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Ich bin sooo sauer - Ablehnung der BU

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Anni, 4. August 2015.

  1. Anni

    Anni Neues Mitglied

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    Hallo an alle
    ich muss mich jetzt mal hier ausheulen!!!!!' Ich habe heute heute Post von meiner BU Rente bekommen. Seit Monaten warte ich auf den Bescheid und heute kam die Ablehnung mit der Begründung, das ich die Versicherung arglistig getäuscht habe, weil ich angeblich einige Sachen bei den Gesundheitsfragen nicht abgegeben habe. Es war nur die Aussage meines alten HA die dazu geführt haben.

    War heute schon sofort bei ihm um mit ihm diese Angaben zu besprechen, da ich nicht damit einverstanden war, was er da geschrieben hat.

    Ich könnte vor Wut alles kurz und klein schlagen, wenn ich nicht solche Schmerzen hätte und die Kraft dazu hätte!!
    Es ist alles so unfähr, ich habe eh schon ein Ausschluss bei der Versicherung gehabt und 50 % mehr bezahlt!!!!!!
    Habe schon Widerspruch eingelegt und nach einer Kopie der von mir ausgefüllten Gesundheitsfragen gebeten und es per Einschreiben heute direkt losgeschickt.
    Habe auch schon mit einer Rechtsanwältin gesprochen mit der ich befreundet bin, die hat mir ihren Kollegen empfohlen, da sie für Familienrecht zuständig ist.

    Da ich ja nun auch kein Geld verdiene, bin ja Arbeitsunfähig, muss ich Beihilfe beantragen, sich das ist schon ausgefüllt und alles kopiert was die brauchen und das werde ich morgen beim Amtsgericht abgeben!!!!

    Es gibt bestimmt ganz viele, denen es genauso ergangen ist. Es ist so zum Mäuse melken, wir sind doch eh alle schon so sehr gebeutelt, immer dieses kämpfen um alles, ich bin es so leid.....

    Danke für euer Ohr......

    Änni
     
  2. Hallo Änni. Tut mir leid womit du dich so rumschlagen musst. Die Anwältin wird dir sicher helfen.
    Wenn Versicherungen was zahlen sollen.....
    Als ich mich hier 2005 angemeldet habe hab ich auch ganz schlimmes gelesen. Ich weiß heute nicht mehr wer das war, aber ein User bekam bei Gericht Recht, BU sollte zahlen. Die haben das so lange hingezogen. Der User war sehr verzweifelt und musste letztendlich sein Haus verkaufen.
    Das war so ziemlich das erste was ich hier gelesen habe und ich fand das ganz tragisch.

    Ich wünsche dir dass du zu deinem Recht kommst.

    Viele Grüße
    Sylke
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    änni, ich verstehe da etwas nicht, vielleicht kannst du das aufklären.
    als du die gesundheitsfragen abgegeben hast, das muss ja bei antragstellung gewesen sein,
    hast du da nicht gesehen was geschrieben wurde vom HA?
    hilf mir bitte auf die sprünge :)

    du brauchst einen klaren kopf, beruhige dich, ich kann mir natürlich vorstellen,
    dass das im moment nicht leicht ist!

    lg marie
     
  4. Schlappilein

    Schlappilein Registrierter Benutzer

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    Hallo Änni,

    das ist ja furchtbar und ich verstehe gut das du dich aufregst. Also ob die Erkrankung nicht schon genug wäre. Wie konnte denn dass mit dem Hausarzt passieren? Weiß er denn nicht was er schreiben muss damit du die BU-Rente erhälst? Sowas wird er doch nicht das erste Mal gemacht haben. Hoffentlich klärt sich das alles auf. Einen Anwalt zu kontaktieren ist aber sicherlich eine gute Idee. Er kennt die Einspruchsmöglichkeiten und Fristen. Ich drück dir ganz fest die Daumen und wünsch dir viel Kraft.
    LG Schlappilein
     
