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Ich komme einfach nicht vom Cortison weg

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Lusella, 13. Mai 2014.

  1. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo allerseits,
    es steht schon in der Überschrift, was mich mittlerweile total nervt. Mir wurde immer wieder, von verschiedenen Rheumatologinnen und auch anderen Ärzten gesagt, dass man auf Dauer vom Cortison weg muss. Meine Rheumatologin meint, wenn die Basistherapie stimmt, braucht man kein Cortison.

    Ich habe bestimmt schon 4 Ausschleichversuche hinter mir und nach spätestens drei Wochen bekomme ich einen Schub. Aktuell auch wieder. Ich gehe fast drauf vor Schmerzen. Die Rheumatologin meint, ich soll Diclo mit Magenschutz nehmen. Das geht aber bei mir selbst mit Magenschutz nicht.
    Celebrex darf ich nicht bekommen wegen einer Histaminintoleranz.

    Ich bin jetzt drauf und dran morgen früh wieder Cortison einzuwerfen. Das ist doch aber alles keine Lösung, wenn man mir sagt, das Ziel sei davon weg zu kommen. Wenn die Basistherapie stimme brauche man es nicht.
    Heißt das, meine Therapie stimmt nicht?

    Ich nehme täglich 20 mg Leflunomid und zweimal wöchentlich je 5 mg Lantarel (MTX) Tabletten.
    Ohne Cortison fühle ich mich als würde ich nichts nehmen. Mir tut wirklich jedes Gelenk weh. Auch die, die mir schon lange keine Probleme mehr gemacht haben.

    Ich konnte unter Cortison plus der Basistherapie sogar wieder langsam mit Sport anfangen. Das kann ich nun wieder vergessen. Ich laufe wieder am Zahnfleisch. Mir fällt sogar wieder der Alltag schwer; Einkaufen, Kochen u.s.w.
    Ich bin mittlerweile am Boden zerstört. Immer wenn ich denke, es geht mir richtig gut, kommt ein Rückschlag :mad:.

    Ich kann offenbar das Cortison nicht absetzen. Mittlerweile nehme ich es seit 4 Jahren. Allerdings hat mir eine Dosis von 4 - 5 mg ausgereicht. Aber auch das sei nicht gut auf Dauer heißt es. Was soll ich nur tun? Ohne geht es nicht.

    Wie macht ihr das? Oder müsste ich eine andere Basistherapie bekommen? Die klassischen Mittel sind ausgereizt. Jetzt kämen nur noch Biologicals in Betracht. Davor macht mir die Rheumatologin regelrecht Angst. Mittlerweile ist mir aber auch das egal. Hauptsache, ich hätte nicht immer wieder diese Schmerzen...

    Meine Frage an Euch:
    Sind Biologicals wirklich so gefährlich oder wären sie eine Alternative?

    Danke für's Lesen,
    Lusella
     
  2. kroma

    kroma Dermatomyositis

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    Ganz ehrlich Lusella,

    ich kapier deine Ärzte nicht :confused:
    Zunächst sind 4-5 mg Korti nicht die Welt UND 2x 5 mg MTX Tablette alles andere als eine hohe Dosis.
    (gibt es einen med. Grund warum du die Dosis 2x nimmst?)

    Ohne Kenntnis über deine Beschwerden und Krankheit, ich denke;
    1. müsste MTX in der Dosis erhöht und
    2. evtl. als Spritze gegeben werden (schont den Magen und flutet besser an)

    Zu Korti habe ich fast ausschließlich gehört, dass eine kleine Erhaltungsdosis bleibt (kann durchaus bis 1 mg herunter gehen).
    Und mein Rheumadoc ist das genaue Gegenteil deiner Ärzte (in seiner Meinung).
    Ich hätte gerne Lodotra
    ein wenig reduziert aber er zieht nicht mit, er sieht, wie ich daher komme.

