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Ich muss ins Schlaflabor wegen gefährliche Sauerstoffabfälle

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Petra0507, 16. September 2011.

  1. Petra0507

    Petra0507 Mitglied

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    Hallo,
    letzte Woche habe ich von meinem Lungenfacharzt ein Gerät mitbekommen zum messen der Atemaussetzer weil ich nachts nicht gut schlafen kann, ich werde ständig wach, bin nass geschwitzt und bin jeden morgen total müde, kann mich nicht konzentrieren, und schlafe tags im stehen ein.

    heute war ich beim Lungenfacharzt wegen dem Ergebnis der Messung. Der Arzt sagte sofort, das ich ins Schlaflabor muss, weil das Gerät angezeigt hat das ich die ganze Nacht unter extremen Sauerstoffmangel leide und gar nicht mehr in die Tiefschlaf fase komme weil die Sauerstoffversorgung so runter geht das mein Gehirn mich weckt bevor ich sterbe. ich habe die ganze Nacht eine Sauerstoffsättigung von 55-60 %. Ich soll jetzt so schnell wie möglich ins Schlaflabor,er hat sofort dort angerufen. einen Termin haben die aber erst im März. die haben gesagt ,sobald jemand abspringt werde ich sofort angerufen und muß sofort hin.Ich habe jetzt echt Angst abends einzuschlafen, weil irgendwann kann das Gehirn auch mal nicht mehr wecken,dann ist es vorbei. War von euch schon mal jemand im Schlaflabor?? Wie lange dauert das, was wird da gemacht? Liegt man mit mehreren in einem Zimmer? Der Arzt meinte ich brauche eine Atemmaske, wie kann man damit schlafen? Hat jemand sowas von euch??

    Bitte um infos
    Danke, liebe Grüße Petra
     
  2. Marly

    Marly Bekanntes Mitglied

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    Hallo Petra,

    ich selber habe damit keine Erfahrungen, aber ein Freund von uns war vor einem Jahr in einem Schlaflabor und schläft seitdem auch mit so einer Atemmaske.
    Er ist sehr begeistert davon, er schläft richtig gut und die Ängste sind weg.

    Alles Gute für Dich!
     
  3. medikan

    medikan PSA/RA seit 2010

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    Habe Gerät mit Maske und Sauerstoff

    Hallo Petra,

    wo wohnst du denn, dass du so lange warten mußt? Das geht ja gar nicht. Ich war in Düsseldorf, Wartezeit waren 1-2 Wochen.......

    Ich bin tagsüber immer und überall eingeschlafen, das ist in der stationären psychotherapie aufgefallen. Wurde dann halt nach Düsseldorf Kaiserswerth in das Schlaflabor der Diakonie geschickt.

    Hatte auch massig Aussetzer und ging mit der Sauerstoffsättigung unter 50% nachts. Ich mußte ein paar mal dahin und auch mal mehrere Nächte.

    Manchmal gibt es Einzelzimmer( Ich dneke Normalfall), allerdings gab es da auch 2-Bett-Zimmer. Du wirst abends mit vielen Kabeln verkabelt, ich meine, bei mir wären es 27 gewesen. Damit können die wirklich alles beobachten.. Schlafphasen, Körperbewegungen, EKG, EEG, Schnarchgeräusche und und und......... und du bekommst ein Gerät mit Maske. Es gibt Masken, die nur über die Nase gehen und welche, die Nase und Mund einschließen. Kommt darauf an, ob du nachts den Mund aufmachst oder nicht. Also ich kam mit der Nasenmaske nicht zurecht, immer wenn ich den Mund aufmachte, kam die Luft durch die Nase rein und durch den Mund raus, nicht angenehm... vor allem kommt dann keine Luft in der Lunge an.....

    Das Gerät "beatmet" dich. Es wird ein bestimmter Luftstrom eingestellt, so dass deine Rachenmuskulatur nicht mehr zusammenfallen kann. Am Anfang ist es ungewohnt und unangenehm, aber man gewöhnt sich daran. Ich möchte gar nicht mehr ohne schlafen....

    Da ich auch damit noch nicht genug geatmet habe (durch´s Übergewicht) habe ich jetzt (nach gut 3-4 Monaten) noch ein Sauerstoffgerät dazubekommen, damit meine Sauerstoffsättigung über 90% bleibt. Allerdings sollte ich vorher aufhören zu rauchen.

    Die Untersuchung, bzw das verkabelte Schlafen ist nicht schlimm, tut nicht weh... Man sollte sich nur vorher überlegen, wie man liegen will, weil umdrehen mit den ganzen Kabeln führt manchmal zu Kabelsalat :rolleyes:. Und man muß sich wirklich darauf einlassen und sich an das Gerät mit Maske gewöhnen.

    Da das bei mir alles recht spät festgestellt wurde, habe ich durch diese dauernde Sauerstoffunterversorgung nachts eine Herzinsuffizienz bekommen und darf nun erst mal die Rente einreichen (mit 37 Jahren).

    Ich wünsch dir viel Erfolg und einen schnellen Termin... ansonsten erkundige dich mal in anderen Krankehäusern nach Schlaflaboren und frag da nach der Wartezeit.... über ein halbes Jahr finde ich persönlich zu lange.... was sagt denn dein Lungendoc dazu????
     