  5. O-häsin

    O-häsin Aktives Mitglied

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    Hallo Änni,
    ich will nur anmerken, dass es bei Berufsunfähigkeitsversicherung am besten ein Fachanwalt für Versicherungsrecht sein soll, da er auf diesem schwierigen Gebiet ausgebildet ist und Kenntnisse nachgewiesen haben muß.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg.
    LG häsin
     
  6. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    Dein Arzt muss bei so einer Befragung wahrheitsgemäß antworten und nicht so wie du es gern hättest damit du eine Rente bekommst. Wenn also schon früher eine Erkrankung bekannt war und du das nicht angegeben hast, dann ist das leider wirklich eine versuchte Täuschung.
    Je nach deinem Jahrgang wird es eh nur eine teilweise Erwerbsminderungsrente sein? Dann musst du noch nach einem neuen Beruf suchen den du ausüben kannst. Denn finanziell bekommst du mit einer teilweisen EmRente nicht allzuviel ausbezahlt.

    PS: Eine private BU Rente über eine Versicherung verläuft etwas anders, da musst du dich mit dem Versicherer in Verbindung setzen.


    http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__240.html

    Nachtrag:
    Die Berufsunfähigkeitsrente wurde durch eine Gesetzesänderung zum 01.01.2001 abgeschafft. Durch die Übergangsregelung des
    § 240 SGB VI bleibt der Versicherungsschutz bei Berufsunfähigkeit für Personen bestehen, die vor dem 02.01.1961 geboren sind. Alle Personen, die nach dem 02.01.1961 geboren sind und aktuell berufsunfähig i.S.d. SGB VI werden, können nur dann eine Rente erhalten, wenn die zusätzlichen Voraussetzungen der Rente wegen Erwerbsminderung erfüllt werden.


     
    #6 4. August 2015
    Zuletzt bearbeitet: 5. August 2015
  7. bise

    bise Neues Mitglied

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    sorry, ich stehe grad auf der leitung:

    du hast BU versicherung abgeschlossen und hast die gesundheitsfragen beantwortet - selbstverständlich wahrheitsgemäss -. dir war bewusst, dass falsche angaben zur verweigung des versicherungsschutzes führen.

    was hat dein alter haus doc damit zu tun?
    hat er die fragen für dich beantwortet und du ohne vorheriges lesen nur noch unterschrieben und dich nicht weiter darum gekümmert? warum verlangst du jetzt eine kopie deiner damaligen beantwortung? eine kopie hast du nicht für deine akte gemacht?

    und jetzt?oder hat der von dir angegebene arzt der versicherung geantwortet? hast du davon gewusst? hast du gegenüber der versicherung den arzt von seiner schweigepflicht entbunden? oder wie kommt die versicherung dazu, sich an den doc zu wenden?

    wie kommt die BU versicherung dazu, dir arglistige täuschung vorzuwerfen? das ist ein schwerer vorwurf; kriminelles verhalten. versuchter versicherungsbetrug ist im allgemeinen bei der staatsanwaltschaft angesiedelt.

    du "warst" nicht einverstanden mit den angaben deines doc?
    du kanntest sie? sind diese falsch oder sind sie zutreffend?

    konsultiere einen anwalt und brösele den sachverhalt mal auf.

    doch versuche bitte nicht, den doc zu irgendwelchen angaben udgl. zu bewegen. lass das lieber. denn sollte er vom gericht gefragt werden, ob du nach erhalt der ablehnung auf ihn "eingewirkt" hast, muss und wird er die wahrheit sagen. das wäre dann ein klares JA. deine position würde damit nicht besser.

    mensch, was hast du bloss in diesem fragebogen bei der wahrheitsgemässen beantwortung "unter den tisch fallen"
    lassen?

    viel erfolg
     
  8. Tortola

    Tortola Aktives Mitglied

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    an Änni

    Hallo Änni!

    Mußt Du Deine Kopien wirklich beim Amtsgericht abgeben?

    Viele Grüße von Tortola
     
  9. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    @ Kukana

    Hier geht es wohl um eine privat abgeschlossene BU-Versicherung und nicht um die gesetzliche Rente, wenn ich das richtig verstanden habe.
     
