Hydrocortison viel zu hochdosiert, Help me :)

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von limitless, 10. Dezember 2016.

  1. limitless

    limitless Registrierter Benutzer

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    Hallo ihr Lieben,
    Nachdem ich einen Krankenhausaufenthalt auf der endokronologischen Station bis gestern ohne befriedigendes Ergebnis hinter mir habe wende ich mich an euch!
    Ich weiß, dass ich in einem Rheumaforum bin, ich habe eine sekundäre Nebenniereninsuffizienz aber ich denke ihr werdet mir helfen können!
    Seit August ist diese Krankheit bekannt und wird normalerweise mit einer Dosis von bis zu 30mg Hydrocortison (und anderen Hormonen ggfls aber die sind ok bei mir und darum geht es gerade nicht) behandelt. Nun, dass die Krankheit erkannt wurde lag daran, dass ich nur noch geschlafen habe, depressiv wurde und wirklich nur noch geschlafen habe..also Klinik.Test -> Diagnose -> Einstellung auf 30mg Hydro/Tag.
    Ich habe von anfang an das Hydro in Tablettenform bekommen von Galen immer.
    Meine Antriebslosigkeit und das Schlafen haben sich mit 30mg nicht geändert, alle Werte in Ordnung, bis auf Cortisol , das war auch mit 50mg/Tag viel zu niedrig...also wurde gesteigert..mit meinem Substitutionsarzt (ich bekomme 6mg Subutex/Tag(ein Opiat, diese können die Aufnahme von Cortison hemmen)) bis auf 100mg pro Tag Hydrocortison. Damit ging es mir dann ganz ok, war wieder Alltags- und Sportfähig.
    Ende September begann der Mathe Vorkurs für mein jetzt angefangenes Informatikstudium. Ich habe mich übertrieben da rein gehängt 8h pro Tag Uni + lernen, fast jeden Abend weg gewesen mit den neuen Leuten und dementsprechend kaum geschlafen (die letzten 2 Jahre meines Lebens waren Therapien gewidmet um meine Sucht zu überwinden, deswegen war mir der Start ins Studium und ein neues Umfeld wichtiger als alles andere) zusätzlich habe ich soziale Ängste die zumindest als das Studium begann mit einigen Panikattacken einhergingen was extremen Stress für den Körper bedeutet...
    Tja die Folge war, dass ich natürlich mit den 100mg auch nicht mehr klar gekommen bin und eigenhändig auf Prednisolon umgestiegen bin. Ich hatte einfach das Ziel diesen Studienanfang nicht zu verhauen und wieder in ein "normales" Leben zu kommen, ich habe damals weder das Wissen noch überhaupt den Gedanken daran gehabt was ich mir mit dieser Dosis antuen kann....
    Seit Ende September nehme ich also 100mg Prednisolon pro Tag (natürlich mit Schwankungen mal 80 , das höchste waren 200) - also umgerechnet auf Hydro, statt 100 wie ärztlich noch abgesegnet durchschnittlich 400 Hydro (320 - 800mg).
    Mir ging es die ersten 2 Wochen eigentlich ganz normal mit dieser Dosis, ich war sehr leistungsfähig, konnte kaum schlafen, habe sehr starke Hitze gehabt, ständig geschwitzt aber sonst keine typischen Nebenwirkungen....nach den zwei Wochen habe ich gemerkt, dass wenn ich nicht wirklich alle 4-5h meine Dosis nehme starke Symptome anfagen: Schmerzen in den Gelenken und die Knochen wie wenn sie gleich durchbrechen, unscharfes sehen, konnte nicht mehr klar denken, also wirklich richtig kognitive ausfälle, werde paranoid, blutdruck sinkt, müdigkeit... bin dann sofort zum doc und habe ihm gesagt was Sache ist, hat er mich erstmal wieder auf Hydrocortison eingestellt (es sei dem Körper verträglicher als Predni) und dementsprechend 400mg/Tag und gesagt