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Ich brauche bitte einen Rat! Bin neu hier.

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Hummingbird, 12. Juni 2008.

  1. Hummingbird

    Hummingbird Neues Mitglied

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    12. Juni 2008
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    Guten Abend an alle,

    ich bin neu hier im Forum, auch neu was das Thema Rheuma betrifft.

    Ich moechte kurz meinen Werdegang schildern: Seid ca. 1996 wurde bei mir Morbus Basedow (auch eine Autoimmunerkrankung) festgestellt. Weil der Krankheitsverlauf ziemlich akut verlief auch wegen mehrerer Medikamentenunvertraeglickeit folgte kurz darauf eine Radiojodtherapie (Operativ war es nicht moeglich). Bei der besagten Radiojodtherapie sollte ja ein Teil der Schilddruese erhalten bleiben, was bei mir nicht der Fall war. Die ganze Schilddruese ist entfernt wofuer die Aerzte keine Erklaerung haben (kann schon mal passieren). Seitdem nehme ich taeglich L-Thyroxin Henning 100. Mir ging es den Umstaenden entsprechend zumindest war alles ertraeglicher als vor der Therapie. Das einzigste was eintrat und sehr schlimm war waren Kraempfe am ganzen Koerper, mal mehr mal weniger. Aber damit musste ich leben wurde mir mitgeteilt. Dann folgten nach einer Weile Gliederschmerzen dem ich nicht so eine Bedeutung beimaß da ich ja mit solchen Konsequenzen rechnen musste.

    Im Laufe der Jahre wurden meine Schmerzen immer intensiver. Natuerlich besuchte ich ab und an einen Arzt bekam Einrenkungen oder eine Schmerzspritze die mir auch so ca. 3 Tage geholfen hat. Mein Hausarzt teilte mir mit dass ist das Wetter und man wird ja nicht juenger. Seit ueber einem halben Jahr oder laenger wurde es ganz intensiv, konnte kaum noch laufen nur unter Schmerzen, kam morgens kaum aus dem Bett, Nachts konnte ich mich nicht bewegen etc. Der Weg zur Arbeit wurde die Hoelle (wozu ich sonst 20 min. Laufzeit benoetigte brauchte ich nun 1 Std). Einen Arzt konnte ich mir sparen das wusste ich ja (Sorry meine Erfahrungen diesbezueglich halten sich in Grenzen, meine Morbus Basedow wurde ca. 10 Jahre falsch diagnostiziert, Stress etc). Vor ca 9 Wochen schwoll mein Fuss an, er wurde enorm dick, da bin ich dann doch zum Arzt weil ich mir das nicht erklaeren konnte und mein Freund darauf bestanden hat. Die Chirurgie vermutete einen Knochenbruch was mir nicht einleuchtete, ich war weder umgeknickt noch sonst irgendwas.

    Der Roentgentermin zog sich erst mal in die Laenge, ich bekam Salbe einen Verband und Ibuprofen, welche ich leider nicht vertragen habe, ich bekam tierische Magenschmerzen. Nach kurzer Einnahme versuchte ich es erneut mit dem selben Ergebnis.

    Der Termin fuer einen Rheumatologen sollte Ende Juli stattfinden. Inzwischen wurden auch andere Gelenke dick und schwollen an, Haende, Finger, schwellen der Beine nach laengerem laufen. Bewegen war kaum noch moeglich, da teilte mir meine Chirurgien einen anderen Rheumatologen mit der gerade eine neue Praxis in Berlin eroeffnet hat, worauf ich zuegig einen Termin bekam. (Ich weiß war totales Glueck). Nun diagnostizierte er bei mir: (ICD:M05.80BG)Sonstige seropositive chronische Polyarthritis mehrere Lokasitationen und teilte mir mit dass sich eine noch auskristallisieren wuerde. Ich sollte sofort mit dem Rauchen aufhoeren und mich nur noch vegetarisch ernaehren. Ich war die ganze Zeit krank geschrieben bin es bis zum 23.06. wuerde dann gerne wieder arbeiten gehen da ich auch Angst arbeite sie zu verlieren. Er verschrieb mir Prednisolon initial mit 20mg/Tag verteilt auf zwei Einzeldosen. Gleichzeitig sollte ich noch Methotrexat verordnet bekommen, aber durch meine Vorerkrankung und der Unvertraeglichkeiten wird erst abgewartet wie das Prednisolon (Cortison?) anschlaegt, danach bekomme ich das Mittel zusaetzlich.

    Ich entschuldige mich fuer meinen langen und hoffentlich nicht allzu unverstaendlichen Kauderwelsch, aber ich bin was das Thema Rheuma anbelangt total unerfahren, und ehrlich gesagt erstmal etwas geschockt dass mich schon wieder so eine belaemmerte (Entschuldigung) Krankheit trifft. Eine reicht doch eigentlich! Aber manche koennen ja den Hals nicht voll genug bekommen :rolleyes: (kleiner Scherz, auch wenn es nicht lachhaft ist). Ich hoffe ich bekomme hier einen Rat wie ich mich bezueglich der Ernaehrung und ueberhaupt verhalten soll. Das mit dem Rauchen ist schon ein Schock fuer mich, ich war/bin eigentlich leidenschaftiche Raucherin und wollte das nicht lassen. Bin fuer jede Information dankbar. Und nochmals entschuldigung wegen dem langen Text.



