@hallo vanilieeisengel,
diese inverse prothese (umgekehrte) wird eingesetzt, um der schulter nach der op mehr spielraum zu
geben. heisst: der eigentlich kopf der prothese, wird nicht auf der oberarmkugel aufgesetzt, sondern
im teil des schulterblattes, da wo normal die schale für die kugel implantiert wird.
die schale, wo der kopf eintritt, wird auf dem oberarmkopf implantiert. daraus resultiert nach der op,
eine bessere bewegung der schulter.
sieht sicherlich erst mal etwas merkwürdig aus, aber die orthopäden haben damit gute erfahrungen
gerade in der wiederherstellung der vorwärts-und seitwärtsbewegung des armes, gesammelt.
diese prothese nutzt den deltamuskel zur kraftentwicklung und benötigt nicht zum direkten halt die
rotatorenmanschette, die ja meist geschädigt ist und die schulter instabil werden lässt.
bei einer bestehenden instabilität (also auch bei mehrfach auskugeln der schulter) müssen ggf.
muskeln verlegt werden. Z.bsp. mit dem brustmuskle - der muskeltransfer nach neer oder
auch verlegung des schultermuskel (Latissimus dorsi). diese werden zur stabilisierung zur schulter
versetzt um diese zu halten.
diese inversen prothesen werden u.a., bei bereits größeren bestehenden defekten der
rotatorenmanschette, die normal die aufgabe hat, die gesamt schulter zu stabilisieren.
was ggf. nicht mehr ausreichend möglich ist und bei zusätzlich bestehenden verschleiß der
schulter der s.g. omarthrose, sowei brüchen und erheblichen sehnenverletzungen.
nachteilig bei einer wechsel op, muss wieder knochen weggenommen werden um diese erneut
zu verankern. aber bei jungen patienten, weniger vorzeitige lockerungen oder defektesich einstellen,
und die frage des verschleisses nach 10-20 jahren, denen anderer prothesen entsprechen.
ich hoffe das hilft dir erst mal, ohne dass du davor angst haben solltest.
liebe grüße saurier