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HWS-Lockerung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von emmi, 11. August 2007.

  1. emmi

    emmi Registrierter Benutzer

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    Guten Tag liebe Forumsmitglieder,
    nachdem ich bisher mit Interesse Eure Beiträge verfolgt habe, frage ich heute mal für mich um Rat.
    Ich leide seit 30 Jahren an Rheuma, aber es ging mir meistens ganz gut.
    In letzter Zeit ist es allerdings doch schlechter geworden. Ich habe grosse Probleme mit meiner Halswirbelsäule und meine Rheumatologin hat mich zu einem Spezialisten geschickt.
    Der hat anhand von Röntgenaufnahmen eine Lockerung zwichen dem 1. und 2. Halswirbel von 7 mm festgestellt und hält eine Operation für unumgänglich. Er sprach auch von einem erhöhten Risiko einer Querschnittslähmung wenn ich nichts unternehme. Ansonsten war er eher nicht sehr gesprächig.
    Frage an Euch: Gibt es wirklich keine Alternative?
    Was bedeutet diese Operation (Versteifung) im täglichen Leben? Welche Einschränkungen gibt es?
    Vielleicht sind ja unter Euch Menschen, die das schon hinter sich haben.
    Ich bin dankbar für jede Information!
    Liebe Grüße
    Emmi
     
  2. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Thema HWS

    Hallo emmi,

    ganz eindeutig: Nein!!! Es gibt keine Alternative zu dem, was Dir der Arzt vorgeschlagen hat. Vor zwei Jahren habe ich genau die gleiche Auskunft bekommen - ebenfalls bei Instabilität der ersten beiden Halswirbel. Und das ist eine äußerst prekäre Situation. Damit ist wirklich nicht zu spaßen. Dein Arzt hat da vollkommen Recht. Wenn die Nervenstränge, die dort zusammenlaufen, gänzlich durch die Verschiebung / Instabilität abgedrückt werden, besteht sogar die Gefahr, dass die Verbindung zum Gehirn abreißt.
    Mein späterer Operateur sagte mir damals auch, hier müssen wir schnellstmöglich etwas machen. Ich habe es nicht bereut, denn es ist alles gut gegangen, hatte aber auch großes Glück, genau an den Richtigen geraten zu sein. Ein Spezialist auf diesem Gebiet.
    Eine Versteifung ist nicht so schlimm, wie es sich zunächst anhört. Vor meiner Unterschrift habe ich die gleiche Frage gestellt, was das für Folgen hat. Ich könnte dann, meinte der Operateur, den Kopf nicht mehr um 90 Grad zur Seite drehen, sondern nur noch zur Hälfte. Aber das konnte ich ja schon längst nicht mehr (nach rechts nicht mehr viel, nach links zum Teil schon gar nicht mehr).
    Ich verstehe, dass Du Bedenken hast, die hatte ich damals auch. Aber zuletzt ging es mir derart schlecht, dass ich JEDE Therapie und auch alle Folgen in Kauf genommen hätte - hauptsache, der Schmerz ist dann erträglich. Wie gesagt, emmi, das ist zwei Jahre her. Der Heilungsprozess hat zwar ziemlich lange gedauert, aber jetzt geht es mir bezüglich der HWS wieder bestens.
    Lass Dich genauestens beraten, und wenn Du weitere Fragen hast, beantworte ich sie Dir gern. Wo wohnst Du denn? Wie sehen Deine Beschwerden - außer den Schmerzen - genau aus? Hast Du Ausfallerscheinungen irgendwelcher Art?

    lg
    Susanne
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

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    7mm sind zuviel. schliesse mich susanna an.
    glaub mir, damit ist nicht zu spassen.
    mir hat der neurochirurg gesagt, bis 3 mm sei tolerabel, weiter sei die gefahr zu gross.
    überleg doch mal, du kannst doch nix mehr vernünftig machen. dauernd die angst, dass etwas passieren könnte; immer nur vorsichtig zu sein, das nervt doch gewaltig.
    also such dir nen spezial doc und lass bald die versteifung machen.
    gruss
     
