1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

ISG-, Hand-, und Fußschmerzen: Ursache unbekannt.

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von JohnnyDoe, 10. Oktober 2015.

  1. JohnnyDoe

    JohnnyDoe Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. Oktober 2015
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen,

    nachdem ich schon länger aus dem Wissensschatz dieses Forums schöpfe, muss ich nun mal selbst nachfragen, da ich ratlos bin, wie ich jetzt weiter vorgehen soll.
    Ich bin Anfang 30 und mache ziemlich viel Sport, 184 cm, ca. 80 kg, Bürojob (aber mit gutem Bürostuhl).

    Ich versuche mal meine Beschwerden bzw. deren Geschichte zusammenzufassen:

    -- Beginn vor ca. 6 Monaten mit Mittelgelenk Mittelfinger rechts: Etwas (aber eindeutig) geschwollen, wenig schmerzhaft
    -- In den letzten 2 Monaten zogen weitere Fingermittel- und Fingergrundgelenke mit Schwellungen nach (ebenfalls eher moderat). Betroffen sind mehr oder weniger alle Finger, aber am stärksten Mittel- und Zeigefinger beider Hände. Schmerzen habe ich wechselnd in den verschiedenen Gelenken, inklusive Handgelenk.
    -- Bewegungseinschränkungen keine, außer sehr leicht an den Mittelfingern (kann diese nicht mehr ganz zur "kleinen Faust" einrollen, es fehlen aber nur ca. 5mm)

    -- Im August hatte ich eine Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen. Es wurde eine bakterielle Infektion vermutet, durch eine winzige Schürfwunde eingewandert. Da ich Fieber (und deshalb Antibiotika intravenös) bekam, wurde der Schleimbeutel operativ entfernt. Seitdem habe ich damit Ruhe. M.W. wurde aber nie ein Erregernachweis gemacht.

    -- Kurz vorher begannen leichte Kreuzschmerzen, beidseitig, aber klar links betont, die auch im Krankenhaus nie vollständig weggingen (trotz Ibuprufen).
    -- Als ich aus dem Krankenhaus kam, lief ich ca. 2 Stunden durch die Stadt, woraufhin ich für ein paar Stunden unangenehme Hüftschmerzen bekam (aber auch nix unerträgliches), Region Oberschenkelrollhügel und Beckenkamm.
    -- Diese Hüftschmerzen treten immer mal wieder leicht auf.

    -- Die tiefsitzenden Kreuzschmerzen sind inzwischen an den meisten Tagen da, ziemlich genau im ISG-Bereich, immernoch primär links, und strahlen Richtung Gesäß aus.
    -- Zusätzlich habe ich auch gelegentlich Fußschmerzen, ebenfalls linksbetont, im Fersenbereich und unter der Fußsohle.

    -- Was ich eher nicht habe sind: Überwärmung, Druckschmerz (außer ganz leicht am Mittelfinger), Gelenksteifigkeit (weder morgens noch sonstwann), Rötung.
    -- Auch wecken mich nachts keine Schmerzen, und sie sind, glaube ich, nachts auch nicht stärker.
    -- Generell habe ich *nicht* das Gefühl, dass sie in Ruhe schlimmer würden.
    -- Schmerzmaximum liegt eher Abends, so gegen 18/20 Uhr.

    Ich habe auch schon einiges an Diagnostik durch, sowohl bei niedergelassenen Ärzten, als auch während eines kürzlichen 3-tägigen diagnostischen Aufenthaltes im Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne:

    -- mehrmals Blut- & Urinlabor: komplett unaffällig, HLA-B27 negativ, BSG normal, Anti-ccp negativ, Rheumafaktor negativ, CRP normal (war nur während der Bursitis stark erhöht), ANA-Titer negativ, Borellien negativ, Harnsärue OK, etc. pp.; Einzig Vitamin-D moderat erniedrigt.
    -- Schwellungen an den Fingern bestätigt.
    -- verschiedene Bewegungstest (Menell etc.) bei 2 Rheumatologen und Orthopäde: Keine Auffälligkeiten.
    -- Röntgen der LWS (bei Orthopäde): Nichts was die Beschwerden erklären könnte (nur leichte Seitwärtskrümmung der LWS, unter 10°, und ein etwas scharfer Winkel zwischen letztem Wirbel und Kreuzbein.
    -- Röntgen der Hände (beurteilt von Radiologe, Rheumatologin und Handchirurg): Keine Auffälligkeiten.
    -- MRT LWS, MRT ISG (beides ohne Kontrastmittel, beurteit von Rheumatologin + Radiologe): Keine Auffälligkeiten.
    -- MRT rechte Hand (mit Kontrastmittel, beurteit von Rheumatologin + Radiologe): keine Auffälligkeiten.