wir müssen sofort runter von der Dosis, Reduktionsplan gemacht super... hat leider nicht geklappt..er sagte natürlich ich soll mir eine Auszeit von der Uni gönnen, abends nicht weg gehen , versuchen zu schlafen und dann hätte das auch sicher geklappt aber ich habe es nicht getan. Kurzfristig habe ich es einmal geschafft ein Wochenende wirklich nur daheim zu pennen und nichts zu tun und war dann wieder auf 100mg aber sobald der Alltag wieder losging innerhalb von zwei Tagen wieder auf ca 400mg. Tja ich habe schon öfter gesagt, ich denke die Tabletten kommen einfach nicht an (müssen ja durch Darm (ich habe eine Darmstörung) und Leber) aber darauf ist nie jemand eingegangen.
    Wie auch immer, er hat mich am letzten Freitag nun endlich in der Endokrinologie stationär unterbringen können. Dort wurde besprochen, dass wir pro Tag um 50mg runter gehen und ich das Hydrocortison mit einer 24h Infusion verabreicht bekomme. Nunja die Tage waren überraschend erträglich, ich war nur seeeehr schwach und jede Kleinigkeit hat mich extrem angestrengt und ich war seeehr leicht reizbar. Aber die Schmerzen und kognitivven Aussetzer etc kamen nicht. Der Arzt dort bestand darauf mich nicht auf 100 abzudosieren sondern seine Voraussetzung, dass ich bleiben darf war ich muss auf 30! am Mittwoch tagsüber erhielt ich noch 50mg, die Infusion war dann abends um 18 Uhr fertig und bis dahin war auch dieser Tag nicht schön aber ohne die Symptome die ich o.g habe also alles aushaltbar. Mittwoch abend gegen 23 Uhr hat die Wirkung des Hydro dann offensichtlich nachgelassen. Blutdruck runter, Insulin runter, Schmerzen, Durchfall, Übelkeit, Krämpfe, Sehstörungen, extremer Heisshunger und Durst (10liter in der nacht), gefühl ich sterbe, heisskalt im wechsel. Bin dann zur Pflege dort wurde ich leider nicht ernst genommen auch nachdem sie gemerkt haben dass ich kaum noch laufen kann (als ex polytoxer patient hat man da einen wirklich klischeehaften stempel). Ich konnte irgendwann nicht mal mehr kommunizieren dass ich einen Arzt brauche und bin trotz höllischer schmerzen eingeschlafen da mein puls vl noch bei 40 war. Diese Symptome wurden natürlich mit jeder Stunde schlimmer. bin immer wieder aufgewacht konnte meinen Körper vor schmerzen nicht mehr bewegen.
    Die Visite morgens sagte mir wir können uns die Symptome nicht erklären. Da war ich sprachlos. Das sind doch ganz klare Symptome einer zu schnellen Reduktion: natürlich war die Dosierung für mein Krankheitsbild viel zu hoch aber die Absetzsymptome habe ich doch nach 8 Wochen Dauereinnahme trotzdem: "Nein, sie müssen das jetzt noch ein paar Tage aushalten , es ist nicht gefährlich nur unangenehm wie jeder Entzug eben das kennen sie ja ,und in 4 Wochen wenn sie die Dosis von 30!mg Hydrocortison pro Tag gehalten haben kommen sie wieder und dann sind alle anderen relevanten Tests aussagekräftig, aber bis dahin auch nicht auf 50mg oder 100 pro Tag sondern 30.!". ok nach der Nacht und der Frage des Arztes ob es ok ist für mich dann heute zu gehen, dachte ich erst...meint er das jetzt ernst aber gut ... also war ich zumindest mal froh von der Monsterdosis runter zu sein und nach der morgendlichen 20mg Hydrocortison (ab da wieder in Tablettenform) ging es wieder..ohne diese Dosis hätte ich nicht mal das Gespräch mit dem Arzt führen können....Mittags um 11 bekam ich nochmal 10mg dann musste ich noch auf einen Rheumatologen wegen der Schmerzen die ich hatte sollte einer draufschauen der kam um 17 Uhr...ab 15Uhr wieder die gleichen Symptome wie nachts da Hydrowirkung weg..als ich um 1730 bei meinem Hausarzt war war ich schon so kaputt dass er sagte so hab ich sie ja nichtmal nach dem letzten koka/benzo Entzug erlebt (er kennt mich recht gut:D) wie können die sie nur da einfach gehen lassen und nicht mal vorschlagen was sie jetzt machen sollen ausser etwas das offensichtlich nicht funktioniert.