  4. emmi

    emmi Registrierter Benutzer

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    Hallo Susanna, hallo Bise
    vielen Dank für Eure Antworten.
    Eigentlich ist mir auch klar, dass ich um die Versteifung nicht herum komme. Könnt Ihr mir bitte noch beschreiben, was bei Eurer Operation konkret gemacht wurde? "Mein" Chirurg hat vorgeschlagen, 2 Schrauben rechts und links von den beiden Wirbeln zu implantieren.
    Susanna, Du sagst, der Heilungsprozess hat bei Dir sehr lange gedauert. Mir wurde gesagt, dass ein Krankenhausaufenthalt von 1 Woche erforderlich ist und danach noch ca. 4-6 Wochen Heilung. War das bei Dir länger?
    Zu Deiner Frage: ich wohne in NRW und ich habe das Glück(?) ziemlich wenig Beschwerden zu haben. Was am meisten stört, ist öfter eine Art Knacken, wenn ich den Kopf bewege. Schmerzen habe ich hauptsächlich, wenn ich den Kopf drehe (eingeschränkt natürlich). Ausfallerscheinungen habe ich bisher keine.
    Wie kann ich herausfinden, wer ein guter Spezialist ist?
    Einen schönen Start in die Woche wünscht Euch
    emmi
     
  5. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Hallo emmi,

    - genau das ist bei mir auch gemacht worden, und damit wurden praktisch die beiden Wirbel stabilisiert. Zusätzlich wurde dem Rückenmark Platz geschaffen, da es bereits sehr einggeengt war. Es brauchte seine Zeit, hat sich aber wieder erholt. Die Missempfindungen und Ausfallerscheinungen haben sich nach und nach wieder gegeben, und zwar restlos.

    Das mit der langen Heilungszeit hing damit zusammen, dass ich mich bereits in einem äußerst miserablen Zustand befand, als ich operiert wurde. Das hätte mindestens ein Jahr früher gemacht werden müssen, was ich damals aber nicht wissen konnte und von den Ärzten, die mich zu der Zeit behandelten, nicht erkannt worden ist. Es kam dann auch noch zu einer Komplikation in der Form, dass eine der beiden Schrauben gebrochen ist - aber bitte nicht erschrecken!!! So etwas kann man nicht voraus sehen, dem Operateur ist da keine Schuld zu geben, und das passiert auch nicht so oft. Letztlich hatte es auch keine negativen Folgen für mich, nur dass ich über etliche Wochen wieder heftige Schmerzen bekam, zu einer Zeit, als ich schon glaubte, das Schlimmste längst überstanden zu haben. Aber auch das hat sich wieder gegeben.
    Wie Du das beschreibst, bist Du noch in einem Zustand, bei dem der Heilungsprozess sich ganz bestimmt nicht so lange hinausziehen wird wie bei mir (insgesamt ungefähr ein Jahr). Du hast noch keine Ausfallerscheinungen, keine Missempfindungen und nur begrenzt Schmerzen. Das ist tatsächlich ein Glück! Was Dir Dein Chirurg bezüglich des Heilungsprozesses gesagt hat, erscheint mir durchaus realistisch.

    Hm, das ist eine gute Frage. Erkundige Dich mal bei "Deinem" Operateur, wie oft er solche Eingriffe schon gemacht hat. Bei meinem musste ich diese Frage gar nicht erst stellen, er hat es mir gleich von selbst gesagt. Später schrieb mir ein Nutzer dieses Forums hier, Dr. B. und diese Klinik seien ihm ein Begriff und was die HWS angeht, hätte ich wohl kaum einen Besseren finden können.
    Wenn Du möchtest und Dir der Weg nach Thüringen nicht zu weit ist, teile ich Dir vollständigen Namen und Klinik auch gerne mit.

    Melde Dich ruhig wieder, wenn Du noch mehr Fragen hast.

    lg
    Susanne
     
  6. emmi

    emmi Registrierter Benutzer

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    Hallo Susanne,
    diese Woche hatte ich Geburtstag und war daher sehr beschäftigt und kann mich erst jetzt wieder melden.
    Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Es ist für mich eine große Hilfe, mich mit jemandem auszutauschen, der/die das schon mitgemacht hat.
    Zur Beratung war ich bei Prof. Dr. Weidner in Osnabrück. Er hat diese OP schon "hunderte Male" (seine Worte) ´gemacht. Vielleicht kennt ihn ja jemand hier im Forum?
    Könntest Du mir vielleicht noch etwas zu den Auswirkungen der eingeschränkten Beweglichkeit im täglichen Leben sagen?
    Wie ist das z. B. beim Autofahren?
    Schon mal Danke und viele Grüße
    Emmi
     
  7. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Nicht so schlimm

    Hallo Emmi,

    na, dann gratuliere ich Dir nachträglich ganz herzlich zum Geburtstag. Alles Liebe für Dich! Wie alt biste denn geworden?