    Im allgemeinen sind alle genannten Beschwerden auszuhalten - wenn sie für immer so bleiben würden, könnte ich gut damit leben (auf Schmerzskala 1-10 vielleicht 3). Auch sind sie nicht immer da, treten aber fast jeden Tag auf. Was mir nur Sorgen macht, ist das geballte, zeitnahe Auftreten dieser verschiedenen Symptome, die ja schon rheumaartig sind und nach Bechterew o.ä. aussehen... Zumal meine Großmutter auch Rheuma hatte (ich glaube aber RA). Keines dieser Symptome, kannte ich vorher. Hatte zwar immer schon leichte Probleme mit BWS und HWS, Verspannung und dergleichen, aber nichts dramatisches und ganz anderer Schmerz. Psoriasis habe ich übrigens eher nicht.

    Im Rheumazentrum hat man mir gesagt, es köme vielleicht alles vom Klettern kommen (da ich das viel mache) - ich sollte abwarten wie es mit den Beschwerden weiter geht, Schmerzmittel ausprobieren, und mich ggf. wiedervorstellen, falls es schlimmer wird.

    Ich weiß also einfach gar nichts... obwohl diese Befunde natürlich das Beste sind, worauf ich hoffen konnte. Aber ich mache mir schon Sorgen, dass es vielleicht doch eine frühe Form von ("alles-negativer") SPA sein könnte. Ist das möglich oder wahrscheinlich? So unteschiedliche Sachen können doch nicht plötzlich von Überlastung kommen? Hat jemand ähnliche Erfarhungen? Wo noch keiner bildgebend draufgeguckt hat, ist meine Hüfte... kann es damit was zu tun haben? Gerade weil die Linderungschancen ja umso höher sind, je früher die Behandlung beginnt, würde ich schon gerne wissen, ob es was Rheumatisches sein könnte. Ich bin zwar zugegebenermaßen etwas hypochondrisch veranlagt, aber bei diesen Schmerzen bin ich mir schon ziemlich sicher, dass sie vorhanden sind.

    Danke für's Durchhalten bis hierher und vielen Dank im Voraus für jeden Vorschlag!


    JohnnyDoe
     
  2. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2011
    Beiträge:
    1.157
    Zustimmungen:
    2
    Willkommen im Forum Johnny, :)

    nee, ich habe mir nicht alles perfekt durchgelesen, nur überflogen.

    Ist ja schön, was du alles in 6 Monaten an Arztterminen und Diagnostik erreicht hast. Ich wünschte, mein Rheumatologe hätte mal 5 Minuten, um mir meinen Text anzuhören. Der guckt nur aufs Labor und ob ich Wasser an den Knöcheln habe. <seufz>

    Hm, mir kam so das Bild vom Wikinger, der durch die Takelage klettert, rudert und Land erstürmt. Also ich kenne dich nicht und möchte dich nicht verletzen, aber meinst du nicht, das selbst die durchtrainiertesten Menschen ab 30 merken, dass sie keine 20 mehr sind? Schmerzen, kleine Verletzungen, Überbeanspruchungen stellen sich bei jedem Sportler und bei jedem, der nicht mehr jugendlich ist ein. Ich habe jetzt wieder Pilates angefangen. Das ist eine sanfte, die Muskulatur gleichmäßig und schonend beanspruchende Gymnastik. Vielleicht tut es deinem Körper gut, neben dem üblichen Schwimmen und Joggen, einmal so etwas zur Wiederherstellung des Gleichgewichtes zu probieren?

    Liebe Grüße
    Clara
     
  3. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.712
    Zustimmungen:
    33
    Ort:
    Gelsenkirchen
    Hallo Johnny,

    In Herne warst du ja schon in guten Händen, ich habe meine Nichte auch dorthin geschickt und bei ihr wurde RA festgestellt.