  4. Muckel

    Muckel Das Muckelchen

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    Hallo Petra,

    ich gehöre selber auch zu den "Rüsseltieren" und habe seit etwa Jahren eine Maske!

    Bei den Sauerstoffwerten solltest Du auf keinen Fall so lange warten. Entweder könnte Dein Lugenfacharzt mit dem Schlaflabor sprechen, oder du könntest in ein anderes gehen.

    Um Dir vielleicht etwas die Angst zu nehmen, im Schlaflabor ist es nicht so schlimm, wie man befürchtet!:p
    Du bekommst zwar eine Menge Kabel, man schläft aber (meistens) trotzdem recht normal nach einiger Zeit ein. Zur Not bekommt man eine Schlaftablette, meistens ist das aber nicht nötig.

    In den meisten Schlaflaboren gibt es Einzelzimmer, damit man durch die häufig schnarchenden Patienten nicht noch mehr beeinträchtigt wird.
    Doof ist nur die Sache mit dem Gang zum Klo. Entweder man wird abgestöpselt, oder man bekommt einen Klostuhl. Da im Regelfall die "Abstöpselung" aber immer recht früh gemacht wird, damit alles schnell ausgewertet werden kann (meistens zwischen 5 und 6 Uhr), habe ich es immer ohne geschafft.
    Ein Aufenthalt dauert mindestens 2, meistens aber 3 Nächte, wenn du eingestellt wirst.

    An die Maske muss man sich natürlich gewöhnen, aber das kriegst Du auch hin. Inzwischen gibt es viele verschiedene Masken und Hilfsmittel, die einem die Eingewöhnung erleichter.

    Habe mir selber vor 2 Wochen ein spezielles Maskenkissen gekauft, dass mir riesig geholfen hat. So kann sich die Maske nicht verschieben, wenn ich auf der Seite liege.

    Ach, noch etwas zum Thema "Beatmung":
    Die normalen Geräte (CPAP) gelten zwar als "nichtinvasive Beatmung", wobei das sehr relativ ist und Dich nicht beängstigen sollte!!!
    Du bekommst nur einen "Luftdruck" durch die Maske, wie oft Du atmest, bleibt allerdings bei Dir. Du holst also wie gewohnt Luft, nur Dein Rachen wird "freigehalten".
    Ich selber habe ein anderes Gerät (BIPAP), weil mein Gehirn die Atemaussetzer auslöst. Mein Rachen fällt also nicht zu, sondern ich höre ganz auf zu atmen. Deshalb bestimmt mein Gerät auch, wie oft Atemzüge gemacht werden müssen und gibt einen höheren Druck ab, vor allem, wenn ich aufhöre. Und selbst damit kann man klarkommen...

    Vielleicht konnten wir Dir schon etwas "den Schrecken nehmen", Rheuma ist, wie ich finde, schlimmer! :D;)

    Alles Gute

    Muckel
     
  5. Esuse

    Esuse Neues Mitglied

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    Hallo,

    GG hat auch ein Gerät und seit dem schlafe ich deutlich besser...

    Übrigens wird die Beatmung mit Gerät beim GdB mit 20 berüksichtigt, sollte - aus welchen Gründen auch immer- diese Beatmung nicht möglich sein, sind 50 drin.

    Das nur debenbei, weil uns hat es damals niemand gesagt...


    LG
     
  6. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Hallo Petra,
    mir ging es vor etlichen Jahren genauso.Abgeschlagen müde, kaputt -morgens schon.Hatte nachts Erstickungsanfälle, und einer war derart schlimm, dass überhaupt keine Luft mehr transportiert wurde, ich weiß nicht wie ich in mein Bad kam - instinktiv drehrte ich den Wasserhahn auf und trank...zwang mir Schluck für Schluck rein....betrachtete mein Gesicht....die Augen völlig zu , weil das Gesicht extrem aufgedunsen war.
    Da ging ich mal ganz schnell zum HA. Der schickte mich ins Schlaflabor , dort wurden dann starke Atemaussetzer nachts festgestellt und es wurde mir ein CPAP-Gerät mit Maske und Luftbefeuchter verschrieben. Aber gleich zu Anfang sagte man mir, ich sei zu dick, deshalb hätte ich die Atemaussetzer (ich wog zu diesem Zeitpunkt 85 kg bei 1,70. !
    Neben mir lag eine Patientin, die im Verhältnis zu mir "spindeldürr " war und das Gleiche hatte..... so... dachte ich mir....ich denke das kommt von der Adipositas?????? Das stimmt also nicht, brauchst Du Dir nicht erzählen lassen, falls man Dir sowas an den Kopf wirft.

    Also - gewöhnt hab ich mich bis heute nicht daran, kann nicht richtig einschlafen, nicht richtig durchschlafen- nicht zuletzt wegen meinem Sch.... Rheuma und dem Cortison, was ich erst nachts nehmen darf wegen der Wirkung.
    Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen: Ich fühle mich wesentlich sicherer und kann , bzw. versuche mich sorglos fallen zu lassen - " in das Tal der Träume" :)

    Du brauchst jedenfalls dann keine Angst mehr zu haben, schlafen zu gehen, aber Du musst den Druck des Gerätes (das wird im Schlaflabor oder vom Lungen FA eingestellt) immer wieder überprüfen lassen.... alle 1/2 bis 1 Jahre.
    LG Grit