    Also, das mit den Auswirkungen wg. eingeschränkter Beweglichkeit ist gar nicht so schlimm. Beim Autofahren meinst Du sicher den "Schulterblick" - ich mache es immer so, dass ich statt nur der Halsbewegung eben den ganzen Oberkörper "mitnehme". Daran bin ich inzwischen so gewöhnt, dass ich es schon gar nicht mehr bewusst wahrnehme. Es tut ja auch nicht weh, wenn man mal vergisst, dass an einem bestimmten Punkt eine Sperre ist, man merkt nur, ach ja, hier geht's nicht mehr weiter. (Diese Drehung des Oberkörpers machen übrigens sehr viele, das gibt es öfters als man denkt, beispielsweise bei den vielen Arthrosepatienten ...)
    Sonst merke ich im täglichen Leben von dieser Beeinträchtigung kaum etwas.
    Im vergangenen Frühjahr wurde bei einer abschließenden Kontrolle die restliche Beweglichkeit auch nochmals geprüft. Ich sollte den Kopf so weit wie es noch geht nach rechts und links drehen. Mein Operateur schaute sich das an und war offensichtlich überrascht: "Einen Spielraum hat die noch...! Das macht mir fast schon wieder Angst." Daraus schließe ich, dass das Ergebnis sogar besser ist, als von ihm erwartet.

    Prof. Dr. Weidner in Osnabrück sagt mir nichts, aber wenn er die OP schon so oft gemacht hat, kannst Du ihm sicher vertrauen. Sei froh, dass anhand der Röntgenbilder die Situation frühzeitig erkannt wurde. Das ist gar nicht so selbstverständlich, wie ich in meinem Falle (leider) erfahren musste.
    Hat Dir der Professor gesagt, wie lange Du die Orthese noch tragen musst? Bei meinem KH-Aufenthalt habe ich übrigens Leute kennen gelernt, die nach einer reichlichen Woche bereits beschwerdefrei waren. Nur mein Fall war halt etwas anders gelagert.

    Du kannst Dich jederzeit melden, wenn Du weitere Fragen hast.

    lg
    Susanne
     
  8. verena27619

    verena27619 Neues Mitglied

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    Hi,
    ich kenne ihn. Bzw. seinen Kollegen. Hab dort auch meine HWS abchecken lassen. Mir ist die Praxis von meiner Rheumatologin empfohlen worden. Sollen einen sehr guten Ruf haben und wissen was sie tun.

    LG
    Verena
     
  9. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Nachtrag

    Hallo Emmi,

    hier habe ich noch einen Nachtrag für Dich, was Prof. Dr. Andreas Weidner in Osnabrück betrifft. In der November-Ausgabe 2006 des "Focus" ist er in der Ärzteliste ("Die neue Rücken-Medizin") deutschlandweit unter den 53 Experten mit genannt und bewertet worden:

    Von Kollegen empfohlen: 3 Punkte (von 3 möglichen Punkten = überdurchschnittlich häufig empfohlen)

    Bandscheiben-OP / Wirbelfusionen / Tumorchirurgie / Revisionen: jeweils 1 Punkt (bedeutet: Arzt nimmt Eingriff vor / möglich waren hier 2 Punkte = Arzt nimmt Eingriff häufig vor)

    Du kannst ja auch noch unter www.spine-osib.de nachsehen. Vielleicht sind da noch Informationen für Dich dabei.

    lg
    Susanne
     
  10. emmi

    emmi Registrierter Benutzer

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    Hws

    Ihr Lieben, vielen Dank für Eure Mühe und Eure Tips.
    ich schaue mir alles genau an.
    Ich habe Donnerstag einen Termin bei meiner Rheumatologin und werde mit ihr das weitere Vorgehen abklären.
    Auf jeden Fall habt Ihr mir sehr geholfen - ich fühl mich nicht mehr so allein mit meinem Problem.
    Übrigens, Susanne - ich bin 58 Jahre geworden:))
    Viele Grüße
    emmi
     
  11. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Stand der Dinge

    Hallo Emmi,

    sicher warst Du inzwischen bei Deiner Rheumatologin; gibts denn brauchbare Neuigkeiten? Ich will keineswegs aufdringlich sein, nur interessiert mich Dein Fall ganz besonders, weil ich diese Situation nur zu gut kenne.