    Jetzt musst du dich weiter beobachten und bei Veränderungen die Klinik vielleicht ambulant aufsuchen. Bei mir sind die Labore
    oft innerhalb von 4 Wochen total verschieden, je nachdem, wie Aktiv das Rheuma gerade ist. Leider ist nicht jede Rheumaform
    auf Anhieb im Blut nachzuweisen.
    Sinnvoll wäre es auch, ein Schmerztagebuch zu führen. Rheumadiagnostik ist wie ein Puzzle und ein Tagebuch kann helfen, das
    Bild zu vervollständigen.

    Meine Hüfte macht an der gleichen Stelle Probleme, der Orthopäde hat da einen Dorn am Hüftkopf gefunden, der die Sehnen und
    Nerven reizt. Dafür mache ich gerade eine Strahlentherapie, die schon gut angeschlagen hat. Die Schmerzen waren zeitweise
    so heftig,dass ich keine Treppen mehr laufen konnte, geschweige drauf liegen.

    Für die Hände kann ich ERGO- oder Physiotherapie empfehlen, wobei Physio ist immer gut, die Therapeuten haben oft Ideen
    bei der Behandlung, da muss man erst drauf kommen :).... oft simpel und effektiv.
    Begleitend mache ich noch Warmwasser-Gymnastik, die mir sehr gut tut.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  4. JohnnyDoe

    JohnnyDoe Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. Oktober 2015
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    vielen Dank für Eure Antworten, mit so viel und schneller Resonanz habe ich gar nicht gerechnet. :) Ich versuche mal geordnet auf alles einzugehen...

    @Kati

    Naja, leider lassen sich die rheumatischen Erkrankungen ja offensichtlich nicht von Sportlichkeit beeindrucken... Aber, verstehe ich das richtig, dass bei Dir zuerst die Vaskulitis und erst viel später die Arthritis kam? Und sah man die Entzündungen denn auch im MRT (oder gab es keines)?

    Ja, Du hast recht, ich gehe nicht zur Physio. Ich habe ja erst vor recht kurzer Zeit überhaupt mit dem ganze Diagnose-Marathon angefangen. Ich fürchte auch, dass mir bei den vorhandenen (oder auch nicht vorhandenen) Befunden kein Arzt Physio verschreiben wird. Ich habe allerdings aus dem Rheumzentrum ein paar Tipps für Übungen, die ich auch, trotz fehlender Diagnose, regelmäßig mache. Kann ja nicht schaden.

    Ok, vielen Dank für die aufbauenden Worte, Du hast hoffentlich (und wahrscheinlich) recht. :) Schmerzmittel nehme ich im Moment gar nicht, dazu sind die Schmerzen gar nicht stark genug. Im Moment sind sie tatsächlich in den Händen fast weg (Schwellungen allerdings noch da), und beschränken sich mehr oder weniger auf den unteren Rücken & Hüfte. Vielleicht starte ich demnächst mal einen Versuch mit NSAR, einfach um zu sehen, ob es wirkt.
    Schilddrüse: Keine Ahnung, ist noch nicht überprüft (kann sein, dass es in einem der Blutbilder drin war, die ich gerade nicht zur Hand habe) – kann die auch Gelenkbschwerden auslösen?

    @ Clara07

    Ja, ich wunder' mich auch ein bisschen, wie schnell das alles ging, da ich ich schon las, dass Termine bei Rheumatologen etc. schwer zu kriegen sind. In Wirklichkeit bin ich auch noch nichtmals seit 6 Monaten dabei, sondern erst seit 2 Monaten (vor 6 Monaten ging es mit den Fingerschwellungen los)! Vielleicht liegt's daran, dass ich in einem Ballungsraum wohne, wo die Ärzteabdeckung besser ist?

    Keine Sorge, Du verletzt mich nicht, ich bin hart im Nehmen... aber alt? ALT?? ICH!!? Niemals! ;) Nein, Spass beiseite, das kann natürlich eine Rolle spielen. Wie gesagt, mache ich auch inzwischen ein bisschen Ausgleichsgymnastik, und es ist definitiv angenehm. Allerdings fände ich es schon ungewöhnlich, dass so viel Überlastung an so vielen Stellen gleichzeitig zuschlägt. Aber wer weiss... wie Kati schon sagte, wir sind ein komplexer Bau.

    @Heidesand

    Obwohl ich nur drei Tage dort war, kann ich die Klinik auch uneingeschränkt weiterempfehlen. Schöne Zimmer, nettes Personal, gesprächige Ärzte.