  10. kukana

    kukana Moderatorin

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    Das vermute ich auch, daher ist der Begriff BU Rente irgendwie unpassend, vielleicht hätte sie " BU- Versicherungsrente" besser schreiben sollen.

    Welches Gericht dann zuständig ist bei Versicherungsrecht weiß ich jetzt nicht. Bei Rentenrecht wären es die Sozialgerichte, nicht so wirklich das Amtsgericht.

    Kukana

    Nochwas: vielleicht wäre noch gut zu wissen von Änni ob sie "nur" krankgeschrieben ist oder ob die Berufsunfähigkeit ärztlich und von Seiten eines Gutachters bestätigt ist? Wer krank geschrieben ist, ist ja nicht automatisch berufsunfähig. Aber das muss Änni noch einmal aufklären.
     
    #10 5. August 2015
    Zuletzt bearbeitet: 5. August 2015
  11. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Änni, ich antworte jetzt mal an alle und kann nur raten (arbeite in einer Versicherung), vor dem Ausfüllen der Gesundheitsfragen vom Hausarzt eine komplette Aufstellung aller erfolgten Behandlungen und der gestellten Diagnosen zu erfragen. Und zwar für die letzten 10 Jahre, denn danach wird meistens gefragt. Nicht zu vergessen sind dabei Fachärzte wie Gynäkologen, HNO, Zahnarzt usw.
    Hat man also den Hausarzt gewechselt, muss man alle Ärzte abklappern.

    Der Hintergrund ist der: manchmal stellen die Ärzte im Hintergrund eine Diagnose (um mit der KK eine Behandlung abzurechnen oder um eine Kur zu beantragen), von der du aber gar nichts weißt, da sie nur in deinen Akten steht.

    Mal ein Beispiel:
    Du hast eine Scheidung hinter dir oder einen Todesfall in der Familie...du hängst durch, kommst nicht richtig in die Gänge, kannst kaum noch schlafen, deine Kinder leiden ebenfalls unter der Situation.
    Dein HA rät dir deshalb zu einer Mutter-Kind-Kur, um wieder in die Spur zu kommen und Abstand zu kriegen und du bekommst diese auch bewilligt.
    Bei den Gesundheitsfragen zur BU wirst du nach Heilbehandlungen oder Rehas gefragt. Dir ist nicht klar, dass dazu eben auch diese Mutter-Kind-Kur gehört und du gibst sie deshalb nicht an. Du hast einfach den komplizierten Bogen nicht richtig verstanden oder eine Kleinigkeit überlesen. Wie auch immer...
    Jetzt beantragst du Jahre später eine BU-Rente aufgrund von Depressionen und der Antrag wird abgelehnt aufgrund von falschen/fehlenden Angaben deinerseits.
    Dein HA hatte nämlich damals die Kur beantragt mit der Formulierung: depressiver Zustand nach starker familiärer Belastungssituation! So steht es in deiner Akte und so wird es auf Nachfrage der Versicherung mitgeteilt.
    Du hast also quasi eine "Depression" verschwiegen, obwohl du von dieser Diagnose gar nichts wusstest und auch nie entsprechende Medikamente genommen hast.
    Und genau deshalb wird jetzt die BU-Rente abgelehnt. So oder so ähnlich kann es manchmal laufen...

    Wenn man nicht gerade 19 Jahre jung und topfit ist (also noch kaum mal beim Arzt war), ist es sehr schwierig diesen Bogen korrekt, vollständig und wahrheitsgemäß abzugeben ohne das Ganze mit den behandelnden Ärzten abzugleichen.

    Hoffentlich kannst du beweisen, dass deine Angaben korrekt waren. Denn das ist die Voraussetzung für die Bewilligung deiner Rente. Viel Erfolg dabei!

    Lg Clödi.
     
  12. Anni

    Anni Neues Mitglied

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    Hallo an euch alle!
    Sorry das ich erst jetzt antworte, aber ich hatte kein Internet, da bei uns der Blitz eingeschlagen hat. Jetzt bin ich aber wieder da...

    Erst einmal danke für eure Unterstützung und eure vielen lieben Wünsche. Ich werde versuchen, alles zu beantworten.

    Also, es handelt sich um eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, die ich 2005 abgeschlossen hatte. Ich war von 2002 bis Ende 2014 selbständig und habe nach einer BU Rente (Abkürzung für Berufsunfähigkeitversicherungs Rente) gesucht.
    Auf Grund meiner vielen Vorerkrankungen wie z.B Lungenembolie, Migräne, Asthma, Allergien, war es sehr schwierig. Alle Versicherungen haben mich wegen meiner Erkrankungen abgelehnt.

    Bis ich diese Versicherung gefunden habe. Die Versicherung "zahlt" bei Berufsunfähigkeit in meinem jetzigen Beruf, ist mit der EM Rente der RV nicht zu vergleichen.
    Ich habe einen Ausschluss (Asthma, Allergien entzündliche Atemwegserkrankungen und Folgen) und habe einen 50% Aufschlag bekommen. Den Fragebogen habe ich zusammen mit der Agentin/Marklerin WAHRHEITSGEMÄß ausgefüllt. Ich habe nichts bewusst verschwiegen und nicht arglistig getäuscht.

    Die Diagnose die mein alter Hausarzt gestellt hat, war nicht so eingetreten. Es ist genau wie Clödi gesagt hat.

    Ich kannte die von ihm in meine Akte geschriebene Diagnose nicht! Er hat mir gesagt das ich verständlicherweise traurig bin (tot meiner Mutter) und das das wieder besser wird. Das war es! Das war seine Aussage. Wie soll ich denn wissen das der HA daraus eine depressive Phase macht!!!
    Ich habe weder eine depressive Phase gehabt und auch keine Medikamente oder irgendeine Form von Therapie gehabt, noch habe ich jemals Neurodermitis gehabt.
    Ich hatte durch den Stress eine Mutter beim Sterben zu zusehen und ein Neugeborenes und einen 3 jährigem nebenbei noch zu versorgen, einen Stress bedingten Ausschlag.
    Ich habe deshalb keine depressive Phase und keinen Neurodermitis Schub angegeben!

    Mein Fehler, das weiß ich heute, war nicht alle Unterlagen zu holen um mir damit beim Ausfüllen zu helfen.

    Ich habe nicht versucht, dem Arzt zu sagen, was er zu schreiben hat, sondern ihn darum gebeten, der Versicherung zu sagen, das ich keine depressive Phase hatte, sondern ein posttraumatisches Erlebnis, denn das war auch was es war. Ich würde ihn nicht beeinflussen wollen oder das er irgendwas schreibt, was mir besser passt.

    Ich habe schon recherchiert und einige Urteile von diversen OLG gefunden, die genau darauf eingehen! Das ist wohl ein Standard Vorgehen diverser Versicherungen. Die Versicherung muss mir aber nachweisen, das ich sie arglistisch getäuscht habe. Ich hoffe, das ich mein Haus nicht verkaufen muss und das sich alles zum Guten wendet.

    Zusätzlich habe ich dann letzten Freitag auch noch meine Kündigung bekommen, da ich meine Entgeltfortzahlung im Krankenfall eingefordert habe, mein netter Arbeitgeber hat die nämlich nicht gezahlt. Er zahlt all seinen geringfügig Beschäftigten Mitarbeitern keinen Pfennig.

    Das passte dann zu meiner Woche, es war der krönenden Abschluss!!

    Ich hoffe, ich habe alles beantwortet . Ich danke euch nochmal für eure Unterstützung, es ist so gut zu wissen, das man nicht allein ist.

    Liebe Grüße
    Änni
     
  13. Anni

    Anni Neues Mitglied

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    .....hab nochmal alle durchgelesen und wollte noch erwähnen, das ich die Kopie der Gesundheitsfragen nicht mehr habe und ich weiß nicht mehr, ob ich die jemals hatte! Vielleicht habe ich die auch selber entsorgt, beim letzten aufräumen meines Versicherungsordner......

    Der Arzt wurde von der Versicherung angeschrieben, ich bin verpflichtet bei der Leistungsprüfung mitzuarbeiten. Da ich nichts zu verbergen habe, war das für mich auch kein Problem! Ich habe meiner Meinung nach, die Fragen vor 10 Jahren alle wahrheitsgemäß beantwortet.

    LG Änni
     
    #13 11. August 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. August 2015
  14. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    Ich bin soo saurer....

    @hallo Änni,

    grundsätzlich erst mal kann ich mich in deine situation hineinversetzen und verstehe sehr gut, dass du irgendwie in ein tiefes loch gefallen bist, als du den bescheid bekommen hast.

    aber, wie es nun mal in d ist, hast du natürlich die möglichkeit dagegen widersrpuch einzulegen und dies solltest du, wie du selbst sagst, mit einem anwalt tun. alleine hat man da kaum eine chance, weil es da §' phen , andere urteile sowie kniffe und finessen gibt, die dem "normalen"menschen einfach fehlen. manchmal klärt sich auch etwas, wenn es sich allein nur um einen formfehler handelt....
    @kuki,
    ch denke mal, änni meint damit, dass sie beim zuständigen amtsgericht für dieses verfahren einmalig beihilfe beantragen kann, so dass sie nur einen geringen teil des verfahrens selbst zahlen muss, wenn ihr vermögen einen bestimmten betrag nicht übersteigt.

    habe das selbst gerade in anspruch genommen und muss sagen, dass ging relativ problemlos.

    @Änni, möchte dir kurz schreiben, was du im fall der beantragung von beihilfe beim antsgericht vorlegen musst. du musst nichts in kopie abgeben! es reicht, wenn du folgende unterlagen (im original) dabei hast:
    -letzte mietzahlung(ggf.ratenzahlung, wenn ihr für das haus noch zahlen müsst?) und mietvertrag(mh, wenn man in eigenem haus wohnt, weiss ich nicht wie das gehandhabt wird)
    -fam.buch mit nachweis, ob du verh.bist oder mit jemanden zus.lebst oder alleine bist
    (ev.scheidungsurkunde nicht vergessen)
    -kontoauszüge der letzten 3 monate
    -sparbuch
    -arbeitsvertrag/verträge-mit angabe zum verdienst bzw.bei dir
    -ggf.nachweis krankengeldzahlung (zeitraum-und in welcher höhe, kannst du bei deiner kv abfordern, das machen sie normal ganz schnell (lass dir das ev.per fax oder mail zu senden)
    -monatliche ausgaben(kleiner zettel mit angaben wie: kv-beitrag,versicherung,steuer, strom, gas usw..)

    als ich dort war, glaubte ich gehört zu haben, das das guthaben 1.700 € nicht übersteigen darf, um beihilfe zu bekommen.

    ich konnte dort ohne vorherige anmeldung hingehen und das ganze dauerte ca.20 min, dann war der antrag bewilligt :)

    das in einem solchen verfahren ärzte angeschrieben werden und eine befundung über einen gewissen zeitraum abzugeben ist -diagnosen mit behandlung, ist wie auch in diesem fall, eine ganz normaler werdegang. nur dass es hier zu derartigen missverständnissen zwischen arzt und patient kommt, wo der patient von seinen diagnosen nichts weis, ist mehr wie schlecht.
    warum, wie in deinem fall geschehen, der arzt dich über diese angebliche diagnose nicht informiert hat, lässt sich nur so erklären, dass du zum arzt wg.genannter probleme gegangen bist, der arzt aber, um deine behandlung abrechnen zu können, benötigt er einen s.g. ICD-Diagnoseschlüssel. von daher wird diese scheinbare fehldiagnose entstanden sein.

