P
Petra
Guest
Liebe Forumsteilnehmer,
vor ca. 2 1/2 Jahren hatte meine damals acht Monate alte Tochter Scharlach (Streptokokken) und infizierte mich mit ihrem Speichel durch eine Schnittwunde an der Hand. Ich bekam daraufhin eine Blutvergiftung und seither geht es nur noch bergab. Früher bin ich täglich eine Stunde gelaufen - geht nicht mehr. Meine Beine versagen sofort und werden schwer wie blei. Jede sportliche Aktivität bleibt mir versagt. Mein körperlicher Zustand wird immer schlimmer.
Gut, also bin ich zum Arzt, der hat mich zum Orthopäden und der zu einem Rheumatologen geschickt. Diese Ärztin hat sofort eine Fibromyalgie festgestellt, weil mein Allgemeinbefinden total schlecht war, Blutwerde hingegen nur leicht erhöht etc. Also nahm ich über ein Jahr lang Ibuorofen bis zu einer Dosis von 8 Stück pro Tag und es ging mir nur Zeitweise besser. Ich setzte die Tabletten ab und versuchte über meine Heilpraktikerin Erfolge zu erzielen - keine Chance.
In diesem Frühjahr dann traten massive Schmerzen im Ischas auf, kein Bandscheibenvorfall - neurologische Klinik, Aufenthalt völligst sinnlos. Neben der Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit und Unmengen von Blut, brachte ich tausende von Aufnahmen hinter mich - alle mit einem negativen Befund. Alle inneren Organe wurden durchgecheckt - alles in Ordnung. Gleichzeitig bekam ich die 8 Grippe für dieses Jahr und als die Ausbrach gratulierte man mir und schickte mich mit dem Kommentar "manchmal legen sich solche Infekte auch mal gerne auf die Wirbelsäule" nach Hause.
Zuhause ging es mir aber auch nicht besser - hinzu kam eine Augenentzündung und massive Darmprobleme - also wieder zum Orthopäden. Der meinte dann nach vielem hin und her und einer Spritzentherapie von 4 wochen - mein Steiss und Kreuzbein wäre blockiert, daher wären einige Entzündungen im Körper, weil nicht gleich erkannt. Also habe ich drei mal die menschenendwürdigende Prozedure hinter mich gebracht - ohne starken Erfolg. Sicherlich klemmte da bestimmt etwas, jedoch hörten die Schmerzen im Ischias nicht auf. Ich kam erneut in die Röhre und es wurde ein Zintigramm (keine Ahnung ob das so geschrieben wird) gemacht. Meine Augenentzündung hat den Orthopäden dann doch etwas verunsichert und er wollte die Diagnose eines Wirbelsäulenrheumas ausschliessen. Die Aufnahme ergab leichte Anzeichen einer Entzündung im Becken, der Schulter und den Ellenbogen. Der Arzt damals hielt diese Aufnahme für zwecklos, da ich ja zuvor eine Spritztherapie genossen hatte, teilt aber im Befund dennoch mit, dass leichte Ansätze einer Sakroleitisentzündung zu erkennen wären die jedoch nicht so gravierend wären, dass man von einer rheumatischen Erkrankung sprechen könnte.
Ich wurde im Mai nach 11 Wochen Odysee wieder zur Arbeit geschickt, mit dem Kommentar "vielleicht kommt es von der Seele, körperlich sind sie absolut in Ordnung". Also lebte ich mit meinen Schmerzen mein Leben weiter. Schliesslich hatte ich ja nichts.
Mit meinem HNO Arzt, der nach der 10 Stirnhöhlenvereiterung keinen Medikamente mehr für mich hatte, versuchte ich mein Immunsystem aufzubauen, was mir über den Sommer auch recht gut gelang.
Vor ca. vier Wochen dann wurden die Schmerzen wieder massiver, breiten sich sogar jetzt über die Lende auf den rechten Ischasnerv aus und prompt wurde ich wieder krank. Ich könnte Werbung für Rotkäppchen machen, solche glühenden Wangen habe ich und in der nächsten Minute wieder nicht. Tagsüber sind die Schmerzen zu ertragen und ich achte darauf, dass ich viel laufe und Pausen mache. Der erste Moment wenn ich mich setze ist die Qual pur und es graut mir inzwischen vor jeder Nacht. Seit 10 Tagen wache ich jede Nacht meist gegen 3 Uhr vor Schmerzen auf.