    Ja, danke, das werde ich tun. Wobei es (mindestens) zwei Labore im Monatsabstand gab, die beide negativ waren. Naja, aber abwarten muss ich ja eh, und beobachten tu' ich mich eh über Gebühr, habe ich den Eindruck. :) Dann kann ich es auch aufschreiben.

    Ach, interessant. Soweit ist es bei mir mit den Schmerzen zum Glück noch nicht – aber wie hat er denn den Dorn gefunden? Müsste man doch auch im MRT sehen, oder? Oder Ultraschall?


    Ich hab übrigens kürzlich die ausführlichen MRT-Befunde in der Klinik abgeholt, und dort steht schon noch etwas mehr drin als die Stationsärztin mir bei der Entlassung sagte (dort hieß es ja, man sehe "nichts", insbesondere keine Entzündung). Ich habe die Befunde gerade leider nicht zur Hand, aber es hieß zwar in der Tat wörtlich "keine Spondylarthritis, keine Ankylosen", allerdings gab es doch ein oder zwei Reizungen (ich glaube "konsistent mit knöcherner Stressrekation") in den ISG oder auch kleine Zysten... und für die Hüfte war wohl nochmal genauere Untersuchung empfohlen. Außerdem an einem Lendenwirbel Chondrose und "grenzwertig zum Prolaps". Als Laie schwer einzuschätzen, ob das jetzt normal ist, in meinem "fortgsschrittenen" ;) Alter... Werde das wohl nochmal mit einem Orthopäden besprechen müssen.

    Vielen Dank jedenfalls für all Eure Antworten! Bin weiterhin offen für alle Tipps und Ideen :)

    Viele Grüße und Euch allen nur das Beste

    JohnnyDoe
     
  5. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2009
    Beiträge:
    3.444
    Zustimmungen:
    84
    Ort:
    Norddeutschland
    Hallo ,
    ich habe deine Beiträge gelesen. ..Ich denke mal du hast auf deutsch gesagt, deine Gelenke über die Jahre etwas überansprucht.
    Kann mich auch irren...
    Hast du eventuell viiiiel Stress?

    Gruß silberpfeil
     
  6. JohnnyDoe

    JohnnyDoe Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. Oktober 2015
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Hi Silberpfeil,

    danke für Deine Antwort!

    hm, ja, darauf, dass es nur Überlastung ist, hoffe ich. Es kann schon sein, aber mich wundert, wie gesagt, dass diese ganze Beschwerden - Hände, Rücken, Füße - praktisch gleichzeitig aus dem Nichts aufgetreten sind. Vorher hatte ich immer mal Nackenprobleme (die ich jetzt lustigerweise nicht habe), aber sonst nix...

    Stress, tja, kann man schon sagen... Ist zwar eigentlich alles im grünen Bereich, aber ich glaube, ich bin sehr stressanfällig.

    Viele Grüße

    JohnnyDoe
     
  7. JohnnyDoe

    JohnnyDoe Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. Oktober 2015
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    ein kleiner Nachtrag noch. Es wurde ja nach meiner Schilddrüse gefragt. Als es das letztemal getestet wurde, das war vor ca. 2 Monaten, hatte ich einen TSH-Wert von 2,65 mIU/l (als Referenzbereich war 0,35-4,5 angegeben, allerdings mit dem Hinweis, dass alles > 2,5 Hinweis auf eine beginnende Hypothyreose sein kann).

    Ich finde gerade keine Information zu einer Verbindung zu meinen Symptomen (ISG-, Fersen-, und Fingerschmerz) - gibt es da etwas, was ich nicht weiß? :)

    Danke!

    Gruß

    JohnnyDoe

    --- und noch ein Nachtrag:

    Heute hatte ich tatsächlich nachts mal Rücken- Fersen und etwas Fingerschmerzen, bisher ja eher nicht. War aber zu ertragen.