    Liebe Grueße und noch einen schönen Abend sendet …
    Hummingbird
     
  2. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    Hallo Hummingbird,
    egal, ob Rauchen nachgewiesenermaßen für Rheuma negativ ist oder nicht: wenn dein Arzt dir schon ausdrücklich gesagt hat, dass du damit aufhören sollst, rauchst du ja bestimmt nicht wenig und da das Rauchen ja ganz allgemein schädlich für die Gesundheit ist, würde ich - auch wenn's dir schwerfällt - schleunigst damit aufhören (du hast doch schon zwei bescheuerte Krankheiten, auf [Lungen-]Krebs kannst du doch sicher verzichten?!)
    (Meinem Vater wurde ca. 1962 nach einem Herzanfall gesagt, wenn er nicht aufhöre zu rauchen, könne der Arzt nicht für ein längeres, weiteres Leben garantieren. Er gab ganz plötzlich das Rauchen auf und starb erst 1997.)
    Ist dein Leidensdruck etwa noch nicht hoch genug, um deine Sucht zu besiegen?
    Nichts für ungut, Sabine
     
  3. atti

    atti a boarischer Schwob

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    na das ist ja ein Willkommen - erstmal ne Runde Vorwürfe ;-)


    Hallo Hummingbird, willkommen in unserer r-o-Runde.

    Natürlich darfst du lange und ausführliche Texte schreiben. Zum Teil sind wir ja auch dafür gut, dass man sich einfach mal ausreden kann ;-) Eine konkrete Frage konnte ich zwar jetzt nicht entdecken, aber es werden sich sicher noch welche melden, die auch cP haben - ich hab von cP keine große Ahnung, kann dir nur bei den Themen Prednisolon (ja, das ist ein Cortison-Derivat) und MTX Fragen beantworten...

    Ansonsten hoffe ich für dich, dass du das bald in den Griff bekommst! Beste Grüße
    ak

    PS: ich hab auch noch eine ganze Weile geraucht, nicht mächtig viel, aber zeitenweise schon ... und ich muss sagen, dass im Nachhinein betrachtet ich in den Zeiten, in denen es mir schlecht ging (Schub) auch mehr geraucht habe .... was nun was bewirkt hat weiß ich nicht ;-) Ich schätze das Rauchen hatte eine Mitschuld....
     
  4. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hi, erstmal ein herzliches Willkommen auch von mir. Ich bin zwar selber Nichtraucherin, aber ich kann mir vorstellen, dass es für dich eher noch mehr Stress bedeutet sofort mit dem Rauchen aufzuhören, was sich wieder negativ auf deinen Körper auswirkt. Was jetzt nicht heißen soll, du sollst weiterrauchen, aber alles step bei step.
    Vielleicht schlägt das Corti bei dir ja recht schnell gut an und dir geht es wieder schmerzmäßig etwas besser. Ganz wichtig ist, dass dein Rheumadoc schnellstmöglich mit einer Basistherapie anfängt, damit die Erkrankung nicht fortschreitet. MTX ist oft eins der ersten Mittel. Tierisches Eiweiß verschlechtert bei manchen Patienten den Verlauf, muß man einfach probieren, ob es dir mit vegetarischer Kost besser geht.--Alles ein Ausprobieren, dass wird dir noch öfters begegnen!!!!
    Ich hoffe dein nächster Termin ist in kurzer Zeit, damit er dir erklären kann, ob du MTX nehmen kannst, wegen deiner Vorerkrankungen, da hab ich keine Ahnung. Aber es gibt bestimmt noch Leute hier, die dir dies beantworten können.
    Ich wünsche Dir alles Gute und frage ruhig, wenn dir was unklar ist. Hier sind nette Leute und alle für einander da.

    Viele Grüße
    Padost
     
  5. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    Also Hummingbird,


    -Bezüglich der Ernährung: es gibt m. Erachtens keine Studie, die beweißt, dass vegetarische Ernährung rheumatische Beschwerden bessert.

    - Wegen des Rauchens: natürlich ist Rauchen schädlich, das weiß jeder Raucher und bestimmt sind die vielen Giftstoffe in den Zigaretten einer Autoimmunerkrankung nicht gerade zuträglich .....
    Der Doc ist sicher Nichtraucher , sonst würde er wissen, dass
    "mit dem Rauchen -Aufhören" nicht so einfach ist ....

    Jetzt wäre noch interessant:
    - wann wurden die Schilddrüsenwerte (TSH, T3, fT4) zuletzt kontrolliert?
    - Bezüglich der Diagnose "seropositive" Arthritis muss meines Wissens der Rheumafaktor in drei Proben (zu 3 verschiedenen Zeitpunkten abgenommen) positiv sein.
    - Welche Laborwerte wurden noch bestimmt? (CCP?, Borrelien etc?- auch wenn das eher einen anderen Gelenkbefall zeigt)

    Gruß waschbär