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Huhu vom Neuzugang

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Yoite, 20. Februar 2014.

  1. Yoite

    Yoite Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Februar 2014
    Beiträge:
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    Hallo an alle Leser und Schreiber

    Krankheitsmäßig habe ich einen langen Weg hinter mir, die ersten nicht aushaltbaren Beschwerden traten vor rund 3 Jahren auf, damals vom Neurologen abgeklärt worden.
    Der Herr Doktor kam leider zu keinem Schluss, auf dem MRT war eine Entzündung im Hüftgelenk zu sehen, die Nervenleitung in beiden Beinen war quasi komplett dahin.
    Meine LWS und HWS hatten sich auf wundersame Weise innerhalb von knapp einem Jahr gekrümmt, etliche Wirbel waren dadurch plötzlich verengt und ich hatte "Verschleiß" in so ziemlich allen Gelenken.
    Erklären konnte sich das der Arzt nicht, ich wurde mit Cortison (50 mg) heim geschickt - und tatsächlich waren die Beschwerden binnen einer knappen Woche weg.
    Die nächsten Jahre bin ich mit ständigen Rücken und Knieschmerzen rumgelaufen, morgens nach dem aufstehen habe ich mich wie ein Bügelbrett gefühlt und konnte mich kaum bewegen.
    Mein Hausarzt gab mir dann recht regelmäßig NSAR, was auch gut half, bis es dann zu einer Magenblutung kam und ich diese Medikamente fortan nicht mehr nehmen durfte.
    Ich wurde stattdessen immer weiter rumgeschickt und bekam von jedem Arzt immer wieder dieselbe Antwort: "Ich sehe dass Sie etwas haben, ich weiß nur nicht was".
    Auf dem Weg bis heute bekam ich völlig überraschend Asthma und Herzprobleme (Tachykardie mit durchschnittlichem Herzschlag von 156 + 12000 Extrasystolen pro Tag) die mit Betablockern behandelt wird aber scheinbar ohne Grund auftritt.

    Innerhalb der letzten paar Wochen knickten dann die Finger meiner rechten Hand zur Seite ab, wobei ich mir erst nicht groß etwas dabei gedacht habe.
    Im laufe des letzten Wochenendes bekam ich dann unerträgliche Schmerzen in beiden Knien, dem Rücken, der Hüfte und der rechten Schulter.
    Ich konnte den Arm nicht mehr heben, mich nicht bücken oder strecken, alle Gelenke knackten und/oder plöppten.
    Morgens kam ich wegen dem steifen Rücken nicht mehr alleine aus dem Bett, das rechte Bein drehte sich immer weiter nach außen hin weg.
    Montag war ich dann beim Orthopäden, dieser stellte fest dass fast alle Gelenke blockiert sind und sich nicht strecken lassen, er machte Röntgenaufnahmen auf denen Veränderungen in den Knien zu sehen waren (er meinte es wäre wohl "sowas wie Verschleiß").
    Alle anderen Aufnahmen waren unauffällig und er schickte mich heim mit der Aufforderung mich sofort in einer Rheumaklinik vorzustellen, er ging von einem schweren Rheumaschub aus der sofort abgeklärt werden müsste.

    Ich bekam sofort einen Notfalltermin, dieser war heute (darf man hier eigentlich sagen bei welcher Klinik man ist/war?)
    Die Familiengeschichte zeigte eine starke Wahrscheinlichkeit für Rheuma bei mir (Familienmitglieder mit Rheuma, Gicht, Schuppenflechte, Colitis usw.)
    Nach den ersten Untersuchung kam man zu diesem (vorläufigen) Ergebniss:
    Oligoarthritis, entzündlicher Rückenschmerz, Verdacht auf Spondyloarthritis mit Muskel und Gelenkbeteiligung.
    Zusätzlich soll die Hautveränderung an den Händen genau bestimmt werden (Hautarzt meinte immer die Haut sei nur sehr trocken, die Klinik ist sich da nicht so sicher) sowie das Vorliegen eines Raynaud-Syndrom (Finger ab dem Mittelgelenk waren heute weiß durch die Kälte, wie immer bei mir im Winter.)

    Anfang nächster Woche muss ich zur stationären Abklärung und Akutbehandlung da den Ärzten dies bei mir ambulant zu gefährlich ist (wegen der Magenblutung unter NSAR) und vermutet wird dass eine Infusion mit Cortison nötig sein wird.

    Zum einen bin ich sehr froh darüber dass die Suche jetzt scheinbar ein Ende hat und die Schmerzen hoffentlich bald gestoppt werden können, zum anderen habe ich auch etwas Angst vor der stationären Behandlung und den Untersuchungen.
    Aber ich schätze, oder hoffe, dass das normal ist ;)

    Zu mir persönlich: Ende 20, wohnhaft im Ruhrpott, bereits aus anderen Gründen berentet, "Mitpfleger" meiner bettlägerigen Oma (85, körperlich zwar sehr eingeschränkt, dafür noch fit im Kopf und schlau wie ein Fuchs).
    In meiner Freizeit werkle ich gerne mit Speckstein, wenn ich es schaffe dann nähe ich, koche und backe, male/zeichne und schreibe, lese viel (wenn die Augen mal nicht entzündet sind), spiele Klavier und bin früher gerne gereist (mit dem Bus, als ich noch so lange sitzen konnte).
    Mein Interessen liegen im Bereich der (forensischen) Psychologie, Medizin, Philosophie sowie Entomologie - aber ich bin immer offen für alles und probiere stätig Neues aus.

    Ich hoffe nichts vergessen, oder gar zu weit ausgeholt zu haben, da ich noch nie in einem medizinischen Forum war und daher sehr verunsichert bin was in eine Vorstellung gehört.

    Liebe Grüße
     
  2. kaufnix

    kaufnix Mitglied

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    Zentralbayern
    Servus Yoite,

    sei herzlich gegrüßt in unserer Runde. Ließ Dich schlau, stellt Deine Fragen und fühl Dich einfach wohl :top:

    :top: "gefällt mir" :top:
     
  3. Blonder Brummer

    Blonder Brummer Neues Mitglied

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    Auf'm Berg in Lübeck
    Huhu Neuzugang

    Hallo Yoite,

    herzlich willkommen hier bei RO.
    Leider ist es fast normal, dass Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, einen langen Leidensweg hinter sich haben.
    Viele bekommen meistens zuhören: Das ist psychosomatisch, und werden wieder nach Hause geschickt.
    Auch bei mir sind fast vier Jahre vergangen, bis die Ärzte feststellten, dass ich eine chronische reaktive Polyarthritis habe. Durch diese fast vierjährige vertane Zeit, haben die Ärzte heute massive Probleme meine Erkrankung in den Griff zu bekommen.

    Es ist gut, dass du in eine Rheumaklinik kommst. Da können alle Untersuchungen gemacht werden,die wichtig sind, um endlich eine Diagnose stellen zu können, und du endlich eine adäquate Behandlung bekommen kannst.

    Alles wird gut!!

    Liebe Grüße Brummi