    Ich stelle einfach mal meinen MRT-Befund aus dem Rheumazentrum rein, vielleicht kann jemand noch was dazu sagen. Mir kommt das noch nicht 100 % koscher vor... Außerdem bereue ich jetzt, dass ich damals nicht auf Kontrastmittel bestanden habe (da ich es nicht besser wusste; andererseits war das MRT mit den Händen mit KM, und da kam auch nix raus - den vollen Befund habe ich aber leider nicht):

    --MRT ISG (ohne Kontrastmittel):

    An der inferioren rechten SIG-Hälfte zeigt sich lediglich in zwei aufeinander folgenden Schichten ein minimales Knochenmarködem, linear, ilium- und sacrumseitig. In erster Linie vereinbar mit knöcherner Stressreaktion, nachranging inflammatorisch. Darüber hinaus keine typischen postinflammatorischen Fettmarkakkumulationen. Keine erosivsuspekten Veränderungen, keine Ankylosen.

    Teilabgebildete Hüftgelenke ohne Hinweise auf eine Coxitis.
    Am linken Hüftgelenk lateroventral zwei kleine teilerfasste bis 5mm durchmessende zystoide Veränderungen mit geringem Knochenmarködem, in erster Linie kleine Herniationen, nachrangig erosive Veränderungen, ggf. ergänzende kernspintomographische Korrelation / Radiographien oder Sonographie des Hüftgelenks empfohlen.

    --MRT LWS (ohne Kontrastmittel):

    Keine Spondylitis oder Spondyloarthritis.
    Abgeflachte Lendenlordose. Initiale, caudal betonte Spondylarthrosen mit z.T. geringen Aktivierungsödemen.
    Bei LW4/5 geringe Chondrose mit dorsomedian betonter Protrusion, grenzwertig zum Prolaps. Diskreter Kontakt zur recessalen L5-Wurzeln beidseits, jedoch ohne komprimierenden Effekt.
    Bei LW5/S1 geringe Chondrose und dorsomedian betonte flache Protrusion ohne Neurokompression. Physiologisches Discusbulging in den übrigen LWS-Segmenten. Keine relevante Spinalkanal- oder Foramenstenose. Unauffällige Darstellung des Konus medullaris und der Cauda equina. Kein Anhalt für Malignität. Kein Wirbelgleiten.

    --------------------

    Danke und viele Grüße!
     
    #7 16. Oktober 2015
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2015
  8. Kunozerus

    Kunozerus Mitglied

    Registriert seit:
    3. Mai 2015
    Beiträge:
    86
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Wendland, wo die Wölfe wohnen
    Hallo,

    bei unklaren Gelenk-"Geschichten" sollte bei Blutuntersuchungen zur Diagnose auch immer mal an Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) gedacht werden. Dabei handelt es sich um eine Erbkrankheit, die relativ häufig aber ebenso häufig unerkannt ist... Wenn die Gelenke betroffen sind, sind die Symptome denen einer rheumatischen Erkrankung recht ähnlich.

    Zur Diagnostik sind im Blut der Ferritin- sowie der Transferrinwert notwendig, beides gehört nicht zu den Standarts.

    Übrigens:
    Hämochromatose-Leute erkennen sich übrigens häufig an der sog. "Eisenfaust", wir können nämlich (fast) alle keine richtige Faust mehr machen... :)
     
  9. JohnnyDoe

    JohnnyDoe Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. Oktober 2015
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Hallöchen,

    vielen Dank für Deine Antwort, Kunozerus! Ich werde mal sehen, ob ich meinen Hausarzt dazu kriege, Ferritin und Transferrin zu testen. Eine dunkle Haut habe ich bisher nicht, eher im Gegenteil - aber ich meine gelesen zu haben, dass das bei Dir ähnlich ist. :) Ich glaube, eine Eisenfaust habe ich auch nicht, obwohl ja, wie gesagt der rechte Mittelfinger etwas eingeschränkt in der Bewegung ist. Naja, aber probieren geht über studieren.


    Gruß

    JohnnyDoe
     
  10. PePePe

    PePePe Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2013
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Versuche mal zur Linderung Mammut Kräuteröl mit Weihrauch und Teufelskralle, gibt es auch als Badezusatz !!!
    Probieren geht über Studieren sagt eine alte Weißheit.
     
  11. JohnnyDoe

    JohnnyDoe Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. Oktober 2015
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Hi Peter1000,

    danke, ich bin für alles offen :) Aber wo genau soll ich denn das Kräuteröl applizieren und wogegen hilft es? ;) Habe leider nur eine Dusche, daher scheidet die Anwendung als Bad aus ;)

    Gruß

    JohnnyDoe
     
  12. PePePe

    PePePe Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2013
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Mammut Kräuteröl

    Wenn man keine Wanne hat 2-3 mal am Tag einreiben....