    Habe meine medis also geholt, hatte das Hydro dann gegen 19 Uhr , habe sofort 50mg in wasser gelöst und getrunken, zu diesem Zeitpunkt war ich gefühlt dem Tode wirklich nahe, ich musste meine Mutter anrufen dass sie mich vom Arzt abholt weil ich nicht mehr laufen konnte und praktisch stehend im halbschlaf war. Als die 50mg dann ankamen waren die Symptome (und zwar alle) deutlich besser , nicht gut aber ok.
    Gestern habe ich gedacht ok vielleicht klappt es ja mit 80 mg ist ja schonmal gut dass du von 400 unten bist. Leider hat mir der doc natürlich wieder die drecks Hydrocortison von galen aufgeschrieben (ich war nicht in der lage zu fragen ob er mir ein iv präparat geben kann oder etwas anderes) aber egal das Hauptproblem war, dass der Durchfall nicht mehr aufgehört hat und dadurch die Aufnahme ja noch weniger gewährleistet ist. Ich habe die letzten 2 Tage nun wieder 200mg pro Tag genommen und kann aber im endeffekt gar nicht sagen wie viel im endeffekt angekommen ist dank durchfall und der viel zu schnelle reduktion in der klinik. Ich habe mich nur daheim aufgehalten nur vor dem Pc gesessen genug gegessen und getrunken und natürlich kamen alle 3-4 h solch starke symptome dass für mich keine wahl bestand als dann eine 30mg Dosis zu nehmen, deswegen nun wieder 200mg die letzten 2 Tage. Ich bin extrem ratlos was ich tun soll speziell heute und morgen. Kann sein das es am Durchfall lag und nur ca 80mg dadurch ankamen (wird ja auch beschrieben dass man die Dosis erhöhen muss aber nach der woche keine ahnung....) wäre ja schön....
    Ich habe gelesen, dass es möglich ist die Hydrocortison Tabletten sublingual einzunehmen damit sie schneller ins Blut kommen und die Bioverfügbarkeit höher ist und auch, dass man sie in NACL Lösung spritzen kann. Habe eine Kranknschwester in der Wohnung, die würde das hinbekommen. Der Punkt ist jedes malwenn ich die Tabletten nehme oder in Wasser gelöst geht der Durchfall sofort wieder los und ich musste mich auch schon zweimal danach direkt übergeben. Habe vor 4 h entdeckt das wir omeprazol haben, da habe ich eine genommen seit dem ist es etwas besser....Hat jemand mit dieser Art der Einnahme? Was könnt ihr mir empfehlen? was kann ich tun? ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar wie ich das Wochenende mit möglichst wenig Hydrocortison überstehen kann! Einfach aushalten geht für 4 Stunden dann wird es 2 Stunden richtig schlimm und dann innerhalb von ein paar minuten rein körperlich wirklich so dass ich denke ich sterbe und wie gesagt Insulin geht total in keller,Blutdruck sinkt immer weiter, die Schmerzen sind nicht auszuhalten , ich muss spucken, schlafe im stehen ein, kann dann auch irgendwann nicht mehr reden....
    Ich danke euch fürs lesen und bin für jede Antwort dankbar, jeder Tipp , jede Kritik, egal ich bin echt ratlos...
    Liebe Grüße ach haha und ich wollte schreiben gute nacht es ist ja schon wieder 7 morgens :DD
    Also Guten Morgen :)
     