    es zeigt sich hier, dass, wenn man solch private versicherungen abschliesst, dass man sich wenigstens 1x jährlich von den behandlenden ärzten einen befundbericht geben zu lassen, um nicht ins fettnäpfchen der versicherungen zu landen, für die das nun ein gefundenes fressen ist und sich der zahlungspflicht durch scheinbaren fehlangaben oder verschweigen von erkrankungen deinerseits, entziehen.

    du brauchst jetzt nerven wie drahtseile und vor allem musst du dich darauf einstellen, dass sich das verfahren eine ganze weile hinziehen wird.

    ich drück dir ganz doll die daumen, dass du zu deinem recht kommst.

    sauri
     
  15. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Änni, ich hätte mir gewünscht, dass ich mit meiner Theorie nicht den Nagel auf den Kopf treffe! Das ist wirklich eine schwierige Situation.

    Lass dir von deinem Arzt schriftlich bestätigen, dass du von diesen beiden Diagnosen keine Kenntnis hattest und keine Behandlungen deswegen erfolgt sind (auch nicht gegen den Ausschlag?).
    Und dann natürlich zum Anwalt gehen, wie andere schon geraten haben.

    Jetzt ist entscheidend, ob du deine BU-Rente wegen Depressionen oder Neurodermitis beantragt hast. Denn dann wird es für dich sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich.
    Hat dein Antrag einen anderen Grund, hätte ich noch Hoffnung auf das Einlenken der Versicherung oder ein Urteil in deinem Sinne.
    Wenn du etwas verschweigen wolltest, hättest du ja die anderen Vorerkrankungen auch nicht angegeben. Das hast du aber wahrheitsgemäß getan und eben auch den Ausschluss/Aufschlag deswegen bekommen. Das ist erstmal dein Pluspunkt in der Argumentation.

    Viel Erfolg weiterhin!

    Lg Clödi.
     
  16. AndreaTK

    AndreaTK Neues Mitglied

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    Hallo Änni,

    ich habe in großen Zügen Deine Ausführungen gelesen und sehe Du machst das Gleiche durch wie ich damals. Mein Hausarzt hatte damals auch eine Krankheit (ohne weiterer Untersuchungen und Überweisung zum Neurologen) in meine Patientenakte geschrieben, von der ich nichts wusste. Nun wurde ich schwer krank und wollte die Versicherung zur Auszahlung bitten. Die holten nun alle Diagnosen der letzten 10 Jahre ein und was geschieht "Die Versicherung fühlt sich nicht in der Lage Ihnen die BUZ auszuzahlen, weil sie uns arglistig getäuscht haben". Ich bin damals fast umgefallen und war am Boden zerstört. Fast 10 Jahre eingezahlt und nun, nichts. Dann bin ich zum Rechtsanwalt, naja habe ihm alles gut präsentiert und soweit auch schon alles fertig gemacht, dass er selbst nicht mal großartig was machen musste. Gleichzeitig - und das war die beste Entscheidung, die ich getroffen habe - habe ich ausführlich den Versicherungsombudsmann mit eingeschaltet. Ihm musst du sämtliche Unterlagen zusenden etc. (findest du im Internet was er alles benötigt). Ich wohne nähe Berlin, also ich weiß nicht ob es mehrere Ombudsmänner gibt, da musst Du Dich mal erkundigen. Jedenfalls habe ich ausführlich ihm mein Fall geschildert und auch betont, dass ich keine Ahnung hatte, was mein Hausarzt damals für Diagnosen stellt und diese einfach in meiner Akte festhält. Auch wurde nie von Restless-Legs-Syndrom und schon gar nicht das es sich hierbei um eine neurologische Krankheit handelt. Mir wurde immer nur was (2 x deswegen bei dem Arzt) von unruhigen Beinen gesagt. Also wie soll da ein Laie wissen, dass es sich hierbei um RLS handelt? Mir hat er zwar damals Tabletten verschrieben, aber die habe ich nach ganz kurzer Zeit abgesetzt, weil ich sie nicht vertrug. Ich nahm dann Eisentabletten und meine Beine wurden besser. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass ich an erhöhtem Eisenmangel leide und das habe ich dann auch so dem Ombudsmann geschildert. Also mein Schreiben war ca. 6 Seiten lang und gut das ich den Versicherungsombudsmann eingeschaltet habe, denn der hat sofort Kontakt mit der Versicherung aufgenommen und die Versicherung musste ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit nachzahlen. Wenn Dein Arzt Dich nicht an einen Neurologen überwiesen hat und Du auch keine Antidepressiva eingenommen hast (wie gesagt habe nicht alles gelesen was du geschrieben hattest), kann die Versicherung nicht von arglistiger Täuschung ausgehen.

