Hi Melly,
klar kann ich dir helfen...
also von einer arthroskopischen Gelenkinnenhaut Entfernung kann ich dir aber nicht viel sagen. Aber natürlich über die RSO...
Ich bin zum Nuklearmediziner überwiesen worden, dort hatte ich dann ein Beratungsgespräch. Dort musste ich eine Einverständniserklärung unterschreibung, dort steht folgendes drin:
Therapie nur der entzündlichen Komponente (Synovialitis), keine Behandlung von Knorpel-/Knochenverschleiß.
Wirkeintritt nach 4-8 Wochen, zunächst auch Verschlimmerung der Symptomatik für einige Tage erst nach 3-4 Monaten kann der Therapieerfolg abschließend beurteilt werden.
Bei massiver Verdickung der Gelenkinnenhaut ggf. zweite Therapie nach 3-4 Monaten nötig.
Ruhigstellen des Gelenkes für etwa 2 Tage: vorsichtige Belastung: Ja; Bewegen des Gelenkes: Nein; Bei Gelenken der Beine: WC-Gang mit Unterarmgehstützen.
Risiken: Infektion (sehr selten, da Injektion eines Betastrahlers) und Gewebsuntergang durch Injektion neben das Gelenk (extrem selten), pathologische Verbindung der Gelenkhöhle zu angrenzenden Sehenscheiden (sehr selten), Thrombosen (v.a. bei familiären Gerinnungsstörungen)
Nebenwirkung: (selten) Erwärmung und "Pochen" des Gelenkes - umgehende Wiedervorstellung
Nur bei Einnahme von Marcumar: Der INR-Wert sollte am Therapietag weniger als 2,0 betragen.
Nachsorge nach 3-4 Monaten durch Überweiser ggf. nuklearmedizinische Kontrolle inklusive Skelettszintigraphie.
Die Substanz hat eine sehr geringe Haltbarkeit und wird daher termingenau für Sie bestellt. Daher bitten wir um rechtzeitige Terminabsage.
Erklärung: Ich wurde über den Nutzen und die Risiken der geplanten Maßnahme aufgeklärt und bin mit ihrer Durchführung einverstanden. Ich hatte Gelegenheit, ausführlich Fragen zu stellen, die mir vollständig und verständlich beantwortet wurden. Die umseitige Patienteninformation habe ich erhalten. Die wichtige Nachsorge lasse ich durchführen. Eine Schwangerschaft oder eine Kontrastmittel-Alergie bestehen bei mir nicht.
Dann habe ich ein Rezept über Triamhexal 40 mg Kortison bekommen. Wenn du keine Unterarmgehstützen hast, solltest du genau beim durchführenden Arzt nachfragen, ob du dir evtl. welche ausleihen kannst. Ich habe eigene, zum Glück, gibt etwas Sicherheit, zu wissen man hat die auf dem Dachboden stehen.
Vor der Durchführung wird ja das Kontrastmittel ins Knie gespritzt und geguckt über ein Bildschirm, ob sich die Flüssigkeit gut im Knie verteilt. Der Einstich tut nicht wirklich weh, bei mir wurde vorher etwas Eisspräh auf den Stichpunkt gesprüht, dann tat es noch weniger weh, einmal tief durchgeatmet und rein damit. Danach kam das Kortison und dann die Radioaktive Flüssigkeit ins Knie. Danach hat sich mein Knie noch dicker als sowieso schon angefühlt. Wie ein zu straff aufgeblaserner Luftballon. Danach Pflaster drauf, dann hat die Assistentin kurz mein Knie durchbewegt, damit sich die Flüssigkeit besser verteilt. Danach hat sie mir eine Schiene (weich), dann mit einem Verband angelegt. Damit ich das Gelenk nicht bewegen kann. So dann musste ich wieder meine Hose anziehen, gar nicht so einfach. Ich empfehle dir eine weite Hose die dehnbar ist anzuziehen. Danach mit Unterarmgehstützen ins Wartezimmer dort gewartet, bis ich zur Kontrolle, ob sich die Flüssigkeit verteilt, gegangen (MRT). Danach sind meine Mutter und ich wieder nach Hause gefahren. Dort habe ich mich aufs Sofa gelegt, mich erstmal ausgeruht, ist richtig doof wennman nichts selbst machen kann. Ich hatte keine Schmerzen, im Gegenteil ich hatte eher das Gefühl das es dünner wird, ist es auch. Am 3. Tag konnte ich endlich den blöden Verband abnehmen und vorsichtig noch mit Unterarmgehstützen gehen, für mich war es sehr befreiend als ich den Verband abgemacht habe. Am nächsten Tag immer noch an Unterarmgehstützen und endlich duschen. Am darauf folgenden Tag habe ich versucht kurze Wege ohne Unterarmgehstützen zu gehen und dann bin ich nur noch mit einem Stock gegangen. Dann habe ich mich selber für Krankengymnastik entschieden, weil ich mein Knie noch nicht so wie vorher anziehen bzw. beugen kann.
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen, ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei deinen Eingriffen. Kannst danach ja mal berichten wie es dir ergangen ist, ich interessiere mich auch für einen Arthroskopie, weil es bei mir höchstwahrscheinlich auch irgendwann gemacht werden muss und so viel weiß ich nicht darüber.
Liebe Grüße von Ketkrissi