  2. Hamo

    Hamo Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich falle bei Dosisreduktionen auch immer zuerst in ein Loch. Allerdings rede ich da von Reduzierung von 10 mg Prednisolon auf 5 mg. Alles darunter ist für mich immer sehr sehr problematisch - da werde ich teilweise so schwach und fühle mich so krank, dass ich nicht arbeiten kann. Diese Symptome habe ich jedoch nur für wenige Tage - dann hat sich mein Körper an die neue Dosierung gewöhnt. Ich reduziere dann teilweise nur in 0,5 mg -Schritten und bete, dass ich keine rheumatischen Entzündungen mit starken Schmerzen bekomme und meine Nebennierenrinde noch gut funktioniert. Oft muss ich wieder zur alten Dosis zurück und einen neuen Reduktionsversuch starten. Momentan nehme ich nur 2,5 mg :top:. Dass ich recht extrem auf Prednisolon reagiere scheine lt. Rheumaarzt selten zu sein - aber es gebe Patienten, die so starke "Entzugserscheinungen" haben.

    Cortison wird recht schnell im oberen Darmabschnitt aufgenommen. Durchfall (wenn er nicht dauerhaft vorhanden ist) kann keine große Rolle für die Aufnahme spielen. Schon gar nicht bei den Mengen, die Du genommen hast. Du hast andere Probleme, die diesen Effekt bei Dir auslösen. Der gesunde Mensch braucht nur wenige mg Cortisol am Tag. Deine Dosierungen (Wahnsinn - bis zu 200 mg Prednisolon am Tag) gibt man frisch operierten Menschen, damit ein transplantiertes Organ nicht abgestossen wird. Du fährst damit das gesamte Immunsystem runter - das ist auf Dauer sehr gefährlich für Deinen Körper.

    Die aufputschende Nebenwirkung von Cortison benutzt Du als Stimulanz - das muss Dir klar sein. Schon alleine, dass Du bis 7 Uhr wach bist ... - das kenne ich z.B. von höheren Prednisolondosierungen als sehr unangenehme Nebenwirkung. Dein Drogenmissbrauch in der Vergangenheit wird Deinen Körper sehr verändert haben - eventuell auch dauerhaft. Es kann schon sein, dass Du deshalb so paradox auf Cortison reagierst. Vielleicht hättest Du lieber länger im Krankenhaus bleiben sollen - damit der "Entzug" weiter unter Kontrolle bleibt. Ich würde das Thema mit Deinem Substitutionsarzt besprechen - eventuell macht eine stationäre Therapie mehr Sinn. Es gibt mit Sicherheit eine Lösung - hole Dir Hilfe.

    Aus meiner (rheumatischen) Sicht kann ich die Reaktion der Ärzte im Krankenhaus absolut nachvollziehen. Nur hätte man Dich vielleicht doch länger begleiten sollen und nicht unbedingt auf der endokrinologischen Station. Aber wir sind hier alle keine Ärzte - ich denke dieses Forum hier kann Dir da nur bedingt helfen. Jedenfalls brauchst Du den Mut zur Veränderung - den wünsche ich Dir von ganzem Herzen!