    Einen weiterführenden Rat habe ich nun nicht für dich aber ich hoffe, dass du bald weniger Beschwerden hast!
    Alles Gute
    kroma
     
  3. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo Kroma,

    ich hatte das MTX zuerst in einer Dosis genommen. Nachdem mir aber nur noch übel war und ich eine Gastritis hatte, sollte ich auf 2x 5 mg gehen. Meine Frage ob Spritzen nicht besser für den Magen wären, hat sie verneint.
    Sie hat vor die Dosis sogar zu reduzieren. Das Ziel sei, mit möglichst wenig Mittel die höchste Wirkung zu erreichen.
    Ich habe aber schon mit 2x 5 mg fast keine Wirkung :confused:.
    Ich möchte nicht übertreiben aber ich bin langsam am Ende. Ich habe das Gefühl, ich packe es nicht mehr. Ich habe einfach nichts mehr zuzusetzen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe 8 kg abgenommen und kann fast nichts mehr essen. Alles ekelt mich. Mir ist schon Angst, das MTX zu nehmen. Und nun muss ich es auch noch 2x die Woche nehmen. Ich könnte nur noch weinen.

    Meine Diagnose ist PsA. Das ist sowieso schon blöd. Man sieht im Blut nichts. Allerdings hat man auf den Röntgenbildern und im Szintigramm gut die Schäden gesehen.
     
  4. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hallo, ich war schon ewig nicht mehr im Forum und sehe jetzt deinen blog.
    Ich verstehe deine Ärztin auch nicht, weiß nicht was Sie gegen Biologicals hat? Zu teuer? Mache Ärzte haben diesen Grund. Natürlich ist die kleinste Dosis von allem am Besten, wenn es ausreicht um ein einigermaßen normales Leben zu führen.-Was du so schilderst zeigt das aber nicht. Natürlich ist Cortison eigentlich ein Notfallmedikament, aber viele Rheumapatienten kommen generell nicht ohne eine kleine Erhaltensdosis aus. Man muss kontrollieren, wie deine Knochen so beschaffen sind, VItD und Calcium nehmen und gut überwacht werden. Es ist kein Teufelszeug, wenn es richtig angewandt wird, nur in zu hohen Dosen auf lange Jahre schadet es. Deine 5mg sind im Rahmen,- sag ich mal.

    Mit Gewalt kann man Cortison nicht ausschleichen. Ist ja auch abhängig vom Allgemeinzustand, mal gehts besser mit runter gehen, mal nicht. Ich merke schon wenn ich 1mg runter will. Nehme es aber schon 12 Jahre und es ist äußerst schwierig.

    Man muss auch Vertrauen zum Rheumadoc haben, wenn das nicht so ist und man sich nicht wohl dort fühlt sollte man eine 2. Meinung einholen. Mittlerweile sind die Biologiclas eigentlich "normal" und werden doch oft verabreicht.

    Ich wünsche Dir gutes Gelingen, viele Grüße von Padost
     
  5. Lusella

    Lusella Mitglied

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    @Padost,

    ganz ehrlich, ich glaube, dass es eine Kostenfrage ist. MTX ist ja um ein vielfaches billiger als ein Biological. Damit will ich nicht sagen, dass MTX nicht gut ist. Nur scheint es bei mir nicht richtig zu wirken. Vielleicht ist die Dosis zu gering oder die Aufspaltung in zwei Gaben ist nicht gut? Ich weiß es nicht. Mit 10 mg in einer Dosis ging es mir besser. Allerdings habe ich da auch noch Cortison genommen.
    Leider hat mein Magen verrückt gespielt. Deshalb die 2x 5 mg.

    Ich werde mir eine Zweit- bzw. schon eine Drittmeinung :eek: einholen. Ich weiß nicht ob ich ihr (noch) vertraue. Im Moment bin ich ziemlich am Boden und weiß nur, dass es so nicht mehr lange weiter gehen kann. Ich habe das Gefühl, es dreht sich nur noch um die Krankheit und ich komme keinen Schritt weiter. Wenn es mal besser geht, kommt gleich ein Rückschlag. Ich packe das einfach nicht mehr.

    Die Knochendichte war vor 4 Jahren ( vor Cortison) für mein Alter sehr gut. Vitamin D Mangel habe ich nicht, bin aber an der unteren Grenze. Ich nehme jeden Tag 1000 i.E. Vitamin D 3 von Hevert.
     
