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Interaktive Tests

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Hofi, 22. Februar 2003.

  1. Hofi

    Hofi Guest

    Hallo an euch

    hat einer von euch Erfahrungen mit den auf unserer Seite angegebenen intaeraktiven Tests zur Krankheits Aktivitätsmessung. Ich hatte neulich mal reingeschaut, habe aber gedacht ich werde ersteinmal die langjährigen Nutzer des Forums fragen.
    1. Ist das sinnvoll und bringt es einem was?
    2. Gehts auch bei Psor.arthr.?
    3. Ist es kompliziert, so dass ich es auch begreifen oder maß ich Informatik studiert haben?
    4. Sind die Daten gesichert oder aknn Unfug getreiben werden?

    Vielleicht lacht ihr ob der "dummen Fragen" aber was solls, viel könnt ihr mir ja helfen.

    Schönes WE

    Hofi
     
  2. Sia

    Sia Guest

    Hallo Hofi!

    Der Test ist wirklich sehr gut und effektiv, allerdings ist er vorrangig für cP gemacht worden. Wie weit er auch für psor. Arthritis gültig ist, kann ich dir leider nicht sagen. Es ist aber, soweit ich mich erinnern kann eine genaue Beschreibung dabei wo der Test geht.

    Er ist wirklich nicht schwer. Du musst nur einige "Stammdaten" ausfüllen und dann einige Fragen beantworten, die die Krankheit betreffen.

    Gruß Sylvia
     
  3. monsti

    monsti Guest

    Hi Hofi,

    mach den Test doch einfach mal! Auch ich hab Pso-Arthritis, dennoch war der Test interessant.

    Grüßle von Monsti
     
  4. Emma

    Emma Guest

    Hallo Hofi!

    Der Test ist zwar für cP gemacht, jedoch hat mir Dr. Langer ihn auch für die Kollagenose empfohlen.
    Bei mir ist die Schwierigkeit, dass zB die BSG immer ganz phantastisch ist und somit das Ergebnis ein wenig verfälscht, jedoch kann ich für mich die Tests als Vergleich heranziehen!

    Probiere es einfach mal aus!

    Liebe Grüsse
    Emma
     
  5. Hallo,

    das online-Selbstmonitoring der Krankheitsaktivität mit Hilfe des eDAS im OMORA-Programm von rheuma-online beruht auf einem international in der Rheumatologie verwendeten Instrument, dem DAS (disease activity score), wobei dieser DAS dabei allerdings vom Rheumatologen ermittelt wird.

    Wir haben in rheuma-online auf der Grundlage des DAS eine online-Version entwickelt, die gegenüber dem Original-DAS einige Veränderungen aufweist und so gestaltet wurde, dass sie auch Patienten benutzen können.

    Die erhobenen Daten sind selbstverständlich gesichert (Genaueres dazu im Text zu OMORA auf den entsprechenden Seiten).

    Genau genommen darf der DAS nur bei rheumatoider Arthritis eingesetzt werden; in der Rheumatologie wird er allerdings zunehmend auch bei der Psoriasisarthritis eingesetzt. Das Problem bei der Psoriasisarthritis ist, dass oft die Blutsenkung (BSG) trotz einer hohen Krankheitsaktivität normal oder nur gering erhöht ist. Da die BSG in die Berechnung des DAS und auch des eDAS stark eingeht, kann es deshalb passieren, dass man bei Psoriasisarthritis zu niedrige DAS-Werte bekommt. Ein zweites Problem bei der Psoriasisarthritis ist, dass dabei oft auch die Fingerendgelenke betroffen sind, die aber im DAS und im eDAS keine Berücksichtigung finden.

    Für die Verlaufskontrolle bei einem einzelnen Patienten kann der eDAS aber trotzdem benutzt werden. Man muß dann nur berücksichtigen, dass die Werte absolut gesehen u.U. zu niedrig sind und ein "grüner" Wert im DAS u.U. nicht heißt, dass man sich tatsächlich im "grünen Bereich" befindet.

    Wenn man bei Psoriasisarthritis im eDAS "gelbe" oder sogar "rote" Werte erzielt, ist das eine klare Aussage und heißt, dass die Krankheitsaktivität nicht ausreichend kontrolliert ist.

    Zur wissenschaftlichen Absicherung des DAS und des eDAS:

    Der Original-DAS gehört zu den am besten untersuchten Instrumenten zur Messung der Krankheitsaktivität in der Rheumatologie und wird beispielsweise auch in klinischen Studien angewendet.

    Der eDAS wird gerade in einer begleitenden Untersuchung des OMORA-Programms ebenfalls wissenschaftlich evaluiert. Die ersten Ergebnisse dieser Evaluation zeigen, dass er in seiner Aussage sehr valide ist, das heißt, die im eDAS erzielten Ergebnisse entsprechen tatsächlich dem, was gemessen werden soll, nämlich der Krankheitsaktivität.

    Neben der Anwendung durch den Patienten wird der eDAS auch von nicht-rheumatologisch spezialisierten Ärzten / Hausärzten angewendet. Neulich rief mich ein Hausarzt an und sagte, er hätte gerade eben zusammen mit einer seiner Patientinnen mit einer rheumatoiden Arthritis vor dem Computer gesessen und für sie den eDAS bei rheuma-online gemacht. Der Wert war 7,1 und zeigte damit, dass die Erkrankung absolut nicht kontrolliert war. Er bat mich deshalb um einen raschen Termin zur Umstellung der langwirksamen antirheumatischen Therapie. Ich habe die Patientin einige Tage später gesehen und selber den DAS bei mir in der Praxis gemacht. Dabei kam ein Wert von 7,06 heraus, was eine komplette Übereinstimmung bedeutet.

    Da die Patientin von weiter weg kommt (ca. eine Stunde Anreise vom Niederrhein zu mir nach Düsseldorf), konnte durch den eDAS sichergestellt werden, dass sich die Fahrt auch tatsächlich gelohnt hat. Umgekehrt kann jetzt nach Umstellung der Basistherapie vor Ort überprüft werden, wann und in welchem Ausmaß die Therapieänderungen greifen.

    Dies als kleines Beispiel dafür, wie der eDAS sinnvoll eingesetzt werden kann und wie das online-Monitoring der rheumatoiden Arthritis dazu beitragen kann, die Qualität der rheumatologischen Versorgung zu verbessern.

    Herzliche Grüße und viel Erfolg beim Selbstmonitoring der Krankheitsaktivität!

    Eine Bitte zum Schluß:

    Um den eDAS weiter wissenschaftlich absichern zu können, benötigen wir eine möglichst große Zahl von Patientinnen und Patienten, die nicht nur die "Schnupperversion" machen, sondern sich die Zeit nehmen und sich richtig registrieren. Wenn dies eine ausreichend große Zahl von Usern gemacht haben, können wir dann nämlich Vergleichszahlen für die einzelnen Diagnosen zur Verfügung stellen, d.h. es gibt dann auch eDAS-Durchschnittswerte nicht nur für die rheumatoide Arthritis, sondern auch für die Psoriasisarthritis und andere Diagnosen.


    Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer