Infliximab bei Morbus Behzet aber erst nach vielen Impfungen u Voruntersuchungen

Dieses Thema im Forum "Biologika und niedermolekulare Wirkstoffe" wurde erstellt von snoopy10, 29. Januar 2018.

  1. snoopy10

    snoopy10 Registrierter Benutzer

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    Hey hey,
    meine Diagnose (Morbus Behzet) steht jetzt endlich nach ca 10 Jahren fest und nun soll ich, weil ich viele andere Therapien nicht vertrage, mit Infliximab anfangen. Das Kortison soll laaaaangsam ausgeschlichen werden. Mein Problem bzw. meine Frage ist: Muss/musste irgendwer von Euch auch so viele Voruntersuchungen (Organe Röntgen, Blutabnahme wg iwelcher Antikörper, Funktionstest) und Impfungen (Grippeschutz, Pneumokokken, Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Polio, Gelbfieber usw.) deswegen über sich ergehen lassen? Ich bin da etwas verunsichert und überrascht.

    Freue mich über regen Austausch:1syellow1:
    VG
     
  2. aischa

    aischa Guest

    Guten morgen snoppy,

    deine impfungen, die du aufzählst sind nicht zwingend vor biologica behandlung vorgeschrieben, sondern freiwillig!
    und das du gegen gelbfieber geimpft wurdest, kann ich nicht glauben, denn warum solltest du gegen eine tropenkrankheit geimpft werden!
     
  3. O-häsin

    O-häsin Bekanntes Mitglied

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    Hallo synoopy,
    bei Infliximab (ich selbst kenne es nicht) handelt es sich m.E. um einen TNF alpha Blocker. Dazu habe ich auf r-o folgendes gefunden:
    "..Nicht möglich sind unter einer Therapie mit TNF-Blockern alle Lebendimpfungen. Dazu gehören die Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Gelbfieber sowie die Schluckimpfungen gegen Kinderlähmung (Polio) und Typhus, außerdem die BCG-Impfung gegen Tuberkulose..."
    schau hier: https://www.rheuma-online.de/rheuma-online/archiv/fua/antworten/fua/impfungen-bei-einer-therapie-mit-tnf-alpha-blockern

    Bei Behandlung mit biological ist Patient m.W. besonders gefährdet durch Reaktivierung schlummernder Viren, woraus sich der Behandlung zeitlich vorausgehende Impfungen empfehlen.

    Vorgeschrieben ist bei Impfungen -ebenso bei Behandlungen- nirgendwo irgendetwas; es gibt lediglich Empfehlungen bzw. den Arzt nicht bindende Handlungsempfehlungen in Form von Leitlinien. Alles ist immer freiwillig, eine Zwangsbehandlung gibt es nicht. Der Arzt benötigt immer die Einwilligung des Patienten oder seines Bevollmächtigten.
    Jeder Patient tut aber gut daran, sich die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen in der Fachinformation des Medikaments selbst durchzulesen.

    LG o-häsin
     
  4. snoopy10

    snoopy10 Registrierter Benutzer

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    Hey aischa,
    du hast recht, ich bin nicht dagegen geimpft. Aber trotzdem danke für deine Antwort. Es wird mir empfohlen und ich möchte nur wissen, ob dies schon irgendwer anderes ebenfalls machen musste. Aus diesen ganzen Infoblättern wurde ich verunsichert, nachdem ich mich da durchgekämpft hab und genau deshalb sind mir diese Fragen eingefallen. Ich dachte einfach, dass hier vielleicht jemand ist der mir was dazu tippen kann. Dafür gibts dies Forum doch, habe nicht alle Seiten im Archiv lesen können, wegen meiner Augen.
    VG
     
  5. snoopy10

    snoopy10 Registrierter Benutzer

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    Hey o-häsin,
    vielen dank für diesen Link. Versuche mich nun weiter nach und nach durchs Archiv zu kämpfen;-) und löcher nochmal alle beteiligten Ärzte.
    VG
     
  6. O-häsin

    O-häsin Bekanntes Mitglied

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    Hi snoopy,
    schon allein mit Grippeschutzimpfungen gibt es jedes Jahr wieder neue Diskussion. Die Entscheidung zu Impfungen sind immer individuell.
    Worauf ich Dich wegen Deiner Erkrankung noch aufmerksam machen möchte: es gibt nur wenige Ärzte, die sich damit auskennen. Frau Prof. Ina Kötter ist eine davon; sie gilt als Spezialistin für Behcet. Sie ist in der Aesklepios-Klinik in Hamburg-Altona zu finden, falls Du Ihren Rat mal brauchst.
    Alles Gute Dir.
    o-häsin
     
    aischa gefällt das.
  7. snoopy10

    snoopy10 Registrierter Benutzer

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    Vielen Dank für deinen Tipp. Ein Termin ist dort als nächstes in Planung mit check up. Dir auch alles Liebe,
    LG
     
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