    Das freut mich sehr. Dafür ist ja dieses Forum auch gedacht. Und noch was, Emmi: Lass Dich nicht verunsichern von Leuten, die nichts von der Sache verstehen. Mir haben damals im Vorfeld sehr viele (auch Ärzte!!!) von einer solchen Operation abgeraten. Die Ärzte ließen zum Teil keinen Zweifel an ihren Befürchtungen, da könnten unweigerlich Schäden / Behinderungen zurückbleiben. Einer sagte sogar wörtlich zu mir: Ich würde es nicht machen lassen; privat bin ich nämlich ein Feigling. - Aber zumeist waren es Nicht-Mediziner, also absolute Laien, die meinten, um Gottes Willen! Bloß nicht an der HWS operieren lassen. Da sitzt man nämlich auch ganz schnell im Rollstuhl. Das ging so lange, bis ich dann gesagt habe, jetzt ist Schluss. Jetzt muss ich mich mal mit jemanden beraten, der von der Sache etwas versteht. So kam ich zu meinem Operateur, und der meinte: Vergessen sie alles, was sie bisher darüber gehört haben. Vergessen sie den ganzen Quatsch (wörtlich). Machen sie sich frei davon. - Und der Erfolg gibt ihm bis heute recht.

    Also, Emmi. Ich wünsche Dir ganz viel Glück und Zuversicht. 58 Jahre ist noch kein Alter, da will man noch was haben vom Leben. Alles Gute!

    lg
    Susanne
     
  12. emmi

    emmi Registrierter Benutzer

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    Stand der Dinge

    Hallo Susanne,
    ja, der Termin bei meiner Rheumatologin hat stattgefunden.
    Und - ich glaube, Du kannst hellsehen. Sie hat mir zwar nicht abgeraten, die OP machen zu lassen, hat aber tatsächlich die Gefahr der Lähmung durch den Eingriff sehr in den Vordergrund gerückt.
    Wir haben überlegt, eine "Zweitmeinung" einzuholen und ich tendiere dazu, nach Bad Berka zu fahren (was mir zwischenzeitlich auch von einem anderen Betroffenen sehr empfohlen wurde).
    Was meinst Du Dazu?
    Im übrigen habe ich mich über Deine Nachfrage gefreut und empfinde das keineswegs als aufdringlich.
    Herzliche Grüße
    emmi
     
  13. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Zweitmeinung

    Hallo Emmi,

    das ist vollkommen in Ordnung, wenn Du Dir eine Zweitmeinung einholen willst. Du hast eine PN.

    lg
    Susanne
     
  14. Lelle

    Lelle Neues Mitglied

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    hallo susanne,
    darf ich dich kurz was fragen?:confused:

    wie sind denn diese begleiterscheinungen.
    ist es etwa schwindel und übelkeit, manchmal spontanes erbrechen?

    vor vielen jahren bekam ich eine halskrause verordnet wegen der nackenschmerzen, die muss ich mir immer mal wieder umlegen, dann wirds wieder besser.

    schmerzen hab ich schon lange im nacken, einerseits hat der kopf keinen richtigen halt, andererseits ist der nacken steif. hände und arme schlafen oft ein, die hände kribbeln und die finger sind oft pelzig. manchmal trifft mich der schmerz hoch im nacken wie ein blitz und ich muss autsch sagen.
    in höhe der ohrläppchen gibt es eine art schnitt quer durch der kopf.

    jetzt ist meine kurze frage doch etwas länger geraten - tut mir leid.:o

    jetzt wünsche ich mir, dass deine antwort heisst: nein nein, das ist ganz anders. aber in erster linie wünsche ich mir natürlich eine ehrliche antwort.

    liebe grüsse, auch an dich, emmi, und dass alles gut verläuft bei der evtl. notwendigen operation!!! (hoooooooffentlich bin ich nicht bald selber in deiner lage)
     
  15. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Begleiterscheinungen

    Hallo Lelle,

    leider weiß ich von Dir bisher nur wenig, so dass ich keinen direkten Vergleich ziehen kann. Ich kann Dir nur von meinen Erfahrungen berichten. Also:

    - das hatte ich eindeutig nicht. Bei mir fing alles mit Schmerzen im Nacken-Schulter-Bereich an und ich dachte mir zunächst nichts weiter, glaubte vielmehr, dass es sich nur um Verspannungen handelte. Mein Mann massierte mir manches Mal die Schultern, was tatsächlich geholfen hat. Allerdings: Linksseitig schienen sich die "Verspannungen" nie ganz zu lösen, was schon etwas seltsam schien. Aber insgesamt war es erträglich und ich akzeptierte die Situation halt so, wie sie war.