Lege oder setze ich mich Abends hin (Sofa, Bett) sind sie sofort massiv da. Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen. Ich weiss nicht wie ich mich drehen soll, wie ich mich legen soll. Ich wache auf und bin steif wie ein Stock. Mein Mann sagt, ich jammere im Schlaf bis ich aufwache. Ständig verfolgen mich Träume an denen mich Tiere, Menschen quälen, bis ich von diesen Schmerzen erwache. Die Fahrt zur Arbeit dauert ca. 1 Stunde und wenn ich im Stau stehe, muss ich voher anhalten. Sobald ich laufe, bekomme ich meine Schmerzen unter Kontrolle. Aber sie sind da, sie lassen mich nicht los und ich lebe jetzt seit über 6 Monaten mit ihnen. Badwanne erzielt nur einen kurzen Erfolg - bis ich wieder abkühle und dann geht gar nichts mehr. Mit Kühlakkus bin ich etwas vorsichtig, weil ich keine Lust auf eine zusätzliche Nierenentzündung habe.
Mein HNO Arzt ist der festen Überzeugung etwas wütet in mir und nimmt meinem Immunsystem jede Chance sich zu erholen, mein Frauenarzt meckert, weil alle "Innerein" im Unterleib gereizt sind. Meine Schulter schmerzt ebenfalls und meine Knie geben Geräusche vor sich, wie man sie nicht seinem ärgsten Feind wünscht. Ich kann nicht mehr. Ich ertrage es nicht mehr.
Am Freitag habe ich jetzt einen Termin bei meinem Orthopäden und sehe ihm mit gemischten Gefühlen entgegen.
Seiner Meinung nach habe ich "nichts" zumindest nichts, was sich damals hätte beweisen lassen. Die Arzthelferin begrüßte mich mit den Worten am Telefon, ob mein altes Problem wieder aufgetaucht sei. Ich habe keine Lust mehr "abgestempelt" zu werden.
Die Rheumatologin hatte schon seinerzeit kein Verständnis dafür, dass ich nach einer so kurzen Therapie von 1 Jahr mein Medikament eigenhändig abgsetzt hatte. Meinen Einwand, dass die Dosis immer höher wird - ohne wirklich zu helfen und ich mit 30 Jahren nicht unbdingt mich mit etwas zuschütten will, was mir nicht hilft, hat sie nicht sonderlich interessiert. Also frage ich mich, wohin soll ich gehen, was kann ich machen? Wir wohnen im Raum Frankfurt/Main und ich bin für jeden Hinweis, für jeden Rat wirklich mehr als dankbar. Es muss doch ihrgendwo einen Arzt geben, der einem weiterhelfen kann?
vor ca. 2 1/2 Jahren hatte meine damals acht Monate alte Tochter Scharlach (Streptokokken) und infizierte mich mit ihrem Speichel durch eine Schnittwunde an der Hand. Ich bekam daraufhin eine Blutvergiftung und seither geht es nur noch bergab. Früher bin ich täglich eine Stunde gelaufen - geht nicht mehr. Meine Beine versagen sofort und werden schwer wie blei. Jede sportliche Aktivität bleibt mir versagt. Mein körperlicher Zustand wird immer schlimmer.
Gut, also bin ich zum Arzt, der hat mich zum Orthopäden und der zu einem Rheumatologen geschickt. Diese Ärztin hat sofort eine Fibromyalgie festgestellt, weil mein Allgemeinbefinden total schlecht war, Blutwerde hingegen nur leicht erhöht etc. Also nahm ich über ein Jahr lang Ibuorofen bis zu einer Dosis von 8 Stück pro Tag und es ging mir nur Zeitweise besser. Ich setzte die Tabletten ab und versuchte über meine Heilpraktikerin Erfolge zu erzielen - keine Chance.
In diesem Frühjahr dann traten massive Schmerzen im Ischas auf, kein Bandscheibenvorfall - neurologische Klinik, Aufenthalt völligst sinnlos. Neben der Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit und Unmengen von Blut, brachte ich tausende von Aufnahmen hinter mich - alle mit einem negativen Befund. Alle inneren Organe wurden durchgecheckt - alles in Ordnung. Gleichzeitig bekam ich die 8 Grippe für dieses Jahr und als die Ausbrach gratulierte man mir und schickte mich mit dem Kommentar "manchmal legen sich solche Infekte auch mal gerne auf die Wirbelsäule" nach Hause.
