. Fibromyalgie waren alle negativ. Auf den Röntgenbildern konnte man deutlich die Arthrosewucherungen sehen, ebenso auf dem Zsinti. Blut war in Ordnung und jetzt soll im Juni noch ein Muskel-MRT gemacht werden.
Vorerkrankungen:
- Versch. Bänderrisse und Zerrungen
- Gehirnerschütterung- und Hirnquetschung
- Steißbeinresektion (war osteoporosisch)
- Heftige Blasenentzündungen 30 Jahre lang, 12 Jahre davon 1x monatlich
- Herzrythmusstörungen
- viele gutartige Knoten in der Brust
- seit 3-4 Jahre Darmprobleme (breiig-Durchfall)
- häufig verschwommenes Sehen
- sog.Hausfrauenekzem an den Fingern (benutze aber immer
Gummihandschuhe, auch beim Zähneputzen) durch Wasser oder
Flüssigkeiten ausgelöst, mit Eincremen aber gut im Griff.
- 2006 große Zahnbehandlung mit 130 Spritzen, leider so fehlerhaft, dass
jetzt eine komplette Neuversorgung im Ober- und Unterkiefer notwendig
ist. Seit zwei Jahren Eiterherd im Mund (leichtes Sekret) weil durch eine
Wurzelüberfüllung Teile in den Oberkiefer gewandert sind. Behandlung wird
wegen Gutachterabklärung jetzt erst begonnen.
- Meine Mutter hat Schuppenflechte bisher nur an der Stirn, jetzt auch auf
den Wangen. Seit einem Jahr habe ich eine winzige, rauhe Stelle auf der
Stirn, die kommt und geht, für mich ohne Belang, für die Ärzte war das
interessant, ob das ev. auch Schuppenflechte sein könnte.
Momentan geht es mir gut. Ich hab zwar immer noch die Morgensteifigkeit, Fersenschmerzen und die Daumenprobleme, aber seit einer Woche hält sich alles in Grenzen und ich bin zufrieden.
- Passen die Beschwerden zu einem Rheumabild?
- Waren die letzten drei Monate ein sog. „Schub?“ Könnte das dann so
heftig wiederkommen? Ganz weg ist es momentan zwar nicht, so könnte
ich aber gut damit leben.
- Wenn in der Rheumaambulanz nichts gefunden wird, wie geht das Eurer
Erfahrung nach weiter? Wie ich hier gelesen habe, gibts das ja offenbar
häufig, dass keine Diagnose gestellt werden kann. Abwarten bis heftige
Schmerzen kommen, weil dann geht man automatisch zum Arzt?
Ich hatte zwar nie so wirklich ernsthafte Krankheiten, da ich aber durch die vielen (wirklich schlimmen) Blasenentzündungen früher in Arztpraxen ein- und ausging, drücke ich mich, wenn es irgend geht, vor jedem weiteren Arztbesuch, zumal ich die große Zahnneuversorgung auch noch durchstehen muß.
Ist länger geworden als ich wollte, danke für Eure Geduld.
Ich würde mich sehr über Eure Meinung freuen.
Habt Dank im Voraus und herzliche Grüße
Moni