    Das hier

    kam bei mir hinzu, als die Schmerzen stärker und stärker wurden und schließlich auch mit hoch dosierten Mitteln (Schmerztherapie) kaum noch beherrschbar waren. Das Kribbeln hatte ich zunächst nur in den Beinen, später auch in den Händen, und noch einige Zeit später kam das pelzige Gefühl hinzu. Es trat erst nur in den Fingern auf, danach in der ganzen Hand und letztlich den ganzen Unterarm. Schließlich war auch die Feinmotorik beider Hände (mehrerer Finger) gestört. Und ganz zuletzt hatte ich auch noch Probleme beim Laufen; die Beine machten einfach nicht mehr das, was ich wollte, sowie ein Harnverhalten stellte sich außerdem noch ein ...

    So war es bei mir nicht. Der Schmerz war zuletzt praktisch immer da, vor allem linksseitig, die hintere Kopfhälfte, und zusätzlich den Nacken hinunter bis zur Schulter. Manches Mal ein vorübergehender zusätzlicher ziehender Schmerz entlang der Schädeldecke.

    Aber warum denn??? Dafür sind wir doch hier.

    Sind denn Deine Beschwerden schon mal abgeklärt, eine Röntgenaufnahme etc. angefertigt worden?? Ich selber habe ein orthopädisches Nackenkissen, welches mich vermutlich lange Zeit "gerettet" hat, bis es gar nicht mehr ging. Ich benutze es noch heute. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass dann die Schultermuskulatur im Schlaf weniger verspannt.

    Ich kann Dir noch einen Tipp dazu geben: Versuche mal, ein zusammengedrehtes Handtuch (am besten ein Badetuch, weil lang genug) nachts um den Hals zu legen. Verschließen kannst Du es mit einem Tape. So simpel es klingen mag - es hilft. Ich habe es selber ausprobiert.

    Aber bitte: Unbedingt abklären lassen, falls noch nicht geschehen.

    Ja, Lelle, die hast Du hiermit eindeutig bekommen. Vielleicht helfen Dir meine Erfahrungen ein wenig. Lass ruhig wieder von Dir hören, falls Du noch mehr Fragen hast.

    lg
    Susanne
     
  16. Lelle

    Lelle Neues Mitglied

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    Hallo Susanne,
    ganz lieben Dank für Deine ausführlichen Informationen.
    Den Tipp mit dem Badetuch hab ich gleich ausprobiert. Hast Recht, ist viel angenehmer als die Halskrause, die halte ich nie lange aus.
    Meine neuesten Röntgenbilder von der HWS sind 7 Jahre alt: Diagnose: Abnützungserscheinungen.
    Früher traten die Schmerzen sporatisch auf, aber seit Monaten habe ich auch Dauerschmerzen und dann eben zusätzlich, was ich geschildert habe.
    Vor einiger Zeit war es so schlimm, dass ich 1/2 Stunde brauchte, bis ich mit dem Kopf von der Sessellehne wegkam (war mit leicht nach hinten geneigtem Kopf eingeschlafen). Das war wirklich böse.

    Die Beschwerden wurden halt immer auf meine kaputte Wirbelsäule (Versteifung der Lendenwirbel hat sich wieder aufgelöst) geschoben. Kann ja auch sein. Abrer vieles deutet auch auf eine Morbus-Bechterew- Erkrankung hin. Da ich HLAB27-positiv bin und sich die Ekzeme in meinen Ohren als Schuppenflechte erwiesen haben, könnte es sich um eine Psoriasis-Spondarthritis, auch Wirbelsäulenrheuma genannt, handeln.

    Wenn ich mich mal ins Bett wage, dann lege ich auf ein festes orthopädisches Kissen ein paar kleine weiche Kissen, dahinein bette ich meinen Kopf, leicht nach vorne geneigt. Dann wird der Arm noch auf eine Nackenrolle gestützt und zwischen Knie und Knöchel kommen ebenfalls kleine Kissen.
    Dann mache ich Entspannungsübungen (habe mal Kurse in Meditation und Autogenem Training gegeben - das kann ich also ganz gut) und schlafe auch gleich ein, allerdings um in schöner Regelmässigkeit nach 50 Minuten schweissnass wieder aufzuwachen.

    Jetzt weisst Du ein bisschen mehr über mich:)

    Wenn ich aber eine Lockerung wie von Euch beschrieben haben sollte, dann ist der Grund dafür wohl ziemlich egal.
    Ich habe halt so was von Schiss vor einer WS-OP, seit meiner LWS-Versteifung seinerzeit. Ist zwar schon über 40 Jahre her (bin 65) und die Methoden haben sich bestimmt unendlich viel verbessert, aber ich habe sie noch so in Erinnerung, als ob es jetzt erst gewesen wäre:eek::eek::eek:.
    N i e mehr lass ich jemand an meiner Wirbelsäule rummachen, schwor ich mir.

