Benötige mal dringend eure Hilfe!!!
Vorweg möchte ich allerdings mitteilen, dass es nicht um mich oder meine Familie geht. Es geht um den Mann meiner Kollegin. Meine Kollegin und ich teilen uns seit 15 Jahren ein gemeinsames Büro, d.h. wir sitzen uns täglich gegenüber. Im Laufe der Zeit haben sich unsere Familien angefreundet, auch Urlaube haben wir schon gemeinsam verbracht. Kaum zu glauben, aber wahr. Ich versuche hier mal "kurz", die Krankengeschichte wieder zu geben. In den Herbstferien 2008 waren meine Kollegin und ihr Mann am Lago Maggiore im Urlaub. Schon zum Ende des Urlaubes fühlte er sich nicht gut, er klagte über Nacken- und Gelenkschmerzen. Wieder zu Hause legte er sich ins Bett um die Grippe, an der er meinte erkrankt zu sein, aus zu kurieren. Es stellte sich jedoch keine Besserung ein, im Gegenteil, er bekam hohes Fieber (40 Grad). Nach einer Woche mit hohem Fieber wies ihn der Hausarzt ins Krankenhaus ein. Etliche Untersuchungen wurden an ihm vorgenommen (Kernspind, CT, Knochenstanze, Blutuntersuchungen). Er wurde vollgepumpt mit Antibiotika. Das Fieber hielt sich aber hartnäckig. Anfang Dezember kam man zu dem Schluss, es könnte sich evtl. um eine Herzmuselentzündung gehandelt haben. Das Fieber ging allmählich zurück. Als er ein paar Tage fieberfrei war, entließ man ihn mit ungeklärter Diagnose nach Hause. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Gelenke schon angeschwollen, seine Hände taten ihm so weh, dass er seinen Besuchern kaum noch die Hand zur Begrüßung gab. Nach einem einwöchigen Aufenthalt zu Hause wurde erneut mit hohem Fieber in ein Herzzentrum eingeliefert. Wegen des Verdachts auf Herzmuselentzündung nahm man erneute Untersuchungen bei ihm vor. Wieder wurden etliche Untersuchungen an ihm vorgenommen u.a. eine PET. Der Verdacht auf Herzmuseklentzündung konnte nicht bestätigt jedoch auch nicht ausgeschlossen werden. Man forschte zwischenzeitlich im tumorösen Bereich. Wieder erfolgte eine Knochenstanze und etliche Untersuchungen, Diagnose fehl am Platz. Ende Januar 2009 wurde er aus dem Herzzentrum entlassen, da das Fieber sich gesenkt hatte. Der Aufenthalt zu Hause dauerte jedoch nur 3 oder 4 Tage, es ging erneut ins Herzzentrum mit hohem Fieber. Dort wurde dann mit Cortison behandelt. Das Fieber legte sich langsam, erneut wurde er entlassen. Wieder ein paar Tage später kam das Fieber wieder. Er wurde erneut in ein Krankenhaus eingeliefert, dort nahm man u.a.eine dritte Knochenstanze vor. Wieder wurden Überlegungen im tumorösen Bereich angestellt, eine Diagnose konnte auch dort nicht gestellt werden. In der ganzen Zeit hatte er starke Gelenkschmerzen. Ein Rheumafaktor ließ sich jedoch nicht nachweisen. Er wurde erneut mit Antibiotika und Cortison behandelt. Nachdem das Fieber zurück gegangen war, entlies man ihn nach Hause. Dort hielt er es dann eine Woche aus, das Fieber kam wieder und er wurde in die MHH eingeliefert. Dort wurden erneute Untersuchungen angestellt, letztendlich kam man zu dem Schluss, dass das Fieber durch Polypen im Darm verursacht sei. Diese Polypen nebst einem Stück Darm entfernte man, das Fieber ging zurück, er wurde Ende Mai nach Hause entlassen. Bis Ende August war er dann zu Hause, sein Gesundheitszustand war mehr schlecht als recht. Er hielt es vor Gelenkschmerzen kaum aus, schlich wie ein sehr alter Mann. Kleinste Spaziergänge überforderten ihn. Ende August begab er sich wieder in die MHH. Dort wurde er mit Cortison und MTX behandelt, da die MHH jetzt zu der Erkenntnis kam, es sei Rheuma ohne es im Blut nachweisen zu können.
Bereits eine Woche später wurde er entlassen in der Hoffnung, durch Cortison und MTX Besserung zu erfahren. Die Gelenschmerzen ließen etwas nach, der Patient war guter Dinge. Leider hielt die Hoffnung nicht lange an. Am 12. September bekam er erneut Schüttelfrost und das Fieber kletterte erneut auf 40 Grad an. Erneut wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. Dieses hatte er im Laufe seiner Krankengeschichte noch nicht besucht. Dort nimmt man etliche Untersuchungen vor, steht jedoch auch da vor einem Rätsel. Komisch ist, jetzt hat er hohes Fieber, seine Gelenkschmerzen sind jedoch fast weg. Meine Kollegin und ich haben in der ganzen Zeit immer wieder im Internet nachgeschaut und haben nach ähnlichen Krankheitsverläufen geschaut. Letztendlich fanden wir "Morbus Still". Die Krankengeschichten der Betroffenen lesen sich wie die Krankengeschichte des Mannes meiner Kollegin. Weiterhin haben wir erfahren, dass es neue Untersuchungsmethoden bei der UNI Münster gibt, die den Nachweis für Morbus Still schneller erbringen sollen. Den meisten Ärzten sagt der Ausdruck Morbus still jedoch nichts.
Hat einer ähnliche Erfahrungen gemacht wie "mein Patient"? Ich bin um jeden Rat und jeden Erfahrungsbericht dankbar.