  6. Marie2

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    hallo lusella,

    ich kann mich den ausführungen meiner vorschreiberinnen grösstenteils anschliessen! dieses "wegkommen" von zusätzlichen mitteln zur basis müsste sich dann aber auch auf nsar beziehen, die ja nun wissenschaftlich nachlesbar ebenfalls nicht unerhebliche nebenwirkungen haben (können). nicht ohne grund gibt/gab es überlegungen nsar nur noch auf rezept zu verordnen. dazu gab es im forum auch das eine oder andere posting.

    aber ich möchte noch genauer auf deine geteilte mtx-dosis eingehen, in welchem abstand nimmst du sie? wenn das 2-3 tage sind hast du einen fast kontinuierlichen mtx-spiegel im blut, was auch mehr nw bedeuten kann. deshalb wird eine 2. dosis eigentlich im abstand von ca 12 stunden gegeben. so kenne ich das zumindest.
     
  7. kroma

    kroma Dermatomyositis

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    hallo lusella,

    drittmeinung bzw. arztwechsel halte ich auch für sinnvoll (um nicht zu sagen, zwingend notwendig)
    ich verstehe das alles nicht - wie kann die frau alles reduzieren wollen, wenn du überhaupt noch keine grundsätzliche verbesserung hast.
    da kannst dann auch gleich huastnguttl nehm! :mad:

    sorry, meine liebe, aber ich muss mich grad mal ein bisschen aufregen. ;)
     
  8. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo Marie,

    danke für Deine Antwort.

    Ich nehme die Tabletten Dienstag und Freitag. Also im Abstand von 3 Tagen. Folsäure soll ich jeweils 48 Stunden später nehmen. Meist nehme ich sie aber schon nach 36 Stunden. Länger packe ich nicht.
    Dass man mir immer so locker die NSAR ( Diclo Retard 75) verschreibt irritiert mich auch. Zumal ich jedes Mal sage, dass ich sie im Magen nicht gut vertrage. Dann heißt es immer, ich soll Magenschutz nehmen. Das nutzt aber nichts. Ich vertrage sie trotzdem nicht. Mittlerweile nehme ich sie schon länger nicht mehr. Mein Magen würde das nicht mitmachen.
     
  9. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo Kroma,

    ich sehe das auch so. Ich habe das Gefühl, dass sie mich nicht ernst nimmt. Obwohl sie immer zu mir sagt, ich hätte eine schwere chronische Erkrankung. Das weiß ich selbst. Nur ob sie es tatsächlich auch weiß :confused:.
    Dieser Ausspruch war als ich mich nicht an die geteilte Dosis gehalten hatte. Ich habe das MTX nämlich in einer Dosis genommen. Mir war es nicht angenehm 2x die Woche das Zeug einwerfen zu müssen.
    Das hat sie offenbar verärgert und zu dem Spruch veranlasst. Ich kann allerdings nicht behaupten, dass es mir mit 2x 5 mg besser geht.

    Sie meinte, es sei dann im Magen verträglicher. Einen großen Unterschied kann ich nicht feststellen. Mir ist immer noch ko...übel. Nur jetzt eben öfter...
     
  10. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    zum ersten satz: dazu gibt es auch andere aussagen.
    zum zweiten satz: das ist ja ein löbliches ziel, aber das sehe ich wie kroma, zuerst wäre doch eine besserung anzustreben?

    nachfolgend ist laienspekulation, lusella, und jede korrektur dazu ist ok! bei der einmaligen einnahme von 10 mg hast du einen höheren spiegel gehabt, als mit der geteilten von je 5 mg im abstand von 3 tagen. die annahme, dass letzteres weniger gut wirkt klingt für mich logisch. nun nimmst du dazu auch noch 1 tag vor jedem mtx folsäure, was die wirkung auch noch beeinträchtigen kann möglicherweise.

    rede am besten nochmal mit deiner ärztin! alles gute!
     
