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Ich hab so Angst

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Lucy16, 5. Mai 2011.

  1. Lucy16

    Lucy16 Registrierter Benutzer

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    Hallo, ich bin ein Neuling
    Ich hatte im Dezember mit meiner kleinen Tochter (3) Scharlach. Seitdem hatte ich Schmerzen in den Beinen. Ich war im KH und dort hat man mir eine reaktive Arthritis diagnostiziert. NSAR vertrage ich nicht und leider habe ich seit meiner Kindheit extreme Angst vor Medikamenten. Ich habe mich jetzt 4 Monate mit Ass und Paracetamol rumgeschlagen. Im Krankenhaus hat man mir gesagt dass es wieder weggeht. Mittlerweile schmerzen immer mehr Gelenke und auch die Sehnen und Bänder. Ich habe an den Gelenken keine Schwellungen. Für mich als Medikamentenpaniker ist es so schlimm diese Krankheit zu haben, Ich hab solche Angst das ich die Schmerzen nicht mehr losbekomme. Kann mich jemand ein wenig aufbauen?Immer wieder habe ich Angst an dieser Krankheit zu sterben und meine kleine Tochter zurücklassen zu müssen.:(
    lg anna
     
  2. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Lucy,

    ich habe auch eine reaktive Arthritis und kann deine Probleme gut verstehen.
    Die Schmerzen sind furchtbar und beeinträchtigen das Leben unheimlich.
    Auch ich vertrage viele Schmerzmittel nicht gut, kann dir aber nur wirklich dringend raten, dir diesbezüglich Hilfen von Fachleuten zu holen.
    Es gibt so viele verschiedene Wirkstoffe, die helfen könnten und dir vielleicht auch etwas bringen.
    Unbedingt musst du sehr vorsichtig mit Paracetamol und solchen frei verkäuflichen Mitteln sein - zum einen helfen die gegen diese Art von Schmerzen nicht wirklich (zumindest nicht bei mir) und außerdem haben sie viel mehr Nebenwirkungen als so manch anderes Mittel, dass dir ein Fachmann verschreiben würde.
    Ich hoffe, du wirst nach dem Klinikaufenthalt noch von einem Rheumatologen betreut.
    Ansonsten kann ich dir nur sehr dringend empfehlen, einen guten Schmerztherapeuten aufzusuchen (findest du z.B. hier: http://www.stk-ev.de/).
    Die können wirklich unheimlich viel Erleichterung schaffen - vielleicht sogar mit naturheilkundlichen Mitteln bzw. mit niedrig dosierten Entzündungshemmern, vor denen du keine Angst haben musst.

    Wir haben das unsagbare Glück, eine Rheumaform "getroffen" zu haben, bei der es eine gute Chance auf Heilung und ein sehr geringes Risiko für weitere Probleme gibt.
    Deine Angst ist schlimm, aber vermutlich unbegründet (weißt du selber, aber Ängst entziehen sich solchen Argumenten ja meist...) - insofern haben wir allen Grund, optimistisch zu sein.
    Bei mir vermutet man zwar noch eine weitere rheumatische Erkrankung, aber wie man hier im Forum ja liest, kann man mit den meisten Dingen und einer guten fachlichen Betreuung ganz gut zurecht kommen.
    Es ist prima, dass du dieses Forum gefunden hast - mir hilft es ungemein, mich hier auszutauschen !!

    Für deine Tochter ist wichtig, dass du dir Hilfe holst und möglichst positiv in die Zukunft blickst. Bei mir gibt es auch gute und schlechte Tage - aber die guten sollte man nutzen, um für die schlechten Kraft zu schöpfen.
    Vermutlich sind wir in einem Jahr in der Situation zu sagen: "Puh - war eine harte Zeit, aber das haben wir geschafft!".

    Ich drücke dich virtuell und schicke dir eine große Energieportion rüber...

    Viele liebe Grüße von Anurju :)

    "Wenn man tief im Tal sitzt, geht es auf allen Seiten nur aufwärts!" :rolleyes:
     
  3. Hoffi

    Hoffi Neues Mitglied

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    Mut zusprechen

    Hallo Lucy,

    auch ich möchte Dir Mut zusprechen.Ich selber habe vor 11 Jahren eine reaktive Arthritis nach einer Yersinieninfektion durchgemacht.
    Schließlich diagnostizierte man eine Autoimmunerkrankung unklarer Genese.
    Ich habe seit 11 Jahren immer wieder Schübe,die mich stark in meinem Leben einschränken und bisher hat keine Therapie und auch kein Medikament so richtig Linderung verschafft.Gebe die Hoffnung nicht auf.Wie meine Vorposterin schon geschrieben hat,brauchst Du neben einem guten Rheumatologen auch eine gute Schmerztherapie.