Vorweg möchte ich allerdings mitteilen, dass es nicht um mich oder meine Familie geht. Es geht um den Mann meiner Kollegin. Meine Kollegin und ich teilen uns seit 15 Jahren ein gemeinsames Büro, d.h. wir sitzen uns täglich gegenüber. Im Laufe der Zeit haben sich unsere Familien angefreundet, auch Urlaube haben wir schon gemeinsam verbracht. Kaum zu glauben, aber wahr. Ich versuche hier mal "kurz", die Krankengeschichte wieder zu geben. In den Herbstferien 2008 waren meine Kollegin und ihr Mann am Lago Maggiore im Urlaub. Schon zum Ende des Urlaubes fühlte er sich nicht gut, er klagte über Nacken- und Gelenkschmerzen. Wieder zu Hause legte er sich ins Bett um die Grippe, an der er meinte erkrankt zu sein, aus zu kurieren. Es stellte sich jedoch keine Besserung ein, im Gegenteil, er bekam hohes Fieber (40 Grad). Nach einer Woche mit hohem Fieber wies ihn der Hausarzt ins Krankenhaus ein. Etliche Untersuchungen wurden an ihm vorgenommen (Kernspind, CT, Knochenstanze, Blutuntersuchungen). Er wurde vollgepumpt mit Antibiotika. Das Fieber hielt sich aber hartnäckig. Anfang Dezember kam man zu dem Schluss, es könnte sich evtl. um eine Herzmuselentzündung gehandelt haben. Das Fieber ging allmählich zurück. Als er ein paar Tage fieberfrei war, entließ man ihn mit ungeklärter Diagnose nach Hause. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Gelenke schon angeschwollen, seine Hände taten ihm so weh, dass er seinen Besuchern kaum noch die Hand zur Begrüßung gab. Nach einem einwöchigen Aufenthalt zu Hause wurde erneut mit hohem Fieber in ein Herzzentrum eingeliefert. Wegen des Verdachts auf Herzmuselentzündung nahm man erneute Untersuchungen bei ihm vor. Wieder wurden etliche Untersuchungen an ihm vorgenommen u.a. eine PET. Der Verdacht auf Herzmuseklentzündung konnte nicht bestätigt jedoch auch nicht ausgeschlossen werden. Man forschte zwischenzeitlich im tumorösen Bereich. Wieder erfolgte eine Knochenstanze und etliche Untersuchungen, Diagnose fehl am Platz. Ende Januar 2009 wurde er aus dem Herzzentrum entlassen, da das Fieber sich gesenkt hatte. Der Aufenthalt zu Hause dauerte jedoch nur 3 oder 4 Tage, es ging erneut ins Herzzentrum mit hohem Fieber. Dort wurde dann mit Cortison behandelt. Das Fieber legte sich langsam, erneut wurde er entlassen. Wieder ein paar Tage später kam das Fieber wieder. Er wurde erneut in ein Krankenhaus eingeliefert, dort nahm man u.a.eine dritte Knochenstanze vor. Wieder wurden Überlegungen im tumorösen Bereich angestellt, eine Diagnose konnte auch dort nicht gestellt werden. In der ganzen Zeit hatte er starke Gelenkschmerzen. Ein Rheumafaktor ließ sich jedoch nicht nachweisen. Er wurde erneut mit Antibiotika und Cortison behandelt. Nachdem das Fieber zurück gegangen war, entlies man ihn nach Hause. Dort hielt er es dann eine Woche aus, das Fieber kam wieder und er wurde in die MHH eingeliefert. Dort wurden erneute Untersuchungen angestellt, letztendlich kam man zu dem Schluss, dass das Fieber durch Polypen im Darm verursacht sei. Diese Polypen nebst einem Stück Darm entfernte man, das Fieber ging zurück, er wurde Ende Mai nach Hause entlassen. Bis Ende August war er dann zu Hause, sein Gesundheitszustand war mehr schlecht als recht. Er hielt es vor Gelenkschmerzen kaum aus, schlich wie ein sehr alter Mann. Kleinste Spaziergänge überforderten ihn. Ende August begab er sich wieder in die MHH. Dort wurde er mit Cortison und MTX behandelt, da die MHH jetzt zu der Erkenntnis kam, es sei Rheuma ohne es im Blut nachweisen zu können.
Bereits eine Woche später wurde er entlassen in der Hoffnung, durch Cortison und MTX Besserung zu erfahren. Die Gelenschmerzen ließen etwas nach, der Patient war guter Dinge. Leider hielt die Hoffnung nicht lange an. Am 12. September bekam er erneut Schüttelfrost und das Fieber kletterte erneut auf 40 Grad an. Erneut wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. Dieses hatte er im Laufe seiner Krankengeschichte noch nicht besucht. Dort nimmt man etliche Untersuchungen vor, steht jedoch auch da vor einem Rätsel. Komisch ist, jetzt hat er hohes Fieber, seine Gelenkschmerzen sind jedoch fast weg. Meine Kollegin und ich haben in der ganzen Zeit immer wieder im Internet nachgeschaut und haben nach ähnlichen Krankheitsverläufen geschaut. Letztendlich fanden wir "Morbus Still". Die Krankengeschichten der Betroffenen lesen sich wie die Krankengeschichte des Mannes meiner Kollegin. Weiterhin haben wir erfahren, dass es neue Untersuchungsmethoden bei der UNI Münster gibt, die den Nachweis für Morbus Still schneller erbringen sollen. Den meisten Ärzten sagt der Ausdruck Morbus still jedoch nichts.
Hat einer ähnliche Erfahrungen gemacht wie "mein Patient"? Ich bin um jeden Rat und jeden Erfahrungsbericht dankbar.