    #10 13. Mai 2014
    Zuletzt bearbeitet: 14. Mai 2014
  11. Wolke13

    Wolke13 Neues Mitglied

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    also ich vertrete grundsätzlich die Meinung, das man nicht immer auf die Ärzte hören muss, zumindest nicht wortwörtlich, denn es mag sein das sie viel Erfahrung in diesem Bereich haben, aber leiden in der Regel nicht selber unter einer Erkrankung.
    Daher sehe ich das so, wenn du das Gefühl hast das du Cortison benötigst, dann nehme es ein, wie die vorredner schon gesagt haben, reicht eine kleine Dosis oft aus und die Nebenwirkungen sind im Vergleich zu den schmerzen tatsächlich unerheblich und mal ehrlich was hilft es wenn die Medikamente wenig sind und der Rest geht durch die Entzündungen kaputt? Statistisch gesehen müssen wir noch ganz schön lange leben, und das bitte so gut wie möglich.
    MTX ist bekannt für die massive übelkeit und daher ist die orale Einnahme eher nicht zu empfehlen und dann zwei mal die Woche, also da ist einem doch die ganz woche schlecht, mir zumindest immer 2 Tage von dem Zeug und todmüde bin ich auch.
    Vielleicht solltest du einfach ein paar Informationen sammeln und dann für dich beschließen was du brauchst und das der Ärztin sagen, denn die Therapie von rheumatischen Erkrankungen ist immer versuch und irrtum, da muss man schon was wagen.
    Sei selbstbewusst und sag was du brauchst und lass dich nicht zu sehr einschüchtern, denn ganz ehrlich Rheumaologin zu sein ist kein Gottesgeschenk sondern eine Folge von viel lesen, erfahrung mit verschiedenen Menschen und Wissenschaft. Mehr nicht und jeder ist nun mal anders, da funktioniert Schema F einfach nicht.
    Viel Glück
     
  12. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo allerseits,

    danke für Eure Meinungen.

    Ich habe es jetzt so gemacht, dass ich gestern Abend und heute Morgen je 5 mg genommen habe. So steht es auch im Beipackzettel bei geteilter Gabe.
    Wenn ich bis morgen keine Verbesserung meiner Beschwerden merke, werde ich 5 mg Cortison nehmen. Den Termin für die Drittmeinung habe ich ja schon lange. Am Montag ist es so weit. Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt. Mir geht es in erster Linie darum, zu hören, ob die biologischen Mittel tatsächlich so krass sind.

    Ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Bitte drückt mir die Daumen, dass in meinem Fall tatsächlich aller guten Dinge drei sind...

    Liebe Grüße und eine gute Zeit,
    Lusella
     
  13. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Wolke13

    Mich wundert, dass Du das mit einer solchen Sicherheit sagst und dann gleichzeitig so sprichst:

    Hast DU die größere Erfahrung?
    Da erstarre ich vor Ehrfurcht.....

    Grüße, Frau Meier
     
  14. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Hallo Lusella,
    Kroma hat Recht !!!!!! Eine kleine Erhaltungsdosis von bis zu 5 mg macht nicht viel Schaden!
    Ich spritze MTX 7,5 mg, bin seit Sept.2013 weg vom Cortison, muss jetzt aber wahrscheinlich doch wieder mal kurzzeitig nehmen. Mein Doc sagte mir: Sie können ruhig mal zwischendurch hochgehen bis auf 10 mg, dann gleich wieder ausschleichen lassen bis 2,5 mg....das dann vielleicht noch 8 Tg. nehmen, dann sollte man bissl Ruhe bekommen.
    Aber ich glaube, bei mir ist es noch nicht so schlimm wie bei Dir.
    Ich bekomme Schmerz-Medis verschrieben undzwar "Tramundin Retard" da schlucke ich morgens n. d. Frühstück 1 50erTabl., das reicht für den Tag, um Sport zu machen. Abends nehme ich 30 Tramadol-Tropfen, damit ich nachts Ruhe habe und dass ich auch gut einschlafen kann. Damit komme ich schon viele viele Jahre gut über die Runden.

    Ich hab das schon mal geschrieben, dass ich nicht verstehen kann, warum sich Ärzte weigern, Opioide zu verschreiben.
    Die sind so gut, vor allem braucht man keinen Magenschutz dafür, ich nehme die schon über sooooo lange Zeit ein !!
    Die Pantoprazol (Magenschutz) brauche ich überhaupt nicht mehr, stattdessen esse ich jeden Tag ca. 4cm-Stück rohen Ingwer - einfach so.

    Die Opioide haben nicht diese gravierenden Nebenwirkungen wie herkömmliche Schmerzmittel. Sie werden aber nur verschrieben, wenn ein Pat. dauerhaft mit Schmerzen gepeinigt ist und die Ursache dafür auch durch einen Befund bewiesen ist. Sonst bekommt man sowas natürlich nicht.
    Ich kann auch nicht sagen oder beurteilen, ob das in Deinem Fall von Nutzen ist, das müsstest Du ausprobieren.
    Die Ärzte verschreiben das nicht gerne (ich glaub , das ist zu teuer)..... Ich musste anfangs auch kämpfen, bis ich das hatte, was ich brauchte.

