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Infektreaktive Arthtritis

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Vera 75, 15. Februar 2014.

  1. Vera 75

    Vera 75 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Februar 2014
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    Hallo an Euch,
    ich möchte mich kurz vorstellen: ich bin weiblich und 38 Jahre alt. Bis Anfang Oktober 2013 war ich ein äußerst aktiver Mensch mit zwei kleinen Kindern. Seitdem hat sich vieles verändert, ich bekam plötzlich schlimme Schmerzen im unteren Kreuzbein, dann auch Gelenkschmerzen (Handgelenke, Fingergelenke, Ellenbogen, Knie, Sprunggelenke) immer wechselnd... Später bekam ich zudem auch noch Schmerzen an der Wirbelsäule, die in den Rücken ausstrahlten und eine gewisse Nackensteifigkeit. Ihr könnt Euch vorstellen, das war wie ein Alptraum. Seitdem habe ich einen Marathon an Arztbesuchen hinter mir, Allgemeinmediziner, Orthopäde, Rheumatologe/Orthopäde, Rheumathologe/Internist) nach langem hin und her wird nun eine infektreaktive Arthtritis (Clamydia pneumo. + Yersinien AK pos.) vermutet. Die genaue Infektion ist allerdings nicht mehr nachweisbar...? Ich wurde 3 Wochen mit Doxcyclin behandelt und seit einem Monat mit Clarytromycin. Ich habe aber weiterhin Beschwerden, vielleicht nicht mehr so extrem aber es ist alles noch immer da. Ich schlafe extrem schlecht, manchmal wache ich Nachts um 3 auf, bin hellwach und habe einen extrem trockenen Mund. In der Rheumaambulanz bekam ich telefonisch die Auskunft, dass ich mit einer infektreaktiven Arthtritis dort nicht richtig bin. Es sei eine der wenigen rheumatischen Erkrankungen die heilbar ist. Es gelte die Bakterien, die sich an den Gelenken festgesetzt haben, auszurotten. Außerdem kann diese Erkrankung bis zu 12 Monaten andauern und dann spontan ausheilen...??? Wenn nicht und es doch chronisch wird, sei es gut mit Schmerzmitteln in den Griff zu bekommen. Ich bin extrem verunsichert und manchmal sogar panisch;-( Biite, gibt es hier im Forum Leute, die sich mit so etwas auskennen oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben?
    Ich finde es übrigens gaaaanz toll wie Ihr Euch hier umeinander kümmert und Euch immer wieder gegenseitig Mut macht! Gute Besserung!
    Herzlichen Gruß, Vera.
     
  2. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Vera,

    leider kann ich dir nicht so wahnsinnige viel zu deiner Anfrage sagen - möchte dich aber sehr herzlich hier willkommen heißen und finde es sehr gut, dass du dir hier Hilfe holst.

    Bei mir wurde das wohl schon lange bestehende Rheuma durch einen Infekt "getriggert" - d.h. es ging ca. 3 Wochen nach einem heftigen Magen-Darm-Infekt mit den massiven Beschwerden los. Allerdings hatte ich Jahre vorher schon massive Probleme mit Gelenken und Sehnenentzündungen, die man aber nicht in einem Zusammenhang sah und daher nur durch lokale Spritzen und Schmerzmittel behandelte.

    Insofern sind unsere "Fälle" nicht vergleichbar... Bei mir sind leider bis zur Diagnose auch viele Monate (eigentlich Jahre) vergangen, in denen man mir vermutlich einen Großteil der Schmerzen hätte nehmen können...

    Es gab hier einige Leute, die eine infektreaktive Arthritis hatten und wirklich nach ca. einem Jahr keine Beschwerden mehr hatten. Daher sind sie allerdings hier auch nicht mehr aktiv - aber vielleicht hast du Glück und jemand meldet sich.
    Wenn du unter Rheuma von A-Z unter Morbus Reiter schaust findest du einige Infos, die dir vielleicht helfen können...

    Ehrlich gesagt finde ich es nicht so toll, dass die Rheumaambulanz dich "abgewimmelt" hat - ist wohl verständlich, weil die völlig überlaufen sein werden (es gibt viel zu wenige Rheumatologen) - aber manchmal ist es ja schon besser, genauer hinzuschauen.
    Gut, dass man bei dir sofort mit Antibiotika "scharf geschossen" hat - möge es bald deutlich besser werden und du in absehbarer Zeit keine Probleme mehr haben.

    Und wenn dem nicht so sein sollte - man kann recht gut mit Rheuma leben - jetzt solltest du aber davon ausgehen, dass du das alles bald vergessen kannst und wieder schmerzfrei leben wirst. Positive Gedanken sind sehr wichtig wie mir mal ein Rheumaprofessor erklärte, denn die "Psychoimmunologie" spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von überaktiven Immunprozessen.

    Vielleicht wäre es gut, wenn du nach Möglichkeit viel Zeit für dich einfordern würdest (ich weiß, ist mit kleinen Kindern schwer) und durch Entspannungsmethoden und Wohlfühl-Zeiten (vielleicht auch mit Dingen, die du lange schon tun wolltest) deinem Körper Ruhe und deiner Seele Kraft schenkst.
    Körper und Seele sind einfach eine Einheit und daher wäre es gut, wenn du deine Angst irgendwie (zur Not mit professioneller Hilfe) bekämpfst oder zumindest eindämmst. Selbst wenn du länger brauchen solltest, um wieder gesund zu werden - positive Gedanken helfen dabei wirklich...

    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute - liebe Grüße von
    anurju