Immer mehr Probleme nach 2 Hand OPs

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Tanja E., 7. Februar 2017.

  1. Tanja E.

    Tanja E. Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich bin Tanja und 38 Jahre jung.
    2011 wurde bei mir rheumatische Arhtritis diagnostiziert. Meine bisherigen Blutergebnisse waren immer alle im Normbereich. Auch die Rheumafaktoren haben bisher nie angeschlagen. Die Diagnostik wurde anhand von Ausschlussverfahren und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt.
    Insbesondere betroffen sind bei mir die Grundgelenke beider Hände. Die meisten Probleme, inform von Schmerz bereitet mir das linke Mittelfingergrundgelenk.
    Die Diagnose wurde bei mir zum Glück sehr früh gestellt und ich wurde auf Resochin eingestellt. Das nehme ich seither und vertrage es auch sehr gut. Bei Schüben, die bisher immer recht selten hatte, habe ich einige Tage 5 mg Kortison genommen. Da ich allerdings ziemliche Reaktionen auf Kortison habe (auch bei nur 5 mg) wird versucht diese Einnahme stets zu vermeiden. Jedenfalls waren die Probleme durch die Einnahme von Resochin stark zurück gegangen.

    Nun zu meinem momentanen Problem:
    Anfang März 2016 habe ich mir beim einfachen Anheben eines Jackenbündchens (wollte auf die Uhr schauen) das Seitenband am linken Mittelfingergrundgelenk abgerissen (bin aus dem Bündchen rausgefletscht). D.h. der Finger hing an der Hand als wenn er dort nicht hingehörte. Nach diversen Untersuchungen durch die Handchirurgie wurde ich Ende März 2016 operiert und mein gerissenes Band wurde wieder befestigt. Hierbei stellte sich heraus, dass Ablagerungen am Band vorhanden waren, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Rheumaschub entstanden waren, verkalkten und somit das Band porös machten.

    Leider hielt das erneut befestigte Band nur ca. 4 Wochen. Danach riss dieses erneut. Nun wurde mir Anfang Juli aus dem Unterarm eine Sehne entnommen und diese mit winzig kleinen Titanankern als Bandersatz eingesetzt. Die OP Narbe ist beidemale sehr groß gewesen. Sie zieht sich vom unteren Mittelfingeransatz, seitlich am Grundgelenk vorbei bis mittig auf den Handrücken. Die OP war zumindest hinsichtlich des Bandes nun endlich erfolgreich, soll heißen, es hält.

    Seit der OP ist aber das Grundgelenk (also der Knochen selbst), mehr als doppelt so dick wie vorher. Nach der 1. OP konnte ich bereits nach 4 Wochen wieder eine normale Faust machen. Nun haben wir Februar und seit der 2 OP bin ich noch ganz weit vom Faustschluss entfernt.
    Momentan habe ich unerträgliche Schmerzen in der Hand, selbst beim Schreiben am Computer habe ich durchgängig bei jeder noch so kleinen Bewegung Schmerzen.

    Vor 3 Wochen hatte ich Kontrolltermin beim Rheumatologen. Dieser war natürlich wenig begeistert dass ich ein zweites Mal operiert werden musste. Ich soll weiterhin Resochin nehmen und bei Bedarf die 5 mg Kortison. Es hilft aber momentan beides nicht. Meinen nächsten Kontrolltermin habe ich aber erst im August.
    Nun habe ich den Bericht erhalten. Ich ich habe mich nun doch etwas über die Blutwerte gewundert bzw. bin ich ziemlich erschrocken, dass dieses mal Dinge, für mein Empfinden, sehr stark angeschlagen haben. Leider weiß ich die Werte nicht so ganz einzuschätzen. Am Freitag habe ich einen Termin bei der Hausärztin und nächsten Mittwoch Kontrolltermin in der Handchirurgie. Notfalls muss ich mir vor August doch nochmal einen Termin beim Rheumatologen holen.
    Ich hoffe dass mir hier jemand vielleicht etwas zu den Blutergebnissen sagen kann, da ich damit überhaupt keine Erfahrung habe und ich nicht ganz blauäugig in die Gespräche mit den Ärzten gehen möchte.
    Ich vermute, dass die OP und die momentan extremen Probleme damit zu tun haben, dass die Blutwerte so ausgefallen sind.
    Ich schreibe mal nur die Werte auf, die aus der Norm gefallen sind. Alle anderen Werte sind OK. Die meisten hier aufgeführten Werte weichen nur minimal ab.
    MCV 83,0-92 93,4
    Neutrophile 50,0 - 70,0 46,5
    Lymphozyten 25,0 - 40,0 41,6
    Monozyten 2,0 - 8,0 9,9
    Eosinophile 2,0 - 4,0 1,7
    Glomeruläre Filtrationsrate nach CKD-E >90 80,9
    Rheumafaktor - IgM - ELISA <20 59,2 (war bisher immer negativ)
    Borrelien Antikörper IgM i.S. <1,0 2,13 (bisher immer negativ)

    Insbesondere dass der Rheumafaktor jetzt plötzlich angeschlagen hat (ich kann auch nicht abschätzen, ob dieser sehr hoch ist, oder ob das noch halbwegs ok ist) und das Borrelien angeschlagen haben, macht mich doch etwas nervös und unsicher.