    Zuerst hieß es, es würde süchtig machen"! KEINE SPUR DAVON - DAS IST EINFACH NICHT WAHR !!!!
    Wenn das so wäre , hätte ich nach einiger Zeit nicht um die Hälfte selbst reduzieren können.
    Wenn d. Zeug süchtig machen würde, müsstest Du nämlich immer mehr nehmen in gewissen Zeitabständen.
    Und das ist absolut nicht der Fall !!!!!

    Ich wünsche Dir viel viel Glück und Durchsetzungsvermögen. Die Schmerzen machen einen verrückt, ich weiß wie das ist.:(
    Lb. Grüße
    Grit
     
  15. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    2x rausgeflogen, neuer versuch.......

    hallo lusella,

    nun wissen wir nicht, was deine ärztin tatsächlich gesagt hat,
    vielleicht ist deine interpretation etwas unglücklich, natürlich sollte es nicht so sein, dass ein patient direkt angst bekommt, dann läuft etwas falsch. biologicals stehen nicht ohne grund im allgemeinen erst als zweitlinientherapie zur verfügung, wobei ich den kostendruck mal aussen vor lasse. der eingriff ins immunsystem ist respekteinflößend, auf die erwähnten möglichen nw im beipackzettel gehe ich erst gar nicht ein. biologicals können, bei ansprechen, was nicht bei jedem patienten gleich ist, gut bis ausgezeichnet helfen, das kannst du in vielen postings nachlesen. ich weiss nicht was du bisher aufgrund eigener recherche gelesen hast, ansonsten empfehle ich dir die seiten hier bei ro unter a-z. vielleicht erfährst du am montag ja auch dazu weiteres direkt von deinem arzt. für den termin wünsche ich dir viel erfolg.
     
  16. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    grit,

    opioide haben sind einfach keine entzündungshemmer sondern reine schmerzmittel.
    an der entzündung im gelenk machen sie gar nichts, sie kaschieren nur die schmerzen dadurch und das nicht bei jedem ;)
    von dir auf alle zu shcließen.. von wegen abhängig ist sehr gewagt.. ichw eiß, dass es darüber schon häufig stress im forum gab.
    ich habe auch keine probleme mein fentanylpflaster mal zu vergessen,w as mir dann im wahrsten sinne des wortes schmerzlich bewusst wird.. seufz
    habe auf einer entzugsstation auch opioidpat getroffen, die defintiv nen entzug durchmachten

    aber das heißt nicht, dass es nicht allen passiert ;) zu dem ist es nen retardiertes präparat.
    die abhängigkeitsgefahr soll bei den schnell anflutenden größer sein.

    ich bekomme, nicht wegen rheuma, alles drei,corti in low dose, nsar, weil das corti in der geringen menge nicht ausreicht und fentanylpflaster und damit gehts einigermaßen.
    denke es hängt wirklich viel vom doc ab.

    @lusella,
    hört sich irgendwie nicht zufriedenstellend an deine situation.
    drücke die daumen, dass du montag erfolg hast :)
     
  17. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Bitte nicht streiten!

    @Grit,
    ich war bei einem Schmerztherapeuten, der hat mir gesagt, dass meine Schmerzen definitiv entzündlicher Art sind. Er hat damals Fibromyalgie ausgeschlossen. Das war auch schon im Gespräch bei mir.
    Bei entzündlichen Schmerzen würde man keine Opiate verordnen. So war seine Meinung. Er hat gesagt, dass man die Entzündungen bekämpfen muss und nicht an den Symptomen kurieren sollte. Ohne Entzündungen hätte ich auch nicht diese Schmerzen.

    @Ducky, Du hast recht. Meine Situation ist unbefriedigend. Ich komme irgendwie nicht weiter. Ich habe nur ganz kurze Phasen, in denen es besser ist. Dann kommt wieder der Rückschlag. Die Ärztin meint, dass man auch mit Basistherapie einen Schub bekommen kann. Das mag ja sein. Aber, dann hätte ich einen Dauerschub. Das kann es doch wohl auch nicht sein :confused:?