    lg hamo
     
  3. limitless

    limitless Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    Ich danke dir für deine Antwort und ich verstehe, da du meine Vorgeschichte nicht kennst, du so über mich urteilst obwohl ich finde das du da etwas zu viel Bewertung über jemand reinhaust den du überhaupt nicht kennst!
    ich war bis vor einem Jahr auf über 10 verschiedenen Substanzen unterwegs und hatte gar nichts mehr im Griff. Versschiedene Ärzte haben mich schon aufgegeben gehabt und ich habe seit Beendigung meiner Therapie und der Substitution im März es geschafft aus dieser Nummer wieder raus zu kommen und komplett Beikonsumfrei zu sein (auch beim "feiern" ) dank mehrmaliger Urinkontrolle die Woche.
    Es war vor einem halben Jahr für jedem in meinem Umfeld noch undenkbar dass ich mal wieder an die Uni gehe und ein Studium aufnehme.
    Ich habe den Kontakt zu allem abgebrochen und fahre sogar die Substitution FREIWILLIG sehr schnell auf 0.
    Das Abends weggehen und wenig schlafen hat einzig und allein den Grund gehabt dass ich Leute finden wollte die nichts mit Konsum zu tun haben und möglichst viel abgelenkt bin da es wenig produktiv ist als ex süchtiger alleine zu Hause vor dem TV zu gammeln. Abgesehen davon habe ich seit 7 Jahren mit teils üblen Depressionen und Ängsten zu kämpfen, wie man die Verhaltenstherapeutisch angeht und wie nicht weiß ich inzwischen auch.
    Ich habe keine Ahnung über deine Krankheitsgeschichte aber glaub mir ich habe schon genug durch, auch auf körperlicher Ebene versschiedenste Dinge aber hier soll es nicht um irgendeine Messlatte gehen wer ärmer dran ist und dass du hier deswegen das recht hast mich zu verurteilen.
    Ich möchte das Zeug nicht missbrauchen, ich weiß das ich es getan habe und dass es völliger schwachsinn war aber ich kann es nicht mehr ändern. Für mich war es zu dem Zeitpunkt weder bekannt noch habe ich mich drum gekümmert ob einige Wochen hochdosieren so etwas machen kann da für mich Priorität war wieder in ein Leben reinzufinden und weg von meiner Vergangenheit zu kommen.
    Also wenn jemand noch etwas sinnvolles beizutragen hat dann bin ich froh.
    Ganz ehrlich was bringt dir so ein Post? ich bin durchaus bereit Dinge auszuhalten, wenn du mal einen Entzug von Kokain oder Diazepam oder gar Opiaten gemacht hättest würdest du so einen ... nicht schreiben das sind ganz andere Nummern. Aber die Schmerzen und das Gefühl ich sterbe , das ist doch einfach ein Zeichen dass zu schnell reduziert wurde oder nicht? ich bin bei 80mg überhaupt nicht bei meiner Wohlfühldosis, ich kann überhaupt nichts machen als rumsitzen oder liegen, bin zittrig, durchfall, übelkeit aber es geht und heute gehe ich auf 70mg. Abgesehen davon schonmal drüber nachgedacht, dass es Leute gibt die die Tabletten nicht zu 100% aufnehmen und deswegen statt 30mg oral vl 50 oder 80mg oral brauchen? i.v oder sublingual wäre das ja kein Problem. Nochmal mir geht es nicht drum mich mit katabolen steroiden (schon die annahme dahinter oh mein gott) auf Dauer kaputt zu machen sondern einfach nur übers wochenende zu kommen denn am Montag komme ich zu einem Arzt der nicht nur stigmatisiert und zwei Sätze von einem Bericht ließt und meint er weiß alles über die Person und dann erstmal auf alles negative was einem so kommt.
    Meine Güte ....
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    schon mal daran gedacht, dass bei einer so hohen Dosierung über längere Zeit dein eigenes System seine Produktion von Cortisol aufgeben wird und du dauerhaft auf die künstliche Zufuhr von Cortison angewiesen sein wirst?
    Du sagst ja dass du zu einem Suchtverhalten neigst, meinst du nicht, dein Festhalten an der höheren Dosierung fällt auch darunter?

    Ich persönlich suche mir da andere Möglichkeiten um es mir gut gehen zu lassen, aber quasi dopen mit Medikamenten fällt nicht darunter.

