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Ich bin so wütend...

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Monalie, 9. September 2008.

  1. Monalie

    Monalie Mitglied

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    Hallo zusammen,

    wie meine Überschrift schon sagt, ich bin so wütend das ich gar nicht weiß wohin mit meiner Wut.
    Wenn es nur irgend eine Möglichkeit gäbe gegen eine Klinik zu klagen und wenn ich dazu noch die Kraft dazu hätte würde ich es tun!

    Hintergrund ist folgender:
    Wegen meiner Verzweiflung bezüglich meiner Schmerzen hatte ich mich nach mehren erfolglosen Versuchen bei niedergelassenen Ärzten/Kliniken, entschlossen in die Diagnostikklinik in Wiesbaden zu gehen.
    Diese Klinik wirbt immerhin damit das sie besonders bei unklaren Diagnosen tätig wird und eine umfangreiche Diagnostik betreibt.

    Wiesbaden ist ein ganzes Stück weg von mir und ich hatte versucht die Fahrtkosten dafür von der KK zu bekommen, leider ohne Erfolg.
    Ich muss dazu sagen das ich ALG II Empfängerin bin und kaum genug zu leben habe.
    Hinzu kam das ich zwei Termine in Wiesbaden bekam die ungefähr einen Monat auseinanderlagen. Das bedeutete zwei mal Fahrgeld das ich eigentlich gar nicht hatte. Ich musste es mir wirklich vom Mund absparen aber was tut man nicht alles damit einem endlich geholfen wird...:rolleyes:.

    In Wiesbaden hatte ich dann mehrere Konsillaruntersuchungen, wobei ich die Kardiologen dort lobend erwähnen muss.
    Aber genau die Ärzte die entscheidend für meine Beschwerden sind nahmen mich nicht im geringsten ernst. Also...sowohl der Neurologe noch der Rheumatologe reagierten auf meine Schmerzsymptomatik.
    Ich bat den Rheumatolgen um ein MRT oder um eine Szintigrafie...nichts! Ich habe den Mann fast bekniet! Er meinte nur meine Schmerzen wären bestimmt psychosomatisch.
    Der Neurologe....keine Reaktion auf meine gesteigerten Reflexe und das zittern der Arme wenn ich sie hochhebe. Auch nicht auf die Muskelatrophien an meinen Händen.
    Zitat im Bericht: keine neurologische Begleitsymptomatik bei Verdacht auf eine Kollagenose erkennbar. Eine weitere Untersuchung ist entbehrlich!

    Ich habe diese Klinik humpelnd verlassen und ich sagte noch zu der Dame die mich nach dem Termin entließ: "Mit Schmerzen bin ich gekommen, mit Schmerzen gehe ich wieder. Ich hatte gehofft das hier mal jemand nach der Ursache für meine Schmerzen schaut".
    Daraufhin meint sie doch glatt: "Wir können hier ja auch nicht alles untersuchen"! :mad:

    Fazit, mir wurden letztendlich Befunde abgesprochen (wie z.B. das Raynaud Syndrom) und ich hatte keinerlei Beschwerdenorientierte Untersuchung.
    Und dafür gebe ich noch Geld aus und setze mich trotz meiner Schmerzen Stundenlang in den Zug?

    Und dann muss ich.....nur 2 Monate später wieder ins Krankenhaus wo dann endlich festgestellt wird, das ich zwei Bandscheibenvorfälle bzw. Bandscheibenvorwölbungen und eine Myopathie habe? Ach ja, ein Sicca Syndrom haben sie auch noch diagnostiziert.
    Das sind doch eigentlich Untersuchungen die....nach Beschreibung meiner Symptome....jederzeit gemacht werden konnten, oder? Zumal in einer gut ausgestatteten Klinik wie Wiesbaden!
    Konnten die nicht oder wollten die nicht :confused::confused::confused:

    Das kann doch nicht sein, oder? Ich möchte nicht wissen wie viele aufgrund der großkotzigen Versprechen der Klinik dort hin fahren und dann so entäuscht werden!
    Und ich möchte nicht wissen wie viel Geld die KK für diesen Mist bezahlen muss!

    Versteht Ihr meine Wut?
    Was kann ich machen? Bei der KK Beschweren?

    Danke Euch fürs zulesen....:),
    Monalie
     
  2. KarinH

    KarinH Neues Mitglied

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    Hallo Monalie,

    ich würde mich bei der KK über diese Klinik beschweren.