    Ich habe mich sehr mit dem Thema beschäftigt (Rheuma). Aber das nutzt mir nichts, wenn die Ärztin nicht mitspielt (Biologicals).
    Ihre Meinung ist, dass es auch keine Wundermittel sind und die Nebenwirkungen enorm seien. Das habe ich auch akzeptiert. Aber jetzt geht es offenbar nicht mehr. Die Mittel, die ich nehme, wirken so gut wie ein Glas Wasser. Ich bin in der Situation, wie am Anfang als ich noch nichts genommen habe. Das kann ja nicht sein. Ich habe die Nebenwirkungen fast ohne Wirkung.
     
  18. Tiangara

    Tiangara PMR seit 08/2008

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    Also ich denke auch, dass 5 mg Cortison als Dauereinnahme vertretbar sind. Ich war ja auch der Meinung, unbedingt komplett davon loskommen zu müssen. Habe, als es mir gut ging, ausgeschlichen - ganz vorsichtig - am Ende sogar nur in 1/4-mg-Schritten alle 2 Wochen, und es ging gut, bis ich bei 1 mg war. Da merkte ich schon ein bissel was. Ich dachte, das seien wahrscheinlich nur Entzugserscheinungen und machte weiter ... Als ich bei Null war, kamen die Schmerzen wieder! Ich dachte, das muss man einfach mal ne Weile durchhalten ... 6 Monate hab ich's geschafft, dann hab ich klein beigegeben. Musste wieder mit 7 mg anfangen ...

    Nach mehreren Wochen wieder Reduzierversuch ... ich kam bis 4 mg, dann schnellte das CRP wieder rauf. Eine Corti-Erhöhung auf 5 mg brachte nichts. Nun bin ich wieder bei 7! Sollte ich es nochmal bis zu 2 oder 1 mg runterschaffen, werde ich es mir sehr gut überlegen, ob ich tatsächlich versuche, es wieder total abzusetzen ...

    Alles Gute für dich, Lusella!

    Tiangara
     
  19. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo Tiangara,

    Deine Erfahrungen mit dem Ausschleichen decken sich mit meinen.
    Ich habe es auch in mini Schritten getan und wenn ich bei einer bestimmten Dosierung war, merkte ich immer Probleme. Ich habe es trotzdem durchgezogen, weil mir gesagt wurde, das Ziel ist es vom Cortison ganz weg zu kommen. Ich war, glaube ich, schon 4 x auf 0. Nach drei Wochen musste ich immer das Handtuch werfen und wieder mit mindestens 10 manchmal 15 mg anfangen.

    Die geringste Wohlfühldosis bei mir ist so um die 3,5 bis 4 mg. Mein HA meint, dass ich durchaus dabei bleiben könnte. Er kennt viele Patienten, die eine geringe Erhaltungsdosis brauchen.
    Die Rheumatologen sind immer der Meinung, dass man auf Dauer ganz weg davon müsse.

    Ich werde morgen früh mit 5 mg wieder beginnen. Ich hoffe, dass das noch ausreicht. Im Moment geht es mir total mies. Meine Knie tun so weh, dass ich meine Beine nicht krumm machen kann :(.

    Ich wünsche Dir auch alles Gute!
    Lusella
     
  20. Björk

    Björk Mitglied

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    Hallo Lusella,

    mein Rheuma-doc ist nicht der Meinung, dass man Cortison unbedingt ganz weglassen muss, natürlich wäre das wünschenswert, scheint aber nicht unbedingt machbar.

    Ich bin jetzt bei 4 mg, ich habe es mit 3 mg versucht, im nachhinein war ich wahrscheinlich zu schnell. Allerdings habe ich seit Febr. kein mtx mehr genommen, das merke ich gar nicht.

    Es ist immer wieder eine Frage von Versuch und Irrtum, die bei jedem Patienten anders ausgeht, bei mir wurde das mtx erst mal höher dosiert - von 10 mg Spritze auf 15 mg Tabletten, dabei war ich immer bei 5 mg Cortison.

    Ich bin i.M. recht zufrieden und brauche keine Schmerzmittel.
    Ob das so bleibt, steht auf einem anderen Blatt .....

    Liebe Grüße
    Björk