    LG Kukana
     
  5. limitless

    limitless Registrierter Benutzer

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    Hi Hamo,
    Danke für deine Antwort. Mein Text oben war natürlich nicht auf dich bezogen.
    Ich bin mir zu 100% bewusst, dass ich es missbraucht habe und gebe offen zu, dass ich einfach nicht gedacht habe das einige Wochen hochdosierte Einnnahme mir solche Probleme jetzt bereiten würden.
    Das mit dem Durchfall ist gut dass du schreibst, ist abgesehen davon beruhigend zu wissen.
    Ich habe meine Mitbewohnerin gefragt, sie hat mir angeboten es mir aufzulösen und heute und morgen 70/60mg auf 3 mal verteilt zu spritzen. Find ich super dann hab ich die Bioverfügbarkeit gewährleistet. Das war auch vermutung meines Substiarztes das die bei oraler Gabe nicht gut ist bei mir (habe das Problem auch mit anderen Medis).
    Ich drehe in den letzten Wochen mein Leben um 180grad und es ist wirklich eine gute Richtung, bis auf das Cortison und das möchte ich wirklich in den Griff bekommen und bin bereit alles dafür zu tun. Wenn dir allerdings ein Arzt sagt die Symptome die ich habe beim abdosieren können nicht daher kommen dann macht es für mich wenig Sinn auf dieser Station zu bleiben. Eine andere Station würde ich in Erwägung ziehen aber da ich die geschlossene Entgiftung hier kenne, möchte ich zum einen nicht auf die Leute dort treffen und zum Anderen geht dort auf der geschlossenen Zeug rum das kann ich mir nicht geben.
    Deswegen möchte ich die letzten paar mg daheim machen. Ich finde das ist nicht schlimm und ich merke gerade das ich oben schwachsinn geschrieben habe mit der Dosis sorry. Klar, die Wohlfühldosis aber da ich davon ausgehe da das bei miir nicht ankommt und ich auch heute morgen zwei mal schon kotzen durfte und ich e ´s mir ja eh heute IV geben lasse bin ich heute bei 70mg mehr gibt es nicht ich habe alle tabs ihr gegeben sie kennt mich ja.....
    mein schlaf wach rhytmus ist durch jahrelangen amphetamin und benzodiazepin konsum völlig durcheinander , die letzten tage waren die Hölle, darauf kommt es grade nicht an..mir ging es eigentlich nur um ein bisschen unterstützung und 2-3 nette Sätze so wie von dir also danke :)für deine Antwort
    Liebe Grüße
     
  6. limitless

    limitless Registrierter Benutzer

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    Oh mein Gott ich bin ex polytox, wenn ich leistungsfähig sein will hole ich mir Amphetamin und mache mich nicht mit KATABOLEN Steroiden kaputt.
    Ich ging nicht davon aus dass eine wochenlange einnahme so etwas verursachen kann, sonst hätte ich es nicht getan. Wenn ich es gewusst hätte dann wäre ich zu meinem DOC hätte es offen kommuniziert und er hätte mir ohne weiteres meine Dosis an Attentin für die Wochen verdoppelt.
    Natürlich fällt das Verhalten darunter das habe ich doch geschrieben und das es dumm war was denn noch, Zeitmaschine erfinden oder was erwartet ihr hier?
    Ich will nur das Wochenende überstehen und keine dummen Kommentare.
    Ich weiß dass es falsch war aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen
     