    Kann das tatsächlich alles mit der OP zusammenhängen? Bin momentan etwas ratlos was ich mit der Hand machen soll um eine Besserung zu erzielen. Bekomme auch immer noch KG und Ergo wegen der Bewegungseinschränkung. Aber selbst die verzweifeln momentan, weil sich an der Bewegung einfach nichts tut und eine 3. OP möchte ich auf keinen Fall an dem Gelenk machen lassen.

    Vielleicht hat hier jemand eine Idee, oder Erfahrungen und kann mir vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringen bezgl. der Blutwerte, damit ich etwas auf die Gespräche mit den Ärzten vorbereitet bin.

    Lieben Dank im voraus.
    Tanja

    P.S. Sorry für den langen Text :eek:
     
  2. Mni

    Mni Registrierter Benutzer

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    das alles ist natürlich gar nicht gut, hast mein vollstes Mitgefühl!

    auf jeden Fall würde ich an Deiner STelle darauf bestehen, zu einer ERgotherapeutin zu gehen, der/die auch unbedingt Handtherapeut/in sein muss mit einer abgeschlossenen!! längeren Zusatzausbildung entweder an der der Deutschen Handakademie oder der AFH

    Mir hat das nach einem UNfall sehr geholfen.

    "Normale" Ergotherapeuten können "alles"- sorry- aber es muss jemand mit qualifizierter Zusdatzausbildung und ERfahrung sein- d.h. gezielt nachfragen und beim Arzt auf ein Rezept bestehen- es lohnt sich!! Ich bin immer eine Std einfachen Weg gefahren und würde es jederzeit wieder tun!

    Alles Gute Dir! mni
     
  3. merre

    merre Registrierter Benutzer

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    Handtherapeut

    Hallo, also meine Behandlungen während der letzten Reha haben je 90 min gedauert.
    Es sollte ein Therapeut sein, der die Ausbildung Handtherapeut/-in DAHTH oder ähnlich hat.
    Man glaubt es nicht aber diese Ausbildung dauert 450 Unterrichtseinheiten und ist in 12 thematisch eigenständige, aber auch eng verzahnte Module unterteilt.

    Grundsätzlich vetraue ich neben m,einen Handchirurgen sehr auf die Meinung qualifizierter Therapeuten.

    Gunte Besserung "merre"
     
  4. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Tanja!
    Ich kann dir nur soviel dazu sagen, es hängt nicht mit der Op zusammen, das sind rheumaspezifische bzw eine Antikörpersuchtest und das hat nichts mit Entzündungszeichen o.ä nach einer Op zu tun.

    Es würde aber ja zu deinem stark geschwollenen Grundgelenk passen, es scheint ein Rheumaschub zu sein.

    Wenn jetzt die Leukozyten erhöht wären, oder die Blutsenkung, das könnte man auf die Op schieben, aber die sind nicht aufgeführt.
     
  5. Tanja E.

    Tanja E. Neues Mitglied

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    Lieben Dank für eure Rückmeldungen.
    Ja, ich gehe dann auch mal davon aus, dass ich einen akuten Schub habe, nur hält der jetzt schon etliche Wochen an. Meine Leukozyten sind komplett im Normbereich, genau wie die blutsenkung.

    Habe mal nach Ergotherapeuten mit der Zusatzausbildung gesucht. Puuuhhhh, die sind ja echt rar gesäät.
    In der nächsten Großstadt gibt es jemanden. Ich werde mich mal mit denen in Verbindung setzen. Ich hoffe dass die mir dann etwas weiterhelfen können.

    Jetzt hoffe ich erstmal dass der Schub vorbei geht, damit die Schmerzen etwas weniger werden. Dann kann man auch etwas mehr wieder in die Bewegung gehen, momentan ist das selbst dann schwierig wenn ich Schmerzmedis genommen habe.
     
  6. Mni

    Mni Registrierter Benutzer

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    #6 8. Februar 2017
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2017
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