Zuhause ging es mir aber auch nicht besser - hinzu kam eine Augenentzündung und massive Darmprobleme - also wieder zum Orthopäden. Der meinte dann nach vielem hin und her und einer Spritzentherapie von 4 wochen - mein Steiss und Kreuzbein wäre blockiert, daher wären einige Entzündungen im Körper, weil nicht gleich erkannt. Also habe ich drei mal die menschenendwürdigende Prozedure hinter mich gebracht - ohne starken Erfolg. Sicherlich klemmte da bestimmt etwas, jedoch hörten die Schmerzen im Ischias nicht auf. Ich kam erneut in die Röhre und es wurde ein Zintigramm (keine Ahnung ob das so geschrieben wird) gemacht. Meine Augenentzündung hat den Orthopäden dann doch etwas verunsichert und er wollte die Diagnose eines Wirbelsäulenrheumas ausschliessen. Die Aufnahme ergab leichte Anzeichen einer Entzündung im Becken, der Schulter und den Ellenbogen. Der Arzt damals hielt diese Aufnahme für zwecklos, da ich ja zuvor eine Spritztherapie genossen hatte, teilt aber im Befund dennoch mit, dass leichte Ansätze einer Sakroleitisentzündung zu erkennen wären die jedoch nicht so gravierend wären, dass man von einer rheumatischen Erkrankung sprechen könnte.
Ich wurde im Mai nach 11 Wochen Odysee wieder zur Arbeit geschickt, mit dem Kommentar "vielleicht kommt es von der Seele, körperlich sind sie absolut in Ordnung". Also lebte ich mit meinen Schmerzen mein Leben weiter. Schliesslich hatte ich ja nichts.
Mit meinem HNO Arzt, der nach der 10 Stirnhöhlenvereiterung keinen Medikamente mehr für mich hatte, versuchte ich mein Immunsystem aufzubauen, was mir über den Sommer auch recht gut gelang.
Vor ca. vier Wochen dann wurden die Schmerzen wieder massiver, breiten sich sogar jetzt über die Lende auf den rechten Ischasnerv aus und prompt wurde ich wieder krank. Ich könnte Werbung für Rotkäppchen machen, solche glühenden Wangen habe ich und in der nächsten Minute wieder nicht. Tagsüber sind die Schmerzen zu ertragen und ich achte darauf, dass ich viel laufe und Pausen mache. Der erste Moment wenn ich mich setze ist die Qual pur und es graut mir inzwischen vor jeder Nacht. Seit 10 Tagen wache ich jede Nacht meist gegen 3 Uhr vor Schmerzen auf.
Lege oder setze ich mich Abends hin (Sofa, Bett) sind sie sofort massiv da. Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen. Ich weiss nicht wie ich mich drehen soll, wie ich mich legen soll. Ich wache auf und bin steif wie ein Stock. Mein Mann sagt, ich jammere im Schlaf bis ich aufwache. Ständig verfolgen mich Träume an denen mich Tiere, Menschen quälen, bis ich von diesen Schmerzen erwache. Die Fahrt zur Arbeit dauert ca. 1 Stunde und wenn ich im Stau stehe, muss ich voher anhalten. Sobald ich laufe, bekomme ich meine Schmerzen unter Kontrolle. Aber sie sind da, sie lassen mich nicht los und ich lebe jetzt seit über 6 Monaten mit ihnen. Badwanne erzielt nur einen kurzen Erfolg - bis ich wieder abkühle und dann geht gar nichts mehr. Mit Kühlakkus bin ich etwas vorsichtig, weil ich keine Lust auf eine zusätzliche Nierenentzündung habe.
Mein HNO Arzt ist der festen Überzeugung etwas wütet in mir und nimmt meinem Immunsystem jede Chance sich zu erholen, mein Frauenarzt meckert, weil alle "Innerein" im Unterleib gereizt sind. Meine Schulter schmerzt ebenfalls und meine Knie geben Geräusche vor sich, wie man sie nicht seinem ärgsten Feind wünscht. Ich kann nicht mehr. Ich ertrage es nicht mehr.
Am Freitag habe ich jetzt einen Termin bei meinem Orthopäden und sehe ihm mit gemischten Gefühlen entgegen.
Seiner Meinung nach habe ich "nichts" zumindest nichts, was sich damals hätte beweisen lassen. Die Arzthelferin begrüßte mich mit den Worten am Telefon, ob mein altes Problem wieder aufgetaucht sei. Ich habe keine Lust mehr "abgestempelt" zu werden.
Die Rheumatologin hatte schon seinerzeit kein Verständnis dafür, dass ich nach einer so kurzen Therapie von 1 Jahr mein Medikament eigenhändig abgsetzt hatte. Meinen Einwand, dass die Dosis immer höher wird - ohne wirklich zu helfen und ich mit 30 Jahren nicht unbdingt mich mit etwas zuschütten will, was mir nicht hilft, hat sie nicht sonderlich interessiert. Also frage ich mich, wohin soll ich gehen, was kann ich machen? Wir wohnen im Raum Frankfurt/Main und ich bin für jeden Hinweis, für jeden Rat wirklich mehr als dankbar. Es muss doch ihrgendwo einen Arzt geben, der einem weiterhelfen kann?