    Ich war vor Jahren auch dort, da ich in 1,5 Jahren 16kg abgenommen hatte. Ich wurde diesbezüglich auch auf den Kopf gestellt und dabei ist heraus gekommen, dass ich MCTD (Sharp Syndrom) habe.

    Bei der ersten Untersuchung habe ich der Ärztin alles erzählt, was ich dazu sagen konnte...... kam Kommentar (ohne mich erst richtig untersucht zu haben)...... "Sie haben Rheuma" und dann "Da müssen Sie ja richtig fett gewesen sein"........... Normal hätte ich mich da umdrehen und gehen müssen.:mad::mad::mad: Dann hat mich ein Frauenarzt untersucht und u.a. die Brust abgetastet....... :confused::confused::confused: Kommentar: Sie haben Knoten in der Brust .................. und das mit 23!!!!! Also ich auf zu meinem Frauenarzt und dem das erzählt.......... zum Glück Entwarnung!!!!:o:o:o:o:o

    Nach einigen Jahren wollte mein HA mich zu Kontrolle wieder hin schicken, aber das konnte ich verhindern und bin seitdem in der Frankfurter Uni Klinik in der Rheumaambulanz. Die kann ich nur empfehlen!!;);););) Hat zwar lange Wartezeiten, aber die Ärzte sind echt OK.
     
  3. Maus634

    Maus634 Neues Mitglied

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    Hallo Monalie,

    ich kenne die Klinik nicht, aber ich kann dich soooo gut verstehen.

    Was mir selbst gerade sehr schwerfällt, nämlich durchzuhalten, rate ich dir trotzdem. Irgendwann wird ein Arzt kommen, der dich ernst nimmt.

    Viel Glück
     
  4. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich bin sehr erstaunt von einem solchen Verhalten in der DKD zu hören. Sie hat weltweit einen guten Ruf und es kommen sogar Menschen aus der ganzen Welt dorthin.
    Allerdings kommt es ganz extrem auf die Aufgabenstellung an die der überweisende Arzt gestellt hat. Man kann dort, wie in allen anderen Diagnostik-Zentren nur auf das untersuchen was als Verdachtsdiagnose angegeben wurde bzw. was als Aufgabenstellung vom überweisenden Arzt vorgegeben wurde. Diese Kliniken haben nur ungleich mehr Möglichkeiten, modernste Diagnoseverfahren einzusetzen, aber sie können - wegen der Abrechnungsvorschriften nur das tun, was auf der Überweisung steht. Es hängt also ganz entscheidend davon ab, was auf der Überweisung stand.

    Das persönliche Verhalten der Ärzte gegenüber Patienten ist allerdings unverzeihlich und da sollte man vielleicht wirklich mal eine Beschwerde loswerden.

    Liebe Grüße
    Gabi (bibi ro-lerin seit 2003)
     
  5. Monalie

    Monalie Mitglied

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    Hallo zusammen,

    @Karin:
    Ja, habe ich mir auch gedacht und heute morgen bei meiner KK angerufen.
    Der nette Herr am Telefon sagte mir ich solle den Vorfall schriftlich meinem Sachbearbeiter schildern.
    Ich denke ich werde das auch machen.

    Hinzu kommt noch das sie mir einen falschen Befund in den Bericht geschrieben haben.
    Zuerst sagten sie mir das mit meinem Herz alles o.k. ist, abgesehen von den Rythmusstörungen und dann schreiben sie das ich eine Septumdicke von 28mmm habe. Das wäre eine massive Verdickung und ich habe mir daraufhin wirklich Sorgen gemacht!
    Zum Glück hat aufgrund dieses Befundes, das KH letzte Woche noch mal nachgeschaut und festgestellt das dieser angebliche Befund Quatsch ist. Mein Septum ist normal dick!

    @Maus:
    Danke für Dein Mitgefühl. Ich habe jetzt Ärzte die mich ernst nehmen und ich wünsche Dir sehr das Du auch Erfolg hast!

    @Gabi:
    Tja, ich weiss auch nicht. Ich bin ja eigentlich auf Empfehlung dort hin gegangen. Sozusagen....wenn Dir keiner helfen kann, dann geh dort hin!
    Um so größer war die Entäuschung hinterher.
    Die Verdachtsdiagnose war übrigens "Kollagenose" und ich hatte in meinem Begleitschreiben schon meine Schmerzen (u.a. starke Muskelschmerzen, Rückenschmerzen) geschildert.