    Ich habe auch einen kleinen Sohn und hatte auch oft Angst Ihn zu verlieren.
    Aber ich lebe noch und kämpfe weiter.
    Genieße die Zeit mit Deinem Kind auch wenn Du vor Schmerzen manchmal nicht mehr kannst.Es kommen auch wieder bessere Zeiten.Ich hatte zwischendurch sogar Jahre wo es mir so gut ging,als hätte ich keine Krankheit.Und das zu wissen gibt mir immer wieder Kraft.


    Liebe Grüße Jörg
     
  4. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    hey anurju,

    ich war eben auf deiner angegebenen seite. ich find da nix, wo man einen schmerztherapeuten suchen kann.

    bin ich mal wieder zu blöd?
     
  5. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    oh danke. ich kuck mal...
     
  6. Schlappi

    Schlappi Neues Mitglied

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    Rheuma

    Hallo Lucy,

    ich kann mich den anderen nur anschließen und Dir Mut zusprechen.
    Ich habe meine rheumatische Erkrankung seit 1995, da war mein Sohn gerade mal 5 Jahre. Auch ich habe eine Allergie gegen NSAR und kann andere Schmerzmittel auf Grund einer weiteren Erkrankung nicht einnehmen. Es ist ein langer Weg, aber auch ich hatte 5 Jahre komplett Ruhe, leider kam danach alles stärker wieder zurück. Nun testen wir eine Basis nach der anderen, auch gehe ich zu einem Schmerztherapeuten und das ist gut so. Heute sind sie in der Forschung um das Thema Rheuma schon gut voran gekommen, also nicht so negative Gedanken. Erfreu Dich an Deinem Kind, das hat mir immer geholfen und stark gemacht, denn meinen Sohn wollte ich doch groß werden sehen und erleben. Heute ist er 21 und ich bin stolz auf mich, alles bis hierhin bewältigt zu haben.
    Gib nicht auf, schreieb immer hier, wann immer Dir danach ist, das hilft mir auch!!
    Ganz herzliche Grüße und eine Umarmung von Schlappi
     
  7. anurju

    anurju anurju

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    Huhu und Sorry,

    hätte ich bei dem Link ergänzen sollen, dass man links auf Schmerzzentren gehen muss. Habe ich schlicht vergessen, aber die Ergänzung kam ja netterweise noch...
    Es gibt noch andere Verbände für Schmerztherapeuten - habe einfach nur den genommen, in dem mein Schmerzdoc organisiert ist...
    Googeln unter der eigenen Stadt bzw. Region und dem Stichwort Schmerztherapie oder Schmerzzentrum bringt sich auch etwas.

    Liebe Grüße von anurju
     
  8. tina71

    tina71 Neues Mitglied

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    Liebe Anna,

    bitte, mach dir keine Sorgen, die Wahrscheinlichkeit, an einer reaktiven Arthritis zu sterben, läuft nahezu gegen null. Vielleicht ist das ein kleiner Trost. Dass deine Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, du vielleicht schnell ermüdest, das sind Dinge, mit denen Kindern lernen, umzugehen. Wichtig ist, abzuklären, ob sich die Streptokokken auch noch in anderen Bereichen "beritgemacht" haben ( Herz und Niere ). Das ist hoffentlich kontrolliert worden. Eine Behandlung mit reinen Schmerzmitteln wird eventuell nicht ausreiichen - bitte hole dir doch Hilfe, um deine Ängste im Bezug auf Medikamente soweit in den Griff zu bekommen, dass dir vielleicht mit besser wirksamen Medikamenten ( die du ja nicht dein Leben lang nehmen musst ) geholfen werden kann. Wenn das ansonsten verschleppt wird, können sich daraus wesentlich negativere Probleme ergeben, als einige Zeit ein gut wirksames Medikament zu nehmen, dass dich mit großer Wahscheinichkeit wieder beschwerdefrei machen kann. Hattest du ein Antibiotikum bekommen und das auch genommen ? Zögere bitte nicht, deinen Arzt auf deine Ängste in Bezug auf Medikamente anzusprechen und auch auf deine anderen Sorgen. Ich bin mir sicher, dass er dir die Hauptsorge nehmen kann.
    Hier findest du immer eine - meistens sogar mehrere - offene Ohren, zögere nicht, hier zu schreiben !
    Ich schick dir eine liebe Umarmung und hoffe, dass dir bald geholfen werden kann !
    Alles Liebe, Tina
     
  9. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    alles gefunden. danke schön.;)