  7. limitless

    limitless Registrierter Benutzer

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    und entschuldige wenn ich hier nicht freundlich bin aber ich kann es nicht mehr hören.
    Ich habe mich wirklich innerhlab von wenigen Wochen von jeglichen Konsumkontakten entfernt, habe ein Studium angefangen, neue Leute die mir gut tun, eine Beziehung die mir gut tut und laufe nicht mehr nur dicht oder drauf durch die Gegend. Das mal abgesehen von den Depris und Ängsten die wirklich befriedigend im Hintergrund laufen seitdem bin ich einfach nur froh wie es grade läuft und möchte es mit dem Cortison schnell in den Griff kriegen und die Nebenniereninsuffizienz , wenn du es überhaupt gelsen hast , du weißt das ich sowieso auf Cortisol angewiesen bin. Also ich habe das nicht ohne Grund einfach mal so genommen????
    und da ist es nicht hilfreich wenn sich Menschen nur aufs negative stürzen. Vor allem wenn ihr mich doch wirklich gar nicht kennt. Ich finde sowas echt traurig zumal ich doch noch schreibe dass es scheiße von mir war und falsch...
    aber was erwarte ich - warum sollten im Internet die Leute anders sein als auf der Straße. Wenigstens an der Uni ist es ein erheblich angenehmeres Niveau wenn man sich an die richtigen Leute hält.
     
  8. limitless

    limitless Registrierter Benutzer

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    ich werde hier nicht mehr reinschauen.
    Ich wünsche euch von Herzen für eure Krankheiten Alles Gute und vielleicht komm ich dann ja mal wieder wenn ich auch "richtig krank" bin und nicht nur so zu m Spaß ;)
    Bis dann!
     
  9. kukana

    kukana Moderatorin

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    Eben das ist doch die Frage, ob die Nebenniereninsuf. die Erkrankung ist und du zeitlebens Cortison in geringer! Dosierung benötigen wirst , oder ob diese aufgrund der zu hohen Dosierungen erst entstanden ist (Addison- , ...je nachdem wo die Ursache der Addison-Krankheit liegt, unterscheidet man zwischen einer primären Form (Störung der Nebennierenrinde selbst) und einer sekundären Form (Ursache liegt nicht primär in der Nebennierenrinde, sondern z.B. in der Hirnanhangsdrüse). )

    Da solltest du den Arzt nochmals genauer untersuchen lassen.

    Und was die Unfreundlichkeit angeht- sowas überlese ich als Moderator in diesem Forum.

    Alles Gute, Kukana
     
    #9 10. Dezember 2016
    Zuletzt bearbeitet: 10. Dezember 2016
  10. She-Wolf

    She-Wolf Guest

    limitless, du hast dir den Nick bestimmt nicht ohne irgendwelche Gedanken ausgesucht.

    Leider sind wir Menschen limitiert. Was mich etwas irritiert ist, dass du so viel Erfahrung hast mit Suchtmitteln und dennoch ein sehr bekanntes verschreibungspflichtiges Medikament nach Lust und Wellenschlag dosierst, ohne dich näher damit zu befassen. Dazu noch eine Wirkstoffart gegen eine andere austauschst, einfach so.

    Hier im Forum triffst du auf Menschen, die Rheumakrank sind. Vermutlich war dir nicht klar, wie deine Geschichte auf Menschen wirkt, die um Normalität, manchmal ums Überleben kämpfen aufgrund einer Erkrankung, die ihnen den Alltag nimmt. Die sehr wohl abwägen, was sie tun und lieber fünf mal nachfragen bevor sie Schritte tun, die sie in Schwierigkeiten bringen können. Für die Cortison oft genug ungeliebte Hilfe ist, die den Kampf gegen die Krankheit erleichtert und für Balance sorgt.

    Dein Weg ist schlicht anders. Du willst etwas erreichen oder haben und es ist dir zunächst egal wie dir das gelingt. Alles ist recht. Und wenn du entdeckst, dass das Kind in den Brunnen gefallen ist, willst du es anders haben und zwar sofort. Das ist keine Anklage, bitte missverstehe es nicht. Es ist einfach nur ein sachliches Aufdröseln der für mich aus deinen Worten erkennbaren Lage. Auf mich wirkt das wie Suchtverlagerung. Könnte das sein? Falls es das ist, hättest du gleichzeitig den Schlüssel für die Lösung in der Hand. Ich habe ungefähr zwanzig, teilweise schwerwiegende Diagnosen, limitless, aber ich möchte gewiss nicht mit dir tauschen.