    Ich drück Dir die Daumen, dass Du Deine BUZ bekommst.
    glg Andrea

    http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html --- hier der Link vom Versicherungsombudsmann - ich kann dir nur raten, schalte ihn ein
     
  17. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    ein bisschen offtopic:

    Wenn man bereits mehrere Vorerkrankungen hat, lehnen einen seriöse Versicherungen ab - und nur unseriöse, die sich ausrechnen, dass sie im Bedarfsfall mit einer Ablehnung durchkommen, nehmen einen an.

    Meine Theorie ;)
     
  18. Anni

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    Hallo saurier

    Danke für deine Worte, so wie du es geschrieben hast, trifft es den Nagel auf den Kopf! Ich habe direkt den gleichen Tag Widerspruch eingelegt und per Einschreiben drei Stunden später, nach erhalten der Absage, versendet. Einen Rechtsanwalt habe ich auch schon, warte nur noch auf dien positiven Bescheid vom Amtsgericht.
    Leider ist das hier nicht so einfach. Die möchten ALLES in Kopie, jede Versicherung, da reichen die Kontoauszüge nicht. Auch die Bearbeitung dauert etwas länger........aber ich denke das es gut für mich ausgeht.

    LG
    Änni
     
  19. Anni

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    Hallo Clödi

    Oh ja, sehr schwierig. Ich war schon bei meinem alten HA, der stellt sich da quer, der ist hart wie Granit. Ich wurde nicht gegen Depressionen behandelt und den Ausschlag hat der Arzt mit einer einmaligen Gabe von einem Medikament, in der Praxis, behandelt.

    Meine BU Rente habe ich weder wegen Depressionen noch wegen Neurodermitis beantragt, sonder wegen meinem Lupus und meiner mittlerweile dritten Lungenembolie.

    Wie du schon gesagt hast, ich habe alle schwerwiegenden Erkrankungen (außer Lupus, die Diagnose habe ich erst seit 2012) angegeben.

    Ich werde kämpfen und wenn es das letzte ist was ich tue.....

    LG
    Änni
     
  20. Anni

    Anni Neues Mitglied

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    Hallo Andrea

    Das ist ja der Hammer das du das gleiche mit deinem Arzt erlebt hast, gleichzeitig beruhigt es mich, das ich es mir nicht nur schön Rede oder sogar einbilde das das passiert ist.
    Ich weiß ganz genau, wie du dich gefühlt hast, es ist die Hölle!

    Auch ich habe fast 10 Jahre sehr viel Geld eingezahlt und dann sowas......
    Ich habe schon im Internet nach dem versucherungs Ombudsmann geguckt, wusste aber nicht das ich den auch trotz Anwalt einschalten kann. Läuft das dann parallel?
    Ich war nie in Behandlung für meine angebliche depressive Phase und auch nicht wegen meiner angeblichen Neurodermitis. Bis auf eine einmalige gäbe von einem Medikament in der Praxis, wurde mein Ausschlag nicht weiter behandelt da er weg war.

    Ich werde mich morgen sofort mit dem Thema Ombudsmann beschäftigen und anfangen zu tippen.
    Danke für deine aufmunternden Worte, mir hat es sehr geholfen, mich mit jemanden auszutauschen der das gleiche schon erlebt hat.
    Ich werde dich bestimmt noch einige Male abschreiben und mit Fragen löchern LG
    Änni