Hallo Frank,
erstmal find ich es sehr schön,das du dich als Angehöriger hier meldest. Sei herzlich willkommen in unserer Runde.
Ich kann mich Emma nur anschliesen, Geduld Geduld, reden,reden......Ist erstmal das erste, was man in einer Beziehung machen sollte.
Besonders, wenn einer krank ist.
Beide Seiten haben es nicht leicht:
Der Partner der krank ist, der muß erst lernen, seine Erkrankung zu akzeptieren, damit lernen umzugehen, die neuen Grenzen austesten, über die wahnsinnigen Gefühle Herr werden, Psychosoziale Situationen beherrschen um nicht in Depris zu rutschen, und dann die Angst, macht der Partner das mit, oder rennt er weg oder bleibt er nur aus Mitleid bei mir, weil ich sonst allein nicht klar käme?
Der Partner: Kann sich nicht hineinfühlen in die Erkrankung, kann nicht hellsehen, was fühlt der geliebte Partner, wie gehe ich damit um, wie verändert sich mein Leben mit ihm?, wie kann ich ihm helfen, ohne das derjenige sich bevormundet fühlt?,
Wenn ich sehe, das mein Partner sich überfordert, wie kann ich ihn/sie, auf die sanfteste Weise wieder aufbauen/helfen, ohne das Aggresivität aufkommt.
Das ist nur ein kleiner Ausschnitt an Fragen, Problemen die auftreten können. Redet darüber, nimmt euch beiden diese Fragen vor, klärt sie.
Ich hab es vorher nicht getan, und meinem lieben Mann so häufig vor den Kopf gestoßen und verbal aggressiv so angemacht, das er manchmal fluchtartig die Wohung verlies.....somit war der Weg in einen Heulkrampf geebnet.
Wir haben mittlerweile über vieles geredet. ich weis das er mich wirklich liebt, die Krankheit akzeptiert, mir hilft wo er kann (auch eine kleine Streichelmassage zwischendurch , kann sooooo gut tun..)

Wenn ich mal wieder so weit bin, das ich kurz davor bin mich zu übernehmen (besonders bei der hausarbeit), werde ich ziemlich grantig, aggressiv, weil mal wieder nciht alles so klappt,wie ich es will. Und wenn mein Mann mir dann sagt: Du siehst ja so ooo süß aus wenn du wütend bist, ist es für mich der Wink mit dem Zaunpfahl, ...Hoppla....jetzt bist du zu weit gegangen, ....dann wird alles stehen undliegen gelassen.... ein legger Kaffee aufgesetzt, und wir beide setzen uns gemütlich hin.....
Dies ist nur ein kleiner Einblick,wie man gemeinsam Probleme bewältigen kann. Ich hoffe es hilft euch ein klein wenig weiter.
Und vergeßt auch nicht , euch einfach mal zwischendurch in den Arm zu nehmen, tut beiden gut.
)
Ihr beiden schafft das schon, wir haben es auch geschafft und mittlerweile hat uns die Erkrankung so zusammen geschweißt, besonders da wir beide wissen, wir sind auch in schlechten Tagen für einander da.
LG KIki