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Sabine
Guest
Hallo an alle,
ich bin vor 10 Jahren an chronischer Polyarthritis mit einem aggressiven Verlauf erkrankt. Meine Gelenke entzündeten sich und sofort fraß sich das schlechte Gewebe in die Knochen. Die ersten Jahre waren schlimm, nicht allein wegen der Schmerzen, sondern mitanzusehen, daß mein Körper in kurzer Zeit "verfiel". Bei mir sind alle Gelenke betroffen, ich nahm die verschiedensten Basismedikamente. Ich ließ Radiosynoviorthesen, chemische Synoviorthesen und zahlreiche Operationen über mich ergehen. Die Ärzte sagten nur, daß ich wohl einer der Personen wäre, bei denen der Verlauf sehr schnell und sehr aggressiv sei.
Tja, kein leichter Weg, denn mit Mitte 20 war ich berentet. Ich gab mich auf, ich sah irgendwie keinen Weg mehr. Ich sollte mich nur schonen, ständig auf mich achtet. Doch daß ich dabei psychisch auf der Strecke blieb war den Ärzten wohl "egal".
Vor ca. einem Jahr entschied ich mich endlich mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und mich nach 9 Jahren Ärzt-Odyssee zu fragen, was ICH überhaupt will. Auch dieser Weg war nicht einfach, denn ich habe über Jahre die Verantwortung abgegeben und mußte erst mal wieder lernen "selbständig" zu entscheiden.
Mit Erfolg, denn ich setzte auf eigenen Wunsch hin alle Medikamente ab, bis auf eine geringe Menge Cortison. Ich nahm Kontakt zu einer Heilpraktikerin auf und schaute tief in mein Inneres, das sehr gelitten hat.
Seit ca. 2 Monaten treibe ich regelmäßig Sport - sehr zum Entsetzen meiner Ärzte. 2-3xwöchtl. gehe ich ins Studio und mache ein kleines Geräte-Training, komplett ohne Gewichte, da ich mich bwz. die Gelenke nicht überfordern möchte.
Mir geht es recht gut, natürlich tun die Gelenke etwas weh. Aber ich habe keine starke Entzündungen.
Ich habe nicht vor zu verdrängen, daß ich krank bin, meine cP wird mich mein Leben begleiten, aber ich habe andere Prioritäten gesetzt. Ich frage mich jetzt, was ICH will und was MIR guttut. Wenn dieses nicht mit den ärztlichen Empfehlungen konform läuft ist es schade, aber ich bin mir wichtiger geworden denn je.
Ich hoffe, ich kann Euch, den Neubetroffenen und den "Alten Hasen" etwas Mut machen, denn auch mit cP kann das Leben leben- und liebenswert sein.
Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute
Sabine
ich bin vor 10 Jahren an chronischer Polyarthritis mit einem aggressiven Verlauf erkrankt. Meine Gelenke entzündeten sich und sofort fraß sich das schlechte Gewebe in die Knochen. Die ersten Jahre waren schlimm, nicht allein wegen der Schmerzen, sondern mitanzusehen, daß mein Körper in kurzer Zeit "verfiel". Bei mir sind alle Gelenke betroffen, ich nahm die verschiedensten Basismedikamente. Ich ließ Radiosynoviorthesen, chemische Synoviorthesen und zahlreiche Operationen über mich ergehen. Die Ärzte sagten nur, daß ich wohl einer der Personen wäre, bei denen der Verlauf sehr schnell und sehr aggressiv sei.
Tja, kein leichter Weg, denn mit Mitte 20 war ich berentet. Ich gab mich auf, ich sah irgendwie keinen Weg mehr. Ich sollte mich nur schonen, ständig auf mich achtet. Doch daß ich dabei psychisch auf der Strecke blieb war den Ärzten wohl "egal".
Vor ca. einem Jahr entschied ich mich endlich mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und mich nach 9 Jahren Ärzt-Odyssee zu fragen, was ICH überhaupt will. Auch dieser Weg war nicht einfach, denn ich habe über Jahre die Verantwortung abgegeben und mußte erst mal wieder lernen "selbständig" zu entscheiden.
Mit Erfolg, denn ich setzte auf eigenen Wunsch hin alle Medikamente ab, bis auf eine geringe Menge Cortison. Ich nahm Kontakt zu einer Heilpraktikerin auf und schaute tief in mein Inneres, das sehr gelitten hat.
Seit ca. 2 Monaten treibe ich regelmäßig Sport - sehr zum Entsetzen meiner Ärzte. 2-3xwöchtl. gehe ich ins Studio und mache ein kleines Geräte-Training, komplett ohne Gewichte, da ich mich bwz. die Gelenke nicht überfordern möchte.
Mir geht es recht gut, natürlich tun die Gelenke etwas weh. Aber ich habe keine starke Entzündungen.
Ich habe nicht vor zu verdrängen, daß ich krank bin, meine cP wird mich mein Leben begleiten, aber ich habe andere Prioritäten gesetzt. Ich frage mich jetzt, was ICH will und was MIR guttut. Wenn dieses nicht mit den ärztlichen Empfehlungen konform läuft ist es schade, aber ich bin mir wichtiger geworden denn je.
Ich hoffe, ich kann Euch, den Neubetroffenen und den "Alten Hasen" etwas Mut machen, denn auch mit cP kann das Leben leben- und liebenswert sein.
Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute
Sabine