    Ich denke, dass du in einem Forum, in dem sich Menschen mit Suchtverhalten auskennen und deine Erfahrungen und Gedanken selbst kennen, eher das bekommst, was du dir wünscht und was du von uns hier erwartest. Wir sind alle in Gefahr, unsere Medikamente zu missbrauchen, um einen normalen Alltag zu haben und gehen dennoch verantwortungsvoll damit um und halten eine Menge aus. Viele von uns sind durch die Erkrankung aus ihrem bisherigen Leben katapultiert worden und bauen mühsam und mit vielen Rückschlägen daran, wieder ein gewisses Maß an Lebensqualität zu erreichen. Strecken sich danach aus, aus Existenz Leben zu machen.

    Ich bin überzeugt, dass du mit dem starken Willen, der für mich in deinen Worten durchklingt, dein Studium packen wirst. Jedoch wirst du deine Wege dahin überdenken und verändern müssen. Das Studium nützt dir nichts, wenn am Ende dein Körper zerstört ist und/oder du in der Suchtfalle sitzt. Dir wird alles wegschwimmen, wonach du dich sehnst.

    Deine Befindlichkeiten gehören in die Hände erfahrener Ärzte. Dein Part ist, das Vertrauen zu finden, dass sie wirklich wissen was sie tun. Was Leiden heißt, kennst du aus dem Entzug. Und auch jetzt leidest du. Neben dem medizinischen Teil solltest du dich - aus meiner Sicht - auch in psychologische Hände begeben. Es gilt einiges zu lernen, was dir - deinen Worten nach - bisher fehlt, ohne dass es dir bewusst zu sein scheint. Wie z.B., dass du dein Studium machst UND gleichzeitig - obwohl dein Körper es nicht leisten kann - unbedingt und jetzt sofort Kontakte haben willst. Limitless, diese Kontakte werden nur Schnellschüsse sein. Was du brauchst, sind Freunde an der Uni und die findest du nicht im Nachtleben und ganz sicher nicht auf der Überholspur.

    Ich stelle mir vor, dass du durch die hohen Dosierungen ständig überdreht wirkst. Das macht dich anstrengend und führt eher dazu, dass sich die Menschen von dir zurückziehen, wenn es denn so ist. Lass dir die Zeit dich im Studium zu akklimatisieren und dich unter den Kommilitonen als du selbst zu zeigen. Es wird seine Zeit dauern, bis sich Beziehungen unter völlig Fremden festigen. Dazu brauchst du Geduld. Mit Willensanstrengung ist da nichts zu machen. Es ist gewöhnungsbedürftig das Alltagswägelchen, das bisher mit 200 km/h auf der Überholspur war, mit 30 km/h im Wohngebiet zu steuern. Das ist ein Gefühl, als wäre jede Schnecke schneller. Und dennoch kann bei Tempo 200 niemand zusteigen. Tempo 30 lässt sich prompt stoppen. Gute Möglichkeiten, jemanden mitzunehmen.

    Ich frage mich, ob du ein sogenanntes normales Leben überhaupt kennst mit deiner Vorgeschichte. Du wirst deine Gründe gehabt haben, warum du zu Suchtmitteln gegriffen hast. Und es ist eine große Leistung, dass du diese Abhängigkeiten überwunden hast. Nur sieht es so aus, als hätte dich die Suchtstruktur an und für sich noch im Griff. Sie ist Teil deines Lebens und sie wird dich immer begleiten. Daran kannst du nichts ändern. Du wirst immer gefährdet sein. Das bedeutet, dass du aufmerksam und achtsam mit dir umgehen musst, wenn du nicht davon beherrscht werden willst. Das ist nicht leicht. Aber vielleicht ist es reizvoll für dich?

    Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest, und ein gutes Limit für den Alltag.

    She-Wolf
     
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