    Emmi, Du berichtest doch weiterhin? Das interessiert mich sehr. Und lass Dich bloss nicht von meiner Schwarzmalerei verrückt machen - wie gesagt, meine Erfahrungen stammen von uralten Zeiten!

    Ist so eine Lockerung auf dem Rö-Bild gut zu erkennen oder ist ein MRT sinnvoller?

    Grüsse von einer äusserst :confused::confused::confused: Lelle
     
  17. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Bitte abklären

    Hallo Lelle,

    kann ich mir gut vorstellen; solche Erlebnisse wirken lange nach und beeinflussen unser Denken und Tun noch einige Ewigkeiten! Bitte, lass die Geschichte mit der HWS abklären. Was Du da beschreibst, sind ja doch schon erhebliche Probleme und sicher sind sie auch enorm belastend.

    Klar ist eine OP an der HWS ein sehr komplizierter Eingriff - aber es gibt Spezialisten dafür und Du musst Dich im Vorfeld genau beraten lassen. Die wirklich guten Ärzte, so ist meine Erfahrung, machen das auch. (Übrigens, einem Arzt, der seinen Patienten anschreit, dem wär' ich sofort davongelaufen!)

    Die Röntgenbilder, habe ich mir mal sagen lassen, seien nicht so gut. Auf jeden Fall besser, ein MRT machen zu lassen.

    Ich verstehe, dass Du Angst hast. Dagegen hilft nur eins: Die Ursachen finden, also abklären lassen. Und dann weitersehen. Vielleicht hast Du ja schon viel zu lange unnötig gelitten???

    lg
    Susanne
     
  18. Lelle

    Lelle Neues Mitglied

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    Hallo Susanne,
    danke für Deine aufmunternden Worte.
    Ich denke, ich m u s s mir ein Herz fassen und die Nackenprobleme in Angriff nehmen, das kann so nicht weitergehen.
    Von diesem Arzt hab ich mich übrigens nach diesem Vorfall verabschiedet, hab jetzt einen neuen.

    Liebe Grüsse, Lelle
     
  19. emmi

    emmi Registrierter Benutzer

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    Symptome

    Hallo Lelle,
    ich bin leider etwas spät dran mit meiner Antwort, aber Susanne hat Dir ja schon sehr ausführlich geantwortet. Ich kann aber einige Symptome bestätigen, die sie geschildert hat.
    Zitat Susanne
    Bei mir fing alles mit Schmerzen im Nacken-Schulter-Bereich an und ich dachte mir zunächst nichts weiter, glaubte vielmehr, dass es sich nur um Verspannungen handelte.
    Ging mir genauso!

    Zitat Susanne
    Linksseitig schienen sich die "Verspannungen" nie ganz zu lösen, was schon etwas seltsam schien. Aber insgesamt war es erträglich und ich akzeptierte die Situation halt so, wie sie war.
    Ging mir auch so!

    Irgendwann bin ich dann endlich zum Arzt.
    Die Größe der Lockerung hat der Chirurg, bei dem ich zur Beratung war, am besten an 2 seitlichen Röntgenbildern bestimmen können.
    Ich schliesse mich Susanne an und rate Dir auch sehr, Deine Probleme abklären zu lassen.
    Und- bis jetzt hat mich Deine "Schwarzmalerei" noch nicht abgeschreckt:)
    Ich habe aber für eine "Zweitmeinung" jetzt einen Termin in Bad Berka gemacht und werde weiter berichten.
    Viele Grüße und alles Liebe (und Danke für Dein Interesse und Deine guten Wünsche)
    emmi
     
  20. Lelle

    Lelle Neues Mitglied

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    Hallo Emmi,
    mir ist ja bewusst, dass die heutigen OP-Methoden nicht mit denen von vor 40 Jahren zu vergleichen sind, doch die Erinnerung an damals sitzt viel tiefer, als ich dachte.
    Ich bin froh, dass ich Dich nicht erschreckt habe:) und bewundere ich für Deine Haltung.

    Nun bin ich gespannt auf die Zweitmeinung, und wie auch immer, ob OP oder nicht, ich hoffe sehr, dass es Dir bald wieder besser geht.

    Liebe Grüsse
    Lelle