    Ich denke das Problem war die zuständige Ärztin! Sie ist Dermatologin und hat mich bei der Eingangbesprechung 10 Minuten gesehen (wovon 7 Minuten Anamese waren) und dabei kurz einen Blick auf meine Beine geworfen. Hat im Bericht aber von einer gründlichen klinisch-dermatologischen Inspektion berichtet!
    Die Dermatologische Konsillaruntersuchung die auf meinem Plan stand fand niemals statt, dann hätte ich ihr nämlich noch so einige andere Dinge zeigen können.
    Ebenso fand kein Schlussgespräch statt!

    In dem Bericht wird seitenlang über meine Schmerzsymptomatik berichtet ohne das auch nur eine klärende Untersuchung erfolgte!
    Da stehen dann Sachen wie: "Vor allem im Schulterbereich, Nacken und Beine fühlen sich sehr hart an". Die Frau hat mich noch nie berührt!
    Oder auch: "Die Patientin benutzt den Begriff Myogelosen".
    Was soll das denn heißen? Warum hat sie nicht mal selber geschaut ob ich Myogelosen habe?

    Bericht des Krankenhauses letzte Woche: "Myogelosen im Bereich des Nacken-Schulterbereiches beidseits". Die haben nachgeschaut!!!

    Sie hat in dem Bericht noch so einige "Klopper" gebracht die ich nicht einzeln aufführen möchte, dann reg ich mich wieder auf...:D.
    Ich verstehe es auch nicht und muss wirklich aufpassen das ich das nicht furchtbar persönlich nehme. Das kann doch nicht an mir gelegen haben? :uhoh:
    Die Ärzte letzte Woche haben mich doch auch ernst genommen.

    Ach ne, ich kann das nicht einfach auf mir sitzen lassen. Zumal der Umstand hinzukommt, hätte man im Juni gründlicher untersucht wäre ich wahrscheinlich behandelt worden und weiter arbeitsfähig geblieben.
    Nun muss ich durch den Bezug von Krankengeld erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen!
    Grrrrrr, ich darf nicht drüber nachdenken.....:(.

    Ich Danke Euch für die Antworten und für das Verständnis. Es hilft schon den Frust auch mal rauszulassen....:).

    Liebe Grüße,
    Monalie
     
  6. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo Monalie,
    ich würde Deine Erfahrungen auch Deiner KK schildern.

    Hallo KarinH,
    ich freue mich für Dich, dass bei der zweiten Untersuchung keine Knoten in der Brust gefunden wurden. Denn leider kann Frau auch so jung Knoten entwickeln. Meine Tochter war erst 17 Jahre alt, als sie bei sich selber einen großen Knoten ertastete. Den ihr Gyn nicht fand und ihr nicht glaubte. Die Woche darauf war sie wegen eines hartnäckigen Infektes bei unserem Hausarzt, sprach ihn auf den Knoten an. Er fand ihn zunächst auch nicht, bat meine Tochter, ihm die Stelle zu zeigen. sie findet ihn - etwas verschoben - und der Arzt fühlt ihn ebenfalls. Da er sich verschieben ließ, meinte er, er sei harmlos. Trotzdem überwies er meine Tochter zur Radiologin, die den Knoten nicht nur bestätigte, sondern sofort einen Termin im KH zur Abklärung ausmachte. Die Woche darauf wurde sie operiert, der Knoten war mittlerweile doppelt so groß geworden, schmerzte nicht nur stark, sondern war bereits deutlich sichtbar. Glücklicherweise wurde der Verdacht auf ein harmloses Fibroadenom bestätigt. Aber in extrem seltenen Fällen können diese an sich harmlosen Knoten auch umschlagen, ähnlich wie dies ja auch mit den harmlosen Knoten in der Schilddrüse geschehen kann. Die sie auch hatte und bereits mit 14 Jahren operativ entfernt wurden.

    Ich wünsche Dir und allen anderen niemals solche ungewisse Angstbesetzte Tage. Denn als Mutter litt ich mehr als meine Tochter. Ich hatte immer vor Augen, dass ihr Vater so früh an Krebs verstarb. und die Neigung zur Knotenbildung hat sie wohl mitbekommen.

    Liebe Grüße
    Erika