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Ich bin nicht ganz neu

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von tina99, 5. Juli 2011.

  1. tina99

    tina99 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    19. April 2011
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    Hallo, ich bin nicht ganz neu hier, habe mich erst mal durchgelesen, will mich heute aber mal vorstellen :
    Ich bin 46 Jahre alt und leide an rheumatoider Arthritis. Genau weiss ich das erst seit April diesen Jahres. Ich habe schon jahrelang immer wieder Schmerzen in den Gelenken gehabt und mich krank und schlapp gefühlt, wenn ich dann mal zum Hausarzt bin und man auch eine kleine Blutuntersuchung durchgeführt hat hiess es : Sie haben erhöhte Entzündungswerte und die Schmerzen sind Gliederschmerzen, sie haben sicher eine Infektion durchgemacht. Und das von verschiedenen Hausärzten.


    Seit Juli letzten Jahres traten dann Entzündungen an den Schultern auf, erst die eine dann die andere, ich bekam einen Schultergurt, weil Hausärztin und Radiologe davon ausgingen, dass es sich um eine Entzündung der Trizepssehne handelt. Cortison bekommen und irgendwann waren die Schmerzen verschwunden. Bis November kamen starke Schmerzen mit Schwellung und Rötung an Daumen, Handgelenken und auch mal wieder Schultern dazu und habe mich nachts totgeschwitzt.
    Der Orthopäde meinte es sei wohl kein Rheuma dazu empfände er die Dauer der Entzündungen zu kurz. Ab Januar hatte ich nur noch Schmerzen dann auch in den Hüften / Oberschenkel, Handinnenflächen ( Sehnen) oder Handrücken, rechter Ellenbogen, Fussgelenken und Knien. Die Entzündungen haben sich ohne Pause abgelöst.
    Ich wurde im März ins Szinti geschickt, weil der Orthopäde ganz sicher sein wollte bevor er mich an den Rheumatologen in seiner Gemeinschaftspraxis überweist .
    Dort stellte man fest, dass ich einen relativ frischen Rippenbruch hatte und äusserte den Verdacht einer Metastase.
    Ich wurde stationär ins Krankenhaus überwiesen und dort eine Woche durchgecheckt und ein Arzt kam tatsächlich auf die Idee mir mal Blut für den Rheumafaktor abzunehmen. Man fand einen kleinen Tumor der aber mit der Rippe nicht im Zusammenhang steht. Ausserdem kam man zu dem Ergebnis, dass ich Rheumatoide Arthritis habe. Für die Rippe gab es noch keine befriedigende Lösung, da scheiden die Geister von „ da ist irgendwas drin“ bis „am ehesten könnte es eine starke Kallusbildung sein“, mal abwarten, bald ist eine neue Untersuchung......
    Die ganze Geschichte musste ich dann auch ohne Schmerzmittel ertragen, da ich gegen diese eine Medikamentenallergie habe.
    Ab Anfang April habe ich dann 5 Cortisoninfusionen erhalten und dann endlich den Termin beim Rheumatologen.
    Nach 4 Wochen Prednisolon begann ich mit Metex Spritzen. Es geht mir jetzt nach der 10. Spritze etwas besser, d. h. Die Entzündungen treten nur noch selten auf aber ich habe immer noch täglich starke Gelenkschmerzen, die mich sehr einschränken und bin gar nicht belastbar und nur schlapp.


    Es beruhigt sehr hier zu lesen, dass man mit dieser Krankheit nicht alleine da steht sondern dass es viele gibt die noch schlimmer dran sind.
     
  2. Marly

    Marly Bekanntes Mitglied

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    Hallo Tina,

    herzlich willkommen hier im Forum, wenn auch aus einem traurigen Anlass.

    Deine Geschichte ist typisch für viele hier. Man rennt sich die Hacken ab, manchmal über viele Jahre, bis endlich mal jemand die Erkrankung erkennt.

    Ich wünsche dir, dass es dir mit deiner Medikation weiter besser geht und du hier regen Austausch und Unterstützung findest!
    Liebe Grüße